Samstag, 2. Januar 2010

spielerische Erkenntnisse

Es gibt noch einige Paralelen, die mir aufgefallen sind - zwischen meinen Spielchens im Netz und dem realen (Arbeits)Leben ;-)

In FarmTown können Arbeitskräfte gechartert werden - eine oder mehrere - und ich hab festgestellt, dass ich am liebsten allein arbeite - auch, wenn die Farm noch so gross ist.

Aber ist auch kein allzu groses Problem, wenn mehrere an einer Farm arbeiten - und jede.r an einer anderen Ecke beginnt. Was mich stört - und wo ich meist auch gleich wieder aussteige ist, wenn wer chaotisch durch die Gegend hüpft - und mal hier und mal dort irgendwas anfängt - und nix fertig macht.

Und heut - wo ich wieder mal "fremd.arbeiten" kann, ist es mir wieder so extrem aufgefallen - also unabhängig von der marktschreierischen Anmache - auch das ernten und pflügen an sich läßt auf einiges andere schliessen.

Ich würd aber auch nicht sagen, dass ich ein extremes Problem mit Chaoten hätte - ich gebe es mir einfach nicht (mehr) - mit solchen zusammen arbeiten zu wollen - schon gar nicht in einem virtuellen Spiel, wo es eigentlich um nicht wirklich ernsthafte Sachen geht.

Freitag, 1. Januar 2010

schlaflos in Seattle

oder eher passend - pc.los im Himmelreich ;-(

Einige der hier Mit.lesenden hatten es ja schon mit bekommen, dass ich es Anfang November geschafft hatte, innerhalb von 2 Tagen 3 PCs zu kaputten.

Also zuerst ging urplötzlich mein Schleppdepp ein - naja, eigentlich hatte 2 Tage vorher C. gemeldet, dass er seinen gleich beim Fenster raus schmeisst - am nächsten Tag bekam B. Troubles mit ihrem Stand.PC - und dann war mein Schleppi dilt.

No problem - hab ja C's alten in Reserve - naja, irgendwie kam ich damit aber nicht ins Netz - also probierte ich den noch mal, wegen dem ich den Reserve.PC bekommen hatte - und siehe da - er lief - solange, bis ich mir dann nen neuen Stand.PC gekauft hatte - seither ist er jetzt aber endgütligt tot.

Das Problem - ich schaffte es nicht mehr, alle Mails runter zu ziehen, ging daher einiges verloren - und ich hatte den Gemeindekalender fast fertig - und bekam den auch nicht mehr von der Festplatte runter.

Also begann ich auf C's PC nochmals mit dem Kalender, weil eigentlich sollte er schon in der Druckerei sein. Im Juli verweigerte er - stürtzte permanent ab - bis ich drauf kam, dass er zu wenig Arbeitsspeicher für nen ganzen Kalender hatte.

Also eben wieder uralt.PC re.animieren - und dort weiter machen - bis der neue kam - danach war alles kein Problem mehr - ausser den Mails - die waren und sind hinüber *seufz* - diese Episode endete in der letzten November.Woche.

Am 18.12. bekam ich die Unterlagen für die Gemeindezeitung - am 21. brachte ich sie fertig zurück - und sagte zu, über Weihnachten die Seiten ins Netz zu stellen.

24. machte ich blau - und liess es mir gut gehen - am 25. klemmte ich mich hinter die Änderungen und die neuen Artikel der Zeitung - ich überlegte kurz, ob ich die dringenden Änderungen gleich hochladen sollte - und entschied mich - leider - dagegen.

Kurz vor der Fertigstellung - einige werden es schon ahnen - stürtzte der neue PC ab - und war ab dann nur mehr schwarz - auch, nachdem ich den Bildschirm getauscht hatte.

Jetzt hat der Garantie - und ich will die auch nicht verlieren, also sprach ich dem, der ihn mir verkauft hat, auf die Mehlobx, dass er mich dringend anrufen möge, egal wann - aber so schnell wie irgendwie möglich.

Darauf hoffend, dass dies am 28. erledigt werden könnte, grub ich die alten Laptops aus und versuchte, diese zu reanimieren, um wenigstens ins Netz zu kommen - naja, einer geht - mehr schlecht als recht - aber ich schreibs in Word und kopiers rüber - solange würd ich nicht online bleiben können ;-(

OK - am Montag kam kein Anruf - doch - von der Gemeinde - warum die Seiten nicht geändert sind und dass das dringend benötigt wird - ich kanns aber trotzdem nich ändern, weil ich hab keine Mittel, um es zu tun.

Ich war etwas genervt - am Dienstag dann die erlösende Ansage - er holt den PC von mir ab und lässt ihn am Mittwoch reparieren.

Ok - so weit so gut - am Mittwoch Mittag dann der Anruf - PC.Reparatur fällt ins Wasser, die sind bis 4.1. in Urlaub - ich gabs auf - endgültig - ergab mich dem Schicksal - blieb einfach im Bett - und bin dort noch immer - meine Katzen leisten mir Gesellschaft - ab und zu hol ich mir was zu Essen und/oder trinken - und ansonsten tu ich - einfach nix - ich.

Ich gebs zu, diesmal hab ichs nicht von mir aus geschafft, wirklich ruhig zu bleiben. Als ich am Monag dann nämlich was aus dem Keller aus dem Gefrierschrank holen wollte um es zu wärmen - und dann bis zu den Knöcheln im Wasser stand - schmiss ich endgültig meine Nerven weg - und ging zum Arzt.

Aber wenn alles klappt, dann bekomm ich morgen einen neuen Schleppdepp - dann installier ich zum x,ten Mal alle Programme - und auch wieder die Mails, weil sowas hab ich seit 25.12.2009 jetzt auch nimma gekriegt.

Und wenns nicht klappt, bleib ich einfach weiter im Bett :-( - mit meinen getigerten Schmusemonstern ;-)

wie im wirklichen Leben

Ich konnte mich jetzt nur kanpp eines Lachanfalles erwehren, als mir mal wieder bewusst wurde, das das Leben wirklich ein Spiel ist - oder ein Spiel das Leben spiegeln kann ;-)

Manche wissen es - andere halten mich für ver.rückt - wieder andere bewundern meinen Status - bei den Spielen in facebook.

Konkret geht es diesmal um FarmTown, weil dort gibt es jetzt die Möglichkeit, eine 2. Farm zu "kaufen" - um 3 Mio Coins - und das mir - nachdem ich mir grad die Villa um 1 Mille besorgt hatte.

Naja - doch wo ein Wille ist - ist auch ein Weg ;-)Undder heißt

Erntehelfer

also bei anderen Farmern ernten und pflügen - hatte mir meineTochter schon erzählt, dass es diese Möglichkeit gibt - also hab ich mir das angeschaut - und auch exzessiv betrieben - am Wochenende vor - und zu Beginn meines Weihnachts.Urlaubes.

Und da sind mir einpaar Dinge aufgefallen, die ich eigentlich auch aufs reale Er.Leben 1:1 übertragen kann ;-)

Es geht darum, sich auf den Marktplatz zu stellen und für einen Job gechartert zu werden - also, sich zu verkaufen- ohne allzu lästig und aufdringlich zu wirken - ist schon mal ne gute Übung für die Realität ;-)

Ich mag im realen Geschäftsleben die sogenannten Powerseller nicht unbedingt - ich mag sie auch nicht auf dem virtuellen Marktplatz, wenn sie alles nieder schrei(b)en, weil sie glauben, dadurch mehr Chancen zu haben.

Interessanterweise bekomme ich Aufträge meist dann, wenn ich gar nix schreib, weil sowieso die meisten davon ausgehen, die, die nicht anheuern wollen angeheuert werden.

Es gibt dann auch noch taktische Überlegungen, um mich besser zu präsentieren - ich sell mich meist vorweg zum "Besitzer" des Marktplatzes, weil dort schaut jede.r hin - und ich lauf nicht wahnwitzig in der Gegend rum, weil wenn mich wer anheuern will, dann muss sie/er mich anklicken - und wenn ich dauernd davon laufe wirds eher seltener was ;-)

Mich haben jetzt allein diese Parallelen zwischen "sich verkaufen" in einem virtuellen Spiel - und im realen Leben - fasziniert.

Vor Kurzem hatte ich eine reale Debatte mit einer Kollegin, wo sie meinte, wir sollten in alle Büros gehen und uns vorstellen - ich habeg emeint- sie kann ruhig - dies ist nicht meine Strategie, mich zu verkaufen - ich habs lieber, mich irgendwo günstig zu plazieren - und dann mit meiner Leistung zu punkten und durch Mundpropaganda meine Aufträge zu bekommen.

Und im virtuellen Spiel sind das zB die sogenanngen "Buddys" - d.h. Farmer die mit meiner Arbeit zufrieden waren, adden mich, damit sie beim nächsten Auftrag sehen, ob ich online bin - und mich dann direkt anschreiben können.

Ich finds wieder mal voll spannend.

Achja, und auf den englischsprachigen Marktplätzen hab ich mich noch immer nicht mit den Aussagen anfreunden können "plow job needed" - ich mein, naja, wenns da mal nicht so ganz mit der Rechtschreibung klappt könnts peinlich werden *lach*

Montag, 7. Dezember 2009

Win - Win

Ich hatte grad mal wieder ein nachhaltiges Aha-Erlebnis und möchte die, die es interessiert, dran teilhaben lassen.

Begonnen hatte es durch (m)ein Adventangebot auf FaceBook, eines meiner Bücher für Freunde günstiger an zu bieten - und dann kam eine Stellungnahme
ich habe mir nur gerade überlegt, im Prinzip ist das Schnäppchen, gerade im energetischen Sinne so, wie wenn man den Hund zur Jagd trägt. Eigentlich sollten die Preise drastisch steigen, und die Leute dann einkaufen, weil es eben so, zu einem gerechten energetischen Ausgleich kommt, der dann für beide Seiten stimmt.

die mich sehr zum Nachdenken angeregt hat - wieder einmal - gabs vorher auch schon öfter ;-) Ich hab dann argumentiert, dass ich eigentlich immer bemüht bin Win-Win-situationen zu schaffen und zu leben - aber irgendwas hat dabei gehakt, als ich das schrieb.

Dann wollte ich mir Frühstück machen - und stiess mit dem Brett gegen den Türrahmen - und alles fiel zu Boden - und ich überlegte, was mir das jetzt in Zusammenhang mit dem vorher geschriebenen zu tun haben könnte.

Und plötzlich fiel es mir wie Schuppen von den Augen - oder wie das Brot vom Brett ;-)

Es waren nie wirkliche Win-Win-Situationen.

Mir fiel ganz spontan eine Aussage einer ehemaligen Wifi.Trainer.Kollegin ein, als ich mal meinte "Paßt schon, ich halts aus" - "Und was wäre, wenn du es nicht mehr aushalten möchtest?"

Ich hatte zwar immer wieder versucht Win-Win-Situationen zu schaffen, aber meistens ging es dabei dann den anderen besser als mir - und ich dachte mir nie etwas dabei.

Mir war über Jahrzehnte immer wichtiger, anderen Menschen nicht weh zu tun - auch, wenn das bedeutet hat, dass ich mich selbst zurück nehme - und mich oftmals auch in - für mich - ungute Situationen brachte dadurch.

Daher ist es auch klar, dass kein entsprechender energetischer Ausgleich zurück kommen konnte - weil ich habe durch mein mir.selbst.weh.tun auch wieder angezogen, dass es mir eben nicht wirklich gut gehen durfte.

Naja, mal sehen, wie ich da jetzt die Kurve bekomme - zumindest gabs schon mal die Erkenntnis, dass zu Win-Win auch dazu gehört, dass es mir auch in der jeweiligen situation gut geht.

Danke für die Erkenntnis - war jetzt wirklich eine langwierige Lernerfahrung - aber ok - es darf jetzt erledigt sein ;-)

Sonntag, 11. Oktober 2009

was du nicht willst, dass man dir tu - das füg auch keinem anderen zu

Irgendwie so ähnlich ging das Sprichwort, welches mir seit einigen Tagen nicht mehr aus den Koopf geht :-)

Anlass?

Ein Spiel ;-)

Noch dazu ein virtuelles.

Eigentlich gehts um nix - oder doch?

Ich hatte ja mal geschrieben, dass ich auf facebook diese ganzen Spielchens nicht wirklich mag, wo man anderen was klauen kann. Naja, eins hat mir dann rein optisch und vom Hintergrund her doch gut genug gefallen, dass ich mich angemeldet hab - Island Paradise - eine paradisische Insel - oder doch nicht?

Es kann der beste mensch nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt.

Ich nehms als Lernerfahrung, meine Klauphobie zu überwinden, weils einfach ne nette Insel ist - ich nehms in Kauf, dass mir "liebe Freunde" die Kokosnüsse klauen oder die Eier von den Hühnern - oder auch von der Saat.

Doch dann passierte was, was mich irgendwie ins Schleudern brachte - und auch ins Nachdenken - die Frage - wie hast du deine Hühner davor geschützt, dass die Eier geklaut werden können? Aber hallo!

Naja, ich wussts nicht - ganz ehrlich - hab dann aufgepasst und erkannt, dass der Hühnerstall "schuld dran ist" - wenn wer nen Hühnerstall hat, können keine Eier mehr geklaut werden. Seit heute gibt es eine Glocke dagegen, dass die Ziegen gemolken werden.

So weit - so gut - wird sicher in Zukunft noch mehr Utensilien geben, um die Tiere zu be.schützen - oder auch die Ernte - was auch immer. Darum gehts jetzt aber eigentlich nur peripher - zumindest in meinen Überlegungen.

Da ist die Frage für mich viel vordringlicher - was veranlasst Menschen dazu, das eigene Eigentum zu be.schützen, wenn sie es andererseits als voll natürlich und lustig empfinden, wenn sie selbst andere beklauen?

Ich mein, ich spiel das Spiel - aber ich muss ja niemanden beklauen, nur, weil mans kann. Und da schlägt sich bei mir dann eine unsichtbare Brücke von einem virtuellen Spiel ins reale Leben. Wie stehe ich real zu der Thematik?

Aber auch - wenn ich dieses Muster unbewusst - und/oder im Spiel - lebe, kann mein Unbewusstes unterscheiden, was jetzt Spiel und Realität ist?

Ich mein, wenn ich davon ausgehe - was ich persönlich tue - dass das Unbewusste nicht zwischen Vorstellung und Realität unterscheiden kann - dann provoziere ich ja förmlich, dass ich auch real irgendwann und/oder irgendwie "kriminell" werde - wenn ichs im Spielerischen so halte.

Wobei ich dann auch noch weiter gehen möchte - zu den ganzen Kriegsspielen - wenn ich virtuell "Krieg spiele" - wie soll dann mein Unbewusstes eventuell wissen, dass dies jetzt nichts mit der Realtiät zu tun hat?

Wie auch immer - ich werde sicher keine antworten auf meine Fragen erhalten - aber für mich hat sich wieder einiges insoweit geklärt, dass ich in Zukunft noch bewusster Leben kann und werde.

Es verhindert zwar nicht, dass ich bestohlen werde, wenn ich selbst nicht klaue - aber es machts für mich einfach stimmiger, es trotzdem nicht zu tun, nur - und trotzdem - oder auch grad eben - weils andere anscheinend leidenschaftlich gern tun.

Und es macht für mich auch noch einen Unterschied - jetzt mal wieder bezogen auf das virtuelle Spiel - ob wer mal ausprobiert, was passiert, wenn sie/er klaut - oder wenn sie/er das eben permanent macht.

An dieser Stelle ein grosses Danke an drei ganz tolle Frauen, mit denen ich mich auch real schon über dieses Thema unterhalten hatte - und wo eine davon meine Denk.Welle ins Rollen gebracht hatte durch die Aussage "Du, ich hab dich letztens in Island Paradise beklaut, weil ich wissen wollte, was passiert und bei dir wusste ich, dass es kein Problem ist - aber ich hab dir auch gleich ein Geschenk gesandt als Wiedergutmachung."

Es spürt sich auch ganz anders an - auch bei den beiden anderen, wo wir darüber geredet hatten - und dann eben ausmachten - wir beklauen uns jetzt gegenseitig, weil wir wissen wollten, welche Auswirkungen es auf den Punktestand hat.

Oder eben auf der anderen Seite, es lustig zu finden, von anderen was zu klauen, wenn die es nicht wissen - was ja auch wieder ein Irrtum ist, weil in facebook ja die Meldung kommt, wer von was geklaut hat - und das jedes Mal wenn geklaut wird.

Und dann gibt es die ganz vielen, denen ich an dieser Stelle auch noch danken möchte - die, die gar nicht in Versuchung - oder auch gar nicht auf die Idee kommen - von anderen was klauen zu wollen oder müssen oder sollen.

Was mich jetzt speziell auf dieses spezielle Spiel fasziniert ist die Tatsache, dass ich eben nachvollziehen kann, wer mich wie oft beklaut - und das hat mich eigentlich schockiert - nicht nur die Häufigkeit des Klauens, sondern auch die Personen, welche es tun - und es sind immer wieder die gleichen - und es gibt eben ganz viele, die es nicht tun, das möchte ich nochmal ausdrücklich betonen.

Es ist mir bewusst, Island Paradise ist "nur" ein Spiel - aber ist nicht das Leben auch nur ein Spiel?

Das Thema könnt jetzt noch viel weiter ausufern - weil es kommen mir grad auch Gedanken in Richtung "Will ich wirklich weiterhin mit Menschen in engem Kontakt stehen, die es lustig finden, mich zu beklauen?" - und das jetzt ganz unabhängig von einem virtuellen Spiel.

Es kommt mir dabei auch noch Negativität im allgemeinen in den Sinn - und viele leere Kilometer - und Stunden - die einfach im luftleeren Raum verhallen - weil sie einfach nicht durch eine oberflächliche Positivität dringen - oder auch nicht durch eine positiv angehauchte Oberflächlichkeit.

Ich weiß, ich sehe vieles noch immer zu ernst - aber wenn ich ganz ehrlich bin, mir ist es noch immer lieber so, als mir bei Vielem nix zu denken :-)

In diesem Sinne - wenn wer glaubt, klauen zu müssen, möge es weiterhin tun - meine Aversion gegen das beklautwerden in virtuellen Spielen ist so weit ziemlich aufgearbeitet - mein Bedauern darüber, dass es eigentlich ganz einfach sein könnte, dass wirklich alle immer genug haben könnten, wenn sie sichs zugestehen würden - ohne zu glauben, von anderen nehmen zu müssen - auch das hält sich zwischenzeitlich in Grenzen - und durch dieses mein Aufschreiben hier ist wieder etwas von mir abgefallen, was ich einige Tage mit mir rumgeschleppt hatte.

Wert.Schätzung

Noch ein "grosses" Thema am frühen Morgen - aber hat mich wieder mal ne Nacht lang nachhaltig beschaftigt - einerseits in Hinblick auf - was macht es in einem Team für einen Unterschied, ob gegenseitige WertSchätzung da ist - und andererseits auch - wie wirkt der - mehr oder weniger - wert.schätzende Umgang zwischen Dienstleistern und Klienten/Kunden.

Ausserdem wars auch eines der Hauptthemen des 4-tägigen Seminares, welches ich vorige Woche geniessen durfte. Da wurde mir ziemlich bald bewusst, dass ich gar nicht so "komisch" bin, wie ich befürchtet hatte.

Ich war ja jetzt 14 Jahre lang eher fast nur allein in Bezug auf Beruf - schon immer wieder mal als Wifi-Trainerin mit Kolleginnen gemeinsam - oder eben meinem Ex die Büroarbeit machend - aber da war nie wirklich jetzt so eine tägliche Teamarbeit in beruflicher Hinsicht notwendig.

Und jetzt hab ich ja seit 3.8. einen unselbständigen Job - und da gabs von Beginn an ein paar Kleinigkeiten, wo ich einfach davon ausging, dass ich möglicherweise zu empfindlich re.agiere - und von daher es auch gar nicht so sehr beachtet hatte.

Bis jetzt - wo auf einmal zB die Meldung kam - wir sind doch alle erwachsene Menschen - und haben es daher nicht nötig, von Kolleg.innen als zB Mädel bezeichnet zu werden. Und ich wurde schlagartig hell.hörig, denn genau das war einer der Punkte, die mich nachhaltig stören:+

Wenn jemand - vor allem auch, wenn diese.r jemand vielleicht sogar noch jünger ist als ich - glaubt, mich als Mädel bezeichnen zu müssen - daran ist sogar schon mal ne Liebesbeziehung gescheitert, weil ich das einfach nicht mag - und derjenige es einfach nicht aktzeptieren konnte, dass ich als gleich.wertige Partnerin gesehen werden möchte.

Wobei - da gehts generell auch um Bevormundung und ein "mich retten wollen" - in den meisten Fällen, obwohl ich niemanden den definitiven Auftrag dazu gegeben habe. Das widerstrebt mir persönlich einfach ganz nachhaltig.

Und das führt mich jetzt auch wieder zur Wert.Schätzung - ich schätze jemanden sicher nicht als gleich.wertig, wenn ich ihn als "Mädel" oder "Junge" tituliere - schon gar nicht, wenn mir derjenige kommuniziert, dass sie/er das nicht mag.

Ich gebs zu, ich sag auch manchmal "Hej Mädels" oder "Hej Jungs" - speziell im Internet oder auch in gemütlichen Runden - aber ich achte auch auf die Re.aktionen der Betroffenen - und wenn die ablehnend re.agieren (sie brauchens nicht mal sagen, oftmals sprechen eh Blicke mehr als tausend Worte) dann verkneiffe ich es mir in Zukunft.

Aber gibt auch penetrante "Besser.Wisse3r", die einfach davon ausgehen, weil sie selbst gerne als Mädel oder Junge angesprochen werden würden - ich lass jetzt mal hintenan gestellt, was die systemischen Hinter.Gründe dafür sein könnten - muss das jede.r andere auch wollen - und wenn nicht, dann wird sie/er eben so lange damit zwangs.beglückt, bis sie/er sich damit abfindet, dass es nun mal so zu sein hat.

Da fällt mir noch ein zweites Thema ein, welches mich in den letzten Tagen immer wieder mal beschäftigt - dass jeder Mensch zu allererst mal von sich auf andere schliesst. Klar, tu ich auch - aber mir ist es wenigstens bewusst, dass es dann nicht so sein muss, wie es für mich wäre.

Führt jetzt auch manchmal zu etwas heftigeren - also in meiner Defintion von "für mich hefrtig", weil ich ja meist eine eher ruhige und ausgeglichene Zeitgenössin bin - Diskussion über manche Themen.

Wobei es mir eben auch jetzt grad in dem Intensiv.Coaching.Seminar bewusst wurde, dass ich sehr wohl dazu stehen sollte, dass es für mich einfach so ist - und eben nicht "des lieben Friedens" willen eben wieder mal akzeptiere, dass andere Menschen eben anders denken - und ich das nicht so eng sehen sollte.

Wenn wer glaubt, mir auf die Zehen treten zu müssen - eben grad, indem er mir ihre/seine eigene Denkweise unterstellt - dann sollte sie/er sich nicht wundern, wenn ich auch mal etwas forscher meinem Fuß weg ziehe - und sie/er dadurch vielleicht sogar mal nachhaltig ins Straucheln gerät.

Andererseits ist es natürlich auch wieder voll spannend, so klar und deutlich zu erkennen, wie mein Gegenüber denkt und fühlt, weil wenn eben "Vorwürfe" jetzt irgendwie für mich nicht nachvollziehbar sind, dann ist es für mich spannend, zu erkunden, wie diese Person auf diese Vorannahmen kommt, die sie mir unterstellt.

Hat jetzt vielleicht nicht mehr unbedingt direkt was mit Wert.Schätzung zu tun - andererseits schon auch wieder, weil wenn ich eine sozusagen "negative" Denkweise habe - und diese meinem Gegenüber unterstelle - dann kann ich es höchstwahrscheinlich auch nicht wirklich wert.schätzen, wenn der ganz anders denkt als ich vermuten würde.

Und wieder beisst sich mal die Katze in den Schwanz - und ich mach mal wieder Schluss für jetzt und mach mich für den Fest.Brunch des 10-jährigen Bestehns des Bildungs- und Kulturvereins Grafenbach-St. Valentin zurecht.

Irgendwie ist auch grad das Monat der Festivitäten - vorigen Mittwoch 40 Jahr-Feier Wifi Neunkirchen - heute 10 Jahre BuK - Oktober dürft ein gutes Monat für Neues sein.

Samstag, 10. Oktober 2009

"natürliche" Autorität

Ein grosses Thema, welches mir in letzter Zeit konzentriert begegnet, um wieder einmal angeschaut werden zu können ;-)

Meine Meinung dazu - entweder man hat sie - oder nicht.

Und Autorität entsteht aus sich selbst - nicht aus einem Titel, den man von irgendwen bekommt.

Titel jetzt im Sinne von - einerseits als erworbener oder akademischer Titel - aber auch, indem man zum Vorgesetzten ernannt wird - oder sich selbst ernennt. Derartiges hat nicht zwangsläufig etwas mit Autorität zu tun - in meinem Verständnis davon, was ich mir unter Autorität vorstelle.

Ein paar Beispiele aus meinem doch schon recht umfangreichen und abwechslungsreichen Berufsleben, wobei ich dazu sagen muss, wirkliche Autoitäten - in meiner Definition von "natürlich" - gabs dabei noch nicht viele.

Eine der wenigen war damals der Verkaufsdirektor der metallverarbeitenden Firma in der Nähe meines Heimatortes, der zwar einige rethorische Mängel aufwies, nichts dest trotz aber über umfangreiches Fach- und auch Allgemeinwissen verfügte - und auch das war, was ich persönlich als "echten Chef" bezeichnen würde - er hatte eine ausgeprägte Persönlichkeit und stand hinter dem, was er sagte.

So rückblickend kann ich sagen, die, denen ich "natürliche Autorität" zugestehe, die hatten alle ihre Mängel - aber sie standen dazu - und das machte es vielleicht auch aus - die Kongruenz in ihrem Tun und Handeln - sie leb(t)en alle das, was sie auch nach aussen hin vertraten.

Dem gegenüber gabs auch einige "Giftzwerge", die von irgend wem zum Chef ernannt wurden - und sich dem entsprechend aufführten, ohne wirklich zu wissen, was sie taten. Sie mussten Macht demonstrieren, weil sie keine natürliche Autorität hatten.

Wobei ich möcht grad sogar noch weiter gehen in meinen Überlegungen - es ging und geht nicht immer nur um Autorität - sondern auch um Kongruenz - wobei es für mich keine Autorität gibt ohne Kongruenz.

Was mich jetzt auch noch weiter führt zu meinen bisherigen Lehrern - sowohl damals in der Schule - als auch danach in zahlreichen Weiterbildungsseminaren. Auch da gabs jene, denen ich Autorität zuschreiben würde - und jene, die eher als "Giftzwerge" durchs Leben zickten.

Wie auch immer - alle hatten eins gemeinsam - die echten Autoritäten hatten es nie nötig, sich irgendwie aufspielen zu müssen - weder als Chef, noch als Lehrer - weder als Frau, noch als Mann.

Und die, dies nötig hatten waren eigentlich nie kongruent - sie stellten was dar - sie "spielten eine Rolle" - die Rolle Chef.In und auch die Rolle Lehrer.In - und in allen Fällen haben sie sich selbst - und auch der Umwelt - dadurch nix Gutes getan - schon - rückblickend berachtet - ich für mich hab heute die Möglichkeit, diese meine Erkenntnisse zu haben - und sie auch nieder zu schreiben.

Wünsche allen noch ne grenz.geniale Zeit, in der sie sich immer mehr dem bewusst werden, was sie ausmacht, wer sie sind - und auch, was sie brauchen, um immer mehr zu sich selbst zu finden.