wer nicht will, der hat schon

Faszinierend - da jammert jemand über die eigenen Probleme - ich schlage Möglichkeiten vor, diese zu lösen - und dann wird mir Engstirnigkeit vorgeworfen - und wie ich es wagen könne, logische und klare Lösungsvorschläge zu bieten - wenn man denn so gern im eigenen Frust verrecken wolle.

Und schon muss ich wieder an die Spiegel denken - jeder sieht im anderen immer nur das Abbild seiner selbst - und wenn ich gefrustet wäre, würde ich möglicherweise auch alle anderen für gefrustet und lebensunfähig halten.


Leider bin ich lösungsorientiert - und wenn mich wer anjammert, dass es ihr/ihm so scheisse geht - ist mein erster Impuls - Lösungswege an zu bieten -  witzig find ichs dann eben, wenn ich als Antwort bekäme, wenn ich mit der direkten Art meines Gegenübers nicht klar käme, war das mein Problem.

Sorry, stimmt nicht - wenn jemand ein Problem hat - mir davon erzählt - ich Lösungsvorschläge anbiete - und diese Person drauf beharrt, im eigenen Problem zu versinken - dann ist es weiterhin deren Problem - ich nehms ihr/ihm nicht ab.

Und nur, weil jemand meine Unterstützung ablehnt, nehm ich mir jetzt auch nicht das Lebem, weil gibt genug andere, die sich darüber freuen, wenn sie etwas Unterstützung erhalten  - egal ob von mir oder anderen.

Nein, es ist trotzdem nicht mein Problem - weil ich ärgere mich auch nicht jahrelang drüber, dass wer einfach zu borniert ist, um zu zu hören - oder das zu lesen, was ich schreibe - ich arbeite meinen ureigensten kurzzeitigen Frust hier auf - und das wars dann auch schon wieder - ganz einfach - dafür gibts den Blog hier - meine ureigenste Bewältigung dessen, was nicht meine Welt ist ;-)

Wobei - eins sollte schon klar sein - wenn ich jemanden mag - dann darf mir der manchmal sogar mehrfach mit seinem Allerwertesten ins Gesicht fahren, bevor ich ihn in die eweigen Jagdgründe schiesse - wenn ich allerdings jemanden weder persönlich kenne, noch sonderlich mag - passiert derartiges wesentlich schneller !

Vielleich noch ein Ausflug in meine Geschichte - ich hatte 2008 meine letzte Scheidung - dabei das Haus und den Kredit - und auch mich - übernommen - danach kämpfte ich lange Zeit ums Überleben - weil ich mein Haus auch nicht aufgeben wollte.

Ich hab von Butterbrot und schwarzem Tee gelebt - ich habe mich darüber gefreut, dass die Tochter der Nachbarn am Abnehmtripp war, weil dadurch bekam ich fallweise die Restln vom Essen, die sonst für sie eingefroren worden waren.

Letztendlich konnte ich die gewerbliche Sozialversicherung nicht mehr bezahlen und musste mir Geld leihen, sonst wär alles zu spät gewesen. Aber das war auch der Zeitpunkt, wo ich mich selbst aus meiner ureigensten Scheisse zog - und das nicht zum ersten Mal.

Ich fand mir nen unselbständigen Job - befristet auf ein Jahr - danach hatte ich dann zwar ganz andere Troubles - aber auch die bekam ich wieder in den Griff. Aktuell ist es so, dass ich heuer noch mein Haus abbezahlt haben werde - und es endlich wirklich "meins" ist.

Siet 3.11.2015 habe ich einen auf 3 Jahre befristeten Vollzeitjob - seit Anfang dieses Monats jetzt sogar mit 40 Stunden statt nur mehr mit 38 - und in 4 Jahren gehe ich theoretisch in Rente - von daher schaut auch meine Zukunft reloativ rosig aus.

Achja, und sobald das Haus mir gehört, bleiben mir auch ca. 400 Euro mehr übrig im Monat - mir - womit ich dann tun und lassen kann, was ich möchte - wonach mir beliebt - was mir an Blödheiten einfällt - könnt auch sein, dass ichs mir anspare, um das Haus jetzt endlich wirklich um zu bauen und neu ein zu richten ;-)

Daneben ist dann noch meine Leidenschaft, die den Rest meiner Zeit mit Beschlag belegt - nicht, weil ich muss, um überhaupt überleben zu können - oder weil ichs unbedingt brauch - und nicht weiß, wie ich ansonten mein Leben fristen würde - sondern, weils einfach voll "meins" ist - weils eben meine Leidenschaft ist - für die ich lebe - und die mir einiges wert ist.

Seit mittlerweile fast 3 Jahren bin ich auch sozial engagiert - seit eineinhalb Jahren im eigenen Verein - wo ich immer wieder Beratungen für sozial benachteiligte Menschen anbiete / abhalte.

Ich wage mal zu behaupten, dass dich die soziale Landschaft in Österreich - zumindest in Niederösterreich - recht gut kenne - verbunden mit allen Möglichkeiten, welche seitens AMS, BH, Gemeinden, Land - und sonstigen Vereinen, Ämtern und Behörden - möglich sind.

Und wenn das, was ich mache - und auch bereit bin, für oftmals wildfremde Menschen, zu tun - engstirnig ist - dann muss ich sagen - ja, ich bin stolz drauf, dass ich so bin, wie ich bin - wenns wer eben nicht annehmen will - ihr/sein Problem - ich geh mal wieder bissale was für meine Zukunft tun.

Achja, ansonsten - alles Liebe zum Vatertag in Deutschland :-)

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