mein persönliches DejaVu

Es war einmal - ich schätze mal 2005 oder 2006 - lang, lang isses her - da bekam ich am 20.12. ein Schreiben eines Rechtsanwaltes aus Frankfurt, dass ich das Foto eines Bildes auf einer meiner Seiten - widerrechtlich - verwende - und ich solle
  1. seine Unterlassungserklärung unterschreiben
  2. an die 1.200 Euronen überweisen für seinen Aufwand

von weiteren Zahlungen noch gar nicht zu reden. Ich weiß, dass dies zum damaligen Zeitpunkt ein Betrag war, der nicht einfach so locker bezahlt worden wäre - also begann ich mal irgendwie zu rotieren.

Fakt war - die Anschuldigung stimmte - ich hatte auf einer meiner esoterischen HomePages einige Bilder aus dem Internet verwendet - wie zahlreiche andere auch - danach hatte mich ein Freund darauf aufmerksam gemacht - und ich hatte alle wieder entfernt - bis auf das eine - das war mir echt "durchgerutscht".

Naja, der Rechtsanwalt hatte also recht - dass ich das eine Bild widerrechtlich verwendete - er hatte auch einen Schmiezettel als "Vollmacht" beigelegt. Achja - bis 28.12 hat das Ganze erledigt zu sein.

Ich rief mal den Freund an, der mich damals gewarnt hatte, schilderte ihm den Fall und er meinte "abmahnwelle" - war daals ein deutscher Verein, der sich genau damit beschäftigte - wo man sich registrieren konnte - und die halfen wirklich super weiter.

Der erste Rat war - nie im Leben dessen Unterlassungserklärung unterschreiben - schon eine - aber eine "korrekte" - in der des Rechtsanwaltes war nämlich ein Passus, dass, wenn ich das innerhalb eines bestimmten Zeitraums  wieder machen würde, würde ich mich verpflichten, automatisch mal € 2.500 zu bezahlen - egal, wie die Rechtslage zu dem Zeitpunkt wäre - also das stand nicht drinnen, das sagten mir dann die.

Und das zwite war - ich sollte eine gscheite Vollmacht verlangen - mit Firmenanschrift und lesbarer Unterschrift der Mandantin - und das Ganzesollte ich am letzten Tag faxen, damit sich das alles dann über den Jahrewechsel rauszögernwürde.

Ich hab alles so gemacht, wie sie es mir geraten hatten - eigene Unterlassungserklärung - kein Geld überweisen - das kategorisch abgelehnt - und sie aufgefordert, mir entsprechende Vollmachten vor zu legen.

Wobei ich noch nen Schritt weiter ging - ich hatte damals eine liebe Bekannte - in Frankfurt - welche zu dem Zeitpunkt grad in nem Abendcollege Jus studierte - und die wollten sich weiter drum kümmern - sozusagen als Studienobjekt :-)

Daraus wurde dann leider nichts - weil ich habe bis heute nichts mehr von dem Rechtsanwalt gehört - bin aber seither hellhörig, was Abmahnungen betrifft.

Und ich hab damals eins gemacht - ich hab mir die von den ersten Seiten in Google raus gesucht, die dieses Bild auch verwendeten - und hab sie angeschrieben, dass ich ne Abmahnung bekommen hätte - und sie das Bild schnell tauschen sollten.

Warum?

Weil der Brief vom Rechtsanwalt zu einem Zeitpunkt kam, wo ich mit genau dieser Seite seit nicht mal noch 2 Wochen auf der ersten Seite von Google zu finden war - mit einigen der verwendeten Suchbegriffen.

Einige Jahre später - ähnliche Geschichte - da gibts ein Portal wo man Stichworte eintragen konnte  womit man arbeitet - und ich schrieb da einen allgmeinen Begriff hin - und bekam auf einmal - für mich völlig überraschend - die Aufforderung € 150,-- Lizenzgebühr für die Benutzung eines ganz anderen Begriffes zu bezahlen.

Naja, ganz anders war er nicht - aber das Portal hatte diesen allgemeinen Begriff flächendeckend in einen von einer Esoterikerin markengeschützten Begriff ausgebessert - und niemande nix davon gesagt - und die nette Lady hat dann alle einfach angeschrieben und Lizenzgebühr für die Benutzung des Begriffes gefordert.

Ich hatte ihr zwar ursprünglich erkärt, sie solle sich brausen gehen - aber nachdem ich drauf gekommen bin, das seine meiner Seminarteilnehmerinnen den Begriff weiter getragen hat - hab ich dann einen Deal mit der netten licht-und-liebevollen Esoterikerin geschlossen, dass ich die bescheuerte Lizenzgebühr bezahle, sie aber meine Teilnehmerin in Ruhe lasse.

Und ich hab die, die ich persönlich kannte - und wo ich wusste, dass die auch den urpsrünglichen allgemeinen Begriff auf ihren Seiten verwenden - davon verständigt, dass die Lady einen auf abcashen macht.

Und jetzt hab ichs schon wieder geschafft *lach*

Bin wo eingestiegen - vor ziemlich genau 3 Wochen - und hab mich dann bissale rum gespielt - ne Seite angelegt mit Infos und einem Anmeldeformular - und hab bissale suchmaschinenoptimiert - und war mit Stand Dienstag - wo das alles geschah - zwar nicht auf der ersten Seite bei Google - aber an erster Stelle auf der zweiten Seite.

Und dann trifft das Mail ein mit der Aufforderung, alles zu löschen, wo der Firmenname aufscheint - weil man sonst weiter Schritte veranlassen würde - und mir vorweg mal ne kostenpflichtige Abmahnung zukommen lassen werde.

Ich schreib daruafhin sofort nen netten Bekannten an, von dem ich weiß, dass er auch ne Seite hat, wo der Firmenname genannt wird - er bittet mich, ihm das Mail weiter zu schicken - um dann gleichzeitig mit meinem - auch seine eignee Abmahnung zu bekommen.

Also vorweg nur die Aufforderung, es zu unterlassen, den Firmennamen auf irgendwelchen Dokumenten zu verwenden - und eben alles zu löschen, wos bereits geschehen ist - andernfalls würde man eben kostenpflichtige Abmahnung schicken - und überhaupts und ausserdem - und mein Konto sperren - und was auch immer.

Na gut - ich bin jetzt 3 Stunden gesessen - und hab auch meine Postings aus allen Gruppen gelöscht - und in jeder Gruppe nachgeschaut, wer noch den Firmennamen offiziell postet - und hab die alle angeschrieben, dass sie in Zukunft aufpassen sollten.

Mit einem hat sich dann noch ne schöne Diskussion ergeben und sein Resumée war:

"wichtig in dem Zusammenhang ist für uns den Namen nicht auf Landingspages zu verwenden. Damit will man natürlich nur sichergehen, dass die Partner die Landingpages von denen erwerben"

Fühlt sich jetzt irgendwie voll stimmig an - weil welchen Grund könnte es sonst geben, dass VertriebpatnerInnen verboten wird, für die Firma, für die man tätig ist, zu werben - den Namen zu nennen, wo man mitmacht - wär ja eigentlich voll sinnlos, es nicht sagen zu dürfen.

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