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Mittwoch, 3. Juli 2013

Auf mich kann man sich verlassen


Das ist eins meiner obersten Prinzipien - wenn ich was zusage, dann mach ichs auch - auch, wenn es mir rückblickend betrachtet leid tut, dass ichs versprochen habe - und falls es gar nicht geht, dann sage ich es beizeiten.

Für mich ist es sogar unumgänglich, wenn ich auf Facebook oder Xing etwas zusage, dass ich beizeiten absage, wenn ich doch nicht an der Veranstaltung oder dem Event teilnehmen kann - ist zwar nur virtuell - aber für mich zählt jedes Versprechen - ob auf einer virtuellen Plattform oder im realen Leben.


Ja - ich bin 3x geschieden - und ich hab oft meinen Job gewechselt, als ich noch unselbständig tätig war - aber es war mir eigentlich nie leicht gefallen - und zwar genau deswegen - weil ich Versprechen gerne einhalte - und durchziehe - bis zum (bitteren) Ende.

Das haben schon viele "Chefs" nicht wirklich geschnallt, dass das so sein könnte - aber es ist mir ein ureigenstes Bedürfnis - und das war mir schon immer egal, ob es andere anders sehen oder nicht - wenn ich ein Versprechen gebe, dann halte ich es auch.

Ich werde nie vergessen, als ich 1988 in einer Firma kündigte, weil ich nicht länger zuschauen wollte, wie mein Kollege ganzen Tag nur privat telefoniert - und es anscheinend auch niemanden gab, der dagegen etwas unternehmen hätte können und wollen.

Die Erinnerung ist grad wieder ganz frisch da - ich hatte bis zum Ende des Monats gewartet - weil ich hab auch die Umsicht definiert - gemäß der Human Design Matrix - und ich wollte den obersten Chef keine zusätzliche Belastung aufbürden, weil ich wusste, dass er einen wichtigen Termin hatte - also wartete ich, bis er im Flieger sass, bevor ich meinem direkten Vorgesetzten das Kündigungsschreiben überreichte.

Einige Wochen später - eine Woche vor Ende der Kündigungszeit rief mich dann der oberste Chef zu sich, weil er mit mir reden müsse - und er sagte mir, dass er völlig überrascht sei, weil ich meine Arbeit absolut ordnungsgemäß übergebe, obwohl ich ja gekündigt hatte.

Ich wusste zuerst gar nicht, was er meinte - und erklärte ihm dann - ich hatte ein Problem mit meinem Kollegen - ich hatte keinen Hass auf die anderen - oder auf die Firma - von daher hatte ich mit dem, dens betrifft, halt keinen Kontakt mehr - aber ich würde bis zum Schluss meine Arbeit machen - nach bestem Wissen und Gewissen.

Das nächste Ereignis, was mir dazu einfällt war erst vor einigen Jahren - da wurde ich gekündigt - für mich absolut überraschend - und mich vor echte Probleme stellend - finanzieller Natur - aber trotzdem wäre es für mich nicht in Frage gekommen, mich krank schreiben zu lassen und die KollegInnen im Stich zulassen.

Damals war ich sogar die einzige, die im Büro anwesend war - in der letzten Woche meiner Zugehörigkeit zu dieser Firma - ich habe alle Unterlagen sortiert und alles aufgearbeitet - und ich hab an meinem letzten Arbeitstag den Schlüssel in einer nahestehenden Organisation abgegeben - sie konnten sich bis zur letzten Sekunde auf meine Loyalität verlassen - und sie hatten es auch getan - alle waren in Urlaub - und ich hielt die Stellung - und es war für mich selbstverständlich.

Und das ist etwas, was ich auch nicht vor habe, mir ab zu gewöhnen - wenn ich etwas verspreche, dann halte ich es - und wenn ich mich in etwas reinhänge, dann voll und ganz. Und wenn ich wirklich nimma kann, dann ver.ändere ich es aber auch - und kommuniziere das dann auch entsprechend.

Wobei - meist rede ich schon vorher drüber, womit ich ein Problem habe - hab aber oftmals die Erfahrung machen müssen, dass, weil ich mir eben viel zu viel "gefallen" lasse, dann nicht ernst genommen werde, wenn es mir wirklich und nachhaltig reicht.