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Samstag, 18. Juli 2009

forever young

Es gibt noch eine grosse - und für mich sehr wichtige - Erkenntnis der letzten Tage - eigentlich seit dem Tag nach meinem Re.Set.

Als ich an dem Donnerstag vom Weichtalhaus im Höllental zurück nach Hause fuhr hatte ich irgendwie das Gefühl, um 25 Jahre in die Vergangenheit zurück vesetzt zu sein - in die Zeit nach meiner ersten Scheidung, wo ich mich das erste Mal bewusst aus dem Treibsand zog - und es irgendwie schaffte, mein Leben wieder in den Griff zu bekommen - und ihm auch wieder einen Sinn zu geben.

Ich stand eigentlich mit Nichts da - ging zu meinen Eltern zurück - nach 4 Monaten war ich endlich fähig, mich von irgend einer Arbeit finden zu lassen - einerseits, damit ich endlich abglenkt bin - und auch endlich Geld verdiene.

Damals hat mir ein lieber Freund diesen Job vermittelt - und als nach einem Jahr die Firma in Konkurs ging begann ich dann endlich wirklich zu leben. Genauso spürt es sich jetzt wieder an - ich hatte 2006 und 2007 zwei heftige AMS-Maßnahmen - dann September 2008 die Scheidung - hab mich jetzt mehr schlecht als recht durch gewurstelt - und jetzt ist es an der Zeit, wieder neu durch zu starten.

Und auch das persönliche Gefühl ist wieder so wie damals - dieses "endlich wieder leben wollen - mich spüren wollen - Vergnügen haben - einfach das Leben geniessen" - all das erinnert auch an vor über Jahren, damals, als ich meine erste eigene Wohnung hatte - zwar Firmenwohnung - aber meine - und jetzt hab ich das Haus - mein Haus.

Und ich steh kurz davor, nach 15 Jahren Selbständigkeit endlich wieder einen unselbständigen Job zu bekommen - ich wollte nie selbständig werden - hab damals aus der Not eine Tugend gemacht - weil ich mit 35 zu alt und "überqualifiziert" für den Arbeitsmarkt war - hab ich mich halt selbständig gemacht als EDV.Trainerin - und seither hab ich mich irgendwie durch gewurschtelt.

Auch das jetzt ist wie damals - 1981 - als ich in der Papierfabrik Ortmann zu arbeiten begann - zuerst als eine von Vielen in einer Verkaufsabteilung - dann mit eigenem Aufgabenbereich - und letztendlich in meinem damaligen "Traumjob" EDV - aber die Neugier ist wieder da - die Vorfreude auf eine neue Herausforderung.

Jetzt geht es in die andere Richtung - weg von den EDV-Trainings - hin zu Coaching - schon auch Büro und Marketing - aber endlich wieder mit viel mehr Menschen "arbeiten", die das, was ich ihnen geben kann - auch wirklich wollen - nicht so wie die 2 Jahre AMS-Maßnahme, die mir viel von meinen Nerven gekost hatten.

Ich spüre jetzt auch viel öfter wieder diese Kraft von damals - dieses Vertrauen in meine eigenen Fähigkeiten - die Zuversicht - aber erst seit dem Re.Set - vorher war ich viel zu sehr verhaftet in den aktuellen Themen, die ich irgendwie alle vermischt hatte.

Seit der Knoten gelöst ist - jeder der Beteiligten wieder auf dem ihm zustehenden Platz positioniert ist - seither kann diese Energie wieder fliessen - und ich fühle mich auch absolut leicht und unbeschwert - also zumindest im Verhältnis zu vor einem Monat.

Jetzt bekomme ich eine neue Chance - nochmals durch zu starten - und dieses Mal wirklich bei mir selbst zu bleiben - meinen Weg zu gehen - in gewisser Weise genau das, was (m)ein Freund schon seit Wochen "predigt" - den Weg der Kaiserin zu gehen - mir zu gönnen, was mir gut tut - allerdings unter Berücksichtigung meiner ureigensten moralischen und ethischen Vorstellungen.

Irgendwie spürt es sich für mich grad so an, als ob ich noch "eine zweite Chance" bekäme - damals hatte ich mich nach 4 Jahren dazu entschieden, dass ich gerne eine Partnerschaft leben wollte - nicht mehr "nur" Karriere und "vergnügtes Leben" - sondern eine echte Beziehung - und seither hatte ich mich selbst eigentlich nicht mehr gelebt.

Ich gebe niemanden die Schuld - ausser mir selbst - und ich empfinde diese meine "Schuld" auch nicht als Belastung - es ist einfach so - ich hab ein Muster gelebt, dass mir letztendlich nicht wirklich "gut" tat - mir eine Verdoppelung des Gewichtes bescherte - und mich letztendlich auch frustriert hat.

Und jetzt darf ich noch den anderen Weg probieren - den, den ich damals ausgeschlagen hatte, weil ich mir in (m)einer Partnerschaft - also das, was ich damals für eine solche hielt - die Erfüllung erhofft hatte.

Beinah hätte ich den selben Fehler nochmals gemacht - ansatzweise war ich schon wieder in diese Richtung tendiert - aber Gottseidank war mein jetziger Gegenpart "stark genug" - um einfach aus zu weichen - und mich ins Leere laufen zu lassen - aber trotzdem immer wieder auf zu fangen, sobald ich strauchelte - mir dabei zu helfen - den Schalter bewusst um zu legen - die Weichen in die andere Richtung zu stellen - mal sehen, was mich auf der Strecke jetzt noch alles erwartet ;-)

Reichtums.Spiele

Da gab es schon vor Jahren mal so ne virtuelle Geschichte, wo man sich jeden Tag vorstellte, dass man um € 1.000 mehr bekommt wie am Vortag - und man muss die ausgeben und darf sie nicht sparen - also

1. Tag - € 1.000 zur freien Verfügung
2. Tag = € 2.000 zur freien Verfügung
3. Tag = € 3.000 zur freien Verfügung
.....

Irgendwie hab ich mich damit nicht anfreunden können - im Gegenteil - mich depremierte das Spiel eher, als dass es mich aufbaute - und ich hörte schnell auch wieder auf damit - wie auch der Großteil der restlichen Menschheit.

Was mich faszinierte war, dass die Hard.Core.Spieler letztendlich gestresst waren, weil sie nicht mehr wussten, was sie mit dem vielen virtuellen Geld anfangen sollten - und das, wo es real hinten und vorne nicht zum über.leben reichte.

Dann bekam ich vor einigen Monaten von einem Freund einen Scheck über

Zehn Milliarden Euros

geschenkt - einfach so - auch in der Form von dem Spiel - selbst gestaltet und ausgedruckt - aber der hatte eine andere Wirkung für mich - weil er eben "von Herzen kam" - und nicht von einer virtuellen Bank, sondern eben von einem realen Freund - und ich habs symbolisch gesehen dafür, dass er es mir gönnt - und auch zutraut, dass ich damit was gscheites tun würde.

Und vor kurzem habe ich mein persönliches Reichtums.spiel entdeckt - auf der Internet.Plattform facebook - dort gibt es viele Anwendungen und Spiele - aber eins fasziniert mich regelrecht - und ich habs für mich als mein Reichtums.Spiel "adoptiert" - naja, eigentlich sinds zwei ;-)

FarmVille & FarmTown

Gleich vorweg - es gibt noch viel mehr "Farmen" und ähnliche Spiele, aber bei diesen beiden fasziniert mich auch, dass sie so gestaltet sind, wie ich mir ein grenz.geniales Leben vorstellen möchte:

Es ist immer alles nur psoitiv - bei anderen kann man Pflanzen und tiere stehlen - und/oder dem Nachbarn was kaputt machen - bei diesen beiden unterstützen sich die Nachbarn - beschenken sich - helfen sich gegenseitig auf der Farm aus - und bekommen dafür noch zusätzliche "Coins".

Aber generell zu den beiden Spielen - man bekommt eine kleine Grundfläche, auf der man aussäen und nach einer gewissen Zeit ernten kann - und man kann eben bei den Nachbarn "aushelfen" und sich was dazu verdienen - oder auch einfach, die Nachbarn beschenken - und auch von ihnen beschenkt werden - mit Bäumen und Tieren.

Und dann geht es natürlich auch um strategisches Denken, welche Produkte man wann sät, um einen optimalen Ertrag zu erhalten - und das alles in Hinblick darauf, dass eben immer nur eine gewisse Summe zur Verfügung ist - die eben immer mehr wird, je mehr man "tut".

Für mich kamen diese beiden Spiele jetzt grad in einer Phase, wo ich mich nach 15 Jahren Selbständigkeit um einen unselbständigen Job beworben hatte - und waren auch ein Zeichen dafür, dass dies eben zu meinem neuen Lebensabschnitt mit dazu gehört - dass ich durch strateigsches Taktieren und Handeln endlich wieder wirklich die Erfolge "einfahren" kann, für die ich mich jahrelang abgekämpft hatte.

Es ist Zeit der Ernte - und zwar - ohne mich weiterhin so anstrengen und verausgaben zu müssen, wie ich es eben in den letzten Jahren getan hatte - es klingt vielleicht jetzt komplett pervers, aber für mich bedeutet ein Vollzeitjob weniger Stress als meine "wundervolle Freiheit der Selbständigkeit".

Ich freu mich auf eine Zeit, wo ich fixe Arbeitszeiten habe - in denen ich mich voll einer neuen Aufgabe widmen kann, die ich schon seit Jahren gerne machen würde - und im Bekanntenkreis auch getan habe - aber nie wirklich auch eine entsprechende finanzielle Abgeltung dafür zu bekommen.

Und ich ernte im Gegenzug genug, um meinen Lebensunterhalt zu finanzieren - und alles, was ich nach der "normalen" Arbeitszeit mache - und - wenn es strategisch und taktisch geplant ist - voraussichtlich dann gar kein grosser Mehraufwand ist zu dem, was ich jetzt mache - mir eben eine noch viel reichere Ernte einbringt.

Noch einen genialen Nebeneffekt hat das Spiel - ich habe mir ja für 20.09.2009 "bestellt", dass die Bank aus dem Grundbuch meines Hauses heraussen ist - und ich mir mein Knusperhäuschen samt dazu gehörenden Grundstücken leisten kann.

Keine Ahnung, wie sich das noch ausgehen kann - aber ich vertraue auf ein entsprechendes Wunder, welches mir diesen Wunsch noch zeitgerecht erfüllt - aber - und das ist so genial - ich habs beim Spiel innerhalb einer Woche geschafft, mein Grundstück zu erweitern - und ich könnte mir heute schon ein Haus kaufen - aber ich warte jetzt auf das, was ich gerne hätte - und gönne mir daher heute einen absolut verspielten Tag, in dem ich säe und ernte ;-)

Naja, zwischendurch "arbeite" ich schon auch real etwas - aber eigentlich stimme ich mich drauf ein, dass ich es noch diese Woche schaffe, mir das nächst grössere Haus zu leisten - im Spiel - und dem entsprechend dann auch am 20.09.2009 mein neues Knusperhäuschen in meinem Besitz sein kann.

Für mich ist das Spi8el eine Metapher - eigentlich 2 - einerseits bewirtschafte ich in FarmVille eine Ranch - die mein Haus und das neue Knusperhäuschen darstellt - und in FarmTown gibt es nur die Plantage, ohne Schnickschnack - nur Felder und Bäume - und ein paar wenige Tiere - das repräsentiert dann die anderen Grundstücke, die ich auch noch haben mag :-)

Und in beiden Spielen "wächst" mein Besitz - wie auch das Vertrauen wächst, dass ichs real umsetzen kann, was ich virtuell grad erlebe. Und es geht nicht nur um Besitz - sondern auch um Gemeinschaft - um die zwischenmenschliche Hilfe - das beschenken und beschenkt werden - die nachbarschaftliche Hilfe - das fühlt sich virtuell schon genial an - und ich freu mich auch drauf, auch das immer öfter und intensiver auch real zu erleben.

Dienstag, 14. Juli 2009

Spielchen spielen

Gibt noch ein paar Themen, die mich seit einiger Zeit begleiten - und die ich mal wieder irgendwie ausformulieren möchte. Da gibts das Thema - bewusst Spielchens spielen - auch mit und bei Menschen, die einem mehr bedeuten.

Ich könnts auch mit den Drama.Spielchens in Verbindung bringen - aber diesmal gehts mir nicht unbedingt darum, ein Drama zu initiieren - oder daraus wieder aus zu steigen - sondern generell darum, andere Menschen bewusst zu manipulieren.

(Mehr über Dramen nach zu lesen - von mir - im Netz - in meinen Buch.Blogs
Seelenheil - Lösung systemischer und karmischer Verstrickungen
Familiendramen
All.Parteilichkeit
Mein Freund KU - bewusste Arbeit mit dem UnBewussten
spiegeln und projezieren
Weltbilder bilden Welten - von Don Quijote bis Pippi Langstrumpf
Drama-Spiele
geheimnisvolle Alltags-Dramen
Lösung des inneren Dramas)

Wir haben schon real einige Male darüber diskutiert - meine Einstellung - ok, wenn mal was "passiert" - unbeabsichtigt und nicht bewusst provoziert - was vom Gegenüber als Spielchen aufgefasst wird - soll vorkommen.

Ich glaub, hat auch viel mit der jeweiligen inneren Einstellung zu tun - und da beziehe ich mich jetzt auch aufs "spiegeln und projizieren" - wenn ich glaube, jemanden bewusst etwas vormachen zu müssen/können/wollen, dann bin ich nicht mehr bei mir, sondern initiiere eben etwas, was entweder ein Spielchen - oder eine Drama.Einladung - ist.

Klar hat mein Gegenüber jederzeit die Möglichkeit, nicht darauf einsteigen zu müssen - aber wenn ich weiß, dass ers einfach automatisch tut - indem sie/er auf das re.agiert, was ich initiiere, dann wirds für mich zur Manipulation.

Also jetzt mal so "in freier Wildbahn" - im Coaching.Kontext ist es oftmals sehr wohl hilfreich, ab und an etwas zu "initiieren" - wobei es auch da nicht unbedingt sein muss :-)

Da kommt jetzt eben auch noch dazu, ob ich mein Gegenüber irgendwo mit rein ziehe, wo ich vorweg schon vermute, dass es ihm nicht unbedingt gut tut - oder ihn zu Höchstleistungen ansporne - immer mit Rücksicht darauf, ihn nicht zu über.fordern.

Und dann kommt natürlich auch wieder dazu, dass das, was ich als meine grenzen definiert habe - nicht unbedingt auch das sein muss, was den Empfindungen meines Gegenübers entspricht - d.h. kann durchaus sein, dass ich da auch irgendwie falsch liege in meinen Vermutungen - daher plädiere ich auch dafür, immer wirklich hin zu schauen, wie das Ggegenüber re.agiert.


Angefangen drüber nach zu denken hab ich, als mir bewusst wurde, dass ich mir vor einiger Zeit einen Partner "bestellt" hatte, mit dem ich eben keine Spielchen spielen brauche, weil wir uns einfach verstehen und ergänzen.

Und seitdem ist es eben immer wieder Thema - und irgendwie ist mir zwischenzeitlich eben klar geworden, dass es schon auch immer wieder mal "passiert" - aber für mich persönlich schliesst sich Partnerschaft und diese bewussten einseitigen Spielchens aus.

Schon - bewusste und abgesprochene - ev. auch lust.volle Spielchens - aber nicht diese bewusste Manipulation - das Drücken von Knöpfen, um beim Gegenüber das zu bewirken, was man von ihr/ihm haben möchte.

Das "passt" für mich einfach nicht mit dem zusammen, was ich mir unter Partner.schaft - in welchem Bereich auch immer - vorstelle. Ich habs letztens auch meiner Freundin so gesagt - wenn ich jemanden liebe, bemühe ich mich, darum, immer offen und ehrlich zu agieren - sobald ich beginne, Spielchens zu spielen, zweifle ich an meiner eigenen Kongruenz :-)


Wahrscheinlich bin ich auch einfach milieugeschädigt ;-)

Schliesslich hab ich die komplette NLP.Ausbildung nicht nur absolviert, sondern auch assistierenderweise noch ein zweites Mal durchlaufen - und ich hab auch noch die natürliche Veranlagung eines reinrassigen Skorpions, um eben genau derartiges meist schlagartig zu erkennen.

Wobei sich ja jetzt auch die Frage stellt - ab wann bezeichnen wir - oder eben ich - etwas als "Spielchen"?

Ich würds so definieren - Spielchen ist, wenn ich die Schwächen meines Gegenübers bewusst ausnutze, um etwas von ihm zu bekommen, was allein meinem eigenen Wohl dient - ohne Rücksicht auf seine Gefühle und seine Bedürfnisse zu nehmen.

Wenns von Beginn an klar ist, wo die jeweiligen Grenzen verlaufen - und beide diese respektieren - ok - wenn sich dann einer der beiden selbst was vormacht - dessen Problem.

Aber ich persönlich träume halt noch immer von einer gleichwertigen Partnerschaft - in allen Bereichen des Lebens - und ab und an gelingt es auch ganz gut, dass sich wirklich gleich.wertige Partner.innen finden, die einen Teil ihres Wegs gemeinsam gehen.

Keine Ahnung, obs irgendwer nachvollziehen kann, worums mir geht - mir fallen auch grad keine Beispiele ein, die es wirklich klarer machen würden - ist halt einfach grad eines meiner ureigensten persönlichen Themen.

Samstag, 11. Juli 2009

Klein sein

Hatte grad mal wieder en Aha-Erlebnis, welches ich gerne - mit allen, die es interessiert - teilen möchte.

Mir ist ja schon seit langem bewusst, dass es aus systemischer Sicht eine gewisse Ordnung gibt, die beachtenswert ist, wenn ich mir selbst das Leben nicht allzu schwer machen möchte.

Innerhalb dieser Ordnung gibt es eben gewisse Positionen, welche unterschiedliche Qualitäten haben. Wenn ich jetzt von mir als Person ausgehe, dann bin ich - wenn ich die "gute Ordnung" einhalte:

==> meinen Eltern gegenüber "die Kleine"
==> meinem Partner gegenüber gleich.wertig
==> meinem Kind gegenüber "die Große"

So weit - so gut - ist mir seit Jahren bewusst - und habe ich auch schon einiges an mir und meiner Einstellung gearbeitet, damit ich diese natürliche Ordnung wieder her stellen kann - doch wirklich "klick" hats grad erst in der Badewanne gemacht.

Ich hab da vor einiger Zeit ein Ritual "er.funden", mit dem ich es auch ohne echter Aufstellung geschafft hatte, mich meinen Eltern gegenüber klein zu fühlen - also eigentlich ist es einerseits ein Ritual und andererseits eine Metapher.

Zuerst zur Metapher - hinter meinem Haus stehen 2 große Fichten, welche ich symbolisch als Repräsentanten für meine Eltern "adoptiert" habe - d.h. wenn ich mal wieder in eine anmaßende Haltung komme - stelle ich mich vor diese beiden riesigen Bäume - und bin schwupps wieder - die Kleine.

Auf der anderen Seite geht es bei dieser Positionierung auch darum, von den Eltern "nehmen" zu können - die Liebe zu spüren, die von Anbeginn der Menschheit - durch alle bisher gewesenen Generationen fliesst - um im Endeffekt dann in mir - bzw. auch in jeder/m von uns - als Krone der Schöpfung zu Tage tritt.

Schön und gut - aber was, wenn diese Liebe im realen Leben nicht spürbar ist - wenn da eben "nix rüber kommt" - von einem oder beiden Elternteilen? Naja, hab ich auch schon gelernt, schaue ich auf deren Eltern - und anderen Ahnen - irgendwoher kommt immer die Liebe, die Mensch zum über.leben braucht.

Oder auch - mein Ritual - ich lege mich in eine wohlig warme Badewanne - mit viel Schaum - so richtig kuschelig - stelle mir den Elternteil, mit dem ich "arbeiten" will vor - bitte darum, dass er mich in den Arm nimmt und festhält - und genieße diese wohlige Wärme so lange, bis es mir wieder besser geht.

Ok - so weit so gut - in letzter Zeit hatte ich wieder mal einigen emotionalen Stress - und dabei schon bissale was erkannt und integriert, bzw. aufgelöst - aber irgendwas fehlte noch.

Und da heute das Stichwort "Klein sein" mich förmlich angesprungen war, dacht ich - mach mal wieder "mein Ritual" - und lass mich von meiner Mutter "halten" - während ich in der duftenden und wohlig warmen Badewanne liege.

Hatte ich gedacht - hats aber nicht gespielt - irgendwie schaffte ich es nicht, mir vor zu stellen, dass meine Mutter neben mir steht - statt dessen hatte ich das Gefühl, dass meine Brüder hinter mir stehen - und auf einmal floss ein derartiger Energiestrom durch meinen Körper, dass ich einige Minuten mal wieder nur geheult hab - diesmal nicht aus Verzweiflung, sondern einfach, weil es voll schön und grenz.genial war.

Mir ist schlagartig bewusst geworden, dass ich bisher wirklich nie eine gleich.wertige Partnerin sein hab können, weil ich eben doch noch diese Umarmungen von meinen Partner gebraucht habe - dachte ich.

Aber brauch ich nicht - das, was ich wirklich brauche - ist das Bewusstsein, von meinen Brüdern "die kleine Schwester" zu sein - war ich immer - und werd ich auch immer bleiben. Ich brauch auch ihnen gegenüber nichts beweisen - oder eben "gross sein wollen" - sie lieben mich auch - oder grad deshalb - weil ich eben "die Kleine" bin.

Ich hab mich auch erinnert, wie es damals war, als ich in der Ausbildung das erste Mal auch wirklich meine Brüder in der Auf.Stellung berücksichtigt hatte - wir haben einfach die Familie nach.gestellt - die Eltern in Form von realen Personen - und die Geschwister mit Sesseln.

Damals wurde mir das erste Mal bewusst, dass ich kein Einzelkind bin - sondern immer die kleine Schwester sein darf - und ewig bleiben würde.

Hintergrundinfo - meine Brüder waren 7 und 11 Jahre älter als ich - und waren aus 1. Ehe meiner Mutter. Als ich 8 war zerstritt sich der ältere mit meinen Eltern und wir hatten eigentlich keinen Kontakt mehr zu ihm - und als ich 13 war starb der jüngere der beiden bei einem Autounfall - d.h. ab 13 wuchs ich sozusagen - in meinem unbewussten Bild meiner Familie - als Einzelkind auf.

Ich hatte danach lange gedacht, dass ich meinem Bruder hab nachfolgen wollen - und daher sein Leben gelebt hatte - ich war nie wirklich "weiblich" - trug immer Jeans und Jeanshemd - und hatte (und habe wahrscheinlich noch immer) sehr männliche Denkweisen und Denkstrukturen.

Doch zwischenzeitlich weiß ich auch, dass es da noch einen Sohn gibt - keine Ahnung, ob real oder als Wunschgebilde - Fakt ist - im System wollte dieser Sohn gesehen werden - bzw. hatte ich es mir auf meine Fahnen geheftet gehabt, mich mit ihm zu identifizieren - und sein Leben zu leben.

Das wurde mir vor 2 jahren bewusst, als dieser Mann auf einmal in einer "kleinen Intervention" auftauchte - und wir uns einfach mal ne halbe Stunde nur in den Armen lagen - und sich danach mein Leben grundlegend veränderte.

Ich war endlich als Frau verfügbar - in dem Wissen, dass dieser Bruder jetzt auch gesehen wird - von mir und von meinen Nachkommen - er hat einen Platz in meinem Herzen - und auch in meinem System.

Und seit heute habe ich meine 3 Brüder auch in meinen metaphorischen Wald eingebunden - es stehen 3 Fichten hinter denen, die schon immer meine Eltern repräsentierten - und es wächst auch noch eine kleine Fichte ganz in der Nähe des Hauses - und das bin jetzt ich - die Kleine - in bezug auf meine Brüder und meine Eltern.

Ich fühl mich mal wieder wie ausgewechselt - die Depression der letzten Tage ist schlagartig vorbei - ich fühle mich absolut frei und beschwingt - und ich "fühle" föärmlich, wie meine Brüder hinter mir stehen - und mich nicht nur beschützen und liebevoll auf mich schauen - sondern ich "fühle" auch, dass ich mir jetzt endlich wirklich dort die manchmal so dringend benötigte Liebe holen kann.

Jetzt bin ich wirklich frei, um einen Parnter als Frau zur Verfügung zu stehen - ich projiziere nicht mehr die Emotionen der kleinen Schwester - oder des Kindes - in ihn hinein - er darf seinen Platz an meiner Seite einnehmen - hinter mir stehen meine Brüder und meine Eltern - die Großen - und vor mir steht meine Tochter - die Kleine - die ihren ureigensten Weg gehen darf und soll.

amama pau - so sei es