bekommen, was man verdient

Auweia - da können jetzt aber einige froh sein, dass es nicht immer so ist - zumindest nicht immer unmittelbar *lach* - ich möchte das Wehgeschrei nicht hören, wenn die kleinen Sünden wirklich immer und überall sofort bestraft würden - von wem und/oder was auch immer :-)

Ich hatte letztens ein längeres Telefonat mit (m)einer lieben Freundin und irgendwann im Gespräch meinte sie - "Naja, heißt ja: Jede.r bekommt, was sie/er verdient". Diese Aussage kenn ich zwar schon ewig, diesmal hat sie mich aber irgendwie nachhaltiger berührt.


Ja - ich lebe schon seit geraumer Zeit nach dem Motto, dass ich niemanden nix (an)tu, was ich nicht selbst auch möchte - und falls ich doch mal was tue, was ich nicht möchte - folgt die Strafe eigentlich fast unmittelabar - zumindest in einem Zeitraum, wo ich dann noch ganz genau weiß, dass es jetzt genau das ist - dass ich grad nix besseres verdient habe :-)

Egal, was es ist - beruflich oder privat - und ja - ich bin mir auch bewusst, dass es grad mir so passiert, weil ich meine Aufmerksamkeit drauf richte - seit einiger Zeit - aber mich fasziniert es grad eben - und ich möchts auch gar nicht ver.ändern - also jetzt (noch) nicht - vielleicht ändert sich das ja noch - aktuell find ichs voll spannend.

Was, wenn dies allgemein so wäre? Also nicht nur bei mir - oder bei uns - die wir davon ausgehen, dass es so ist? Was, wenns nicht beliebig wäre, woran man glaubt - oder auch nicht? Was, wenns wirklich eins der Naturgesetze wäre?

Würdest du dein Leben und deine Einstellung ver.ändern, um andere Dinge in dein Leben zu ziehen als dus bisher getan hast? Nehmen wir mal an, es wäre wirklich so - alles, was ich tue, kommt zu mir zurück - und alles, was du tust, kommt zu dir zurück.

Konkretes Beispiel - weils so gut zu dieser Aussage passt - und weils mir genau in dem Moment so richtig bewusst wurde - da gabs den Künstler - und da gabs das Team von 4 Personen. Naja, irgendwann warens nur mehr 3 - und ich hatte die Aufgabe, meinen jahrelangen Freund zu sagen, dass er "raus" ist.


Naja, ich mag sowas sowieso nicht - und von daher hab ich mich vorher seelisch und mental abgegrenzt - bevor ich in dieses Gespräch ging. Und mitten im "Gespräch" kam von ihm die Aussage "du weißt aber schon, dass du mir grad keine Chance auf eine Gegendarstellung lässt?" (oder so ähnlich)



Und ich antwortete wahrheitsgemäß "JA" - weil ich hatte auch gar keine Lust, irgendwas aus zu diskutieren.

Das war genau am Donnerstag-Feiertag, am 30.5.2013 - nicht mal ein Monat später - Montag, 24.6.2013 sass ich auf der anderen Seite - und mein ehemaliger Künstlerfreund teilte mir mit, dass er mit mir nicht mehr zusammen arbeiten könne, weil ich ihn nervös mache, wenn ich bei Auftritten dabei bin.


Und ich sass da und hatte mein persönliches ureigendstes DejaVu - ok - er war überzeugt, dass ich ihn abgöttisch lieb(t)e und verehr(t)e und ihn zum Mittelpunkt meines Lebens mach(t)e - ohne ihn nicht mehr leben könn(t)e - und das belastete ihn - deshalb verspielte er sich - ich eng(t)e ihn ein und nahm ihm den Raum, sich seiner Veranlagung gemäß zu ent.falten.

Was wäre da von meiner Seite aus noch zu sagen gewesen, was auch nur irgendwie bei ihm auch wirklich "angekommen" wäre - ausser, ok - das wars dann wohl. Aber mir war echt in dem Moment die Situation von vor einigen Wochen fast spürbar bewusst - dieses - du lässt mir ja nicht mal ne Chance, darüber zu reden.

So wie meine EntScheidung gefallen war, als ich in das erste Gespräch ging - so war seine EntScheidung gefallen, als ich ins zweite Gespräch ging - absolute Spiegelung der Situationen - es hatte mich nachhaltig fasziniert.

Ein weiteres Beispiel - ähnlicher Zeitpunkt - andere Baustelle - mein Künstler "serviert" mich am Montag ab - Mittwoch vorher schreibt mich mein ehemaliger Chef an, ob wir uns mal treffen könnten - ich wollte eigentlich nicht, weil war eh vollauf beschäftigt - aber sag dann doch einem Treffen zu.

Montag verliere ich meinen unbezahlten "Job" und Donnerstag drauf unterschreib ich für einen unselbständig bezahlten - zwar nur befristet - aber immerhin - ich stehe bei den nächsten AMS-Maßnahmen wieder vorne - statt drinnen zu sitzen und unentgeltlich für jemanden zu arbeiten, der mich sowieso nicht will und braucht ;-)

Je mehr ich darüber nachdenke, desto stimmiger wird es für mich - ich bekomme, was ich verdiene - und wenn ich - gegenüber wem auch immer - in irgend einer Form "böse" bin, dann kommt das genauso zurück, wie wenn ich aus ganzem Herzen und ohne Hintergedanke "Gutes" tue.

Ich wollte 2007 nie wieder als Trainerin im AMS-Kontext tätig sein - weil ich mich zu viel "rein gehängt" hatte - mich zu sehr engagierte - und mich dadurch so voll auspowerte, dass ich echt an meine Grenzen gelangte.

Aber mit dem mittlerweile veränderten Wissensstand - und den Erkenntnissen der 9 Monate in Neunkirchen - wo ich jetzt endlich wirklich auch die Hoffnung aufgegeben hatte, irgendwen aus meinen Teilnehmerpool helfen zu können - gehe ich eigentlich recht locker und beschwingt in die neue Herausforderung.

Und ich habs heuer schon 2x geschafft, dass mich Teilnehmer während Urlaubsvertretungen drauf angesprochen habe, ob ich nicht "bleiben könne" - ich geb zu, das waren die schönsten Momente in meiner Laufbahn als Trainerin im AMS-Kontext - das positive Feedback von Menschen, die auf Kurse geschickt werden, wo sie sich jetzt genauso wenig als Menschen geachtet fühlen wie wenn sie "aufs Amt" müssen.

Ich gesteh, ich freu mich echt schon auf Oktober, wenn ich wieder 2 eigene Kurse übernehme - mal sehen, was wir da gemeinsam zustande bekommen - wel eben meine Einstellung eine ganz andere ist als noch vor ein paar Monaten.

Und ich werde weiterhin "Gutes" tun - nicht, damit ich "Gutes" zurück bekomme - sondern, weils einfach wirklich schön ist, wenn sich Menschen öffnen, die anderen gegenber eine Mauer aufbauen, weil sie sich in ihrer Einmaligkeit nicht gesehen und beachtet fühlen.

Es geht nicht darum, den TeilnehmerInnen etwas Neues zu lernen - die haben das großteils schon so oft durchgekaut - in zahlreichen Variationen - aber ab und zu hilft es jemanden, sich einfach wieder als Mensch geachtet und behandelt zu fühlen - einfach normal zu plaudern - auf gleicher Augenhöhe.

Das ist vielleicht mein grosser Vorteil - ich komme aus der Praxis - auch was "arbeitssuchend gemeldet" bedeutet - weil ich wechsle die Fronten - von selbst arbeitssuchend gemeldet sein, wie grad jetzt - zu Trainerin in AMS-Maßnahme, wie bis 14.8. und ab 14.10. wieder.

Ja, ich weiß, wovon ich spreche - ich weiß, wie man sich fühlt, wenn man in einen derartigen Kurs geschickt wird - weils das System verlangt - ich sass selbst schon 2x in derartigen Maßnahmen - nachdem ich sie vorher 13 Jahre lang auf selbständiger Basis unterrichtet und organisiert hatte.

Wenn da dann wer kommt und mich anpflaumen möchte, warum sie/er auf diesen Kurs muss, dann erzähl ich ihr/ihm, dass ich genauso geschickt werde - und ich keine Lust hätte, über die Sinnhaftigkeit derartiger Aktionen nach zu denken - und wir bitte uns jetzt was finden, was uns wirklich weiter bringt :-)

Macht ein anderes Bild, als wenn ich mich stundenlang auf den Stoff des aktuellen Tages vorbereiten müsste - um dann eben genau an solchen Fragen zu scheitern - weil ich zwar auch keinen Sinn drin sehe - aber dies auch nicht wirklich argumentieren kann - bzw. es mir auch nicht gestatte, zu zu geben, dass ich keinen Sinn drin sehe - mich aber arrangiere, dass ich trotzdem damit leben kann.

Nein - es ist nicht alles Licht und Liebe - und ich brauch mir nix schön reden müssen, um überleben zu können - das einzig wichtige - nicht nur für mich - sondern für jeden Menschen auf dieser unserer Mutter Erde - ist, mit sich selbst im Reinen zu sein - den inneren Frieden zu finden - und dann sich selbst aus zu leben.

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