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Montag, 29. Juni 2009

Re.Set

Jetzt war es mal so weit - ich hab den Knopf gedrückt, um endlich wirklich mein Leben zu re.setten - bzw. eben sowas wie "format c:" gemacht - für alle, die noch wissen, was das sein könnte.

Vorigen Mittwoch überkam mich die absolute Leere - sie hatte sich eh schon länger abgezeichnet - aber dass sie dann so plötzlich da war hat mich dann doch heftigst überrascht - ok - ich war zu nix zu gebrauchen - und diesmal wirklich zu nix - normalerweise fahr ich trotzdem "auf Sparflamme" irgendwie weiter - aber diesmal - null - aus - Ende.

In der größten Resignation kam ein Anruf von einem eher nicht sehr guten Bekannten, der mir wieder Hoffnung gegeben hat - jetzt rein dadurch, dass er mir von seinen Tiefen erzählt hatte - und ich mir da einiges für mich raus nehmen konnte.

Donnerstag absolvierte ich mein Vormittags.Pflicht.Programm - am Nachmittag gönnte ich mir eine energetische Aufladung in der Natur - und letztendlich dann auch mit lieben Freunden.

Freitag dann nochmals Pflicht.Vormittag - danach wieder Entspannung und eher Leere denn Planung. Samstag hab ich mich endlich aufgerafft, die Dinge zu erledigen, die ich schon für Freitag zugesagt hatte.

Sonntag dann ein netter Tag mit Freunden - und mit einigen weiteren Erkenntnissen. Und dann noch ein Besuch bei einer lieben Bekannten, der sich zu einem absolut intensiven Gespräch ent.wickelt hat.

Heute wach geworden mit Schnupfen und Kopfschmerzen und Halsschmerzen - so richtig grippig halt. Auf Empfehlung meines Freundes - gönn dir die Ruhe.Pause und erträum dir dein zukünftiges Leben - hab ich zwar nicht genau das getan, aber trotzdem einige grundlegende Ent.Scheidungen getroffen.

Er hatte damals auch gemeint - re.set und nur mehr die Programme installieren, die ich wirklich möchte - ok - Verlag bleibt zwar bestehen - aber eher nur, um die noch lagernden Bücher darüber verkaufen zu können - und auch ev. eigene neue dann zu verlegen - oder welche für meine bestehenden Autoren.

Das nächste ist mein Online.Magazin - das mir irgendwann mal ein Bedürfnis war, es wirklich wöchentlich neu zu befüllen - da es durch den echten PC-Crash aber jetzt auch schon 3 Wochen keine Neuerungen gab - und es anscheinend niemanden aufgefallen ist - werd ich das zwar nicht einstellen - aber auf monatlich reduzieren.

Blogs liebe ich - also möcht ich weiterhin viele Blogs für viele Menschen machen - und auch lehren, sie selbst zu machen - das gehört einfach zu mir.

Und ich möchte meine Coaching.Aktivitäten wieder.beleben - ich mein, tu ich eh immer wieder zwischendurch - aber irgendwie hats bisher auch noch nicht ganz gepasst - für mich - und grad da hatte ich jetzt auch einige bewegende Erlebnisse, die mich darin bestärken, meiner Art treu zu bleiben.

Da gab es beim letzten Xing.WiSpi.Stammtisch eine interessante Diskussion bezüglich "Verantwortung" und seither ist das auch mal wieder Thema meiner Überlegungen - wie dabei mein Weg ist - und das wurde mir jetzt in Badewanne und danach noch einige Zeit dösenderweise drüber nachgrübeln - klar.

Ich übernehme für mich die Verantwortung - und sicher nicht für andere Menschen - aber ich übernehme auch die Verantwortung dafür, wie das, was ich tue auf andere Menschen ein.wirkt.

Nur für mich und meine Gefühle die Verantwortung zu übernehmen ist mir persönlich einfach "zu wenig" - damit fühle ich mich nicht wohl - und es passt nicht - für mich nicht - ist aber auch ok, wenns wer anders sieht.

Dass ich für andere Menschen und deren Wohlergehen nicht verantwortlich bin ist mir eh schon lange bewusst - und lebe ich auch - meistens - bei guten Freunden - oder eben, mir nahestehenden Menschen habe ich mich vielleicht manchmal zu sehr eingemischt - und wollte, dass es allen gut geht.

Dabei hatte ich aber auch ein ungutes Gefühl, weil, wenn ich mir das Recht raus nehme, für mich selbst verantwortlich zu sein - sollte ich dieses Recht auch allen anderen Menschen zugestehen - und das hab ich nicht immer geschafft in der Vergangenheit.

Jetzt hab ich einen für mich stimmigen Kompromiss gefunden - ich mische mich weiterhin ein, wenn ich das Bedürfnis habe, es zu tun - ich leide aber nicht mit - sondern fühle mit - erzähle auch, wie ich die Situation angehen würde - und was sich mein Gegenüber dabei heraus nimmt überlasse ich der/demjenigen.

Ist eigentlich eh ganz klar - aber ich hab jetzt trotzdem nochmal nen heftigen Schubbs gebraucht, ums wirklich für mich auch aus zu formulieren. Hiermit geschehen - Thema erledigt - auf zum nächsten :-)

Donnerstag, 25. Juni 2009

Partnerschaft

Mir hat vor kurzem ein lieber Freund die Frage gestellt

Bist Du überhaupt bereit Dich auf eine Partnerschaft einzulassen?


Meine aktuelle Antwort - kommt drauf an ;-)

Das nachstehende sind meine persönlichen Gedanken - wahrscheinlich mehr noch als ich in meinen bisherigen Postings hier von mir gegeben hatte - wenns also jemanden nicht interessiert - einfach nicht weiter lesen ;-)


Für mich stellte sich in den letzten Wochen und Monaten eher die Frage, was verstehe ich persönlich unter einer Partnerschaft? Und da ist das Bild zwischenzeitlich relativ klar - für mich.

Ich hab keine Ahnung, ob es sowas je wird geben können, aber ich bin es mir wert, mich nicht mehr auf "Halbheiten" ein zu lassen - wenn es denn jemals wieder so etwas wie eine Partnerschaft mit einem anderen Menschen geben sollte.

Das ist mir in den letzten Tagen so richtig bewusst geowrden. Ich habe schon vieles gelebt, was sich Partnerschaft genannt hatte - schließlich habe ich 3 Ehen hinter mir - und habe auch abseits davon noch einiges gelernt und für mich erkannt.

Was ich in Zukunft von einer Partnerschaft erwarte ist die Kommunikation auf gleicher Augenhöhe - mit einem Partner, der an meiner Seite steht - weder vor noch hinter mir - sondern neben mir - und die Seite darf er sich gerne aussuchen (jetzt systemisch gesehen)

Ich hatte jahrzehntelang Beziehungen gelebt, die dem nicht entsprochen haben - was aber auch klar war, weil ich selbst nie darüber nachgedacht hatte, was ich eigentlich unter Partnerschaft und Beziehung verstehe, sondern das gelebt habe, was ich von "zu Hause" kannte.

Und erst nach meiner letzten Aufstellung vor 2 Jahren habe ich das erste Mal drüber nachgedacht, was ich wirklich will - was ich mir vom Leben erhoffe. Damals eben erhoffe, weil ich mir selbst absolut nicht bewusst war, wer ich bin und was ich bin.

Dazu hat mir jetzt eben dieser mein guter Freund verholfen - zu der Erkenntnis, wie ich mich sehe - und was ich eben auch von einer Partnerschaft erwarte. Ja - erwarte - wenn das nicht gegeben ist, genüge ich mir selbst ;-)

Ich weiß, dass jeder Mensch andere Wahrnehmungsfilter und Glaubenssätze hat - aber ich bin auch überzeugt davon, dass es irgendwo Menschen gibt, die ähnliche Erfahrungen und Empfindungen haben, wie ich sie mein eigen nenne. Nein, ich bin nicht nur überzeugt davon, sondern ich weiß es - einige davon durfte ich in den letzten Tagen näher kennen lernen.

Mit diesem Beitrag möchte ich einfach meine Gedanken zu dieser Thematik ordnen - und in eine Form bringen - und vielleicht auch andere zum nachdenken über diese Frage anregen, die grad ähnliche Prozesse durchmachen wie ich.

Ich habe die Hure gelebt - nicht wortwörtlich - sondern im übertragenen Sinn - ich habe Situationen erlebt, wo ich mich so gefühlt habe - ich habe Mutterersatz gespielt - unbewusst - über Jahre hinweg - und ich habe die kleine Schwester dar.gestellt.

Aber wirklich befrieidigt hat mich keine meiner bisherigen "Rollen". Letztendlich habe ich mich jetzt einer langjährigen Herausforderung gestellt, die schon vor 10 und nochmals vor 2 Jahren mal an mich heran getragen wurde - in beiden Fällen war ich nicht bereit, die Erfahrung zu machen.

Jetzt habe ich es zugelassen - habe mich bewusst drauf eingelassen, all das zu zu lassen, was ich jahrelang verdrängt hatte - wissend, dass es eben wieder einmal "einseitig" bleiben könnte.

War ich über Jahre hinweg "die Starke" - habe ich es jetzt zugelassen, das Gegenteil zu leben - mich zu öffnen - meine Gefühle zu zu lassen - sie auch zu artikulieren - und auf mich selbst zurück geworfen zu werden.

Ich bin dankbar für diese Erfahrung - sie war nötig, um mir mir selbst bewusster zu werden. Doch es ist mir auch bewusst geworden, dass nichts von dem - allein für sich - etwas ist, was ich mir von einer Partnerschaft vorstelle.

Ich bin die Summe all meiner Erfahrungen - und ich gestehe es mir - jetzt - zu - mich in der Gesamtheit meiner Erfahrungen zu er.leben - und dies auch aus zu leben.

Ein wichtiger Schritt zu diesen meinen Erkenntnissen war einerseits meine "Hochzeit" vorigen Sonntag, wo ich in einem Ritual meine männliche und meine weibliche Seite nicht nur bewusst vereint habe - sondern auch, mir selbst geschworen habe, mich und meine Bedrüfnisse in Zukunft selbst aus zu leben.

Es gab jetzt in den letzten Tagen noch heftige Re.Aktionen meinerseits auf diese Aktionen - die mich gestern nochmals in schiere Verzweiflung gestossen haben - es gab gestern einen Moment, wo dann die absolute Resignation und Leere über mich gekommen war.

Nach dem Reset - oder vielmehr fast schon vergleichbar mit "format c:" hab ich heute Mittag begonnen, mich wieder irgendwie zusammen zu setzen - und eben die ersten Erkenntnisse auch zu formulieren - was ich hiermit tue.

Partnerschaft wird es für mich nur mehr geben, wenn es sich dabei um ein gleich.wertiges Geben und Nehmen handelt - ich bin weder die Mutter, die immer gibt - noch die Sklavin, die sich dem Willen ihres Herrn unterwirft.

Ich brauche keinen Partner - ich kann auch mit mir allein leben - ich habe es nie erfahren, was es bedeuten könnte, mit einem anderen Menschen zu "verschmelzen" - also hab ich auch kein wirkliches Problem damit, es nie zu erleben.

Aber mit weniger werde ich mich nicht mehr zufrieden geben - in einer Partnerschaft. Wenns das nicht spielt - auch gut - einseitige und halb.herzige Aktionen hatte ich genug - die brauch ich nicht mehr.

Wenn Partnerschaft, dann nur, wenn wir beide uns so sein lassen können, wie wir sind - uns nicht verändern wollen - in keinster Weise. Ich habe jahrelang "Spielchen" gespielt - aber ich mag einfach nicht mehr. Ab und zu ist es ja ganz nett - aber ich glaube nicht, dass es wirklich notwendig ist - nicht in einer gleich.wertigen Partnerschaft.

Schaun ma mal ;-)

Mittwoch, 24. Juni 2009

Es gibt sie wirklich

Ich hätte es nicht für möglich gehalten - und doch ist mich grad einer "angeflogen" - ein Engel in Menschengestalt - und jetzt bin ich hellwach - und noch mehr verwirrt wie vorher.

Vorgeschichte - mir gehts seit geraumer Zeit nicht wirklich gut - schon - eigentlich - aber manchmal stürz ich einfach ab - kilometer.tief - in den Treibsand - wühl mich durch - tauch irgendwie wieder auf - und mach weiter - um dann wieder ab zu stürzen.

Und heut war mal wieder Treibsand angesagt - naja, eigentlich hab ich vormittags EDV-Seminar - und bin da eh halbwegs anwesend - aber als ich heim kam gings wieder los - diesmal in einer bisher nocht nicht wirklich so extrem gefühlten Heftigkeit.

Ich hab ganz laut um Hilfe gerufen - naja, eigentlich ganz leise - mit ner SMS - die auch prompt beantwortet wurde - und wos dann geheissen hat - sei froh, wenn du dich "absolut leer" fühlst, weil dann kannst sicher sein, dass du einfach du selbst bist.

Klang recht gut - und ich hab mirs auch einige zeit gegeben - mich in die Badewanne gelegt - und nichts gemacht - dann wollt ich ein Mail beantworten - und bin mitn PC wieder abgestürzt - nachdem er notdürftig repariert worden war in den letzten Tagen - naja, sollte halt nicht sein.

Nichts desto trotz hab ich dann gegen Abend wieder zum Nachdenken angefangen - und auch zum rum grübeln und mit dem Schicksal hadern. Aber da eh alles nix bringt, bin ich dann einfach ins Bett gegangen - ohne wirklich schlafen zu können.

Und wie ich so im Bett lieg, läutet das Telefon - und es ruft mich ein Bekannter an, mit dem ich eigentlich bisher immer nur geschäftlich telefoniert hatte - und fragt mich, wie es mir gehe und ob er mich störe - es war kurz vor 22 Uhr - eine eigentlich unmögliche Zeit.

Aber das Telefonat war schlichtweg grenzgenial - weil er hat mir so viele dinge erzählt, die ich 1:1 auf meine aktuelle Situation umlegen kann, dass ich einfach nur mehr staunend hier sitze - und jetzt erst recht nicht schlafen kann.

Und er meinte, er hätte im Internet nach einer meiner Seiten schauen wollen - und sei wohin gekommen, wo das Bild von mir irgendwie "unrund" war - und da er dabei noch ein komisches Gefühl bekam, hat er gemeint, er ruft einfach mal an und fragt, wie es mir geht.

Jetzt haben wir ne Stunde telefoniert - und ich bin zwar noch immer irgendwie leer - aber durchaus auch wieder hoffnungsvoll - das Telefonat war jetzt genau richtig für mich - und sowas hab ich überhaupt noch nie erlebt.

Ich find das einfach grenz.genial und komm nimma ausn Staunen heraus. Er hat mir jetzt auch angeboten, das nächste Mal, wenn ich wieder ne Krise im Anmarsch spüre, einfach bei ihm vorbei zu kommen und nen Kaffee zu trinken.

Das leben ist wirklich wunder-&-voll - es hätte heute viele Menschen gegeben, wo ich nicht überrascht gewesen wäre, dass sie sich melden - aber nicht er - das war jetzt einer der "Zu.Fälle", die wirklich absolut passend sind.

Dienstag, 23. Juni 2009

3 Mal reicht

Mir ist grad mal wieder was bewusst geworden, was ich in letzter Zeit immer wieder mal gesagt hatte - und was anscheinend auch so ne Art Glaubenssatz ist, der mich schon seit geraumer Zeit begleitet.

Nach meiner 3. Scheidung meinte ich - ok - 3x reicht, brauch ich nicht mehr - naja, ich hab zwar nochmal ein Treueversprechen abgelegt - aber diesmal mir selbst, damit ich mich nie wieder in Versuchung führe, so zu agieren wie in den letzten Beziehungen.

Und auch das Ende meiner 3. Ehe passierte nach 3x - 3x hatte ich gesagt, dass ichs nicht mehr schaffe - und einen Partner an meiner Seite bräuchte - nachdem dies anscheinend zu anstregend gewesen wäre, habe ich dann halt die Konsequenzen gezogen.

Gegen Ende des vorigen Jahres hatte ich dann ein etwas innigeres Verhältnis zu einem langjährigen Bekannten aufgebaut - aber nachdem er 3x ein Treffen platzen hat lassen, hats mir auch da gereicht - und ich habs endlich geschafft, mir "die Flausen aus dem Kopf zu schlagen".

Aktuell passiert grad wieder so etwas - diesmal auf einer anderen Ebene wie voriges Jahr - doch diesmal wurden meine Hoffnungen erst 2x ent.täuscht - naja, jetzt hab ich 2 Möglichkeiten - entweder ich ver.ändere meinen Glaubenssatz - oder ich warte auf "das Ende" ;-) Mal sehen, was noch draus wird.

Auf jeden Fall ist mir schon mal bewusst geworden, dass ich eben immer wieder diesen 3-er-Rhythmus habe - und jetzt auch die Chance hätte, ihn zu ver.ändern - aber ich bin mir noch nicht sicher, ob ichs wirklich will.

Wenn ich mir selbst gegenüber ehrlich sein soll, bin ich momentan grad mal wieder so weit, dass ich mich eher dazu entschliessen werde, mich wieder mal in Arbeit zu vergraben - als auf eine echte Partnerschaft zu hoffen.

Schaun ma mal :-)

Dienstag, 16. Juni 2009

ein neues Leben meldet sich mit leiser Stimme

War es letztens meine Heckenrose, die mir Freudentränen in die Augen trieb, so waren es heute die feinen piepsenden Stimmchens der frisch geschlüpften Vogelkinder, die sich unter meinem Dach eingenistet haben.

Dass da ein Vogelnest ist, war mir schon seit ein paar Tagen bewusst, aber jetzt dürften sie geschlüpft sein, weil ganz feine piepsende Stimmchen zu vernehmen sind - und die Eltern noch viel öfter hin und her fliegen um die Jungen zu nähren.

Und es passt mal wieder hervorragend - auch metaphorisch.

Neues Leben beginnt - nach der Depri am letzten Wochenende zeichnen sich jetzt auch bei mir neue Wege ab - einerseits der unselbständige Job, der in greifbare Nähe gerückt ist - und der mir genau das bringt, was ich so dringend benötige - die Sicherung der Fixkosten - andererseits auch, dass ich wirklich immer mehr dazu stehen kann, was mir persönlcih wichtig ist - unabhängig davon, was meine unmittelbare Umwelt möchte.

Heute früh ist mir durch das Mail meines Freundes bewusst geworden, dass ich zwar schon immer die Verantwortung dafür übernommen hatte, wie meine Aktionen auf meine Umwelt wirken - und was sie be.wirken - aber ich selbst trotzdem noch immer nicht die wichtigste Person in meinem Leben war.

Jetzt habe ich die Ent.Scheidung getroffen, dass ich weiterhin mit beiden Beinen fest verwurzelt im Leben stehen bleiben möchte - und seither fügen sich auch wieder alle Puzzleteile - wie von selbst - in.einander.

Es war eine wundervolle Zeit, etwas mehr im Träumen zu verweilen - irgendwie "ging" es trotzdem - aber es ist nicht meins - ich brauch eine solide Basis - und ich will mein Haus - und auch mein Auto - weiterhin behalten - dafür bin ich auch bereit, meine Träume von einer allseits erfüllten Partnerschaft wieder zurück zu stellen.

Irgendwann werd ich auch diesen Glaubenssatz aufgearbeitet haben, dass es für mich immer nur das Eine oder das Andere gibt - beruflicher Erfolg versus echter Partnerschaft - wobei - eigentlich habe ich das, was ich heute unter einer echten Partnerschaft verstehe, eh noch nie gelebt, weil es bisher immer irgend welche Arten von Abhängigkeiten waren.

Aber jetzt ist mal die solide finanzielle Basis wichtig - der Rest darf dann gern einfach kommen - und mich genau so überraschen, wie es jetzt dieser Job getan hat. Noch habe ich ihn nicht, aber allein die Aussicht darauf hat einiges in mir bewirkt, was ich nicht missen möchte.

Es funktioniert - ich hatte dran gezweifelt - aber ab dem Zeitpunkt, wo es "nicht mehr wichtig" war - wo ich resigniert hatte - kams ganz von selbst. Vom Kopf her wars mir eh schon länger klar - einerseits muss es ein Herzenswunsch sein, andererseits darf ich mich nicht dran klammern.

Ich weiß, ist leichter geschrieben als getan - und ich schaffs auch nicht immer - aber das ist das ganze Geheimnis am Geheimnis ;-)

In diesem Sinne verabschiede ich jetzt auch noch meine Migräne - und geniesse dann einen entspannten Nachmittag und Abend mit Freund.innen.

Montag, 15. Juni 2009

einmal Treibsand und zurück

Ich hab mirs mal wieder selbst beweisen müssen - naja, eigentlich nicht - diesmal wars etwas anders als die letzten Male, wo ich mir ne kurze Auszeit gegönnt hatte - und da allein durch wollte - diesmal wusste ich, dass ich einige ganz liebe Freund.innen habe, die ich jederzeit würde anrufen können - getan hab ichs allerdings trotzdem nicht *zugeb*

Ich erinnere mich noch an den Vorabend meines 50ers - das erste Mal seit 25 Jahren allein zu Hause - ich hatte kurzfristig überlegt, mich bei den Nachbarn auf ein Gläschen Rotwein ein zu laden - oder auch auf mehrere - um meinen Welt.Schmerz zu ertränken.

Letztendlich hab ich mich in Gallenkolik und Weinkrämpfe fallen lassen - und hab diese Nacht mitn Kübel aufn WC sitzend verbracht - vieles Altes los gelassen - ziemlich genau 2 Wochen nachdem mein letzter Ex ausgezogen war - hab mich noch von einigem erleichtert - und bin dann gegen 7 Uhr mit Schüttelfrost ins Bett gefallen - um einige Stunden später von einem ganz lieben Telefonat wieder in die Realität zurück geholt zu werden.

Die nächste Krise hatte ich zum Jahreswechsel - da wurde das Geld nachhaltig knapp und ich überlegte, meine Gewerbescheine ruhend zu stellen und Notstand zu beantragen - da ich dabeinicht das Gefühl hatte, das wllein durchstehen zu sollen, hab ich mir da immer wieder auch Unterstützung von einem netten Bekannten geholt, der zwischenzeitlich zu einem meiner beiden besten Freunde wurde.

Doch diesmal hab ichs absichtlich vermieden, ihn an zu rufen, obwohl ich mich danach gesehnt hätte, sein Lachen zu hören und mich von seiner guten Laune mitreissen zu lassen. Diesmal gings - für mich - wieder um mehr als "nur" meine Stimmung zu heben - es war wieder mal ein Lernprozess, den ich nur allein machen konnte.

Wir hatten ja am Donnerstag Grillfestl im Himmelreich - und machten auch Modenschau, weil wir ja nächsten Sonntag ein keltische Hochzeitsritual planen. Und dann sah ich Samstag früh die Fotos - und stürzte ohne Vorwarnung in den Treibsand.

Ich weiß, ich bin weder schlank noch sonst was in der Art - aber so unvorteilhaft wie auf den Fotos hab ich mich schon lange nicht mehr gesehen. Und ich wollte mich jetzt endlich auch diesem Thema stellen.

Ich hatte vor der Hälfte meiner Jahre die Hälfte des heutigen Gewichtes. Und irgendwie waren die letzten 25 Jahre wie in einer Art Trance abgelaufen - 2 Ehen mit älteren Männern - einer hat dauernd gefragt, wie ich schon wieder daher käme - der andere gar nicht - aber ich selbst hab über mich und meinen Körper nicht wirklich viel nachgedacht.

Und so ging ich in die Breite - nicht unbedingt wegen des zu vielen Essens - im Gegenteil, ich hatte früher viel mehr gegessen und nahm nichts zu, obwohl ichs unbedingt wollte. Aber ich habs jetzt nicht wirklich bewusst wahrgenommen im Laufe der Zeit - und Samstag früh stand das Thea im Raum und wollte beachtet werden.

Damit ich mich auch nicht davor drücken konnte gab auch noch mein PC den Geist auf und schmiss mich so voll auf mich selbst zurück. Ich hab die letzten 25 Jahre Revue passieren lassen - die Versäumnisse, die ich in Bezug auf mein körperliches Wohlbefinden einreissen hab lassen - und versank in eine tiefe Depression.

Dazu kommt noch, dass wir am 21.6. ein keltisches Hochzeitsritual geplant haben - nicht "gegeneinander" - sondern jede.r für sich - uns selbst die Treue zu schwören, dass wir uns ab jetzt selbst treu bleiben, uns lieben und ehren und achten - bis dass uns der Tod in eine andere Dimension zurück bringt.

Naja, nur - wenn ich das tu - ohne, dass ich mich wirklich anschauen kann - wo bleibt da die Selbst.Liebe. War mir dann auch klar, warums grad jetzt - noch schnell vorm Ritual - sein sollte, dass ich auch dieses Thema erledige.

Nach der Verzweiflung folgten wieder mal die stundenlangen Weinkrämpfe Verzweiflung darüber, was ich alles nicht mehr ungeschehen machen kann - und Panik darüber, dass ich wieder mal ein Versprechen ablegen würde, hinter dem ich nicht wirklich stehen kann.

Samstag gegen 20 Uhr war ich so weit, mir externe Hilfe zu holen - da war die Sehnsucht nach starken Armen, in die ich mich einfach flüchten konnte - fast übermächtig - aber gleichzeitig war mir auch bewusst, dass das dann eben wieder nur eine Flucht vorm hinschauen gewesen wäre.

Also hab ich noch bis Sonntag gegen 13 Uhr heulend im treibsandigen Weltschmerz verharrt, bevor ich dann mal mit duftendem Schaumbad wieder meine Lebensgeister weckte - und dann nach einem kurzen Telefonat mit meinem Freund beschloß, dass es reicht - und ich jetzt endlich mir Alternativen überlegen sollte, wie es - eben auch in dieser Hinsicht - weiter gehen soll.

Was am Samstag Vormitag begann - endete Sonntag gegen 15 Uhr - der Treibsand wurde wieder zu einem festen Untergrund - und ich fand die Stufen heraus - ich probierte Alternativen für nächsten Sonntag - bekleidungstechnisch - und begab mich wieder unter Menschen.

Mir ist bewusst, dass ich das Gewicht, was ich mir in den letzten 25 Jahren zugelegt hatte - großteils als Schutzschicht nicht innerhalb einer Woche verlieren würde - aber ich mach jetzt einfach das Beste draus - verändere das Knackwurstoutfit etwas - strecke und kaschiere - und verabschiede mich auch weiterhin von meinem Schutzpanzer, den ich jahrzehntelang gebraucht hatte.

In diesem Sinne - i'am back - wieder strahlend und voller Lebensfreude ;-)

Mittwoch, 10. Juni 2009

Vereinnahmung

Hi ihrs,

mich beschäftigt grad mal wieder ein Thema - und dazu möcht ich auch ein Testergebnis aus einer facebook-Anwendung voran stellen, weils ganz gut dazu passt - finde ich


Viele Leute mögen dich, denn du bist nicht eingebildet und immer Hilfsbereit!! Mit deiner sensiblen Art bist du ein guter Zuhörer und stets beliebt! Du zeigst deine Gefühle offen und was andere nicht wissen ist, dass du etwas zerbrechlich bist und andere dich verletzen können indem sie hinter deinem Rücken über dich sprechen!!! Was aber selten vorkommt!!.


Naja, stimmt - kommt selten vor - aber wenn, werd ich fast schon böse :-)

Vorgeschichte - ich hatte mal ne Freundin, die mir zwar oftmals eine große Hilfe war auf meinem Weg, immer mehr zu mir selbst zu finden - aber sie war auch lästig - auf ihre Art - und hat mir Unmengen an Energie gekostet, die ich damals noch nicht so schnell wieder.her.stellen konnte.

Als sie dann in ein anderes Bundesland zog - kam ich danach erst drauf, wie viel mehr Reserven ich hatte, seit sie nicht mehr dauernd forderte. Vor Kurzem meldete sich eine gemeinsame Bekannte und meinte - ich solle doch diese jahrelange Freundschaft nicht so in der Versenkung belassen, wie sie seit 2000 ist - aber ich hatte keine sonderliche Lust daran, an diesem Zustand zu ändern.

Zur gleichen Zeit damals gabs noch eine Bekannte, der ich immer wieder Besorgungen macht - einkaufen ging - Banksachen erledigte - auch da kam ich "danach" drauf, wie viel Substanz mir ihre Eskapaden immer wieder gekostet hatten.

Und vor Kurzem lernte ich wieder wen kennen - ursprünglich dachte ich weder an Parallelen zu damals - noch irgendwas in diese Richtung - aber vorigen Freitag hatten wir dann ein Telefonat, was mir irgendwie "komisch" vorkam - und danach begann ich drüber nach zu denken, was mich wirklich stört.

Siehe da - es ist wieder mal das gleiche Muster wie bei den beiden anderen - und da gabs noch einige mehr, die mir jetzt beim Schreiben noch zusätzliche einfallen, ich aber nicht gesondert anführen möchte.

Wie auch immer - jetzt kam eben dann auch noch das hoch, dass es da zwei Themen gibt - das eine ist das Fordern und Klammern - zu glauben, nur weil ich nett zu ihr bin, kann sie gleich "bei mir einziehen" - oder zumindest seien wir jetzt die "besten Freundinnen".

Und das andere ist eben das "hinter meinem Rücken über mich reden" - und dann mich an zu rufen und zu sagen "Wenn du mir was sagen willst, dann tu es einfach." ohne, dass ich weiß, wie sie auf die Vermutung kommt, dass es etwas geben könnte, was ich sagen möchte.

Das ist auch etwas, was ich immer wieder mal erlebt hatte - dass entweder jemand gegen mich intrigiert - oder einfach die Aussage eines Dritten mißversteht - und statt mich zu fragen "Du - haben wir ein Thema, das wir besprechen sollten?" davon ausgeht, dass ich wissen muss, was sie meint.

Noch ein drittes Thema spielt da auch mit rein - Zwangsbeglückungen - das ist auch was, worauf ich persönlich nicht steh. Da geht es um die Menschen, die ein ausgeprägtes Rettersyndrom haben - und das bei allem und jedem ausleben müssen - egal, ob derjenige das will oder nicht.

Praktisches Beispiel - ich erzähle etwas - einfach, weils so ist - und mein Gegenüber springt förmlich drauf an, mich retten zu wollen - und auch, wenn ich sage, dass ichs nicht will, nutzt es nix - sie wollen ja "nur das Beste".

Oder eben Coaching ohne Auftrag - ich tus nicht - weil ichs eben selbst nicht mag - und trotzdem passierts mir persönlich immer wieder mal, dass sich wer bemüssigt fühlt, mich bekehren oder eben retten zu müssen - hin zu dem, was sie/er glaubt, dass "das Beste"2 für mich sei.

Kleine - eigentlich voll witzige Episode - in dem Zusammenhang - telefonier eben wieder mal - und dann kommt die Aussage "du brauchst Oregano.Öl, und wenn du das nicht mehr zur Heilung deiner psychischen Verletzungen brauchst, dann kannst es auch zum Kochen verwenden."

Ich drauf "also das sicher nicht" - und sie "Also doch - hast ein Problem mit Oregano!" - ich "nein, nur mitn Kochen, weil das tu ich nicht" - und sie "du solltest dich auf jeden Fall mit der Thematik des Oregano beschäftigen, wenn du es nicht ausstehen kannst" - ich schon etwas lauter "ich hab nix gegen Oregano, nur gegen das Kochen" - und so geht es noch mehrmals weiter, bis ichs aufgeb und das Gespräch wieder mal abbreche, weils eh nix bringt.

Wobei mir jetzt beim Schreiben wieder mal auffällt, dass das auch etwas ist, was jetzt diese drei konkreten angesprochenen Beispiele gemeinsam haben - sie haben alle prinzipell nicht zugehört, wenn ich etwas gesagt hatte - sondern mir einfach ihre Überzeugung überstülpen wollen.

Und so in der Art sind auch jene Menschen, wo ich Coachings einfach abbreche und sie an Kollegen verweise, weil ich mir das nicht geben möchte, dass ich mich zahllose Male unnötigen Redeschwalls aussetze, nur, damit sie ihrer Unfähigkeit zum Austausch frönen können.

Doch ich hab auch ganz liebe Freunde, die eben genau das haben und tun, was ich so schätze - sie müssen mich nicht zwangsweise retten - aber sie sind jederzeit für mich da, wenn ich Hilfe brauche - und es geht auch nicht immer drum, dass wir uns gegenseitig perfekt auf die Nerven gehen müssen - sondern wir können auch ganz zwanglos und gemütlich beisammen sitzen und einfach zusammen träumen und Ideen in die Welt setzen.

Es ist einfach eine andere Qualität der Beziehung, wenn man andere Menschen so sein lassen kann, wie sie sind - ohne zu glauben, eben jeden retten zu müssen - aber trotzdem zu helfen, wenn man darum gebeten wird.

In diesem Sinne - ich freu mich auf unsere morgige Grill.Party und werde mich nurmehr mit solchen Menschen umgeben, die mir wirklich gut tun - auch das gehört - für mich - zu dem, was ich als "immer mehr zu mir selbst finden" bezeichne.

Samstag, 6. Juni 2009

Die Liebe er.blüht



Das Leben ist doch wirklich grenz.genial.

Ich hab ja da (m)einen Traum - dass sich demnächst orange.gelbe Heckenrosen über die Veranda des Knusperhäuschen ranken, welches sich hinter meinem Grundstück befindet - und das ich seit Jahren schon als Gästehaus dazu haben möchte - weil es eh nicht bewohnt ist.

Interessanterweise habe ich damals - 2001 - als wir damals hier eingezogen sind - die "normalen" Rosen ausgegraben - und meiner Mutter geschenkt - weil ich mit Rosen nicht wirklich viel anfangen konnte - und voriges Jahr kam dann der Wunsch nach Hecken.Rosen - so kleine feine, welche sich eben an den Stehern der Holzveranda empor ranken.

Und ich hab im Vorjahr - durch Scheidung und sonstigem Stress - mich auch nicht wirklich um den Garten gekümmert - hab erst heuer wieder angefangen um zu planen und neu zu arrangieren.

Jetzt war ich grad draußen - frische Luft schnappen - und schauen, obs eh noch nicht regnet - und ich sitz da - und auf einmal seh ich was ganz zartes - rosafarbenes - vor der Forsythie - und als ich genauer hin schaute, hab ich bemerkt, dass sich da eine Heckenrose ent.wickelt hat - einfach so gewachsen ist.

Und ich fand das jetzt als so geniale Metapher für das Leben - und die Liebe - dass ich euch dran teil.haben lassen wollte. Diese Heckenrose hat jetzt seit Jahren allen Widrigkeiten getrotzt - und ist gewachsen - um heuer erstmalig zu erblühen - noch ganz zart - mit einer kleinen Blüte - aber die leuchtet ganz kräftig aus dem Dickicht.

Interessanterweise habe ich auch heuer endlich gelernt, wirklich Liebe zu zu lassen - noch ganz zaghaft - ohne irgendwelche Bedingungen zu stellen - einfach fließen zu dürfen. Ich liebe - ohne etwas dafür zu erwarten - oder zu verlangen - es ist eine ganz andere Qualität, als ich es jemals bisher erleben durfte.

Und gleichzeitig mit der Liebe kommt die rosafarbene Heckenrose in mein Leben - ganz von selbst - ohne sie kaufen und pflanzen zu müssen - sie ist schon immer da - oder schon länger - aber sie war mir noch nie aufgefallen, weil sie einfach bisher noch nie er.blühte - und heuer wagt sie es.

Scheeeeeeeeeeeeeee