Arbeitsallergien

Ich muss dazu noch einen eigenen Beitrag schreiben, sonst wär der vorige 

Jobsuche


zu lang geworden ;-) Es geht mir hier um Allergien mancher Menschen - gegen Arbeit - und die damit einhergehenden Aggressionen gegenüber ihrer Umwelt, wenn irgndwas auftritt, was auch nur im Entferntesten an Arbeit erinnert.


Ich bin jetzt zwar schon seit 3,5 Monaten weg, aber heut früh wurde ich wieder massiv daran erinnert:

Gerichtsurteil: Aggression in AMS-Kursen ist zumutbar

Also ich kenns nicht anders - in den langen Jahren, in denen ich in AMS Maßnahmen beschäftigt war, hatten immer wir TrainerInnen das Nachsehen - mussten uns beschimpfen lassen - manche drohten auch uns und anderen TeilnehmerInnen - und es gab keine Konsequenzen - nicht für die, die ihre Aggressionen unverhohlen auslebten.

Von den kulturüblichen Ausdrucksweisen einiger mit Migrationshintergrund rede ich gar nicht, damit muss man eben leben, wenn es die Gesellschaft so will, dass Frauen als Huren beschimpft werden - oder als Schlampen - ist eben so in den Kulturen derer, die nach Österreich kommen, um sich hier zu integrieren.

Oder, wenn eben schon Jugendliche überzeugt davon sind, dass die ganze Welt nur dazu da ist, ihnen die Rosinen aus dem Kuchen zu picken - sie aufs Töpfchen zu heben - und ihnen den Popo auszuwischen.

Und - mal ehrlich - wenn jemand mit abgeschlossener Pflichtschule noch nicht gelernt hat, wie man sich zu benehmen hat - wir heißt es so schön - was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. Jja, das Problem beginnt schon ganz früh - es dürfen ja auch schon die LehrerInnen nichts mehr tun, um Aggressionen zu unterbinden.

Nein, ich bin nicht für die Prügelstrafe - aber Erziehung beginnt eben nicht erst, nachdem die Pflichtschule absolviert ist. Noch etwas werfe ich dem Schulsystem vor - viele Pädagogen erkennen auch nicht - oder kommunizieren es einfach nicht - dass SchülerInnen nachhaltige Probleme haben, die angeschaut gehören um danach entsprechende Schritte einzuleiten.


Es gehört - meiner Meinung nach - in die Pflicht des Schulsystems, Mißstände im Elternhaus zu erkennen - und dies auch an die entsprechenden Stellen zu kommunizieren - wozu sonst wären das alles ausgebildete PädagogInnen?

Also ich bin weder Psychologin noch Psychiaterin, aber wenn eine Person nachhaltige psychische Probleme hat, dann sollte ich zumindest so viel sein, dass ich das nach einer angemessenen Zeit erkenne - und dies auch jenen kommuniziere, die dieser Person helfen können.

Es gibt viele Menschen mit besonderen Bedürfnissen, die keine Arbeitsallergie haben - die aber keien Chance am 1. Arbeitsmarkt haben, weil sei eben keine 100 % Leistung erbringen können - naja, gibt auch viele, die keinen besonderen Bedürfnisse haben und das auch nicht tun, aber das ist eine andere Geschichte ;-)

Ja, es scheitert am System - aber am ganzen - nicht nur im AMS Bereich - nicht nur im Schulsystem - ich persönlich habe den Eindruck, dass meist eine Art Vermeidungsstrategie angewandt wird. Wenn wer möglichst laut schreit - und flächendeckend Stress macht, dann bekommt er/sie wesentlich mehr Vergünstigungen als jene, die wollen aber eben gesundheitlich nicht können.

Ich habe es in den über 20 Jahren meiner wiederkehrenden Tätigkeit im AMS Kontext festgestellt - die arbeitswilligsten waren immer die, die irgendwelche Einschränkungen hatten - und denen das auch bewusst war.

Ja, gab auch welche, die sich für ganz normal und arbeitsfähig hielten - und der ganzen Welt die Schuld gaben, warum sie keinen Job bekamen - teilweise auch aggressiv wurden - obwohl sie 60 % begünstigt Behindert eingestuft waren und eine Aufmerksamkeitsspanne von einer halben Stunde hatten - maximal.

Oder eben auch jene, die angeblich schwere psychische Probleme hatten - und seit Jahren in Behandlung standen - ohne jegliche Aussicht auf irgend eine Form der Besserung. Wenn ich dann ganz pragmatisch anmerkte, dass sie einfach eine nachhaltige Allergie gegen jegliche Form von Arbeit haben könnten, war das natürlich etwas, was man nicht laut sagen durfte.

Auch nicht, wenns die Betroffenen selbst sagten, dass sie immer dann in ihre Depressionen verfallen, wenn sie in die Verlegenheit verfallen würden, doch arbeiten zu sollen, um sich ihr Leben finanzieren zu können.

Nein, nicht immer waren es Depressionen - ganz beliebt sind Magenbeschwerden - oder ständiger Durchfall - und wenn die Mama dann den Internetzugang kappt, kanns schon mal passieren, dass sich das minderjährige Buberl vor der Mama aufbäumt und sie aufs heftigste beschimpft und bedroht.

Ja, hab ich alles live miterlebt - aber was kann ich tun - ausser mit den Eltern sprechen - Stellen nennen, wo man sich hinwenden kann. Die meisten langzeitarbeitslosen Jugendlichen sind nicht dumm - sie sind einfach faul und verwöhnt - schon von Kindheit an.

Und aus langzeitarbeitslosen Jugendlichen werden langzeitarbeitslose Erwachsene - die nie etwas anderes gesehen und erlebt haben, als sich durchs System zu wurschteln - alles auszunutzen, wo man Sozialleistungen erhalten kann - ohne jemals ernsthaft in Erwägung zu ziehen, dass dies mit Arbeit auch möglich wäre.

Dann les ich solche Beiträge wie den in der Presse - und denke mir - stimmt - wer sich am lautesten über die Mißstände beschwert - bekommt recht - und weiterhin Kohle fürs Nixtun - perfekt - ich wünsche ihnen, dass sie noch lange in diesen Genuss kommen mögen - glaubs aber nicht, weil über kurz oder lang muss dieses unser Sozialsystem kippen.

Ich weiß, es wird auch mich und meine Pension bereffen - aber das nehme ich gerne in Kauf, wenns dann auch endlich die trifft, die seit Jahren nur auf Kosten anderer schmarotzen - und alle Tipps und Tricks anwenden, um nicht selbst für ihren Lebensunterhalt sorgen zu müssen.

Ja, ich kanns nachvollziehen, dass nächtelang Computerspielen und Video schauen wesentlich angenehmer ist, als täglich in der Früh auf zu stehen und arbeiten zu gehen. Ich kann mir auch vorstellen, dass jegliche andere Flucht aus der Realtität wesentlicher bequemer ist als sich selbst zu erhalten.

Ich praktiziere es selbst - seit eineinhalb Monaten - ich tue, was mir Spaß macht - und wenns mir keinen Spaß macht, zusammen zu räumen, dann lass ichs bleiben, bis es mir wieder Spaß macht.
Und wenn ich nicht kochen will, gehe ich Essen.

Ich bin mir sicher, dass es auch den Kiddys so geht, die nie in die Pflicht genommen wurden - die schon in der Pflichtschule immer wieder zu Hause bleiben "mussten", weil sie so BauchiAua hatten - um dann weiter Computer spielen zu können.

Es gibt einen wesentlichen Unterschied - ich habe 38 Jahre fast durchgängig gearbeitet - ich habs mir verdient, jetzt mal Winterschlaf zu halten.

Und ich gestehe es jedem anderen Menschen zu, dass sie/er dann auch die wohlverdiente Pension genießt - dann - nicht, solang sie minderjährig sind - da würd ich gerne eine Möglichkeit haben, ihren Elten in den Allerwertesten treten zu dürfen, damit die endlich in die Gänge kommen.

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