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Mittwoch, 30. Juli 2008

Privatschulungen

Morgääääähn,

ich hab soeben festgestellt, dass ich mit Menschen, die glauben, mir Forderungen stellen zu können relativ unwirsch verfahre. Früher war ich trotzdem bemüht, nett zu sein, aber wozu?

Konkreter Fall - gestern gabs nen Kommentar in einem meiner Blogs, der einerseits nicht unbedingt mit dem Thema zu tun hat - und andererseits eine Aufforderung zum kostenlosen Coaching war.

Ich hab kurz und bündig zurück geschrieben - und die Person ließ nicht locker, weil jetzt sei irgendwie ich schuld, dass sie noch mehr verzweifelt sei. Ok - Opfer, dass eins bleiben will - und nachdems den erwählten Retter nicht bekommen hat, macht es diesen halt zum Täter.

Paßt - heut früh finde ich dann in einem Forum eine Nachricht vor, von einer Person, welche vor Kurzem gefragt hatte, ob wer ein bestimmtes Buch gelesen hat - also finde ich eine Nachricht - ok, das und jenes ist unklar - letzter Satz "Ich wäre Ihnen für eine ausführliche Erklärung sehr dankbar."

Ich wär auch für ein paar Lottomillionen dankbar - aber spielts halt nicht ;-)

Für mich wars jetzt mal wieder einmal eine Erkenntnis - nämlich die, dass ich immer weniger Lust habe, mich auf derartige Spielchens ein zu lassen. Und dass ich es mir zugestehe, derartig unverschämten Forderungen einfach nicht mal mehr nach zu denken, ob ich ihnen nachkommen sollte.

Irgendwie ist das Netz ja wirklich ne optimale Spielwiese für viele Dinge - für mich jetzt, um mein definiertes Ego aus zu probieren, welches nach dem Human Design System ja nur in der Zusammenarbeit zwischen bewusster Persönlichkeit und unbewusstem Design
entsteht.

Ich bin gerne bereit, mit anderen Menschen - auch unentgeldlich - mein Wissen zu teilen - dann und dort, wo es für mich paßt - und ich mache auch kostenloses Coaching, wenn ich diese Person besser kenne - aber für Fremde isses nicht mehr drinnen, dazu ist mir meine Zeit zu wertvoll, um sie zu vergeuden.

Mein aktuelles Thema lautet offensichtlich grad - was bin ich mir selbst wert? Wofür möchte ich meine Kraft und Energie be-nutzen - und wie bringe ich es rüber, dass ich die Regeln mache? Und zwar sowohl in der virtuellen Welt - als auch im realen Leben.

Genial - kaum hab ich das hier abgeschcikt, stolpere ich in der HDS-Gruppe in xing über einen Link zur HD-Zeitung des österreichischen Zweiges von HDS

Der letzte Torwechsel des Sommers ereignet sich am 28.7. Jupiter verlässt das Tor der Ambition und tritt ein in das Tor des Kämpfens. (12) Dies deutet zuerst einmal darauf hin, dass der Rest des Sommers eine anstrengende Zeit mit sich bringt. Insbesondere die Kombination mit der Saturn-Position legt aber auch die Annahme nahe, dass wir es mit ausgesprochen kämpferischen bis aggressiven Streiks zu tun bekommen. Für sich alleine betrachtet dient die Qualität des Kämpfens aber auch der Verteidigung der eigenen Individualität die jede Einmischung von Außen zurückweist.

Montag, 28. Juli 2008

Erfolgserlebnisse

Ich bin 2 Wochen früher dran als geplant - der Quartalsabschluss für das 2. Quartal 2008 ist fertig - und ans Finanzamt gemeldet - ein schönes Gefühl - hatte ich ja den Jahresabschluss auch schnellstmöglich erledigt gehabt.

Irgendwie fühle ich mich zur Zeit so richtig im Fluss - nachdem ich jetzt - rückblickend betrachtet - in den letzten Jahren irgendwie dahin vegetiert hatte - und mich trotz intensivem Bemühen nicht wirklich auf das besonnen hatte, was mir wirklich Spaß und Freude machen würde.

Und seit ich begonnen hatte, mir wirklich zu überlegen, was ich gerne tun würde, wird immer klarer, dass ich einerseits vom Schreiben leben möchte - und auf der anderen Seite gerne mit Menschen zusammen sitzen und plaudern möchte.

Ich war ja am Donnerstag noch einmal bei einer HDS-Analyse zum Thema "Karriere & Beruf & Erfolg" und da kamen einige interessante Aspekte zur Sprache, über die ich noch einige Zeit nachdenken werden muss.

Es war wieder sooooo viel Input - auch , dass ich unterschiedliche Bereiche anbieten und abdecken sollte. Interessanterweise ging es immer nur um Selbständigkeit - eine unselbständige Arbeit kam überhaupt nicht zur Sprache - und auch ich hab auch einfach drauf vergessen, dass ich eigentlich wissen wollte, ob ich mir nen Job suchen sollte ;-)

Und ich hab auch schon begonnen, meine Seiten um zu strukturieren - mal sehen, was da noch alles draus wird.

Witzig ist auch, dass auf einmal mein Bildschirm vom Tower wieder geht - jetzt - nachdem ich alle Daten auf den Schleppi überspielt habe - muss ich nur noch schauen, ob ich auch das HDS-Programm wieder zum Laufen bringe, dann erspar ich mir die Reparatur auch noch.

Freitag, 18. Juli 2008

4er Rhythmus

Hi ihr Lieben,

mich hat gestern jemand drauf aufmerksam gemacht, dass auf meiner Bilderseite über Veränderung im Gesichtsausdruck ein 4-Jahres-Rhythmus zu erkennen ist - also sie meinte - 1999 und 2003 und 2007 habe ich den gleichen Gesichtsausdruck - oder zumindest einen ganz anderen als in den anderen Jahren.

Und das hat mich nachhaltig zum Grübeln gebracht, ob da was dran sein könnte - und - weia - das ist nicht wirklich von der Hand zu weisen *seufz*

2007 gabs ne heftige Krise, wo ich dann mit den "großen" AMS-Maßnahmen aufgehört habe
2003 wurde mein Mann arbeitslos und machte sich dann selbständig
1999 wurden die EU-Förderungen für Weiterbildung gestrichen und ich gab meinen Seminarraum auf
1995 ging die Zusammenarbeit mit einem EDV-Händler in die Brüche und ich machte mich selbständig
1991 habe ich mein erstes Novell-Netzwerk installiert
1987 habe ich beschlossen, die damals aktuelle Firma zu verlassen
1983 wechselte ich von Verkaufsabteilungen in die EDV
1979 endete meine 1. Ehe

Autsch - naja, werd mal weiter drüber nachdenken - interessant, dass ich im privaten eher einen 7-Jahres-Rhythmus habe bezüglich Veränderung.

Mittwoch, 16. Juli 2008

Täter - Opfer - Retter

Welch eine Erkenntnis am späten Abend ;-)

Ich war ja gestern auf einem Netzwerktreffen - und da kam u.a. auch eine Sache zur Sprache - nämlich, meinte eine der Teilnehmerinnen, dass für sie das Konzept Täter-Opfer keine Bedeutung mehr hätte - und bei mir machte es mal wieder nachhaltig *KLICK*

Genau diese Person hatte mir nämlich schon oft ungebetene Rat-Schläge erteilt - oder zumindest erteilen wollen -und irgendwie passten mir da die Aussagen nicht mit den Handlungen zusammen - aber jetzt wurde es mir schlag-artig bewusst, was das Thema ist.

Solange ich mich der Thematik Täter-Opfer-Retter stelle bin ich, wenn ich jemand anderen Rat-Schläge erteile, immer in der Täterposition - wenn ich das nicht sein möchte, ist es zwangsläufig not-wendig, diese Thematik zu verleugnen, um mich ihr nicht stellen zu müssen.

Wenn ich nämlich einfach dazu stehen würde, auch mal Täter zu sein, dann bräuchte ich auch das Offensichtliche nicht verdrängen. Und das wars mal wieder, was mir "komisch" vorgekommen war ist wie mit den Affirmationen und Suggestionen - das kommt mir persönlich eben nicht "echt" vor.

Und es gab noch ein geniales Aha-Erlebnis am gestrigen Abend. Die Initiatorin des Abends meinte in der Vorstellungsrunde, dass sie die Gabe hat, Dinge auf zu zeigen und an zu sprechen, wenn etwas "nicht stimmt" - und genau das ist auch etwas, was ich für mich schon mehrmals bemerkt hatte - dass ich mich auch auf meine Gefühle in Bezug auf die Authentizität anderer Menschen meistens ziemlich richtig liege :-)

Mal sehen, was da noch draus wird - es auf jeden Fall heute wieder mal ein genialer - aber auch fauler - Tag.

Mittwoch, 9. Juli 2008

Wunsch-Hype

Faszinierend - der nächste Boom schwappt übers Land. Nach dem Geheimnis folgt das "hoppen". Am witzigsten finde ich, wie wieder mal aus einer Mücke ein Elefant gemacht wird.

Da gabs das tolle hawaiiainsiche Ritual namens Ho'oponopono - und dann kam ein Arzt, machte seins draus - und dann kamen die neuen Powerseller vor dem Herrn und reduzierten es einerseits auf den Begriff "hoppen" und schlachteten es andererseits medienmäßig aus.

Mal sehen, wann auch dieses Thema ausgereizt ist - momentan boomts noch heftig - und der Hype wird nachhaltig forciert.

Mich fasziniert ja fast noch mehr, wie Menschen, die ich persönlich für halbwegs intelligent gehalten hatte - voll drauf abfahren - ohne allerdings auch nur irgendwelche Erfolge damit zu erzielen :-)

Wobei das nicht mal auffällt - im Gegenteil - sie bemühen sich noch viel mehr, etwas zu erreichen, was eigentlich - aus rein logischen Gesichtspunkten - vollkommen unrealistisch ist.

Sonntag, 6. Juli 2008

Kurz-Sichtig

Menno welch Erkenntnis am frühen Morgen. Mir war ja schon seit geraumer Zeit bewusst, dass meine (leichte, aber immerhin vorhandene) Kurzsichtigkeit was mit mir selbst zu tun hat - dass ich mich eben in irgend welchen Bereichen äußerst kurzsichtig verhalte.

Und jetzt bein aufwachen ist mir eben auch bewusst geworden, was es sein könnte, bzw. hab ich jetzt irgendwie so ein Aha-Erlebnis, dass es mal wieder viel einfacher ist, als ich gedacht hatte - naja, kurzsichtig eben ;-)

Auf der einen Seite war da eben meine Suche nach dem starken Mann - welche mir übrigens möglicherweise auch mein Gewicht beschert hat, weil ich dadurch, dass ich dachte, bei einem starken Mann muss Frau schwach sein auch vieles in mich reingefressen hatte, was sich im Laufe der Jahre jetzt halt angesammelt hat.

Und die Kurzsichtigkeit war eben das drauf versteifen, dass es für jede Frau einen echten starken Mann geben muss - und so stürzte ich mich auch direkt von der vorigen Verbindung in die jetzige.

Eine andere Form von Kurzsichtigkeit war in den letzten Jahrzehnten auch, dass ich mich nie wirklich auf meine ureigensten Bedürfnisse besonnen hatte - sondern immer nur danach trachtete, mich in beruflicher Hinsicht zu verwirklichen, damit auch meine starken Männer auf mich stolz sein können.

Dadurch hab ich sie aber noch mehr unter Leistungsdruck gesetzt, den sie nicht wirklich gewachsen waren - und im Endeffekt war immer ich die, die dann "das Sagen hatte", obwohl das genau das Gegenteil davon war, was ich eigentlich wollte.

Wie auch immer, jetzt akzeptier ichs einfach, dass es "den starken Mann" für mich nicht gibt - und beginne langsam aber sicher, mich wirklich mal selbst zu leben. Den ausschlag gegeben hat eine langjährige internette Bekannte, welche mich auf ein Buch aufmerksam gemacht hat:

Die Suche der starken Frau nach dem starken Mann

Ich hab das Buch zwar nicht gelesen, aber allein das Resumée entsprach dem, was mir in den letzten Wochen bewusst wurde - dass ich durch meine Suche nach dem starken Mann, diese immer dann zu sehr belastet habe - unbewusst - dass sie im Endeffekt genau das Gegenteil von dem wurden, was ich mir durch sie erhofft hatte.

Also bleib ich mal wieder lieber in meiner Kraft - und lasse Männer das sein, was sie sind - ohne mich weiterhin in was rein zu steigern, was ich möglicherweise auch gar nicht wirklich haben will.

Ich erinnere mich da an eine Episode, wo es mir auch so bewusst wurde, dass mein damaliger Partner ein kleines Mädchen suchte, welches er erziehen kann. Das ging mir relativ rasch sowas von gegen den Strich, dass ich froh war, aus dieser Beziehung wieder draußen zu sein.

Rückblickend betrachtet war das damals schon ein großer Hinweis, dass ich mich da eigentlich in etwas verrenne, was mir jetzt gar nicht wirklich entspricht - da bin ich lieber die Powerfrau, die sich ihren Spaß dann holt, wenn ihr danach ist.

Wobei kurzsichtig möcht ich das jetzt gar nicht unbedingt nennen - es ging jetzt lange Zeit einfach darum, dass ich mich geweigert hatte, mich wirklich so zu sehen, wie ich bin - mich zu akzeptieren - und mich damit ab zu finden, dass es für mich keine partnerschaftliche Schulter gibt, die immer dann da ist um mich an zu lehnen, wenn ich es wirklich brauche.

Aber es war kurzsichtig, zu glauben, dass es unbedingt in einer Partnerschaft sein muss, eine derartige Schulter zu finden. Interessanterweise hab ich auch feststellen dürfen, dass es viele Schultern gibt zum anlehnen - und zwar wirklich genau nur für das - für eine tröstende Umarmung, wenn ich wirklich mal der Verzweiflung nahe war.

Es war immer irgend jemand da, der mir die heftigsten Stunden meiner Verzweiflung überstehen geholfen hat - manchmal sogar einfach eine Bekannte im Internet. Und genau darum gehts möglicherweise auch. Genug Freunde zu haben, um auch die tiefsten Tiefs nicht alleine umschiffen zu müssen.