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Montag, 9. September 2013

Schmerz - Beispiel 1 - Kürzung des Bezugs

Da mir der letzte Beitrag dann doch zu lang wurde, hab ich ihn gesplittet - und es werden noch mehr persönliche Beispeile dazu kommen - im Laufe der Zeit :-)  Letztens hatte ich geendet mit

Was läuft da alles falsch im System?

Und?
Geb ich auf?
Und so gings weiter:


Ich weiß es noch nicht - telefoniere seit gestern mit allen möglichen und unmöglichen Menschen bei der Rechtsberatung der Arbeiterkammer - aber irgendwie hab ich da bisher jetzt auch nix gscheites erfahren - ich bleib heut noch dran, dann treff ich die end.gültige EntScheidung.

Achja, da, wo ich das schreibe, ist jetzt aktuell Donnerstag, 5.9.2013, kurz nach 8 Uhr früh - bis der Beitrag online geht kann ich sicher schon über das Ergebnis berichten ;-) Für mich stellen sich aktuell 2 Möglichkeiten:

  • Ich hör zu kämpfen auf - akzeptiere, dass es keinen Sinn macht, sich wirklich nen Job selbst finden zu wollen - weil einem das Land Niederösterreich - durch willkürliche Verordnungen - finanzielle Brocken zwischen die Beine wirft, über die man einfach stolpern muss.
  • Ich finde doch noch einen Weg, das Ganze ab zu wenden, bekomme dadurch neue Hoffnung ins System und die Gerechtigkeit und bin weiterhin für andere da - um auch ihnen immer und immer wieder neuen Lebensmut zu geben.

Wobei eins ist klar - in beiden Fällen - ich gebe noch den heutigen Tag Raum für den Schmerz - spätestens morgen früh weiß ich, wie es konkret bei mir weiter geht - und ich hab nicht vor, nicht trotzdem weiterhin mein Leben zu geniessen und glücklich zu sein.

Ich passe mich den Gegebenheiten an - entweder sprühe ich weiter Lebensfreude - oder ich ziehe mich zurück und geniesse für mich allein mein Leben - ohne Chance auf einen neuerlichen unselbständigen Job ;-)

Zwischenstand 10 Uhr:

Der nette Herr Magister in der Rechtsabteilung der Arbeiterkammer erklärte mir, dass es zwar furchtbar ist, was mir passiert, aber ist so - richtet sich jetzt nicht gegen mich, sondern eigentlich gegen die, die sich ein oder zwei Tage im Monat haben anstellen lassen und die Mörderkohle abgesahnt hätten - und dann zusätzlich AMS-Bezug kassiert - aber betrifft halt auch immer wieder "Unschuldige".

Und mein Argument, dass ich die Urlaubsvertretung ja nur gemacht hatte, damit ich ab Oktober die Fixanstellung bekomme - und dass das meine Betreuerin auch gewusst hatte - ist zwar ein gutes Argument, nutzt nur nix - weil Gesetz ist Gesetz - und wenn wer einen befristeten Dienstvertrag von weniger als einem Monat hat, dann wird grundsätzlich unterstellt, dass das ne "linke Party" ist - also hat er nicht gesagt, aber kam bei mir so an.

Ich hab jetzt mal Abwasch erledigt und weiter drüber nachgedacht, was ich tu - und eigentlich isses eh klar. Wenn mir nicht mal meine Beraterin vor Antritt einer Urlaubsvertretung nen Hinweis gibt, dass ich mich einfach ganz "normal" anstellen lassen soll - und dann nach 3 Wochen "aufhören" - wie vielen anderen passiert das dann auch?

Also sicher allen nur 1x - was heißt - es wird niemand so bescheuert sein, sich ein zweites Mal auf etwas ein zu lassen, wo er letztendlich ein finanzielles Minus schreibt - beim ersten Mal kanns passieren - weil mans nicht weiß - und weils auch niemanden gibt, der einen drauf hin weist.

Tja - also was mach ich? Ich, die ich die schreibende Oberfuzziline bin? Also nächstes Wochenende wird mir sicher nicht fad - ich muss mir jetzt nur noch den Titel meines neuen eBooks einfallen lassen - aber wo gibts das schon - einen Führer durch den AMS-Dschungel - auf was muss jemand aufpassen, der willig und ehrlich ist?

Zwischenstand 12 Uhr:

Nach Telefonat mit Tochter tendiere ich zu "MEIN KAMPF mit den Tücken des Sozialstaates Österreich"

Aktueller Stand, 8.9.2013:

Nachdem ich auch meinen ehemaligen und zukünftigen Chef angeschrieben hatt, rief mich der dann auch noch an und meinte, dass er mit der Lohnverrechnung Rücksprache gehalten habe und meine Darstellung - in Wien - nicht bekannt ist, ich solle mich da nochmal erkundigen.

Ich war am Donerstag noch im "Sozialen Forum" in Ternitz, u.a. weil ich weiß, dass, wenn es eine Möglichkeit gegeben hätte, das noch ab zu wenden, die mir das hätten sagen können. Ihr merkt es schon an der Formulierung - gibts nicht - aber ich weiß jetzt auch die Hintergründe - ist eine relativ neue Verordnung - in Niederösterreich - also Gesetz - und scheinbar gibts keine wirklichen Hintertürchens.

Sagte mir wer, dem immer was einfällt - von daher hab ich in diese Richtung mal resigniert - weil die Tipps anderer, jetzt vor den Wahlen offene Briefe an die Großparteien zu schicken - ist irgendwie nicht meins. Aber mein eBook schreib ich ;-)

Resumée:

Und ja - hat was mit wiederkehrenden Thematiken zu tun - weil solche Sachen passieren mir immer wieder - und es passt für mich auch perfekt, was letztens ne Bekannte schrieb:

Du hast dir echt einen harten Weg ausgesucht, um zum Spezialisten zu werden.

Genau darum gehts - bisher hab ichs mit Fassung getragen, dass mir immer und immer wieder solche sch..... Situationen passieren - und ich hab mich immer wieder hoch gerappelt und mit Fassung getragen - aber ich mag nimma - also hab ich jetzt 2 Dinge getan - denen "da oben" gesagt, dass es reicht - und ich schreib mal wieder ein eBook - nicht nur, ums detailliert zusammen zu fassen, sondern auch, um andere davor zu warnen, in die selben Fallen zu tappen.