schein.heilig

Letztens gabs ne Meldung in Facebook, wo ich nicht umhin konnte, an zu merken, dass ichs nicht nötig hätte, heilig zu scheinen - weil mich jemand anpfnauchte, dass ich es wag(t)e am "heiligen Abend" einfach weiter zu arbeiten, als wärs ein Tag wie jeder andere ;-)

Ja - ich gebs zu - zu Silvester hab ich nicht arbeitstechnisch durch gemacht - aber einfach aus dem Grund, weil mich mein Körper mit fast 39 Grad Fieber, heftigen Schnupfen, Kopfschmerzen und starkem Husten irgendwie ins Bett zwang, welches ich jetzt 3 Tage auch nicht verlassen hatte.


Aber irgendwie scheints grad Thema zu sein - ist mir vor Kurzem so richtig bewusst geworden.

Ich bin nicht gläubig im Sinne einer bestimmten Religion und/oder Kirche - ich glaube an etwas, was man möglicherweise "Gott" nennen könnte - aber sicher nicht in Form eines alten Mannes mit weissem Rauschebart, der mich irgendwie erleuchtet.

Für mich ist "Gott" die Summe alller Bewusstheiten auf dieser unserer Mutter Erde - alle, die schon da waren - und alle, die noch kommen werden - für mich ist es die Summe alles Bewusstseins aller Lebewesen und Wesenheiten.

Nein - ich glaube nicht an Engeln und Dämonen und Elfen und Zwerge - ich kenne Menschen, die sie sehen - ich seh sie nicht - aber ich wüsst auch nicht, was ich mit ihnen tun würde ;-)

Aber ich bin überzeugt davon, dass wir alle irgendwie zusammen gehören - eine Gemeinschaft bilden - und aus dieser Gemeinschaft heraus - täglich neu - diese unsere Welt er.schaffen.

Und all das, was jede und jeder einzelne von uns - an jedem Tag - in jeder Minute - in jeder Sekunde ihres/seines Lebens denkt - erschafft sie/er diese unsere Welt immer wieder neu mit.

Von daher kann ein Umdenken - von einer Sekunde auf die andere - unsere ganze Welt ver.ändern - unser Sein auf den Kopf stellen - und etwas ganz Neues, Großes, Faszinierendes er.schaffen.

Aber ich habe persönlich habe auch kein Problem mit "Andersdenkenden" - weil eigentlich sprechen viele Menschen vom gleichen - nur benennen sie es anders. Von daher, ich bein genauso befreundet mit Menschen, die in religiösen Glaubensgemeinschaften sind, wie mit anderen, die mit aufgestiegenen Meistern arbeiten - nur als zwei Beispiele von vielen.

Konkretes Beispiel - unser neuer Verein - Soziale Initiative Schwarzatal - das war jetzt etwas, womit wir nie gerechnet hatten.

Eine spontane Idee - eine noch spontanere EntScheidung - ich hab innerhalb eines Tages alte Statuten umgewandelt - wir habens eingereicht und mal ad acta gelegt, weil so ne Vereinsgründung dauert normalerweise 6 - 8 Wochen, bis man den Bescheid und den Zahlschein bekommt.

Eine Woche später drückt mir mein Vorstandskollege die Bestätigung in die Hand, dass wir offizell starten können - ich meinte nur - wie jetzt? Gibts ja gar nicht.

Und dann sprachen wir mit einer strenggläubigen gemeinsamen Freundin - und sie bestätigte mir "mein Gefühl" - mein Gefühl, wenn das so schnell zugesagt wird, dann solls so sein - und sie meinte "Wow, das ist gottgewollt, wenns so toll klappt, das passt einfach perfekt."

Es war uns allen klar, es soll so sein - wir hatten auch bis dahin noch gar nichts überlegt, wie wir jetzt die ganze Sache wirklich angehen - medientechnisch - und überhaupt und ausserdem - und mein Partner schaute mich an und meinte - wie schnell bekommst du eine HomePage hin? Wie schnell schaffst DU ein PR-Konzept?

Meine Gegenfrage war - wie hättest gern das Logo? Er sagte mir seine Vorstellung, 2 Stunde später hatte er den ersten Entwurf - 3 Tage später stand die HomPage - eine Woche später waren wir medientechnisch startklar - und warteten dann nur mehr drauf, dass wir von unserem bisherigen grössten Kooperationspartner dessen OK bekommen für die bereits vorbereiteten Aktionen.

Die kam zwar nicht, aber wir legten halt dann mal ohne los - und schlugen medial nachhaltig ein - Zustimmungen auf der gleichnamigen Seite in Facebook innerhalb von 2 Tagen verdoppelt - viele postitive Rückmeldungen.

Ich baute auch eine alte Xing-Gruppe mit ein - ver.änderte die geringfügig, passte meinen Blog für meinen anderen Verein an die neuen Gegebenheiten an - und promotete unsere Aktivitäten auch gleich in einer OnlineBezirkszeitung.

Ich bin noch immer - bzw. mehr denn je - überzeugt davon, dass "es einfach sein soll" - dass wir - von wem und was auch immer geleitet waren und werden - und ich arbeite mit Menschen in unterschiedlichster Gläubigkeit zusammen - und niemand hat ein Problem, dass wir alle eigentständige Individuen sind - dass wir jeder und jeder unseren ureigensten Glauben haben.

Wir alle sind eins - egal, welche Überzeugungen wir haben - und welchen Glauben wir leben - wir sind eins - und es ist an der Zeit, dazu zu stehen, dass es auch Kooperationen geben darf, die auf den ersten Blick vielleicht nicht ganz so selbstverständlich sind.

Und ja, "es" passiert nicht nur in Hinblick auf unseen Verein so - es passiert in vielen Bereichen - unterschiedlichste Meinungen prallen nicht zwangsläufig aufeinander - müssen sich nicht zwangsläufig bekämpfen und hassen - sondern können einen gemeinsamen Nenner finden, um zusammen zu arbeiten - zum Wohle aller.

Ich persönlich finde das voll schön - obwohl ich dazu sagen muss, ich gestehe mir mittlerweile noch viel öfter das Recht zu, manche Menschen aus Überlegungen aus zu schliessen, mit ihnen etwas zu tun haben zu wollen.

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