Frust

Jupp - auch ich hab manchmal welchen - und nein - ich hab keine Absicht, ihn zu behalten :-)

Vor einigen Tagen hatte ich einer Bekannten ein Mail gesandt mit einem Link zu meinem neuen Frustabladeplatz - heute, nach ihrem Urlaub, kam folgendes zurück:

Ich hoffe, dir geht es soweit gut. Klang sehr frustriert deine letzte Nachricht.

Ähem - was sonst?

Wenn ich mir gestatte, meinen Frust auf meiner Müllhalde los zu werden, wie solls klingen? Ausser frustriert? Weil wenns nicht grad was wäre, was mich frustrieren würde, warum sonst sollt ichs genau dort los werden wollen? Auf meinem persönlichen und privaten Frustabladeplatz?

Und wenn ich nie nicht frustriert wäre - wäre ich kein Mensch - sondern ne Marionette - oder eine hinter dicken Mauern einzementierte Maske von irgendwas, was nie und nimma "echt" wäre. Von daher - wenn ich Frust schieb - schieb ich nicht ewig - ich arbeits genaus auf wie alles andere auch - hier oder wo anders - und dann darf er auf seiner privaten Müllhalde verrotten - vielleicht wird ja irgendwann mal saftige Erde draus :-)

Ich hab jahrzehntelang den ganzen Frust - und auch den Schmerz - in mich rein gefressen - im wahrsten Sinne des Wortes - und jetzt bin ich dabei, alles wieder raus zu lassen - und in Kanäle fliessen zu lassen, wos vielleicht sogar dem Einen - oder der Anderen - vielleicht auch ne Anregung gibt, selbst etwas ähnliches zu initiieren.

Man kann Blogs auch anonym schreiben - siehe zB den Blog von Libellchen - und nein - bin nicht ich - auch, wenn wir oftmals ähnliche Themen zur gleichen Zeit auf arbeiten. Andere sind dann weniger "anonym" doch irgendwie arbeiten viele Menschen viel öffentlich auf.

Ja - ich geb mirs fallweise exzessive - und werde dadurch einigen auch "zu viel" - aber das ist dann deren Problem - und sie dürfen es gerne lösen - oder behalten - mir is wurscht ;-)

Man(n) muss mich in Facebook auch nicht löschen, um meine Beiträge nicht mehr lesen zu müssen - es ginge auch ganz einfach mit - nicht hinklicken und lesen - oder mit "Benachrichtigungen ausschalten" - aber geht natürlich auch nachhaltiger und schneller, indem man(n) mich einfach blockiert - und sich dadurch dem Wahn hingeben kann, dass es mich gar nimma gibt :-)

Nur sollte man(n) sich dann auch nicht wundern, wenn ich dann nimma so lieb und nett bin wie vorher - oder auch nur irgend einen Wert drauf lege, irgend eine Art von Freundschaft nochmal aufleben zu lassen - oder vielleicht sogar huldvoll um die Gunst bitte, wieder das zarte Popöchen auswischen zu dürfen - also im übertragenen Sinn :-)

Leute - ich lebe - ich liebe - ich geniesse - ich empfehls euch, es auch zu tun.

Das Leben ist viel zu wichtig, um es ernst zu nehmen - carpe diem - geniesst den Tag - geniesst alle schönen Stunden, die euch das Leben bietet - es kann so schnell vorbei sein - und jeder versäumte Augenblick ist einer zu viel.

In diesem Sinne - ich wünsch euch ne grenz.geniale Zeit ;-)

Und ich lass euch noch ne Metapher da, die ich während meiner NLP-Ausbildung kennen lernen durfte:

Die Frau am Fluß

Zwei Mönche waren unterwegs von einem Kloster zu einem anderen. Nach einiger Zeit kamen sie zu einem Fluss. Dort begegneten sie einer jungen Frau, die wie sie an das andere Ufer gelangen musste. Die junge Frau zögerte jedoch, das Wasser zu betreten, denn sie trug ein sehr schönes Kleid und wollte nicht, dass es nass wurde.

Da sagte der eine Mönch zu ihr: "Wenn Sie wollen, kann ich Ihnen helfen, über den Fluss zu kommen." Sie war angenehm überrascht und nahm das Angebot an. Da nahm der Mönch die junge Frau in die Arme, trug sie über den Fluss und stellte sie am anderen Ufer wieder ab. Sie bedankte sich, und die beiden Mönche setzten ihren Weg fort.

Nach einem langen Marsch in Schweigen, als sie fast im Kloster angekommen waren, sagte der eine Mönch zum anderen: "Du hast die Frau über den Fluss getragen, aber du weißt doch, dass wir als Mönche das Gelübde abgelegt haben, nie eine Frau zu berühren."

Da antwortete der andere Mönch: "Ich habe die Frau nur über den Fluss getragen, aber du trägst sie noch immer."

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