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Sonntag, 31. März 2013

österliche Spinnereien


Ja - ab und zu muss ichs auch zulassen - in meine Emotionen zu kippen und mich auf eine Fahrt in meiner emotionalen Achterbahn zu begeben.

Hatte ich schon mal erwähnt, dass ich reale Achterbahnen hasse? Ok - die emotionalen sind auch nicht besser - für mich - aber auch die bekomme ich wieder in den Griff - habs immer wieder geschafft, von solchen Horrortrips runter zu kommen :-)

Diesmal isses zwar etwas heftiger und hartnäckiger - hält immerhin schon den 4. Tag an - mit ungebremster Heftigkeit -  aber schaun ma mal, dafür gibts ja auch diesen Blog hier - um die Energien zu bündeln - zu kanalisieren - in Bahnen zu lenken, die zielführender und befriedigender sind - als sich im Hier und Jetzt anderen Süchten zu ergeben.

Eine neue Liebe = trotzdem das alte Leben = die alten Muster.
In meinem Leben gibt es eigentlich immer wieder nur 3 Arten von Männern:
  1. Die, die mir nach dem ersten Sex ihre Liebe gestehen - denen muss ich dann leider meist nach kürzester Zeit schon die Tür vor der Nase zuknallen und absperren, weil sie einfach nicht kapieren, dass ich mehr brauche als "nur Sex".
  2. Die, wo von Beginn an eine gewisse Nähe und Vertrautheit herrscht, wo ich mir mehr mit ihnen vorstellen könnte - dies auch kommuniziere - und meist dann höre - "ich schätze dich als Mensch und Frau - aber ansonsten - igiit - ich steh auf junge knackige Modelltypen" (bissale überspritzt formuliert) - die aber trotzdem fallweise dann zu guten Freunden werden können - also richtig guten Freunden - naja, eigentlich sinds nur 2, wo wir letztendlich auch diese Kurve gekratzt und eine neue Art von "Beziehung" hin bekommen haben ;-)
  3. Die, die mich faszinieren und nie wieder los lassen - denen ich immer wieder über den Weg laufe - die mein Herz berühren - bis in die tiefsten Tiefen meiner Seele vordringen - aber letztendlich doch nicht die Bereitschaft habe(n), diese eine Grenze zu überschreiten um uns beiden lustvolle Freuden erleben zu lassen - die teilweise genauso im "Hirnwixen" verfangen sind wie ich - und daher niemanden weh tun wollen - ausser sich selbst.
Beispiel 1:
Ein ganz tolles Beispiel für die letzte Gruppe war ein lieber Bekannter - wo es von der ersten Sekunde an voll geknistert hatte - wo die Funken stoben, wenn wir uns berührten - auch, wenn wir uns nur ganz hochoffiziell die Hand reichten bei ner Begrüssung - wo es ganz offensichtlich war - für ihn und für mich - dass da einfach "mehr" zwischen uns ist als Freundschaft - wo wir einige kurze Augenblicke lang zuließen  dass wir die Umwelt vergessen konnten - es aber nie "zum Äußerten"  hatten kommen lassen - irgendwie kehrte letztendlich immer zeitgerecht wieder "die Vernunft ein" in unserem Leben.

Einmal hatten wir eine echte und ernsthafte Aussprache und er erklärte mir, er könne nicht mit mir Sex haben, weil er mit meinem Mann befreundet sei - mein Argument, wenn alles ok wäre, hätte er eh keine Chance, ignorierte er - letztendlich trafen wir uns nach meiner Scheidung nochmals - von meiner Seite aus wirklich ohne jegliche Hintergedanken - und da bekam er glasige Augen und meinte, dass die Entscheidung, sich nicht auf ein UNS ein zu lassen möglicherweise doch die falsche war - zu dem Zeitpunkte meinte ich dann allerdings nur mehr - "Sorry, aber das hättest dir früher überlegen müssen."

Also "es" wird schon wieder besser - auch für mich - und in mir - aber diese grad genannte Situation zog sich schon über ewige Zeiten, weil irgendwie kannte ich ihn schon als junge Frau - damals hatte ich mich voll verknallt - in einen neuen Arbeitskollegen meines Vaters - und Jahre später traf ich ihn dann eben durch meinen Ehemann wieder - und das, was zu Beginn da war, flammte auch sofort wieder auf - und brauchte lange Zeit, um wieder zu verlöschen.

Beispiel 2:
Ich würde ihn jetzt einfach mal "meine große Liebe" nennen - und ich gebs zu, auch das ist letztendlich Geschichte - hab ich erst vor Kurzem wieder mal fest gestellt, weil wir uns "zu.fällig" wieder mal gesehen hatten.

Ihn lernte ich nach meiner 1. Scheidung kennen - und lieben - es war pure Lust und Leidenschaft - er war über Jahrzehnte hinweg der einzige Mann, bei dem ich mich beim Sex auch wirklich hab fallen lassen können - bei ihm war mir nie wichtig, ob ich nen "guten Eindruck" mache - mich nie bemühen brauchte, das Denken aus zu schalten, sondern es "passierte" einfach - immer und immer wieder.

Unsere erste lustvolle Zeit war zwischen 1. und 2. Ehe - und letztendlich zog er sich dann irgendwann zurück und ich lernte meinen 2. Mann kennen. Einer der beiden Freunde, die aus anderen Konstellationen resultieren meinte Mal - "könnte es sein, dass du dich mit der 2. Wahl zufrieden gegeben hast, weil die 1. nicht erreichbar war?" Ich konnte nicht wirklich widersprechen *zugeb*

Ok - meine große Liebe - für viele Jahre - allerdings wirklich nur fallweise - so 4 - 6 x pro Jahre eine leidenschaftliche Nacht, die dann wieder einige Zeit der Ruhe bedingte - und ich hatte ja auch noch ein Leben außerhalb der Liebe. Wir sahen uns auch nach meiner 2. Hochzeit immer wieder mal - im Kreise der Familien(n) - so bei offiziellen Events, wo man sich halt immer wieder mal über den Weg läuft.

Nach 7 Jahren Ehe "passierte" es dann allerdings neuerlich - wir kamen uns auch sexuell wieder näher - und verbrachten die nächsten 7 Jahre in einer ähnlichen (Nicht)Intensität wie vorher - also Intensität schon, wenn wir zusammen waren - aber wir waren eben nicht allzu oft zusammen. Und als er sich wieder von mir zurück zog, kam dann auch mein 3. Ehemann ins Blickfeld - so zwegen 2. Wahl wärs wieder mal gewesen ;-)

Vor 2 Jahren im Sommer rief er mich plötzlich an und fragte, wem das rote Auto vor meiner Haustür gehören würde - ich meinte - "mir, aber woher weißt du, welches Auto vor meiner Tür steht?" Er stand daneben - war spontan auf die Idee gekommen, mich besuchen zu wollen - wir tranken Kaffee und plauderten bissale - und letztendlich deutete er an, dass er eigentlich an mehr interessiert wäre, ich aber keine Zeit hatte, weil Besuch angesagt war.

Naja, war trotzdem ne intensive und befriedigende Stunde - und ich kippte wieder die den emotionalen Zustand, dass ich mich gefreut hätte, ihn öfter wieder zu sehen - und zu spüren - und ...... Aber er distanzierte sich wieder - ich schau mirs fallweise an, ob ich noch drinnen hänge - und ich stell immer mehr fest - ich kann eigentlich froh sein, dass es keinen 3. Aufguss gegeben hatte - und ja, auch da bin ich end.gültig raus - nach langen Jahren der Selbstzerfleischung ;-)

Beispiel 3:
tja, frau kanns einfach nicht lassen ;-(
Wobei - hätt ichs verhindern können? Oder ist es einfach meine Bestimmung, mich mit Männern zu umgeben, die ich teilweise sogar bewundere und anbete - und die letztendlich doch nie wirklich als meine Partner zur Verfügung stehen werden oder können oder wollen?

Wobei ich ja eh keine Beziehung im klassischen Sinn mehr möchte und bräuchte - mir würde ja zB so etwas genügen, was ich beim Beispiel 1 haben hätte können, wenn er nicht zu viel drüber nachgedacht hätte, dass er das (s)einem Freund nicht antun könnte - oder das, was in Beispiel 2 dann tatsächlich gelaufen war.
Ich gesteh, ich bin da grad in nem ganz heftigen Zwiespalt - auf der einen Seite bin ich mir sicher, dass es da grad wieder genauso anfängt wie mit diesen beiden anderen Männern, die einen großen - und auch langzeitigen - Stellenwert in meinem Leben hatten.

Und auf der anderen Seite das Wissen darum, dass ich - wenn ich meine Überzeugungen auch weiterhin leben möchte - sowieso keine Chance bekommen werde, mich und meine Gefühle und meine emotionale Achterbahn - demjenigen gegenüber zu outen, den es betrifft.

Also ich könnt jetzt schon her gehen und ihm das alles erzählen, was mich so sicher macht, dass er mehr für mich bedeutet als nur irgend ne Episode - oder auch das, woraus dann letztendlich Freundschaft wurde. Auf der anderen Seite bin ich mir aber auch nicht sicher, obs wirklich die emotionale Achterbahn ist wie bei den beiden anderen - oder einfach nur, weil er mir gemäß der Human Design Matrix gut tut - oder auch, obs von meiner Seite wirklich wieder frei und unbelastet wäre - also keine 2. Wahl - wobei das kann ich eigentlich ruhigen Gewissens ausschließen - an meiner "großen Liebe" reizt mich aktuell grad so wirklich gar nichts - ich will auch gar nicht mehr in seiner Nähe sein, bzw. die Zeit ausweiten, in der wir uns sehen.

Der Körper sagt - er isses - endlich - der Kopf sagt - nie und nimmer - spielts nicht, bildest dir nur mal wieder ein. Der Körper möchte ihn nicht auslassen, wenn wir uns flüchtig umarmen - der Kopf sagt, es kann und darf nicht sein, einfach in seinen Armen liegen zu bleiben und seine Nähe zu genießen. Der Körper sagt - zeig ihm, dass du ihn liebst und begehrst - der Kopf sagt - nicht schon wieder son Sch..... - lass es einfach bleiben und konzentrier dich auf die wirklich wichtigen Dinge des Lebens.
Tja - Ostern halt *lach* - ich geh wieder schlafen ;-)