jemanden weh tun

Da gabs vor Kurzem ne Meldung, die mich irgendwie beschäftigt - und die ich gern auch noch hier aufarbeiten möchte. Irgendwie war sie für mich absolut emotional positiv belegt, aber ich glaub, dass viele es ganz anders verstehen könn(t)en wie ichs verstanden hab :-)

Es geht um einen Mann in meinem Leben, mit dem ich in den letzten Wochen doch fallweise relativ viel Zeit verbracht habe - und wo meine Jungs mein(t)en, er täte mir gut - und ich würde mich offensichtlich auch immer wieder freuen, ihn wieder zu sehen.


Und da mein Künstlerkollege sehr viel "spürt", fragt er mich auch immer wieder, ob sich diese Person bei mir wieder gemeldet habe. Als ich dann nach einer "langen Nacht" meinte, nein, wieder mal absolute Funkstille - kam dann die spontane Aussage "Wenn er dir weh tut, tu ich ihm auch weh, weil du bist sowas wie ne kleine Schwester für mich und, wenns für dich ok ist, dann pass ich in Zukunft auch bissale auf auf dich."

Also für mich wars eine voll positive und stimmige Aussage, aber als ichs langjährigen Bekannten erzählt habe, meinten die, das klingt ja fast wie mein Lover vom Vorjahr und bei dem hätte ich das nie und nimma geduldet.

Seither denke ich immer wieder mal drüber nach - und kam mittlerweile zu dem Schluss - dass es für mich eine komplett andere Situation ist. Voriges Jahr war ich zwar mit meinem eben ExLover "zusammen", aber ich hatte mich ihm gegenüber emotional nicht geöffnet - hätte es auch nicht wollen - wir hatten Sex, es tat mir gut - er bekochte und verwöhnte mich - aber er klammerte und wollte mich ganz für sich haben.

Der Künstler möchte mich auch ganz für sich haben - aber nicht als Frau und Eigentum - sondern als seine Managerin, die ihm die Sachen im Leben abnimmt, die er selbst nicht machen möchte - und die ihm bei seiner Musik eigentlich nur stören - und als Freundin, Kumpeline, mit der er über alles reden kann - und die das auch tun darf.

Aber er akzeptiert, dass ich auch noch andere Interessen habe, sei es die Human Design Matrix - oder auch, besagter Mann, mit dem ich mich einige Nächte herum getrieben hab in der Stadt.

Fällt mir jetzt auch grad noch auf - mein Geschäftspartner hätte und hat kein Problem damit, wenn ich mit einem "anderen" Mann zusammen wäre, der mir gut tut - solange er mir gut tut - und solange ich deswegen nicht glaube, ihn anlügen zu müssen.

Wir sind Freunde, wir gönnen einander auch glückliche Stunden. Manche, die hier mitlesen werden wissen, warum ich genau das jetzt auch noch erwähnen musste ;-)

Mich fasziniert das jetzt grad nachhaltig - ich kenne den Musiker jetzt erst seit nem guten halben Jahr, aber ich käme nicht auf die Idee, ihm jetzt nicht zu sagen, wenn ich mich mit jemanden treffe und deshalb keine Zeit für ihn habe - und es ist überhaupt kein Thema, weil er weiß, dass ich trotzdem das mache, was wir vereinbart haben - beruflich gesehen.

Gestern hab ich mit besagter aktueller Person gesprochen und er meinte - "ich würde dir nie weh tun". Tja - schon klar - bewusst und körperlich - aber das, was mir weh tut - und was auch andere immer wieder "spüren" ist, wenn ich so emotionalen Wechselbädern ausgesetzt werde - einmal bis in die frühen Morgenstunden gemeinsam unterwegs - traute Zweisamkeit - und dann über ne Woche absolute Funkstille - also absolute.

Ein anderer Freund sieht sowas ja eher unemotional und meint in solchen Situation dann immer - geniesse die Stunden und mach dir dazwischen keine unnötigen Gedanken. Und das ist die Krux an der Sache - weil ich eben sehr viel nachdenke - und es bei mir auch nur 2 Möglichkeiten gibt - entweder ich mag einen Menschen - oder nicht - halbschwanger geht ja auch nicht ;-)

Meine Teamkollegen mag ich, die bedeuten mir beide sehr viel - und ich würde ihre Gesellschaft nicht missen wollen. Und ich mag auch diesen Mann, mit dem ich Nächte diskutierenderweise verbringe - weil, würde er mir egal sein, würde ich meine Zeit nicht mit ihm verbringen wollen.

Ich glaub, das, was mich aktuell immer wieder mal belastet ist, dass ich letztendlich nicht weiß, wie ich - jetzt speziell bei ihm - "dran bin" - voriges Jahr bei meinem Lover wars ziemlich schnell klar - er hatte mich nach dem ersten Treffen in einen Glassturz stellen wollen und mich für den Rest seines Lebens als seinen Lebensmittelpunkt haben wollen - ohne darauf Rücksicht zu nehmen, was ich brauche und möchte.

Bei meinen Jungs isses auch klar - wir sind ein Team, welches sich ein gemeinsames Ziel gesetzt hat - wir unterstützen einander - und wir sind für einander da - und wir können über alles reden - jede.r mit jede.r/m - da gibts aber auch keine Besitzansprüche - und jede.r wird so an- und wahrgenommen, wie sie/er ist - mit allen Schwächen und Stärken.

Aber mich belastet Ungewissheit - ich mags nicht, wenn ich mich auf etwas freue - und dann versetzt werde - kommentarlos - wenn ich einfach ignoriert werde - also von jemanden, wo ich immer wieder das Gefühl hatte, dass da vielleicht "mehr" zwischen uns sein könnte als nur ne Geschäftsbeziehung.

Naja, was solls - jetzt ist der spätere Beitrag vor diesem hier raus gegangen, weil ich übersehen hatte, dass ich den schon heut früh begonnen hatte - bin halt wirklich nicht fit - is jo wurscht - bekommt ihr ihn morgen zu lesen, während ich mich ins Tal der Hölle schmeiss :-)

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