wahr.nehmen

Da  gibts ja den Spruch - wer lesen kann ist eindeutig im Vorteil - naja, nicht unbedingt - weil von "lesen können" - zu verstehen, was geschrieben/gesagt wurde - bis hin zu "das Gegenüber als das wahr.nehmen, was sie/er ist" - da sind noch Welten dazwischen.

Aber ich glaub, genau darum gehts - immer und überall - viele Mistverständnisse auf dieser unserer Mutter Erde resultieren nun mal daraus, dass jemand etwas hört oder liest - ihr/sein ureigenstes Weltbild drüber stülpt - sofern sie/er überhaupt zu.hört - und die wenigsten auch nur ansatzweise bereit sind, verstehen zu wollen, was jemand anderer kommuniziert.


Ich hab es in den letzten Jahren immer wieder erlebt, dass jetzt speziell Männer zwar den Eindruck erwecken, mir zu zu hören - aber entweder zu plont sind, ums zu können - oder einfach halt nur ganz was anders bezwecken wollen, was sie glauben, mit "zuhören" bekommen zu können - weils mir halt einfach wichtig ist, mein Gegenüber wirklich zu er.kennen.

Ok - LetztEx - es gab einen Crash im Herbst 2007 - ich kommunizierte  aus meiner Sicht klar und deutlich - dass es SO nicht weiter gehen könne - ich nicht länger bereit wäre, sein Hobby inklusive dem gesamten Leben zu finanzieren - und dann noch bitten und betteln solle, dass er mir wenigstens was zu Essen kocht.

Anfang 2008 - am Todestag meines Bruders - gabs den nächsten Crash - weil er es einfach nicht der Mühe wert fand, mir irgend wie sein Beileid aus zu drücken - geschweige denn, mich vielleicht einfach in den Arm zu nehmen und fest zu halten, als ich davon erfuhr - im Gegenteil, er schnauzte mich an wegen Nichtigkeiten - und brachte so mal wieder mein Geduldsfass zum überlaufen.

Der dritte Crash war dann am Faschingsonntag - da kommunizierte ich es auch zum dritten Mal - deutlich - artikuliert - ich wäre nicht länger bereit, mir das zu geben, was sich eingebürgert hatte. Er hatte es genauso ignoriert als die ersten beiden Male.

Schon klar, warum hätte er auch was ändern sollen - er ging ja davon aus, dass ich halt mal eben bissale rum zicken würde - und wenn er nur mal wieder 3 Tage lang was Gutes für mich koche, würde ich mich schon wieder einkriegen.

Anfang Juni 2008 wars dann so weit - ich kam von der Arbeit nach Hause - das Haus schaute aus wie eine Müllhalde - überall lagen Papierln von Käseeckerl herum - der von mir extra besorgte Müllbehälter mit Schwingdeckel war zum Spielen viel besser geeignet als die Verpackungen rein zu schmeissen.

Ich war müde - ich war hungrig - er begrüsste mich, meinte, er mache noch schnell was fertig, dann bekäme ich was zu essen.

Eine Stunde später sass er noch immer am Schleppi - und als ich aufs WC ging und es wagte "seine" Katze an pfnauchen, weil sie mir genau zwischen die Beine lief und ich beinah niedergefallen wäre - und er mich anschrie, was ich mir eigentlich einbilde - dann wars bei mir aus.

Ich zog mir den Trainingsanzug aus - ich zog mir mein Gewand an - ich nahm meine Autoschlüssel - ich nahm meine Handtasche - das war der Moment, wo er realisierte, dass irgendwas anders war wie bei den letzten 3 Crashes.

Er kam mir nach - fragte, was los sei - ich antwortete - "3x reicht, ich hab 3x gesagt, so gehts nicht, wenn er nichts ändere, sei es jetzt an mir, dies zu tun." Er wollte mich umarmen und festhalten - aber mein Blick dürfte Bände gesprochen haben - ich glaub, die zischend herausgebrachten Worte waren nur mehr das  Tüpfelchen auf dem iiiiiiiiii "Greif mich ja nie wieder an!"

Eine halbe Stunde später rief er mich heulend an, bat mich, zurück zu kommen, weil er brauche mich ja so - ich dachte echt, dass der Typ über irgendwas, was unsere Beziehung betreffen könnte, nachgedacht habe.

Als ich Stunden später heim kam meinte er dann nämlich - als Nachsatz "Ich brauch dich ja so, ich wüßte nicht, was ich ohne dich täte, ich würde versauern und im Dreck ersticken. Ich kann ja nicht alleine leben, habs noch nie gemacht - und du kannst das ja eigentlich auch nicht."

Irrtum - ich hatte zwischen 1. und 2. Ehe an die 4 Jahre alleine gelebt - und das Leben genossen - hätte er mir jemals wirklich zugehört, hätte er es wissen müssen - aber auch gut - ich hab ihm dann mal gesagt, was er zu tun habe - nachdem er das letztendlich zwar tat - aber eher unwirsch und unwillig - dauerte es dann noch bis Mitte September, bis alles klar und wir geschieden waren.

Nur, weil ich gutmütig bin, heißt das nicht, dass ich bescheuert sei - und nur, um so ein Wesen an meiner Seite zu haben alles mitmache, was ein Typ sich vorstellt, was für ihn letztendlich ganz nett wäre - nein danke.

Jetzt gabs wieder "nen Frreund", wo ich immer hörte "du weißt ja, von wems kommt, ich bin halt einfach so." Ja - und?

Heißt das nun, ich müsse alles runter schlucken und mir gefallen lassen - nur, weil der arme Kerl halt so ist und nichts dagegen tun möchte? Oder darf ich mich einfach dafür ent.scheiden, meinen Weg ohne ihn weiter zu gehen.

Ja, ich weiß, hätte mir gleich auffallen können, dass das nie und nimmer gut geht - eben wegen der Aussage - naja, weißt eh - ich halt - ich bin so.

Jupp - alles gut und schön - aber ich muss damit nicht leben - und wenn ich jemanden 3x am Telefon sage, ich habe Schmerzen beim Sprechen - er mich husten hört - und trotzdem nächtens anruft, weil er sowas von Unwichtigem fragen möchte - dann tuts mir leid, aber das spielts nicht.

Achja - auch, wenn jemand nicht aushält, dass er glaubt, dass ich voll in ihn verliebt wäre - und danach noch viel weniger, dass ich einfach ohne ihn weiter lebe, als ob er nie in meinem Leben existiert hätte - dann ist das letztendlich auch nicht wirklich mein Problem - behaupte ich mal.

Männer haben bei und mit mir oftmals ein Problem - wenn ich ihnen nicht von der ersten Sekunde an mit dem A.... ins Gesicht fahre - und so agiere, wie sies von Klischeebild der Frau annehmen, dann glauben sie, sie könn(t)en mit mir alles machen, was ihnen beliebt.

Nein - spielts nicht - manche merken es früher - manche später - ich bin auch so, wie ich bin - ich bin gutmütig - ich lasse mir doch einiges gefallen, um des liebens Friedens willen - aber ich bin nicht blöd - ich erkenne sehr wohl, ob ein Mann mich als das Wesen wahr.nimmt, was ich bin - oder ob er mich nur als potentielles Spielzeug einschätzt und dem entsprechend behandelt.

Ist ja auch nicht die feine englische Art, wenn mich jemand anruft und meint, er hätte mich ja gerne besucht, aber es sei ihm jetzt doch was dazwischen gekommen. Ich mein - wenn er sich eh nicht angekündigt hatte, hätte er sich diese Ansage auch ersparen können.

Trotzdem war ich zB diesem Typen deshalb nicht böse - er ist halt einfach so, wie er ist - aber wenn das öfter passiert - und dann auch noch ganz andere Sachen "passieren" - dann sollte auch er sich nicht wundern, wenn er mich beim Wiedersehen anstrahlt und mich gern - wie immer - umarmen und küssen möchte - dass ich ihm einfach die Hand reiche und links liegen lasse.

Nein, ich kämpfe nicht - schon gar nicht um die Anerkennung irgend eines Typen - und wenn sich nie einer findet, der meinen Vorstellungen entspricht, dann bleib ich einfach solo - ich bin 55 - ich bin 3 x geschieden - habe eine erwachsene Tochter - ich habe gelebt - jetzt geniesse ich mein weiteres Leben - ohne auf irgendwen Rücksicht zu nehmen, ders auch nicht tun möchte.

Jungs - ich mag euch - ich knuddel auch gerne - aber schminkt euch ne Beziehung ab - und noch mehr schminkt euch ab, dass ihr auch nur ansatzweise Teil meines Lebens werden könntet - es gibt keinen Mister Universe mehr für mich - von daher - spart euch die Mühe - und wenn mir noch einer erklärt - mit wehender Bierfahne - dass es nur ein echt wirksames Mittel gegen meine Kehlkopfentzündung gäbe - mit entsprechender Handbewegung seinerseits - dann kotz ich ihm einfach auf die Füsse.

Ich habe noch keinen Menschen getroffen, der mich jemals auch nur ansatzweise als das wahrgenommen hätte, was mich ausmacht - viele hatten mir allerdings schon erklärt, ich kenne sie besser als sie selbst - waren überrascht davon, dass ich ihr Denken und Fühlen nachempfinden konnte.

Ja, ich weiß, ich wär die Traumfrau eines starken Mannes - aber wo gibts sowas schon. Nicht bös sein meine lieben Männer, die hier mitlesen - einige von euch mag ich eh - trotzdem ich euch kenne - und nein - liebe Ehefrauen und Lebensgefährtinnen - ich nehme euch eure Männer nicht weg - was täte ich auch mit ihnen?

Ich hatte vor eineinhalb Jahren eine Liason mit einem tollen Typen - hielt ganze 3 Monate - weil nach 2 kam ich drauf, dass er schwerster Alkoholiker ist - ich hätte vielleicht weiter mit ihm Sex gehabt - fallweise, wenn er dann nicht geklammert und Besitzansprüche gestellt hätte.

Im Vorjahr wähnte ich mich mit jemanden befreundet, der sich letztendlich auch als ganz was anderes raus stellte als ich vermutete - tja - auch der wäre schon längst vergessen, stünde da nicht noch ein vierstelliger Eurobetrag als schuldig von seiner Seite offen.

Und dann gibts da noch die ganzen Ehemänner und Lebensgefährten von euch tollen Frauen - die, die einzig und allein schwanzgesteuert durch die Welt laufen - nein danke - wenn ich mich jemals wieder auf irgendwas einlassen sollte, dann will ich mehr als die 3. Geige spielen oder "nur" sein bestes Stück - von daher - darfst ihn gerne behalten, ich nehm dir "deinen" sicher nicht weg.

In diesem Sinne - sollte sich irgendwann mal einer ins Himmelreich verirren, der keine nachhaltigen Schäden auf zu weisen hat - und damit meine ich nicht "nur" geschieden oder so - dann wärmen wir dieses Thema vielleicht nochmal auf - in der Zwischenzeit schieb ichs mal in den Gefrierschrank.

Die Frau meines Quasi-Grossen-Bruders meinte letztens - wennst so hohe Ansprüche stellst - "kein Alkoholiker - kein Drogenjunkie - keinen Mamakomplex" - dann wirst im Alter ganz allein sein - ja - bitte - bevor ich mir sowas zu Hause antu, bin ich lieber für immer und ewig alleinstehend und glücklich.

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