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Dienstag, 22. Juni 2010

los.lassen

Los.lassen - ein grosses Thema - immer und immer wieder - und jetzt ganz besonders.

Dinge, die einen belasten sollte man los.lassen

sagen die Einen

Los.lassen geht nicht, man kann die eigenen Schatten nur annehmen und integrieren, um sie auf zu lösen

sagen die Anderen

Ich frag mich halt immer wieder - und wer hat recht?

Meiner Meinung nach ist es nicht ein entweder/oder sondern ein sowohl/als auch - die eigenen Schatten anschauen - annehmen - als zu sich selbst gehörend akzeptieren - aber dann loslassen von der Idee, sich weiterhin dran klammern zu müssen - oder auch, sich dran zu klammern, sie loslassen zu müssen - was ja noch viel kontraperoduktiver ist, als sie einfach zu behalten :-)

Klar, ist grad nachhaltig mein Thema - nach den Ereignissen der letzten Wochen stecke ich mitten drinnen - auf der einen Seiten war es der unselbständige Job, wo ich mich echt bemüht hatte - mich reingekniet hatte - dabei meine selbständigen Sachen nachhaltig zurück geschraubt habe.

Dann die Erkenntnis - geht sich nicht aus - unselbständig verdien ich zu wenig um überleben zu können - Kredit änderung beantragt - ist im Laufen - mitten drin Kündigung seitens Dienstgeber - ehrlich gesagt, doch etwas überraschend für mich.

Ok - dacht ich - ist die Entscheidung - der Job war das, was los zu lassen war - knie ich mich wieder in die Selbständigkeit - Irrtum sprach der Igel und stieg von der Drahtbürste - solange ich SVA-pflichtversichert bin hab ich keinen Anspruch auf Arbeitslose.

Und mit der extrem reduzierten Selbständigkeit hab ich keine Chance aufs Überleben - und so schnell läufts nicht wieder an, dass es sich auch nur irgendwie ausgehen könnte.

Nächstes Thema - aus der SVA-Pflichtversicherung komm ich nur, wenn ich die Gewerbescheine zurück gebe - was jetzt aber heisst, dass ich dann seitens des Verlages keine weiteren der noch da lagernden ca. 3000 Bücher verkaufen darf - und ausserdem steck ich in 2 Vertriebsverträgen mit jährlicher Kündigungszeit.

Also - was tun?

Kreditaufwand fürs Haus ist schon im Laufen, dass die Kosten auf ca. die Hälfte reduziert werden können - welchen Luxus leiste ich mir noch?

Auto - Leasing - ich verabschiede mich von meinem schwedischen Eisbären - und schau, wie ich aus dem Vertrag raus komme - nur mit Defiziten - und dann hab ich noch immer keinen anderen fahrbaren Untersatz - und das geht überhaupt nicht.

Nächste Überlegung - neuen Leasingvertrag - wieder mal Kosten auf weniger als die Hälfte reduziert. Und vom Sprit her erspar ich mich überhaupt auch ein kleines Vermögen, wenn ich nicht mehr täglich ins Nachbarbundesland fahre.

Was hat das alles jetzt mit los.lassen zu tun?

Ich bin seit 1995 selbständig - hab mich immer mehr schlecht als recht über die Runden gebracht - und wollt dann eben voriges Jahr endlich mal etwas, wo ich ein fixes Grundeinkommen habe - und nebenbei trotzdem weiter selbständig bleiben.

Aus meiner Sicht gesehen funktionierte es ja auch nicht schlecht - aber trotzdem eben anscheinend nicht gut genug. Und jetzt steh ich vor nachhaltigen EntScheidungen, die jetzt wirklich mein ganzes bisheriges Leben durch einander würfeln.

Dachte ich nach meiner letzten Scheidung, dass dies jetzt ein Neubeginn gewesen sein könnte - so weiß ich jetzt - das war nur ein kleines Vorspiel auf die wirklich grossen EntScheidungen.

Und es ist - für mich - grad ein absolutes Los.lassen von allem, was mich seit Jahren irgendwie festhält und einengt. Ich habe in den letzten beiden Wochen mit den Gedanken gespielt, wirklich alles neu zu beginnen - und dann beschlossen, das, was zu mir gehört, wird mir trotz allem bleiben.

Da war jetzt mal das Haus - ich habs damals bei der Scheidung übernehmen können - ich kann jetzt nochmal den Kredit ver.ändern - dadurch löse ich mich von allem, was mich noch mit meinem Letzt.Ex verbindet - dachte ich.

Stimmt nicht - es gibt noch etwas, was ich von ihm übernommen habe - und seither mitschleppe - der Verlag. Ich hätte ihn "freiwillig" nicht aufgegeben - hätte weiterhin die Kammerumlage bezahlt und mir die beiden Vertriebe geleistet - naja - wenn dajetzt nicht die Sache mit der Arbeitslose wäre.

Und da komm ich jetzt wieder zurück auf die Ausgangssätze - erst, wenn ich erkenne, was ich an Altlasten mit mir rum schleppe - und hinterfrage, wie viel Sinn die wirklich noch machen - erst dann kann ich sie los.lassen.

Für mich stellte sich die Frage nicht, den Verlag auf zu geben - damals - ich hatte ihn ja schon vor der Scheidung übernommen, um ihn zu retten - und ihn dann behalten, weils eben noch tonnenweise Bücher gibt.

Aber es war nie mein Verlag - es war immer der meines Letzt.Ex - und ich schleppe diese Leiche mit mir rum und mach mir dadurch das Leben unnötig schwerer. Keine Ahnung, ob ich da jetzt aus den Verträgen raus komme - aber ich werde per Ende Juni den entsprechenden Gewerbeschein zurück geben.

Gleichzeitig gege ich auch die Eventagentur auf - die war eh auch nie wirklich ins Laufen gekommen.

Den einzigen Schein, den ich mir noch etwas behalte ist der IT-Dienstleistungen, weil da muss ich noch einiges machen und abrechnen. Ob ich den ganz zurück geben muss - oder ob es riecht, ihn ruhend zu stellen, werde ich diese Woche noch erfahren.

Auf jeden Fall ist bei mir zur Zeit alles nachhaltigst im Umbruch - und dann bekomme ich gestern eine private Nachricht auf facebook, wo u.a. zu lesen ist

Es ist jetzt die nächsten 8 Tage die Zeit, freiwillig alles Alte loszulassen das deiner neuen Bewusstseinsfrequenz nicht mehr entspricht. Das heißt nicht, dass du radikal nun alles in den nächsten 8 Tagen abschließen musst, so dass es im Außen sichtbar wird. Der innere Schritt ist von größter Bedeutung.

Und den hab ich gemacht ;-)

die EntScheidung ist getroffen - trotz einiger durchwachter Nächte und massenhaften Grübeleien, ob es doch noch eine andere Lösung geben könnte - gibts nicht, das einzig Sinnvolle ist:

==> Gewerbescheine weg
==> Arbeitslos melden, sobald die EDV-Gschichteln abgeschlossen sind
==> Komplett neu beginnen

Was bleibt ist das Haus und das Auto - und hoffentlich der Großteil der Freunde.

Donnerstag, 3. Juni 2010

Sperrmüll ent.sorgen

Einfach grenz.genial - nach einer langen Loslass.Nacht muss ich mal wieder eine Erkenntnis mit euch teilen, weils einfach grenz.genial ist.

Ent.sorgen

Geiler Begriff - nicht wahr?

Nicht nur metaphorisch betrachtet, sondern auch ganz pragmatisch gesehen - wenn ich etwas ent.sorge, was mich schon seit geraumer Zeit be.last.et, dann kann ich danach wieder frank und frei durchs Leben schreiten.

Wobei ichs mir in meinem konkreten Fall jetzt wieder mal viel zu lange gegeben hab, mich mit diesem Sorgen.Rucksack selbst zu belasten - aber egal - ich lieb mich trotzdem - auch, wenn ich meine emotionale Maso.Ader mal wieder nachhaltig ausgelebt hab.

Konkret - wir haben - 2001 - als wir das Haus gekauft hatten - damals einen endfälligen - 2018 - Yen.Kredit abgeschlossen - meine definierten Milz- und Sakralzentren (lt. Human Design Matrix) haben zwar nachhaltig Polka getanzt, aber damals hab ich meinem Verstand noch zugebilligt, dass er der gscheitere von meinen inneren Autoritäten ist.

Kurz und gut - ich hab mich absolut nicht wohl gefühlt - weder mit der Endfälligkeit - noch mit dem Yen - noch mit der fondsgebundenen Lebensversicherung als Ansparung für die Kredittilgung - dann - irgendwann.

Aber - die Idee war vom damaligen Versicherungsmakler meines Vertrauens - und wurde unterstützt von meinem unternehmensberatenden Ehemann - mein logischer Verstand gewann gegen mein grummelndes Bauchgefühl.

Einige Jahre später - ich wechselte den Versicherungsmakler - aus unterschiedlichen Gründen - der neue meint - das geht sich sicher nicht aus - wir brauchen eine zweite fondsgebundene Lebensversicherung - mein Bauchgefühl schlägt Purzelbäume - ich unterschreib trotzdem - weil - und überhaupt - Verstand - eh schon wissen - blablabla.

Aber - wir wechseln von Yen in den schweizer Franken, weil wir da Kursgewinne lukrieren können.

2008 - Scheidung - ich behalte das Haus - und den Kredit - wage den nächsten Versuch - ich möchte umsteigen - auf einen ganz gewöhnlichen Euro.Abstattungs.Kredit - aber - bedenken sie doch den Kursverlust - und wenn sie die Versicherungen vor Ablauf der 10 Jahre zurück kaufen, zahlen sie 11 statt 4 % Versicherungssteuer - der Verstand ent.scheidet, alles so zu belassen, wie es ist.

Ich beantrage Versicherungsnehmerwechsel für die beiden fondsgebundenen Lebensversicherungen - der nächste Schock - mein Ex bleibt die versicherte Person - kanns jetzt aber nicht sein - wenn er stirbt gehört das Haus mir - wenn ich sterb, ist es mir zwar egal, aber die Bank kann bis 2018 wartenm, bis sie Geld sieht.

Das Bauchgrummeln steigt ins Unüberhörbare - aber ich kenn mich ja schon - 3x nicht hören - erst beim 4. Mal dann ;-) wobei das jetzt noch zum 3. Mal Kredit gehört - war ja zeitgleich mit der Idee, um zu stellen.

Zusammenfassung - mir liegen sowohl der end.fällige Kredit als auch die fondsgebunden Lebensversicherung seit 2001 im Magen - seit 2008 jetzt auch noch die Tatsache, dass mein Ex die Versicherte Person für die Absicherung meines Kredites ist - rein vom energetischen Standpunkt her ist das - für mich - ziemlich heftig.

Ok - vor einiger Zeit dann der große Schock - mein Ex zieht die Versicherung von seinem neu gekauften Auto von meinem (unserem alten) Konto ein - ich krieg die Krise - überleg, die Bank komplett zu wechseln, alles neu zu machen - und auch endlich den blöden Kredit los zu werden.

Meine Freundin bremst mich ein - erwähnt die ganzen Gebühren für neuen Kredit und so - bestärkt mich aber darin, dass ich schon irgendwas tun sollte, wenns mir nicht gut damit geht.

Wir rechnen einige Varianten durch - und ich entscheide mich - na klar, für das einzige, was ich eh immer schon wollte - einen ganz normalen Kredit, wo ich monatlich seh, dass er weniger wird.

Ich fordere Anfang April mal die Rückkaufwerte der Versicherungen an - lasse sie dann aber wieder liegen - weils grad beruflich etwas hektisch ist - oder auch einfach nur, weil ich mir den emotionalen Stress einfach noch etwas geben wollte.

Emotionalen Stress - weil durch die Aktion meines Ex - und vor allem auf seine Re.Aktion darauf, dass ich wagte zu erwähnen, dass ich sicher nicht bereit bin, seine Versicherung zu bezahlen - die Versuchung schon groß war, mir zu überlegen, wie schön es wäre, wenn das Haus endlich mir gehören würde ;-)

So Aussagen wie - schick ihn doch endlich zum Teufel - änderten nicht viel an meiner emotionalen Zerrissenheit - aber dauerte jetzt halt doch noch fast 2 Monate, bis ich den Schritt einfach machte.

Nein, ich hab ihn nicht gekillt - ich war bei der Bank und hab denen gesagt, dass mir jetzt Kursverluste und Gebühren egal sind - ich will da raus - die letzte Verbindung zu meinem Ex für immer und ewig kappen - und endlich wirklich nur mehr für das die Verantwortung übernehmen, was meins ist - einen ganz gewöhnlichen Kredit.

Ich gestehe - allein der Auftrag, die Versicherungen zurück zu kaufen hat mich absolut ent.spannt und ent.sorgt - ich fühle mich schlagartig leichter und freier - be.freit von dem Zwang, ja nix Böses denken zu "dürfen".

Ja - hat mich wirklich Überwindung gekostet, trotzdem relativ cool zu bleiben - also jetzt bei dem Gedanken - da zieht wer eineinhalb Jahre nach der Scheidung - und nachdem er keine Zeichnungsberechtigung mehr auf diesem meinem Konto hat - einfach ein - und keiner denkt sich was dabei.

Und seine Antwort - wenn ich wissen will, warum seine Versicherung von meinem Konto einzieht, muss ich "unseren" Versicherungsmakler fragen - war dann noch die Krönung - nmaja, gab noch ne Zusatzbemerkung, die ich mir hier jetzt aber spar, sonst wirds doch wieder emotional ;-)

Weil, da dieser Versicherungsmakler damals ein halbes Jahr lang nicht fähig war, die alte Risikoversicherung (€ 94,5/Mon) zu kündigen - obwohl er ne neue (€ 87/Jahr) für mich gemacht hatte - und auch bei den fondsgebundenen einige Verzögerungen gab, die mir einiges an Geld gekostet hat, was einfach futsch ist - hab ich denselben vor über einem Jahr die Vollmacht entzogen.

Naja, ich habs einfach nicht sehen wollen, dass ich mir auch das selbst machen sollte - oder eben, das tun, was meinem Bauchgefühl zusagt. Achja, der Rückkauf meiner Versicherungen hat noch nen Vorteil - beide meiner Exversicherungsmakler verdienen ab sofort keinen Cent mehr an mir.

Noch ein kleines Detail am Rande - bezüglich Exversicherungsmakler - ich hatte bei dem auch nen Bausparvertrag abgeschlossen gehabt - mit Autobahnvignette als Geschenk - und als ich dann absolut kein Geld mehr hatte - weil ich monatlich fast €100 zum Fenster raus warf, weil ich mir 2 Ablebensversicherungen gleichzeitig leistete - hab ich den letzten Notgroschen auch noch aufgelöst - diesen Bausparvertrag.

Und dann kam nach einem halben Jahr ein Schreiben meines Exversicherungsmaklers, dass er das Geld für die Autobahnvignette zurück fordert, weil im Vertrag ja drinnen steht, bei vorzeitiger Auflösung muss die zurück gezahlt werden.

Stimmt - ist korrekt - aber - ganz ehrlich - dies war auch ein Zeitpunkt, wo ich ernsthaft überlegte, mich mal bei nem Rechtsanwalt zu erkundigen, was ich mir von dem allen zurück holen kann, was er im Jahr meiner Scheidung verbockt hatte - ich habs ja sogar schriftlich, dass er "drauf vergessen" hat, meine Versicherung zu kündigen.

Und ich hatte bei der Autoversicherungsgeschichte überlegt, Strafanzeige gegen meinen Ex zu erstatten, weil ich sehs jetzt nicht als selbstverständlich an, dass jemand - egal ob selbst, oder weil der Versicherungsmakler einfach bescheuert ist - sich widerrechtlich Zugang zu meinem Konto verschafft - einfach ungestraft davon kommt.

Ich hab beides nicht getan - bemüh mich auch weiterhin, mein Haus aus eigener Kraft zu bekommen sobald der Kredit abbezahlt ist - und hoffe, dass durch die letztnächtlichen Loslassgschiteln dann (sobald die Änderungen über die Bühne sind) auch wirklich die letzte Verbindung zum allen 3 Männern (Exehemann + 2i Exversicherungsmakler) end.gültig getrennt ist.

Wobei - festhalten musst ichs mal - und ich erlebs auch immer wieder - wenn ich was aufschreib - brauch ichs mir nimma merken - d.h. ich helfe mir hiermit auch, die ganze Geschichte jetzt einfach als erldeigt betrachten zu können - es steht wo - ich könnte es jederzeit nachlesen.

Alle die, die es lesen können drüber schmunzeln - mich für bescheuert halten - oder einfach sich darin bestärkt fühlen, mehr auf ihr Bauchgefühl zu hören - und den Verstand mit anderen Dingen zu beschäftigen ;-)

Wie auch immer - ich wünsche allen, die es geniessen können - ein tolles verlängertes Wochenende.