Sonntag, 11. Oktober 2009

was du nicht willst, dass man dir tu - das füg auch keinem anderen zu

Irgendwie so ähnlich ging das Sprichwort, welches mir seit einigen Tagen nicht mehr aus den Koopf geht :-)

Anlass?

Ein Spiel ;-)

Noch dazu ein virtuelles.

Eigentlich gehts um nix - oder doch?

Ich hatte ja mal geschrieben, dass ich auf facebook diese ganzen Spielchens nicht wirklich mag, wo man anderen was klauen kann. Naja, eins hat mir dann rein optisch und vom Hintergrund her doch gut genug gefallen, dass ich mich angemeldet hab - Island Paradise - eine paradisische Insel - oder doch nicht?

Es kann der beste mensch nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt.

Ich nehms als Lernerfahrung, meine Klauphobie zu überwinden, weils einfach ne nette Insel ist - ich nehms in Kauf, dass mir "liebe Freunde" die Kokosnüsse klauen oder die Eier von den Hühnern - oder auch von der Saat.

Doch dann passierte was, was mich irgendwie ins Schleudern brachte - und auch ins Nachdenken - die Frage - wie hast du deine Hühner davor geschützt, dass die Eier geklaut werden können? Aber hallo!

Naja, ich wussts nicht - ganz ehrlich - hab dann aufgepasst und erkannt, dass der Hühnerstall "schuld dran ist" - wenn wer nen Hühnerstall hat, können keine Eier mehr geklaut werden. Seit heute gibt es eine Glocke dagegen, dass die Ziegen gemolken werden.

So weit - so gut - wird sicher in Zukunft noch mehr Utensilien geben, um die Tiere zu be.schützen - oder auch die Ernte - was auch immer. Darum gehts jetzt aber eigentlich nur peripher - zumindest in meinen Überlegungen.

Da ist die Frage für mich viel vordringlicher - was veranlasst Menschen dazu, das eigene Eigentum zu be.schützen, wenn sie es andererseits als voll natürlich und lustig empfinden, wenn sie selbst andere beklauen?

Ich mein, ich spiel das Spiel - aber ich muss ja niemanden beklauen, nur, weil mans kann. Und da schlägt sich bei mir dann eine unsichtbare Brücke von einem virtuellen Spiel ins reale Leben. Wie stehe ich real zu der Thematik?

Aber auch - wenn ich dieses Muster unbewusst - und/oder im Spiel - lebe, kann mein Unbewusstes unterscheiden, was jetzt Spiel und Realität ist?

Ich mein, wenn ich davon ausgehe - was ich persönlich tue - dass das Unbewusste nicht zwischen Vorstellung und Realität unterscheiden kann - dann provoziere ich ja förmlich, dass ich auch real irgendwann und/oder irgendwie "kriminell" werde - wenn ichs im Spielerischen so halte.

Wobei ich dann auch noch weiter gehen möchte - zu den ganzen Kriegsspielen - wenn ich virtuell "Krieg spiele" - wie soll dann mein Unbewusstes eventuell wissen, dass dies jetzt nichts mit der Realtiät zu tun hat?

Wie auch immer - ich werde sicher keine antworten auf meine Fragen erhalten - aber für mich hat sich wieder einiges insoweit geklärt, dass ich in Zukunft noch bewusster Leben kann und werde.

Es verhindert zwar nicht, dass ich bestohlen werde, wenn ich selbst nicht klaue - aber es machts für mich einfach stimmiger, es trotzdem nicht zu tun, nur - und trotzdem - oder auch grad eben - weils andere anscheinend leidenschaftlich gern tun.

Und es macht für mich auch noch einen Unterschied - jetzt mal wieder bezogen auf das virtuelle Spiel - ob wer mal ausprobiert, was passiert, wenn sie/er klaut - oder wenn sie/er das eben permanent macht.

An dieser Stelle ein grosses Danke an drei ganz tolle Frauen, mit denen ich mich auch real schon über dieses Thema unterhalten hatte - und wo eine davon meine Denk.Welle ins Rollen gebracht hatte durch die Aussage "Du, ich hab dich letztens in Island Paradise beklaut, weil ich wissen wollte, was passiert und bei dir wusste ich, dass es kein Problem ist - aber ich hab dir auch gleich ein Geschenk gesandt als Wiedergutmachung."

Es spürt sich auch ganz anders an - auch bei den beiden anderen, wo wir darüber geredet hatten - und dann eben ausmachten - wir beklauen uns jetzt gegenseitig, weil wir wissen wollten, welche Auswirkungen es auf den Punktestand hat.

Oder eben auf der anderen Seite, es lustig zu finden, von anderen was zu klauen, wenn die es nicht wissen - was ja auch wieder ein Irrtum ist, weil in facebook ja die Meldung kommt, wer von was geklaut hat - und das jedes Mal wenn geklaut wird.

Und dann gibt es die ganz vielen, denen ich an dieser Stelle auch noch danken möchte - die, die gar nicht in Versuchung - oder auch gar nicht auf die Idee kommen - von anderen was klauen zu wollen oder müssen oder sollen.

Was mich jetzt speziell auf dieses spezielle Spiel fasziniert ist die Tatsache, dass ich eben nachvollziehen kann, wer mich wie oft beklaut - und das hat mich eigentlich schockiert - nicht nur die Häufigkeit des Klauens, sondern auch die Personen, welche es tun - und es sind immer wieder die gleichen - und es gibt eben ganz viele, die es nicht tun, das möchte ich nochmal ausdrücklich betonen.

Es ist mir bewusst, Island Paradise ist "nur" ein Spiel - aber ist nicht das Leben auch nur ein Spiel?

Das Thema könnt jetzt noch viel weiter ausufern - weil es kommen mir grad auch Gedanken in Richtung "Will ich wirklich weiterhin mit Menschen in engem Kontakt stehen, die es lustig finden, mich zu beklauen?" - und das jetzt ganz unabhängig von einem virtuellen Spiel.

Es kommt mir dabei auch noch Negativität im allgemeinen in den Sinn - und viele leere Kilometer - und Stunden - die einfach im luftleeren Raum verhallen - weil sie einfach nicht durch eine oberflächliche Positivität dringen - oder auch nicht durch eine positiv angehauchte Oberflächlichkeit.

Ich weiß, ich sehe vieles noch immer zu ernst - aber wenn ich ganz ehrlich bin, mir ist es noch immer lieber so, als mir bei Vielem nix zu denken :-)

In diesem Sinne - wenn wer glaubt, klauen zu müssen, möge es weiterhin tun - meine Aversion gegen das beklautwerden in virtuellen Spielen ist so weit ziemlich aufgearbeitet - mein Bedauern darüber, dass es eigentlich ganz einfach sein könnte, dass wirklich alle immer genug haben könnten, wenn sie sichs zugestehen würden - ohne zu glauben, von anderen nehmen zu müssen - auch das hält sich zwischenzeitlich in Grenzen - und durch dieses mein Aufschreiben hier ist wieder etwas von mir abgefallen, was ich einige Tage mit mir rumgeschleppt hatte.

Wert.Schätzung

Noch ein "grosses" Thema am frühen Morgen - aber hat mich wieder mal ne Nacht lang nachhaltig beschaftigt - einerseits in Hinblick auf - was macht es in einem Team für einen Unterschied, ob gegenseitige WertSchätzung da ist - und andererseits auch - wie wirkt der - mehr oder weniger - wert.schätzende Umgang zwischen Dienstleistern und Klienten/Kunden.

Ausserdem wars auch eines der Hauptthemen des 4-tägigen Seminares, welches ich vorige Woche geniessen durfte. Da wurde mir ziemlich bald bewusst, dass ich gar nicht so "komisch" bin, wie ich befürchtet hatte.

Ich war ja jetzt 14 Jahre lang eher fast nur allein in Bezug auf Beruf - schon immer wieder mal als Wifi-Trainerin mit Kolleginnen gemeinsam - oder eben meinem Ex die Büroarbeit machend - aber da war nie wirklich jetzt so eine tägliche Teamarbeit in beruflicher Hinsicht notwendig.

Und jetzt hab ich ja seit 3.8. einen unselbständigen Job - und da gabs von Beginn an ein paar Kleinigkeiten, wo ich einfach davon ausging, dass ich möglicherweise zu empfindlich re.agiere - und von daher es auch gar nicht so sehr beachtet hatte.

Bis jetzt - wo auf einmal zB die Meldung kam - wir sind doch alle erwachsene Menschen - und haben es daher nicht nötig, von Kolleg.innen als zB Mädel bezeichnet zu werden. Und ich wurde schlagartig hell.hörig, denn genau das war einer der Punkte, die mich nachhaltig stören:+

Wenn jemand - vor allem auch, wenn diese.r jemand vielleicht sogar noch jünger ist als ich - glaubt, mich als Mädel bezeichnen zu müssen - daran ist sogar schon mal ne Liebesbeziehung gescheitert, weil ich das einfach nicht mag - und derjenige es einfach nicht aktzeptieren konnte, dass ich als gleich.wertige Partnerin gesehen werden möchte.

Wobei - da gehts generell auch um Bevormundung und ein "mich retten wollen" - in den meisten Fällen, obwohl ich niemanden den definitiven Auftrag dazu gegeben habe. Das widerstrebt mir persönlich einfach ganz nachhaltig.

Und das führt mich jetzt auch wieder zur Wert.Schätzung - ich schätze jemanden sicher nicht als gleich.wertig, wenn ich ihn als "Mädel" oder "Junge" tituliere - schon gar nicht, wenn mir derjenige kommuniziert, dass sie/er das nicht mag.

Ich gebs zu, ich sag auch manchmal "Hej Mädels" oder "Hej Jungs" - speziell im Internet oder auch in gemütlichen Runden - aber ich achte auch auf die Re.aktionen der Betroffenen - und wenn die ablehnend re.agieren (sie brauchens nicht mal sagen, oftmals sprechen eh Blicke mehr als tausend Worte) dann verkneiffe ich es mir in Zukunft.

Aber gibt auch penetrante "Besser.Wisse3r", die einfach davon ausgehen, weil sie selbst gerne als Mädel oder Junge angesprochen werden würden - ich lass jetzt mal hintenan gestellt, was die systemischen Hinter.Gründe dafür sein könnten - muss das jede.r andere auch wollen - und wenn nicht, dann wird sie/er eben so lange damit zwangs.beglückt, bis sie/er sich damit abfindet, dass es nun mal so zu sein hat.

Da fällt mir noch ein zweites Thema ein, welches mich in den letzten Tagen immer wieder mal beschäftigt - dass jeder Mensch zu allererst mal von sich auf andere schliesst. Klar, tu ich auch - aber mir ist es wenigstens bewusst, dass es dann nicht so sein muss, wie es für mich wäre.

Führt jetzt auch manchmal zu etwas heftigeren - also in meiner Defintion von "für mich hefrtig", weil ich ja meist eine eher ruhige und ausgeglichene Zeitgenössin bin - Diskussion über manche Themen.

Wobei es mir eben auch jetzt grad in dem Intensiv.Coaching.Seminar bewusst wurde, dass ich sehr wohl dazu stehen sollte, dass es für mich einfach so ist - und eben nicht "des lieben Friedens" willen eben wieder mal akzeptiere, dass andere Menschen eben anders denken - und ich das nicht so eng sehen sollte.

Wenn wer glaubt, mir auf die Zehen treten zu müssen - eben grad, indem er mir ihre/seine eigene Denkweise unterstellt - dann sollte sie/er sich nicht wundern, wenn ich auch mal etwas forscher meinem Fuß weg ziehe - und sie/er dadurch vielleicht sogar mal nachhaltig ins Straucheln gerät.

Andererseits ist es natürlich auch wieder voll spannend, so klar und deutlich zu erkennen, wie mein Gegenüber denkt und fühlt, weil wenn eben "Vorwürfe" jetzt irgendwie für mich nicht nachvollziehbar sind, dann ist es für mich spannend, zu erkunden, wie diese Person auf diese Vorannahmen kommt, die sie mir unterstellt.

Hat jetzt vielleicht nicht mehr unbedingt direkt was mit Wert.Schätzung zu tun - andererseits schon auch wieder, weil wenn ich eine sozusagen "negative" Denkweise habe - und diese meinem Gegenüber unterstelle - dann kann ich es höchstwahrscheinlich auch nicht wirklich wert.schätzen, wenn der ganz anders denkt als ich vermuten würde.

Und wieder beisst sich mal die Katze in den Schwanz - und ich mach mal wieder Schluss für jetzt und mach mich für den Fest.Brunch des 10-jährigen Bestehns des Bildungs- und Kulturvereins Grafenbach-St. Valentin zurecht.

Irgendwie ist auch grad das Monat der Festivitäten - vorigen Mittwoch 40 Jahr-Feier Wifi Neunkirchen - heute 10 Jahre BuK - Oktober dürft ein gutes Monat für Neues sein.

Samstag, 10. Oktober 2009

"natürliche" Autorität

Ein grosses Thema, welches mir in letzter Zeit konzentriert begegnet, um wieder einmal angeschaut werden zu können ;-)

Meine Meinung dazu - entweder man hat sie - oder nicht.

Und Autorität entsteht aus sich selbst - nicht aus einem Titel, den man von irgendwen bekommt.

Titel jetzt im Sinne von - einerseits als erworbener oder akademischer Titel - aber auch, indem man zum Vorgesetzten ernannt wird - oder sich selbst ernennt. Derartiges hat nicht zwangsläufig etwas mit Autorität zu tun - in meinem Verständnis davon, was ich mir unter Autorität vorstelle.

Ein paar Beispiele aus meinem doch schon recht umfangreichen und abwechslungsreichen Berufsleben, wobei ich dazu sagen muss, wirkliche Autoitäten - in meiner Definition von "natürlich" - gabs dabei noch nicht viele.

Eine der wenigen war damals der Verkaufsdirektor der metallverarbeitenden Firma in der Nähe meines Heimatortes, der zwar einige rethorische Mängel aufwies, nichts dest trotz aber über umfangreiches Fach- und auch Allgemeinwissen verfügte - und auch das war, was ich persönlich als "echten Chef" bezeichnen würde - er hatte eine ausgeprägte Persönlichkeit und stand hinter dem, was er sagte.

So rückblickend kann ich sagen, die, denen ich "natürliche Autorität" zugestehe, die hatten alle ihre Mängel - aber sie standen dazu - und das machte es vielleicht auch aus - die Kongruenz in ihrem Tun und Handeln - sie leb(t)en alle das, was sie auch nach aussen hin vertraten.

Dem gegenüber gabs auch einige "Giftzwerge", die von irgend wem zum Chef ernannt wurden - und sich dem entsprechend aufführten, ohne wirklich zu wissen, was sie taten. Sie mussten Macht demonstrieren, weil sie keine natürliche Autorität hatten.

Wobei ich möcht grad sogar noch weiter gehen in meinen Überlegungen - es ging und geht nicht immer nur um Autorität - sondern auch um Kongruenz - wobei es für mich keine Autorität gibt ohne Kongruenz.

Was mich jetzt auch noch weiter führt zu meinen bisherigen Lehrern - sowohl damals in der Schule - als auch danach in zahlreichen Weiterbildungsseminaren. Auch da gabs jene, denen ich Autorität zuschreiben würde - und jene, die eher als "Giftzwerge" durchs Leben zickten.

Wie auch immer - alle hatten eins gemeinsam - die echten Autoritäten hatten es nie nötig, sich irgendwie aufspielen zu müssen - weder als Chef, noch als Lehrer - weder als Frau, noch als Mann.

Und die, dies nötig hatten waren eigentlich nie kongruent - sie stellten was dar - sie "spielten eine Rolle" - die Rolle Chef.In und auch die Rolle Lehrer.In - und in allen Fällen haben sie sich selbst - und auch der Umwelt - dadurch nix Gutes getan - schon - rückblickend berachtet - ich für mich hab heute die Möglichkeit, diese meine Erkenntnisse zu haben - und sie auch nieder zu schreiben.

Wünsche allen noch ne grenz.geniale Zeit, in der sie sich immer mehr dem bewusst werden, was sie ausmacht, wer sie sind - und auch, was sie brauchen, um immer mehr zu sich selbst zu finden.

Freitag, 9. Oktober 2009

Wahn.Sinn, wie die Zeit ver.geht

Hallöchen meine Lieben,

unheimlich - 3 Monate - verflogen wie ein Atemzug - viel ist passiert - einiges hat sich ge.löst - anderes verfestigt - der unselbständige Job ist da - zwar mal vorerst nur bis Jahresende fix - aber es gibt trotzdem ein sicheres Gefühl.

Jetzt war ich grad 4 Tage auf einem Intensiv.Coaching.Seminar - und es war genau das - intensiv - auch hier - es hat sich einiges gelöst - anderes ist wieder ins fliessen gekommen - und es spürt sich rundum irgendwie stimmig an - nicht alles - nicht ganz - aber es muss ja nicht gleich perfekt sein ;-)

Es gäbe sooo viel zu schreiben - aber irgendwie passt es noch immer nicht ganz - also belasse ichs beim zwischendurch.Lebenszeichen ;-)

Samstag, 18. Juli 2009

forever young

Es gibt noch eine grosse - und für mich sehr wichtige - Erkenntnis der letzten Tage - eigentlich seit dem Tag nach meinem Re.Set.

Als ich an dem Donnerstag vom Weichtalhaus im Höllental zurück nach Hause fuhr hatte ich irgendwie das Gefühl, um 25 Jahre in die Vergangenheit zurück vesetzt zu sein - in die Zeit nach meiner ersten Scheidung, wo ich mich das erste Mal bewusst aus dem Treibsand zog - und es irgendwie schaffte, mein Leben wieder in den Griff zu bekommen - und ihm auch wieder einen Sinn zu geben.

Ich stand eigentlich mit Nichts da - ging zu meinen Eltern zurück - nach 4 Monaten war ich endlich fähig, mich von irgend einer Arbeit finden zu lassen - einerseits, damit ich endlich abglenkt bin - und auch endlich Geld verdiene.

Damals hat mir ein lieber Freund diesen Job vermittelt - und als nach einem Jahr die Firma in Konkurs ging begann ich dann endlich wirklich zu leben. Genauso spürt es sich jetzt wieder an - ich hatte 2006 und 2007 zwei heftige AMS-Maßnahmen - dann September 2008 die Scheidung - hab mich jetzt mehr schlecht als recht durch gewurstelt - und jetzt ist es an der Zeit, wieder neu durch zu starten.

Und auch das persönliche Gefühl ist wieder so wie damals - dieses "endlich wieder leben wollen - mich spüren wollen - Vergnügen haben - einfach das Leben geniessen" - all das erinnert auch an vor über Jahren, damals, als ich meine erste eigene Wohnung hatte - zwar Firmenwohnung - aber meine - und jetzt hab ich das Haus - mein Haus.

Und ich steh kurz davor, nach 15 Jahren Selbständigkeit endlich wieder einen unselbständigen Job zu bekommen - ich wollte nie selbständig werden - hab damals aus der Not eine Tugend gemacht - weil ich mit 35 zu alt und "überqualifiziert" für den Arbeitsmarkt war - hab ich mich halt selbständig gemacht als EDV.Trainerin - und seither hab ich mich irgendwie durch gewurschtelt.

Auch das jetzt ist wie damals - 1981 - als ich in der Papierfabrik Ortmann zu arbeiten begann - zuerst als eine von Vielen in einer Verkaufsabteilung - dann mit eigenem Aufgabenbereich - und letztendlich in meinem damaligen "Traumjob" EDV - aber die Neugier ist wieder da - die Vorfreude auf eine neue Herausforderung.

Jetzt geht es in die andere Richtung - weg von den EDV-Trainings - hin zu Coaching - schon auch Büro und Marketing - aber endlich wieder mit viel mehr Menschen "arbeiten", die das, was ich ihnen geben kann - auch wirklich wollen - nicht so wie die 2 Jahre AMS-Maßnahme, die mir viel von meinen Nerven gekost hatten.

Ich spüre jetzt auch viel öfter wieder diese Kraft von damals - dieses Vertrauen in meine eigenen Fähigkeiten - die Zuversicht - aber erst seit dem Re.Set - vorher war ich viel zu sehr verhaftet in den aktuellen Themen, die ich irgendwie alle vermischt hatte.

Seit der Knoten gelöst ist - jeder der Beteiligten wieder auf dem ihm zustehenden Platz positioniert ist - seither kann diese Energie wieder fliessen - und ich fühle mich auch absolut leicht und unbeschwert - also zumindest im Verhältnis zu vor einem Monat.

Jetzt bekomme ich eine neue Chance - nochmals durch zu starten - und dieses Mal wirklich bei mir selbst zu bleiben - meinen Weg zu gehen - in gewisser Weise genau das, was (m)ein Freund schon seit Wochen "predigt" - den Weg der Kaiserin zu gehen - mir zu gönnen, was mir gut tut - allerdings unter Berücksichtigung meiner ureigensten moralischen und ethischen Vorstellungen.

Irgendwie spürt es sich für mich grad so an, als ob ich noch "eine zweite Chance" bekäme - damals hatte ich mich nach 4 Jahren dazu entschieden, dass ich gerne eine Partnerschaft leben wollte - nicht mehr "nur" Karriere und "vergnügtes Leben" - sondern eine echte Beziehung - und seither hatte ich mich selbst eigentlich nicht mehr gelebt.

Ich gebe niemanden die Schuld - ausser mir selbst - und ich empfinde diese meine "Schuld" auch nicht als Belastung - es ist einfach so - ich hab ein Muster gelebt, dass mir letztendlich nicht wirklich "gut" tat - mir eine Verdoppelung des Gewichtes bescherte - und mich letztendlich auch frustriert hat.

Und jetzt darf ich noch den anderen Weg probieren - den, den ich damals ausgeschlagen hatte, weil ich mir in (m)einer Partnerschaft - also das, was ich damals für eine solche hielt - die Erfüllung erhofft hatte.

Beinah hätte ich den selben Fehler nochmals gemacht - ansatzweise war ich schon wieder in diese Richtung tendiert - aber Gottseidank war mein jetziger Gegenpart "stark genug" - um einfach aus zu weichen - und mich ins Leere laufen zu lassen - aber trotzdem immer wieder auf zu fangen, sobald ich strauchelte - mir dabei zu helfen - den Schalter bewusst um zu legen - die Weichen in die andere Richtung zu stellen - mal sehen, was mich auf der Strecke jetzt noch alles erwartet ;-)

Reichtums.Spiele

Da gab es schon vor Jahren mal so ne virtuelle Geschichte, wo man sich jeden Tag vorstellte, dass man um € 1.000 mehr bekommt wie am Vortag - und man muss die ausgeben und darf sie nicht sparen - also

1. Tag - € 1.000 zur freien Verfügung
2. Tag = € 2.000 zur freien Verfügung
3. Tag = € 3.000 zur freien Verfügung
.....

Irgendwie hab ich mich damit nicht anfreunden können - im Gegenteil - mich depremierte das Spiel eher, als dass es mich aufbaute - und ich hörte schnell auch wieder auf damit - wie auch der Großteil der restlichen Menschheit.

Was mich faszinierte war, dass die Hard.Core.Spieler letztendlich gestresst waren, weil sie nicht mehr wussten, was sie mit dem vielen virtuellen Geld anfangen sollten - und das, wo es real hinten und vorne nicht zum über.leben reichte.

Dann bekam ich vor einigen Monaten von einem Freund einen Scheck über

Zehn Milliarden Euros

geschenkt - einfach so - auch in der Form von dem Spiel - selbst gestaltet und ausgedruckt - aber der hatte eine andere Wirkung für mich - weil er eben "von Herzen kam" - und nicht von einer virtuellen Bank, sondern eben von einem realen Freund - und ich habs symbolisch gesehen dafür, dass er es mir gönnt - und auch zutraut, dass ich damit was gscheites tun würde.

Und vor kurzem habe ich mein persönliches Reichtums.spiel entdeckt - auf der Internet.Plattform facebook - dort gibt es viele Anwendungen und Spiele - aber eins fasziniert mich regelrecht - und ich habs für mich als mein Reichtums.Spiel "adoptiert" - naja, eigentlich sinds zwei ;-)

FarmVille & FarmTown

Gleich vorweg - es gibt noch viel mehr "Farmen" und ähnliche Spiele, aber bei diesen beiden fasziniert mich auch, dass sie so gestaltet sind, wie ich mir ein grenz.geniales Leben vorstellen möchte:

Es ist immer alles nur psoitiv - bei anderen kann man Pflanzen und tiere stehlen - und/oder dem Nachbarn was kaputt machen - bei diesen beiden unterstützen sich die Nachbarn - beschenken sich - helfen sich gegenseitig auf der Farm aus - und bekommen dafür noch zusätzliche "Coins".

Aber generell zu den beiden Spielen - man bekommt eine kleine Grundfläche, auf der man aussäen und nach einer gewissen Zeit ernten kann - und man kann eben bei den Nachbarn "aushelfen" und sich was dazu verdienen - oder auch einfach, die Nachbarn beschenken - und auch von ihnen beschenkt werden - mit Bäumen und Tieren.

Und dann geht es natürlich auch um strategisches Denken, welche Produkte man wann sät, um einen optimalen Ertrag zu erhalten - und das alles in Hinblick darauf, dass eben immer nur eine gewisse Summe zur Verfügung ist - die eben immer mehr wird, je mehr man "tut".

Für mich kamen diese beiden Spiele jetzt grad in einer Phase, wo ich mich nach 15 Jahren Selbständigkeit um einen unselbständigen Job beworben hatte - und waren auch ein Zeichen dafür, dass dies eben zu meinem neuen Lebensabschnitt mit dazu gehört - dass ich durch strateigsches Taktieren und Handeln endlich wieder wirklich die Erfolge "einfahren" kann, für die ich mich jahrelang abgekämpft hatte.

Es ist Zeit der Ernte - und zwar - ohne mich weiterhin so anstrengen und verausgaben zu müssen, wie ich es eben in den letzten Jahren getan hatte - es klingt vielleicht jetzt komplett pervers, aber für mich bedeutet ein Vollzeitjob weniger Stress als meine "wundervolle Freiheit der Selbständigkeit".

Ich freu mich auf eine Zeit, wo ich fixe Arbeitszeiten habe - in denen ich mich voll einer neuen Aufgabe widmen kann, die ich schon seit Jahren gerne machen würde - und im Bekanntenkreis auch getan habe - aber nie wirklich auch eine entsprechende finanzielle Abgeltung dafür zu bekommen.

Und ich ernte im Gegenzug genug, um meinen Lebensunterhalt zu finanzieren - und alles, was ich nach der "normalen" Arbeitszeit mache - und - wenn es strategisch und taktisch geplant ist - voraussichtlich dann gar kein grosser Mehraufwand ist zu dem, was ich jetzt mache - mir eben eine noch viel reichere Ernte einbringt.

Noch einen genialen Nebeneffekt hat das Spiel - ich habe mir ja für 20.09.2009 "bestellt", dass die Bank aus dem Grundbuch meines Hauses heraussen ist - und ich mir mein Knusperhäuschen samt dazu gehörenden Grundstücken leisten kann.

Keine Ahnung, wie sich das noch ausgehen kann - aber ich vertraue auf ein entsprechendes Wunder, welches mir diesen Wunsch noch zeitgerecht erfüllt - aber - und das ist so genial - ich habs beim Spiel innerhalb einer Woche geschafft, mein Grundstück zu erweitern - und ich könnte mir heute schon ein Haus kaufen - aber ich warte jetzt auf das, was ich gerne hätte - und gönne mir daher heute einen absolut verspielten Tag, in dem ich säe und ernte ;-)

Naja, zwischendurch "arbeite" ich schon auch real etwas - aber eigentlich stimme ich mich drauf ein, dass ich es noch diese Woche schaffe, mir das nächst grössere Haus zu leisten - im Spiel - und dem entsprechend dann auch am 20.09.2009 mein neues Knusperhäuschen in meinem Besitz sein kann.

Für mich ist das Spi8el eine Metapher - eigentlich 2 - einerseits bewirtschafte ich in FarmVille eine Ranch - die mein Haus und das neue Knusperhäuschen darstellt - und in FarmTown gibt es nur die Plantage, ohne Schnickschnack - nur Felder und Bäume - und ein paar wenige Tiere - das repräsentiert dann die anderen Grundstücke, die ich auch noch haben mag :-)

Und in beiden Spielen "wächst" mein Besitz - wie auch das Vertrauen wächst, dass ichs real umsetzen kann, was ich virtuell grad erlebe. Und es geht nicht nur um Besitz - sondern auch um Gemeinschaft - um die zwischenmenschliche Hilfe - das beschenken und beschenkt werden - die nachbarschaftliche Hilfe - das fühlt sich virtuell schon genial an - und ich freu mich auch drauf, auch das immer öfter und intensiver auch real zu erleben.

Dienstag, 14. Juli 2009

Spielchen spielen

Gibt noch ein paar Themen, die mich seit einiger Zeit begleiten - und die ich mal wieder irgendwie ausformulieren möchte. Da gibts das Thema - bewusst Spielchens spielen - auch mit und bei Menschen, die einem mehr bedeuten.

Ich könnts auch mit den Drama.Spielchens in Verbindung bringen - aber diesmal gehts mir nicht unbedingt darum, ein Drama zu initiieren - oder daraus wieder aus zu steigen - sondern generell darum, andere Menschen bewusst zu manipulieren.

(Mehr über Dramen nach zu lesen - von mir - im Netz - in meinen Buch.Blogs
Seelenheil - Lösung systemischer und karmischer Verstrickungen
Familiendramen
All.Parteilichkeit
Mein Freund KU - bewusste Arbeit mit dem UnBewussten
spiegeln und projezieren
Weltbilder bilden Welten - von Don Quijote bis Pippi Langstrumpf
Drama-Spiele
geheimnisvolle Alltags-Dramen
Lösung des inneren Dramas)

Wir haben schon real einige Male darüber diskutiert - meine Einstellung - ok, wenn mal was "passiert" - unbeabsichtigt und nicht bewusst provoziert - was vom Gegenüber als Spielchen aufgefasst wird - soll vorkommen.

Ich glaub, hat auch viel mit der jeweiligen inneren Einstellung zu tun - und da beziehe ich mich jetzt auch aufs "spiegeln und projizieren" - wenn ich glaube, jemanden bewusst etwas vormachen zu müssen/können/wollen, dann bin ich nicht mehr bei mir, sondern initiiere eben etwas, was entweder ein Spielchen - oder eine Drama.Einladung - ist.

Klar hat mein Gegenüber jederzeit die Möglichkeit, nicht darauf einsteigen zu müssen - aber wenn ich weiß, dass ers einfach automatisch tut - indem sie/er auf das re.agiert, was ich initiiere, dann wirds für mich zur Manipulation.

Also jetzt mal so "in freier Wildbahn" - im Coaching.Kontext ist es oftmals sehr wohl hilfreich, ab und an etwas zu "initiieren" - wobei es auch da nicht unbedingt sein muss :-)

Da kommt jetzt eben auch noch dazu, ob ich mein Gegenüber irgendwo mit rein ziehe, wo ich vorweg schon vermute, dass es ihm nicht unbedingt gut tut - oder ihn zu Höchstleistungen ansporne - immer mit Rücksicht darauf, ihn nicht zu über.fordern.

Und dann kommt natürlich auch wieder dazu, dass das, was ich als meine grenzen definiert habe - nicht unbedingt auch das sein muss, was den Empfindungen meines Gegenübers entspricht - d.h. kann durchaus sein, dass ich da auch irgendwie falsch liege in meinen Vermutungen - daher plädiere ich auch dafür, immer wirklich hin zu schauen, wie das Ggegenüber re.agiert.


Angefangen drüber nach zu denken hab ich, als mir bewusst wurde, dass ich mir vor einiger Zeit einen Partner "bestellt" hatte, mit dem ich eben keine Spielchen spielen brauche, weil wir uns einfach verstehen und ergänzen.

Und seitdem ist es eben immer wieder Thema - und irgendwie ist mir zwischenzeitlich eben klar geworden, dass es schon auch immer wieder mal "passiert" - aber für mich persönlich schliesst sich Partnerschaft und diese bewussten einseitigen Spielchens aus.

Schon - bewusste und abgesprochene - ev. auch lust.volle Spielchens - aber nicht diese bewusste Manipulation - das Drücken von Knöpfen, um beim Gegenüber das zu bewirken, was man von ihr/ihm haben möchte.

Das "passt" für mich einfach nicht mit dem zusammen, was ich mir unter Partner.schaft - in welchem Bereich auch immer - vorstelle. Ich habs letztens auch meiner Freundin so gesagt - wenn ich jemanden liebe, bemühe ich mich, darum, immer offen und ehrlich zu agieren - sobald ich beginne, Spielchens zu spielen, zweifle ich an meiner eigenen Kongruenz :-)


Wahrscheinlich bin ich auch einfach milieugeschädigt ;-)

Schliesslich hab ich die komplette NLP.Ausbildung nicht nur absolviert, sondern auch assistierenderweise noch ein zweites Mal durchlaufen - und ich hab auch noch die natürliche Veranlagung eines reinrassigen Skorpions, um eben genau derartiges meist schlagartig zu erkennen.

Wobei sich ja jetzt auch die Frage stellt - ab wann bezeichnen wir - oder eben ich - etwas als "Spielchen"?

Ich würds so definieren - Spielchen ist, wenn ich die Schwächen meines Gegenübers bewusst ausnutze, um etwas von ihm zu bekommen, was allein meinem eigenen Wohl dient - ohne Rücksicht auf seine Gefühle und seine Bedürfnisse zu nehmen.

Wenns von Beginn an klar ist, wo die jeweiligen Grenzen verlaufen - und beide diese respektieren - ok - wenn sich dann einer der beiden selbst was vormacht - dessen Problem.

Aber ich persönlich träume halt noch immer von einer gleichwertigen Partnerschaft - in allen Bereichen des Lebens - und ab und an gelingt es auch ganz gut, dass sich wirklich gleich.wertige Partner.innen finden, die einen Teil ihres Wegs gemeinsam gehen.

Keine Ahnung, obs irgendwer nachvollziehen kann, worums mir geht - mir fallen auch grad keine Beispiele ein, die es wirklich klarer machen würden - ist halt einfach grad eines meiner ureigensten persönlichen Themen.