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Mittwoch, 29. Juni 2011

zwang.haftes Verhalten

Hm, da gibt es Menschen, die etwas im Internet lesen - was ihnen nicht gefällt - und statt, dass sie einfach mit dem Lesen aufhören - klicken sie noch auf weitere Links und lesen immer weiter und weiter - in der Hoffnung noch ganz viel zu finden, worüber sie sich dann echauffieren können.

Ist doch krank sowas - oder?

Mir wars schon mal vor einiger Zeit bei Libellchens Blog aufgefallen, den ich betreue, wo ich ihre Geschichten rein stelle - noch bissale korrigiere und auch formatiere - und mich auch fallweise um die Kommentare kümmere.

Und vor Kurzem eben auch hier.

Also Leute - wenn ihr meinen Blog zum kotzen findet - dann hört doch einfach auf zum Lesen. Ich zwinge niemanden, all das konsumieren zu müssen, was ich hier - und sonst wo - von mir gebe.

Und auch das Libellchen zwing niemanden, ihre Geschichten zu lesen - also - mein RatSchlag am späten Abend - wenns euch nicht gefällt - hörts einfach auf damit, euch und andere zu quälen. Dreht die Kiste ab und widmet euch sinnvollerer Beschäftigung in eurem Leben.

Oder empfindet ihr mich als euren alleinigen und einzigen Lebensmittelpunkt?

Habt ich wirklich nichts anderes zu tun, als euch Stunde um Stunde weiter zu quälen, indem ihr all das lesen müsst, was ihr auf irgend welchen meiner Links findet?

Also für so maso hätte ich niemanden gehalten, dass sich das wer gibt - und sich dann drüber aufregt, dass sie/er es getan hat - natürlich anonym, weil zu dem stehen, was man an Schrott im Netz verzapft - nene - das geht doch nicht - da müsste man sich ja outen als AutoMasochist, die/der sich den ganzen geschriebenen Schrott der Menschheit reinzieht - stundenlang - mit wachsender Begeisterung.

Wobei - das damals mit Libellchens Blog fand ich ja noch witziger - weil meine Vermutung geht ja dahin, dass auch damals wer mir "eins auswischen wollte" - aber einfach zu plont war, zu glauben, dass ich wirklich nicht Libellchen bin.

Das ist dan nämlich noch der Überhammer - ich schreibe - ich mache nur ihren Blog, aber ich bins nicht - und auf Grund dessen, sind Menscen der Überzeugung, dass ich das nur schreibe, damit niemand weiss, dass ichs bin.

Sorry, ich bin zwar ver.rückt und ab.normal - aber so bescheuert, wie euer Denken ist - nein danke - da schreib ich lieber weiter Schrott - damit ihr euch weiter quälen könnt, indem ihr jede Silbe davon in euch aufsaugt und euch daran ergötzt, dass mein Deutsch - aus eurer Sicht - weit weniger fehlerfrei ist als euer eigenes.

Mir kommt da immer der Satz in den Sinn - wer frei von Rechtschreibfehlern ist - der werfe den ersten Stein ;-)

Montag, 13. Juni 2011

aushalten

Ich hab mich heute lange mit meiner Tochter unterhalten, warum grad mir das passiert, was grad eben passiert ist - und sie antwortete - weil dus aushältst. Das hab ich allerdings nicht hören wollen, weil das war jetzt über Jahre hinweg auch oft meine eigene Antwort auf derartige Fragen.

Ich gestehe, ich habs satt. Mir reichts, dass ich immer wieder auf dem Prüfstand stehe, um meine ureigensten Überzeugungen immer und immer wieder zu hinterfragen - dass ich immer wieder "gefordert" werde.

Aber eins habe ich anscheinend schon gelernt in den letzten Jahren:

Ich "halts nicht nur aus", sondern ich habs endlich auch gelernt, Hilfe an zu nehmen - nicht nur von realen Freunden vor Ort - sondern auch von virtuellen Kommunen, die mir einfach mal energetische Untersützung zukommen lassen, wann immer ich welche brauche.

Ich stehe wieder einmal an einem Scheideweg - muss für mich wieder einmal hinterfragen, wie ich in Zukunft leben möchte - grundsätzlich - was ist - mir - wirklich wichtig?

Freunde

Ja - es gibt sie doch - die echten und wahren Freunde. Hatte ich lange Zeit daran gezweifelt, ob es sowas überhaupt gibt - bin ich jetzt wieder voll aufgefangen in einem wohligen Netz derselben.

Wie grad beschrieben war mir gestern ein kleiner Junge ins Auto gelaufen - und irgendwie waren meine Nerven zwar stabil, solange es nötig war - aber dann hab ich sie einfach weg geschmissen und mich in die Arme eines starken Mannes geflüchtet.

Doch beginnen wir beim Beginn - Unfall - danach fuhr ich zu dem termin weiter, wo ich eigentlich um 16 Uhr hätte sein sollen. Ich hatte kurz angerufen, dass ich Unfall hatte und mich später melden würde - bin dann aber einfach hin gefahren, weil mir nach ner Zigarette und Kaffee war - und ich wusste, dort 2 Raucherinnen an zu treffen - ich habs einfach gebraucht.

Auf dem Weg parkte ich mich noch kurz ein und rief einen lieben Freund an, erreichte ihn nicht, sprach ihm aber aufs Band - und während des Termines rief er zurück, und es war mir gleich klar, dass er das Band nicht abgehört hatte - also schilderte ich in kurzen Worten, was passiert ist - und dass er bitte am Heimweg von seinem Termin bei mir vorbei kommen solle, weil ich am Abend nicht allein sein möchte.

Keine 5 Minuten später rief meine Tochter an und fragte, wie es mir ginge - ich war total verwirrt, weil ich hatte sie absichtlich nicht gleich angerufen, damit sie sich keine Sorgen macht. Sie meinte, ihre Freundin hätte angerufen und gesagt, dass ich nen Unfall hatte und sie mich fragen solle, wie es mir geht.

Ich beruhigte sie und versprach, sofort an zu rufen, sobald ich wieder zu Haus sei. Als ich nach meinem Termin zur Einvernahme am Posten war rief dann mein Freund an, er hätte jetzt Zeit, ich sagte, ich meld mich, wenn ich weg fahr - was ich dann auch tat - und wir ziemlich gleichzeitig vorm Haus eintrafen - also er kam grad, als ich die Kardinalschnitten aus dem Auto gekratzt hatte.

Als ich zu Hause stehen blieb rief auch ein ganz lieber anderer Freund an, der mir sofort anbot, er käme noch am Abend raus und würde bei mir bleiben, wenn ich es möchte - ich lehnte dankend ab, weil eben grad das Auto stehen blieb.

Ich hab dann mal in seinen Armen ne Runde geheult und er hat mich ganz fest gehalten und gestreichelt, bis ich mich wieder halbwegs beruhigt hatte - dann hat noch ein anderer Bekannter angerufen - der wollt wissen, wie der Mittagstermin ausgegangen war - ich sagte nur, hab keine Kopf dafür, mir war ein Kind ins Auto gerannt - und ich meld mich wieder.

Dann rief ich meine Tochter an - währenddessen rief die Freundin des vorgenannten bei dem an, der neben mir stand und bat ihn, bei mir vorbei zu schauen, weil ich dürfte nen Unfall gehabt haben - und er beruhigte sie, weil er eh schon neben mir stand.

Gegen 23 Uhr rief dann noch mein wiener Freund an und fragte, ob eh noch immer alles ok sei und wenn ich was brauche, kann ich auch heut früh anrufen, damit er her kommt.

Das war irgendwie voll schön - dass es so viele Menschen gibt, die Anteil nehmen daran, wie es mir geht.

Interessant war dann auch die Auflösung des Rätsels, warum die Freundin meiner Tochter wusste, dass ich nen Unfall hatte, weil die war "zu,.fällig" bei dem Fotoshooting, bei dem auch der Freund war, der letztendlich dann den Abend mit mir verbrachte.

Das Schönste ist die Gewissheit, nicht allein zu sein, auch, wenn ich allein lebe - es gibt viele Menschen, die jederzeit und schnellstmöglich kommen würden, wenn ich sie darum bitten würde.

Vor.Ur.Teile

Tragisch aber trotzdem lehrreich.

Mir ist gestern ein 6-jähriger Junge ins Auto gelaufen - und ich wähnte mich kurzfristig in einer Art Hölle - um danach den Himmel auf Erden zu erleben.

Warum Hölle - weil einige der Menschen, die das Zeltfest besuchten, sofort mit den Aussagen zugegen waren - eh klar, angsoffene Raser - das be.traf mich fast mehr als dass die Mutter des Jungen nicht viel früher da war wie die Rettung.

Ich hatte um 13 Uhr einen Geschäftstermin, trank 3 Gläser Leitungswasser - fuhr kurz heim, um für den nächsten Termin um 16 Uhr noch die vorbereiteten Kardinalschnitten zu holen - und war am Weg von zu Hause zu einer Besprechung mit meinen zukünftigen Chefinnen.

Nachdem ich beim hinauffahren schon sah, dass das Fest in vollem Gange war - und beim runter fahren noch dazu die Kardinalschnitten im Auto standen, bremste ich mich vorm Festgelände noch zusätzlich ein - so nach dem Motto, dass ich nicht zu aprubt bremsem muss, falls ein Betrunkener irgendwo raus taumelt.

Als ich dann auf Höhe eines - ich glaub es war ein Mitsubishi - so mit abgehackten Heck, also in Kindhöhe nicht durchsehbar - war, sah ich eine Bewegung und verriss das Auto nach links, konnte den Aufprall aber nicht verhindern.

Ich trat auf die Bremse, sprang aus dem Auto, da war schon ein Mann beim Kind und drehte es auf die Seite. Unmittelbar darauf stand einer mit dem Handy daneben - und ich glaub der dritte war schon mein Nachbar, von dem ich wusste, dass der sowohl bei der Feuerwehr ist, als auch, dass er als Pfleger im Krankenhaus arbeitet.

Dann meinte einer - rufts den Walter - also ging ich zum Zaun des Zeltfestes und schrie rein, sie sollen den Rot-Kreuz-Sanitäter dringend rausholen. Der hat dann das Kind auch fachgerecht versorgt und auch die Rettung war binnen kürzester Zeit da - gefolgt von der Polizei.

Ich hab nichts getan - hätte es auch gar nicht können - ich fühlte mich wie eine Maus in Anbetracht einer Katze - aber ich wusste das Kind auch in den besten Händen, die ich mir vorstellen kann - und ich find, es war eine Fügung des Schicksals, dass all das in einer Umgebung passiert ist, wo die professionellste aller Hilfen absolut prompt zur Stelle war.

Interessant waren dann die Aussagen der Besucher des Zeltfestes - die da dann eben wetterten von wegen betrunken und Raser - ohne auch nur die geringste Ahnung davon zu haben, was tatsächlich passiert war - weil sie eben im Zeltfest feierten.

Und es war auch interessant zu beobachten, wie Teile der Exekutive nachhaltig unwirsch mit mir umgingen - bis zu dem Zeitpunkt, als der Alkomat 0,00 Promille zeigte - und beim Aufnehmen der Daten klar war, dass ich kurz vorher von zu Hause weggefahren war.

Die anwesende Polizistin war von Beginn an voll nett - und rief dann auch die Sanitäter als ich vorm Alkoholtest noch Nasenbluten bekam - und wollte mich dann auch gleich mit schicken, was ich aber ablehnte, weil ich das Nasenbluten auf den Schock schob.

Ich hab dann noch den ursprünglichen Termin absolviert und danach noch das Protokoll am Posten aufnehmen lassen, bevor ich dann wirklich meine Nerven weg schmiss und mal ne Runde heulte - aber da war ich dann schon geborgen im Netz toller Freunde.

Wobei ich jetzt heute, rückblickend, nicht sicher bin, welcher Schock der grössere war - der Schock, dass grad mir ein kleiner Junge ins Auto läuft - oder der Schock über die ReAktionen der Umwelt, weil die eben so total unterschiedlich waren.

Ich werde jetzt dann mal versuchen, die Mutter des Jungen zu erreichen, ob sie schon weiß, was jetzt wirklich los ist - gestern war alles voller Blut und bei der Einvernahme wussten sie nur, dass er mehrere Knochenbrüche hat.

Das Blut war klar, weil er genau in Kopfhöhe am Rückspiegel angerannt war, er hat also sicher eine geplatzte Lippe und vielleicht ein paar Zähne verloren - ich hoffe aber, dass es nicht viel mehr ist - und vor allem nichts, was nicht in Kürze wieder heil wäre.