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Samstag, 15. September 2012

und es hat *ZOOM* gemacht

So ganz frei nach dem Motto .... tausend Mal berührt ..... bin ich grad mal wieder am Grübeln, weil diese Thematik grad ganz nachhaltig in meinem Leben präsent ist - also nicht ganz so wie im Lied beschrieben - aber doch auch irgendwie.

Konkret erzählte mir gestern eine langjährige liebe Bekannte, dass es da einen Mann gäbe, zu dem sie sich hingezogen fühle - also rein freundschaftlich - möglicherweise könnte sie sich sogar mehr vorstellen. Sie hatten einige Zeit zusammen verbracht - dienstlich - und stünden auch seither noch in Kontakt.

Naja, theoretisch - weil praktisch zieht er sich immer dann zurück, wenn sie sich zugesteht, dass sie diesen Kontakt vielleicht intensivieren möchte - und seit sie ihm kommuniziert habe, dass sie ihn mag, ist eben wieder mal Funktstille von seiner Seite.

Und dann schreibt mich am Abend ein langjähriger lieber Bekannter an, dass er ein Problem mit Nähe und überhaupt hätte - weil da gäbe es eine Frau in seinem Leben, die ihm vor Kurzem geschrieben hätte, dass sie ihn liebt - und danach sei wieder Funkstille gewesen.

Wie sich die Themen doch ähneln - und nein, es sind jetzt leider nicht die gleichen "Angebeteten" ;-(

Aber es hat mich zum Nachdenken gebracht - weil ich bin ja jetzt seit fast 6 Wochen mit einem Mann zusammen, wo ich zwar viel mehr zulasse, als ich das jemals getan habe - aber ich doch auch immer wieder "flüchte", weil mich die Nähe zu sehr einengt und erdrückt.

Und es erinnert mich auch an den Mann, den ich jetzt lange Jahre geliebt hatte - und auf gewisse Weise auch noch immer liebe - aber nicht mehr als Partner begehre. Weil als ich dem damals kommunizierte, dass ich mir "mehr" vorstellen könnte als Freundschaft, ereilte mich ja auch eine relativ brutale Abfuhr - aber der hats zumindest klar kommuniziert, dass er nichts von mir möchte.

Trotzdem hatte ich immer und immer wieder seine Nähe gesucht - und mich nicht damit abfinden wollen, dass eine so tiefe Bezeihung zu keiner Partnerschaft führen können muss. 3,5 Jahre hatte ich darauf gehofft, dass er sich vielleicht doch noch anders besinnt.

Diese Sehnsucht nach dem Unereichbaren - während irgendwo vielleicht ganz in der Nähe schon jemand sehnsüchtig drauf wartet, endlich erhört zu werden. Diese Verbissenheit, jemand ganz bestimmten an seiner Seite zu wissen - ohne dem Schicksal die Chance zu geben, sich zu offenbaren.

Das alles kam gestern wieder hoch - in mir - und ich bin mir ziemlich sicher, dass es nur deshalb war, damit ich da jetzt nochmal bewusst hinschau.

Der Mann, der die letzten Jahre in meinem Leben bestimmt hatte - ohne, dass er es wollte - dieser Mann ist Geschichte - also er ist noch immer ein guter Freund - und wird es auch bleiben - aber mein Lernzyklus, ihn unbedingt auch als Partner an meiner Seite zu wissen - ist abgeschlossen.

Und auch noch ein zweiter Zyklus hat sich vor ca. 2 Monaten erledigt - beide Geschichten ziemlich genau innerhalb von 2 Wochen - und interessanterweise trat in der darauffolgenden Woche ein neuer Mann in mein Leben, der nicht nur all das darstellt, was ich mir unter einen Partner vorstelle, sondern der mich auch wirklich liebt.

Wobei zu Liebe wirds noch nen eigenen Blogbeitrag geben - hier gings mir jetzt nur darum, auch anderen Mut zu machen, sich nicht an so "halbe Sachen" zu klammern - sondern los zu lassen von den Vorstellungen, was toll wäre - aber nie passieren wird - und sich zu öffnen dafür, was vielleicht noch viel "Tölleres" passieren könnte und dürfte.

Bei mir hat es sich allemal ausgezahlt - auch, wenns mir ab und zu "zu viel Nähe" ist - aber ich brauch nicht grundsätzlich davor flüchten - ich hab nen Partner, ders versteht und akzeptiert, wenn ich mich für ein paar Stunden auf den Berg verkrümel - weil er weiß, dass es nichts mit ihm zu tun hat - und dass ich dann sowieso wieder komme.

Ich bin überzeugt davon, dass eine Partnerschaft, wo man wirklich über alles reden kann - also auch über Auszeiten und nötige Distanzen - auf Dauer sicher befriedigender sind, als jahrelang hinter etwas her zu hecheln, was eigentlich eh klar ist, dass es nicht nur unerreichbar ist, sondern auch ein permanentes emotionales Wechselbad bescheren würde.

Was ich mit dem Titel sagen wollte ist, wenns passt, dann passts - dann gibts kein Grübeln und Nachdenken und "die/den anderen manipulieren wollen/müssen" - dann passts eh ganz einfach - und dann kann man auch über alles reden - und wenn man das nicht kann - naja, kann das wirklich eine erfüllende Partnerschaft werden?

Ich erinnere mich noch an Zeiten, wo ein guter Freund einer Freundin riet, die weiblichen Waffen aus zu spielen, um den Mann ihrer Träume zu "bekommen". Und sie und ich - wir waren beide der Überzeugung, dass es nichts bringt, nen Mann dazu zu bringen, dass er uns liebt - entweder tut ers - oder nicht.

Also ich persönlich möchte keinen Partner haben, den ich "nach allen Regeln der Kunst verführt habe", damit er sich mit mir auf eine Partnerschaft einlässt. Für mich bliebe immer der schale Geschmack des "verführt habens" zurück.

Und auch, wenn ich eigentlich die Jägerin bin - ich möchte gejagt und erlegt werden *lach*

In diesem Sinne - zulassen - loslassen - und dann kanns auch ZOOOOOOOOOOOOOM machen ;-)