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Mittwoch, 25. Juli 2012

Freundschaft

Achja - ich bin keine Freundin mehr *schluchz*

Wobei - ganz ehrlich - ich hatte mich auch nie als solche betrachtet - also zumindest nicht bei diesem einen bestimmten Menschen ;-)

Aber die nächtliche Aktion veranlasst mich mal wieder, über die Begrifflichkeit von Freundschaft und Freunde nach zu denken, bzw. dies auch mal schriftlich fest zu halten, damit niemand mehr der irrigen Ansicht ist, nur, weil ich beim Telefon abheb, wenn sie/er mich mal wieder anraunzen möchte, dass ich deswegen als Freundin gesehen werden könnte.

Ja - ist nicht nur der letztnächtliche Fall, sondern gab auch schon vor ein paar Monaten etwas ähnliches - eigentlich zieht es sich wie ein roter Faden durch mein Leben - und es ist an der Zeit, etwas nachhaltiges dagegen zu unternehmen. Oder dafür, damit niemand mehr glaubt, ich sei ihre/seine Freundin, speziell dann, wenn ich das ganz anders sehe ;-)

Was ist für mich ein Freund oder eine Freundin?

Sowas ähnliches wie ein Partner - jemand, mit dem ich viele Dinge gemeinsam habe - und der Wunsch, sich immer wieder mal zu sehen und gemeinsam was zu unternehmen - und - ganz wichtig - wenn dies auf Gegenseitigkeit beruht.

Echte und wahre Freunde sind für mich jene Personen, die ich anrufe, wenn ich ein echtes Problem hab - wie es zB voriges Jahr bei meinen Unfällen war - und die auch sofort und ohne Nachdenken - zu mir kommen um mir bei zu stehen.

Ja - ich weiß, davon gibt es nur ganz wenige in meinem Leben. Wobei ich jetzt noch einschränken möchte - jene, die ich angerufen hatte, weil sie auf mich/uns warteten - zähle ich jetzt deswegen nicht zu den Freunden, eher zu den Geschäftspartnern - von daher werdens hiermit gleich noch ein paar weniger.

Was ist für mich kein Freund?

-> Jemand, von dem ich einen definitiven Coachingauftrag habe
-> Jemand, der meine Telefonnummer nur dann kennt, wenn sie/er gecoacht werden möchte
-> Jemand, der nur dann anruft, wenn sie/er sonst etwas braucht von mir

Freunde sind jene Menschen, die mich auch mal zwischendurch anrufen und fragen, wies mir geht - oder mich spontan besuchen kommen - einfach so - um bissale zu quatschen.

Freunde sind jene Menschen, wo ich von mir aus auch mal das Bedürfnis verspüre, sie an zu rufen und sie zu fragen, wie es ihnen geht - oder spontan bei ihnen auf zu tauchen - einfach so - um bissale zu quatschen.

Wenn ichs jetzt so eher sachlich und unemotional betrachte, gibts davon wirklich recht wenige - spontan fallen mir eigentlich nur 2 Männer ein, welche ich als "wirklich gute Freunde" bezeichnen würde.

Wobei ich jetzt allerdings meine Tochter nicht als Freundin betrachte, ansonsten würde sie natürlich auch in diese Kategorie fallen.

Na dann - Freundinnen - so richtige - echte - gibts nicht wirklich. Vielleicht bin ich auch nur milieugeschädigt, weil mich eben meine letzte "echte und beste Freundin" so kurzfristig und unkommentiert "abserviert" hatte - seither bin ich da etwas skeptisch, was Freundschaft unter Frauen angeht *zugeb*.

Es gibt ein paar Frauen in meinem Leben, die mehr sind als "nur Bekannte", wo aber jetzt doch nicht diese Innigkeit und Herzlichkeit da ist, wie es mit meiner Tochter und den beiden Männern der Fall ist.

Und dann ist da eben "mein Zoo" - diesen Ausdruck hatte meine Tochter mal geprägt - für jene Menschen, die sich irgendwie möglicherweise als meine Freunde/Freundinnen betrachten, für mich aber eigentlich - wenn ichs ganz brutal betrachte und benenne - eigentlich nur ein nicht mal notwendiges Übel sind, die ich mir irgendwie "eingetreten hatte" - und dann nicht weiß, wie ich sie wieder los werde.

Klingt brutal - Zoo klingt da fast noch lieb dafür ;-)

Ist (m)ein Thema - (m)ein Muster - ich lerne (neue) Menschen kennen - bin zu denen genauso nett wie zu anderen - und sie gehen davon aus, dass wir jetzt befreundet sind - und ich brings jetzt nicht übers Herz, dies mit der benötigten Brutalität klar zu stellen, dass dem nicht so ist.

Und daher opfere ich viel Zeit um ihnen immer und immer wieder zu zu hören, wenn sie mich als Klagemauer mißbrauchen - oder mich eben anraunzen wollen, wie sch.... doch ihr Leben ist - und wie sch..... das Leben an sich ist.

Es dauert meist zu lange, bevors mir end.gültig reicht - und ich dann aber auch einen end.gültigen und unwiderruflichen Schlussstrich ziehe - ihnen klipp und klar sage, dass ich mich nicht als Freundin sehe, sondern sie einfach halt meinen Weg gekreuzt haben.

Aber es werden immer weniger - jene, die sich für meine Freunde halten - aber aus meiner Sicht einfach CoachingklientInnen sind, die den Vorzug haben, bisher nichts haben bezahlen zu müssen. Warum schreib ich diesen Blogeinrag? Damit sich in Zukunft niemand mehr als mein Freund / meine Freundin betrachten muss, die/der aus meiner Sicht allerdings einfach nur "irgend eine Bekannte / irgend ein Bekannter" ist.

Ich werde es ab sofort auch deutlicher kommunizieren, falls ich wieder mal den Eindruck bekomme, dass sich wer für wichtiger hält, als sie/er für mich und mein Leben ist. Mir reichts ein für alle Mal, derartige Zoobewohner länger als unbedingt nötig in meiner Gegenwart zu dulden.