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Sonntag, 10. Juli 2011

Gelsen und andere stechenden Insekten

Wooow - keine Ahnung, ob es meine trinkbaren Schwammerl sind, oder was ganz was anderes - aber es wird von Tag zu Tag besser.

Kurz zusammen gefasst - bis vor Kurzem war es mir oftmals unmöglich, im Wald hinten barfuss zu gehen - oder abends draussen zu sitzen, weil alle blutsaugenden und stechenden Tiere ganz sicher mich als Nahrungsquelle wählten - und ich dann tagelang nicht liegen konnte, weil diese Stiche ganz furchtbar juckten und unangenehm waren.

Seit einiger Zeit hat sich das irgendwie verändert. Wir waren vor ca. 2 Wochen bei einem Event, wo wir danach dann noch im Garten des Hotels sassen und da fiel dann ein Gelsenschwarm ein, der mich zwar auch attackierte, aber nicht wirklich so heftig wie früher.

Kann natürlich auch sein, dass sie mich nur deshalb nicht wollten, weil mir vorher der Kellner Rotwein drüber gekippt hatte ;-)

Und war auch vor ein paar Tagen so, dass mich im Garten ein Tier "angefallen" hat und nach einiger Zeit war mein Unterarm voll angeschwollen. Ich hab dann gebrauchte Teebeutel aufgelegt, die die Schwellung ziemlich rasch genommen haben und auch die Hitze im Arm war bald wieder weg.

Vorgestern sass ich mit (m)einem Freund und meiner Tochter bei mir hinterm Haus im Garten - und uns trieb die Kälte ins Haus, die mit dem Gewitter aufzog - aber nicht die Gelsen.

Gestern war ich bei seinen Eltern im Garten - und die Gelsen liessen mich auch großteils in Ruhe - ja, ich hab 3 oder 4 Einstiche - aber die Düpel sind wesentlich angenehmer wie früher - sie jucken nicht so viel wie früher - und deshalb fallen sie mir auch nicht wirklich stark auf.

Tja - jetzt lag ich dann heut früh im Bett und hab genau über dieses Thema nachgedacht - und mir war aufgefallen, dass dies eigentlich für mein ganzes Leben gilt - zur Zeit.

All das, was mich früher - manchmal sogar extrem - betroffen hat - und gejuckt hat - wird immer unwichtiger - und betrifft mich nicht mehr so stark - ich nehm vieles nicht mehr so persönlich wie früher - oder ich kratze beizeiten die Kurve, um wieder zu mir selbst zu finden.

Es war für mich heut früh eine ganz tolle Erkenntnis, dass eben nicht nur Menschen - sondern auch Tiere - sich verändert haben - naja, nicht unbedingt die Menschen, die es schon immer gab - aber die Menschen, die in meinem Leben hinzu kommen - die Lebensqualität wird eine andere.

Stimmt auch nicht unbedingt - es kommen ein paar wieder, die ich seit an die 5 bis 7 Jahre nicht mehr getroffen hatte - oder sogar eine ehemalige Schulkollegin, die ich vor 35 Jahren das letzte Mal gesehen hatte - sie stand bei einer Veranstaltung auf einmal vor mir und freute sich nicht minder, mich wieder zu sehen.

Mein Leben verändert sich - langsam und stetig - die stechenden Insekten gibt es zwar noch immer - aber sie suchen sich neue Opfer, weil ich ihnen keine Macht mehr über meine Befindlichkeit einräume.

Und es kommen immer mehr und immer befriedigendere Qualitäten auf mich zu - teilweise ganz von selbst - ohne mein Zutun - doch, eins hab ich schon getan, ich habe EntScheidungen getroffen - jene, welche Glutnester in meinem Leben ich wieder entfachen möchte - und jetzt aber nicht vor der Glut sitze und drin rm stochere, sondern mal kurz mit dem Blasebalg reingefahren bin - und zuversichtlich drauf schaue, dass die Flammen neu auflodern - zu möglicherweise noch ungeahnten Höhen.