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Sonntag, 11. Oktober 2009

was du nicht willst, dass man dir tu - das füg auch keinem anderen zu

Irgendwie so ähnlich ging das Sprichwort, welches mir seit einigen Tagen nicht mehr aus den Koopf geht :-)

Anlass?

Ein Spiel ;-)

Noch dazu ein virtuelles.

Eigentlich gehts um nix - oder doch?

Ich hatte ja mal geschrieben, dass ich auf facebook diese ganzen Spielchens nicht wirklich mag, wo man anderen was klauen kann. Naja, eins hat mir dann rein optisch und vom Hintergrund her doch gut genug gefallen, dass ich mich angemeldet hab - Island Paradise - eine paradisische Insel - oder doch nicht?

Es kann der beste mensch nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt.

Ich nehms als Lernerfahrung, meine Klauphobie zu überwinden, weils einfach ne nette Insel ist - ich nehms in Kauf, dass mir "liebe Freunde" die Kokosnüsse klauen oder die Eier von den Hühnern - oder auch von der Saat.

Doch dann passierte was, was mich irgendwie ins Schleudern brachte - und auch ins Nachdenken - die Frage - wie hast du deine Hühner davor geschützt, dass die Eier geklaut werden können? Aber hallo!

Naja, ich wussts nicht - ganz ehrlich - hab dann aufgepasst und erkannt, dass der Hühnerstall "schuld dran ist" - wenn wer nen Hühnerstall hat, können keine Eier mehr geklaut werden. Seit heute gibt es eine Glocke dagegen, dass die Ziegen gemolken werden.

So weit - so gut - wird sicher in Zukunft noch mehr Utensilien geben, um die Tiere zu be.schützen - oder auch die Ernte - was auch immer. Darum gehts jetzt aber eigentlich nur peripher - zumindest in meinen Überlegungen.

Da ist die Frage für mich viel vordringlicher - was veranlasst Menschen dazu, das eigene Eigentum zu be.schützen, wenn sie es andererseits als voll natürlich und lustig empfinden, wenn sie selbst andere beklauen?

Ich mein, ich spiel das Spiel - aber ich muss ja niemanden beklauen, nur, weil mans kann. Und da schlägt sich bei mir dann eine unsichtbare Brücke von einem virtuellen Spiel ins reale Leben. Wie stehe ich real zu der Thematik?

Aber auch - wenn ich dieses Muster unbewusst - und/oder im Spiel - lebe, kann mein Unbewusstes unterscheiden, was jetzt Spiel und Realität ist?

Ich mein, wenn ich davon ausgehe - was ich persönlich tue - dass das Unbewusste nicht zwischen Vorstellung und Realität unterscheiden kann - dann provoziere ich ja förmlich, dass ich auch real irgendwann und/oder irgendwie "kriminell" werde - wenn ichs im Spielerischen so halte.

Wobei ich dann auch noch weiter gehen möchte - zu den ganzen Kriegsspielen - wenn ich virtuell "Krieg spiele" - wie soll dann mein Unbewusstes eventuell wissen, dass dies jetzt nichts mit der Realtiät zu tun hat?

Wie auch immer - ich werde sicher keine antworten auf meine Fragen erhalten - aber für mich hat sich wieder einiges insoweit geklärt, dass ich in Zukunft noch bewusster Leben kann und werde.

Es verhindert zwar nicht, dass ich bestohlen werde, wenn ich selbst nicht klaue - aber es machts für mich einfach stimmiger, es trotzdem nicht zu tun, nur - und trotzdem - oder auch grad eben - weils andere anscheinend leidenschaftlich gern tun.

Und es macht für mich auch noch einen Unterschied - jetzt mal wieder bezogen auf das virtuelle Spiel - ob wer mal ausprobiert, was passiert, wenn sie/er klaut - oder wenn sie/er das eben permanent macht.

An dieser Stelle ein grosses Danke an drei ganz tolle Frauen, mit denen ich mich auch real schon über dieses Thema unterhalten hatte - und wo eine davon meine Denk.Welle ins Rollen gebracht hatte durch die Aussage "Du, ich hab dich letztens in Island Paradise beklaut, weil ich wissen wollte, was passiert und bei dir wusste ich, dass es kein Problem ist - aber ich hab dir auch gleich ein Geschenk gesandt als Wiedergutmachung."

Es spürt sich auch ganz anders an - auch bei den beiden anderen, wo wir darüber geredet hatten - und dann eben ausmachten - wir beklauen uns jetzt gegenseitig, weil wir wissen wollten, welche Auswirkungen es auf den Punktestand hat.

Oder eben auf der anderen Seite, es lustig zu finden, von anderen was zu klauen, wenn die es nicht wissen - was ja auch wieder ein Irrtum ist, weil in facebook ja die Meldung kommt, wer von was geklaut hat - und das jedes Mal wenn geklaut wird.

Und dann gibt es die ganz vielen, denen ich an dieser Stelle auch noch danken möchte - die, die gar nicht in Versuchung - oder auch gar nicht auf die Idee kommen - von anderen was klauen zu wollen oder müssen oder sollen.

Was mich jetzt speziell auf dieses spezielle Spiel fasziniert ist die Tatsache, dass ich eben nachvollziehen kann, wer mich wie oft beklaut - und das hat mich eigentlich schockiert - nicht nur die Häufigkeit des Klauens, sondern auch die Personen, welche es tun - und es sind immer wieder die gleichen - und es gibt eben ganz viele, die es nicht tun, das möchte ich nochmal ausdrücklich betonen.

Es ist mir bewusst, Island Paradise ist "nur" ein Spiel - aber ist nicht das Leben auch nur ein Spiel?

Das Thema könnt jetzt noch viel weiter ausufern - weil es kommen mir grad auch Gedanken in Richtung "Will ich wirklich weiterhin mit Menschen in engem Kontakt stehen, die es lustig finden, mich zu beklauen?" - und das jetzt ganz unabhängig von einem virtuellen Spiel.

Es kommt mir dabei auch noch Negativität im allgemeinen in den Sinn - und viele leere Kilometer - und Stunden - die einfach im luftleeren Raum verhallen - weil sie einfach nicht durch eine oberflächliche Positivität dringen - oder auch nicht durch eine positiv angehauchte Oberflächlichkeit.

Ich weiß, ich sehe vieles noch immer zu ernst - aber wenn ich ganz ehrlich bin, mir ist es noch immer lieber so, als mir bei Vielem nix zu denken :-)

In diesem Sinne - wenn wer glaubt, klauen zu müssen, möge es weiterhin tun - meine Aversion gegen das beklautwerden in virtuellen Spielen ist so weit ziemlich aufgearbeitet - mein Bedauern darüber, dass es eigentlich ganz einfach sein könnte, dass wirklich alle immer genug haben könnten, wenn sie sichs zugestehen würden - ohne zu glauben, von anderen nehmen zu müssen - auch das hält sich zwischenzeitlich in Grenzen - und durch dieses mein Aufschreiben hier ist wieder etwas von mir abgefallen, was ich einige Tage mit mir rumgeschleppt hatte.

Wert.Schätzung

Noch ein "grosses" Thema am frühen Morgen - aber hat mich wieder mal ne Nacht lang nachhaltig beschaftigt - einerseits in Hinblick auf - was macht es in einem Team für einen Unterschied, ob gegenseitige WertSchätzung da ist - und andererseits auch - wie wirkt der - mehr oder weniger - wert.schätzende Umgang zwischen Dienstleistern und Klienten/Kunden.

Ausserdem wars auch eines der Hauptthemen des 4-tägigen Seminares, welches ich vorige Woche geniessen durfte. Da wurde mir ziemlich bald bewusst, dass ich gar nicht so "komisch" bin, wie ich befürchtet hatte.

Ich war ja jetzt 14 Jahre lang eher fast nur allein in Bezug auf Beruf - schon immer wieder mal als Wifi-Trainerin mit Kolleginnen gemeinsam - oder eben meinem Ex die Büroarbeit machend - aber da war nie wirklich jetzt so eine tägliche Teamarbeit in beruflicher Hinsicht notwendig.

Und jetzt hab ich ja seit 3.8. einen unselbständigen Job - und da gabs von Beginn an ein paar Kleinigkeiten, wo ich einfach davon ausging, dass ich möglicherweise zu empfindlich re.agiere - und von daher es auch gar nicht so sehr beachtet hatte.

Bis jetzt - wo auf einmal zB die Meldung kam - wir sind doch alle erwachsene Menschen - und haben es daher nicht nötig, von Kolleg.innen als zB Mädel bezeichnet zu werden. Und ich wurde schlagartig hell.hörig, denn genau das war einer der Punkte, die mich nachhaltig stören:+

Wenn jemand - vor allem auch, wenn diese.r jemand vielleicht sogar noch jünger ist als ich - glaubt, mich als Mädel bezeichnen zu müssen - daran ist sogar schon mal ne Liebesbeziehung gescheitert, weil ich das einfach nicht mag - und derjenige es einfach nicht aktzeptieren konnte, dass ich als gleich.wertige Partnerin gesehen werden möchte.

Wobei - da gehts generell auch um Bevormundung und ein "mich retten wollen" - in den meisten Fällen, obwohl ich niemanden den definitiven Auftrag dazu gegeben habe. Das widerstrebt mir persönlich einfach ganz nachhaltig.

Und das führt mich jetzt auch wieder zur Wert.Schätzung - ich schätze jemanden sicher nicht als gleich.wertig, wenn ich ihn als "Mädel" oder "Junge" tituliere - schon gar nicht, wenn mir derjenige kommuniziert, dass sie/er das nicht mag.

Ich gebs zu, ich sag auch manchmal "Hej Mädels" oder "Hej Jungs" - speziell im Internet oder auch in gemütlichen Runden - aber ich achte auch auf die Re.aktionen der Betroffenen - und wenn die ablehnend re.agieren (sie brauchens nicht mal sagen, oftmals sprechen eh Blicke mehr als tausend Worte) dann verkneiffe ich es mir in Zukunft.

Aber gibt auch penetrante "Besser.Wisse3r", die einfach davon ausgehen, weil sie selbst gerne als Mädel oder Junge angesprochen werden würden - ich lass jetzt mal hintenan gestellt, was die systemischen Hinter.Gründe dafür sein könnten - muss das jede.r andere auch wollen - und wenn nicht, dann wird sie/er eben so lange damit zwangs.beglückt, bis sie/er sich damit abfindet, dass es nun mal so zu sein hat.

Da fällt mir noch ein zweites Thema ein, welches mich in den letzten Tagen immer wieder mal beschäftigt - dass jeder Mensch zu allererst mal von sich auf andere schliesst. Klar, tu ich auch - aber mir ist es wenigstens bewusst, dass es dann nicht so sein muss, wie es für mich wäre.

Führt jetzt auch manchmal zu etwas heftigeren - also in meiner Defintion von "für mich hefrtig", weil ich ja meist eine eher ruhige und ausgeglichene Zeitgenössin bin - Diskussion über manche Themen.

Wobei es mir eben auch jetzt grad in dem Intensiv.Coaching.Seminar bewusst wurde, dass ich sehr wohl dazu stehen sollte, dass es für mich einfach so ist - und eben nicht "des lieben Friedens" willen eben wieder mal akzeptiere, dass andere Menschen eben anders denken - und ich das nicht so eng sehen sollte.

Wenn wer glaubt, mir auf die Zehen treten zu müssen - eben grad, indem er mir ihre/seine eigene Denkweise unterstellt - dann sollte sie/er sich nicht wundern, wenn ich auch mal etwas forscher meinem Fuß weg ziehe - und sie/er dadurch vielleicht sogar mal nachhaltig ins Straucheln gerät.

Andererseits ist es natürlich auch wieder voll spannend, so klar und deutlich zu erkennen, wie mein Gegenüber denkt und fühlt, weil wenn eben "Vorwürfe" jetzt irgendwie für mich nicht nachvollziehbar sind, dann ist es für mich spannend, zu erkunden, wie diese Person auf diese Vorannahmen kommt, die sie mir unterstellt.

Hat jetzt vielleicht nicht mehr unbedingt direkt was mit Wert.Schätzung zu tun - andererseits schon auch wieder, weil wenn ich eine sozusagen "negative" Denkweise habe - und diese meinem Gegenüber unterstelle - dann kann ich es höchstwahrscheinlich auch nicht wirklich wert.schätzen, wenn der ganz anders denkt als ich vermuten würde.

Und wieder beisst sich mal die Katze in den Schwanz - und ich mach mal wieder Schluss für jetzt und mach mich für den Fest.Brunch des 10-jährigen Bestehns des Bildungs- und Kulturvereins Grafenbach-St. Valentin zurecht.

Irgendwie ist auch grad das Monat der Festivitäten - vorigen Mittwoch 40 Jahr-Feier Wifi Neunkirchen - heute 10 Jahre BuK - Oktober dürft ein gutes Monat für Neues sein.

Samstag, 10. Oktober 2009

"natürliche" Autorität

Ein grosses Thema, welches mir in letzter Zeit konzentriert begegnet, um wieder einmal angeschaut werden zu können ;-)

Meine Meinung dazu - entweder man hat sie - oder nicht.

Und Autorität entsteht aus sich selbst - nicht aus einem Titel, den man von irgendwen bekommt.

Titel jetzt im Sinne von - einerseits als erworbener oder akademischer Titel - aber auch, indem man zum Vorgesetzten ernannt wird - oder sich selbst ernennt. Derartiges hat nicht zwangsläufig etwas mit Autorität zu tun - in meinem Verständnis davon, was ich mir unter Autorität vorstelle.

Ein paar Beispiele aus meinem doch schon recht umfangreichen und abwechslungsreichen Berufsleben, wobei ich dazu sagen muss, wirkliche Autoitäten - in meiner Definition von "natürlich" - gabs dabei noch nicht viele.

Eine der wenigen war damals der Verkaufsdirektor der metallverarbeitenden Firma in der Nähe meines Heimatortes, der zwar einige rethorische Mängel aufwies, nichts dest trotz aber über umfangreiches Fach- und auch Allgemeinwissen verfügte - und auch das war, was ich persönlich als "echten Chef" bezeichnen würde - er hatte eine ausgeprägte Persönlichkeit und stand hinter dem, was er sagte.

So rückblickend kann ich sagen, die, denen ich "natürliche Autorität" zugestehe, die hatten alle ihre Mängel - aber sie standen dazu - und das machte es vielleicht auch aus - die Kongruenz in ihrem Tun und Handeln - sie leb(t)en alle das, was sie auch nach aussen hin vertraten.

Dem gegenüber gabs auch einige "Giftzwerge", die von irgend wem zum Chef ernannt wurden - und sich dem entsprechend aufführten, ohne wirklich zu wissen, was sie taten. Sie mussten Macht demonstrieren, weil sie keine natürliche Autorität hatten.

Wobei ich möcht grad sogar noch weiter gehen in meinen Überlegungen - es ging und geht nicht immer nur um Autorität - sondern auch um Kongruenz - wobei es für mich keine Autorität gibt ohne Kongruenz.

Was mich jetzt auch noch weiter führt zu meinen bisherigen Lehrern - sowohl damals in der Schule - als auch danach in zahlreichen Weiterbildungsseminaren. Auch da gabs jene, denen ich Autorität zuschreiben würde - und jene, die eher als "Giftzwerge" durchs Leben zickten.

Wie auch immer - alle hatten eins gemeinsam - die echten Autoritäten hatten es nie nötig, sich irgendwie aufspielen zu müssen - weder als Chef, noch als Lehrer - weder als Frau, noch als Mann.

Und die, dies nötig hatten waren eigentlich nie kongruent - sie stellten was dar - sie "spielten eine Rolle" - die Rolle Chef.In und auch die Rolle Lehrer.In - und in allen Fällen haben sie sich selbst - und auch der Umwelt - dadurch nix Gutes getan - schon - rückblickend berachtet - ich für mich hab heute die Möglichkeit, diese meine Erkenntnisse zu haben - und sie auch nieder zu schreiben.

Wünsche allen noch ne grenz.geniale Zeit, in der sie sich immer mehr dem bewusst werden, was sie ausmacht, wer sie sind - und auch, was sie brauchen, um immer mehr zu sich selbst zu finden.

Freitag, 9. Oktober 2009

Wahn.Sinn, wie die Zeit ver.geht

Hallöchen meine Lieben,

unheimlich - 3 Monate - verflogen wie ein Atemzug - viel ist passiert - einiges hat sich ge.löst - anderes verfestigt - der unselbständige Job ist da - zwar mal vorerst nur bis Jahresende fix - aber es gibt trotzdem ein sicheres Gefühl.

Jetzt war ich grad 4 Tage auf einem Intensiv.Coaching.Seminar - und es war genau das - intensiv - auch hier - es hat sich einiges gelöst - anderes ist wieder ins fliessen gekommen - und es spürt sich rundum irgendwie stimmig an - nicht alles - nicht ganz - aber es muss ja nicht gleich perfekt sein ;-)

Es gäbe sooo viel zu schreiben - aber irgendwie passt es noch immer nicht ganz - also belasse ichs beim zwischendurch.Lebenszeichen ;-)