Johannesbachklamm - Klammrunde

Am Mittwoch wachte ich wieder mal mit Kopfschmerzen auf - noch immer die Nachwehen der Klimaanlage von Schwechat - ich warf ne Pille ein, drehte mich um - schlief weiter. Irgendwann wachte ich auf und dachte dran, nach zu schauen, wann meine Kaffeelieferung eintreffen würde - eh klar - am Mittwoch.


Also um 10 doch aufgestanden und mal renovieren - danach kamm UPS früher als geplant und ich stand da - wach und mit relativ wenig Kopfschmerzen - und überlegte, ob ich mir jetzt ne ganze Woche ohne Wandern leiste - weil Samstag wird nix, da gibts bei uns im Ort Hüttenfest.

Zu Mittag schmiss ich mich einfach ins Auto und fuhr zu langjährigen Freunden, wo ich vor deren Gasthaus mein Auto parkte und ihnen mitteilte, dass ich in 4 bis 5 Stunden wieder zurück sein werde - und dann auch sicher hungrig ;-)

Ich hatte 5 Früchteriegel mit - aber nichts zu trinken - im Internet stand - 3 Stunden - woraufhin ich mal von 4 bis 5 ausging - mit meiner nicht vorhandenen Kondition - und ausserdem war ich beim weg gehen auch nicht sicher, ob ich nur durch die Johannesbachklamm gehe und dann wieder umdrehe - oder ob ich wirklich die ganze Runde mache.

Also stapfte ich los - überlegte dann in Würflach kurz, wieder um zu kehren - fand dann aber auf Anhieb den Pfad zum Freizeitzentrum - und ging mal weiter - und weiter - und weiter ;-) Nach 4 Stunden war ich wieder beim Gasthaus - ohne Pause - nach fast 13 km - den Großteil auch noch bergauf - die letzte Stunde dann mit Schotter und steil nach unten.

Was soll ich sagen - ich war und bin geschlaucht - ich hab mich nachhaltig übernommen - aber es war gut, wie es war - wars am Freitag vorher die mentale Herausforderung, meine Höhenangst im Griff zu halten - so wars diesmal das Überschreiten der Grenze meiner körperlichen Kondition - ich spüre jeden Muskel meines Körpers - manchmal versagen mir die Knie - aber ich habs geschafft - auch das.

Eine ehemalige Schulfreundin meinte letztens, sie mache sich Sorgen, weil ich jetzt so exszessive wandere - aber ich mach seit Jahren alles, was ich mache - mit vollem Herzen - und mit Begeisterung - und wenns grad kein berufliches Projekt ist, dann eben jetzt das Wandern um des wanderns willen - um mich zu verausgaben - um mich aus zu toben - um meine überschüssigen Energien ab zu bauen.

Ich hatte so eine Phase schon in 2. Ehe - damals wars Frust - da kleschte ich die Türen zu und haute für Stunden ab - rannte durch die Wälder - und powerte mich aus - Ersatzbefriedigung, um neimanden in die Fresse zu schlagen - jetzt ist es ne andere Art von Ersatzbefriedigung - wobei ich gestehen muss, nutzt letztendlich nicht wirklich - weil die Lust auf mehr ist nach derartigen Exzessen fast noch grösser wie sonst.

Aber irgendwie bekomm ich auch das noch in den Griff *lach*

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