Selbstverständlichkeiten

Na bumm - was für ein Hammer ;-)

Wieder mal - aber war eh klar, schließlich mach ich mal wieder mit Katl ne Challenge - da kommt immer einiges hoch - und noch dazu geht es diesmal um Reichtum.



Doch eigentlich hatte es jetzt gar nichts damit zu tun - es war ein Blogbeitrag einer ganz lieben Freundin - der das getriggert hat. Wobei - eigentlich wars mein Kommentar dazu, bei dem mir dann schlagartig schlecht wurde und ich mich mal ne Zeit aufs Klo verkrümmelte.

Sie schreib über Abschied, ihren letzten Arbeitstag vorigen Freitag - weil sie heute einen neuen Job begann - und ich erinnerte mich an meinen letzten Arbeitstag - und dass es letztendlich niemand der Mühe wert fand, mir zu sagen, wann und wo unser gemeinsames Abschiedsessen stattfinden wird.

Stimmt nicht - einer sagte es mir - und er war und ist auch der einzige, der mir wirklich ähnlich war und ist - und der mir geblieben ist - einer meiner beiden besten Freunde - meine Jungs :-)

Was war am letzten Arbeitstag - der übrigens der letzte meines Lebens war - also in unselbständger Beschäftigung - weil 1 Monat später ging ich auch in Pension. Was war also? Nichts. Es war selbstverständlich, dass ich mehrere Stunden länger arbeitete als alle anderen - dass ich noch alles abschloss und für meinen Vorgesetzten zusammen stellte.

Und dann kam nichts mehr - ich wusste weder, an welchem Tag das Essen stattfinden wird, noch zu welcher Uhrzeit - noch wo es sein wird. Niemand von denen, die es organisierten fand es der Mühe wert, es auch mir zu sagen.

Es war soelbstverständlich, dass ich es sowieso weiß - ich wusste immer alles - 4 Jahre lang - na klar, ich war auch die Verantwortliche in diesem Bereich - es war für mich selbsverständlich, dass ich mich um alles kümmerte und immer alles wusste.

Szenenwechsel:

2007 gab es einen Crash mit LetztEx, bei dem ich ihm sagte, dass ich so nicht länger weiter machen würde - er solle endlich wieder in die Gänge kommen - und etwas tun - zumindest seinen Willen zeigen, dass er noch nicht nur an seine Pensionierung dachte.

Achja, das war übrigens etwas, was er immer von meinem gleichaltrigen Schulkollegen behauptet hatte - dass die alle warten, dass sie in Pension gehen dürfen - aber er, der 10 Jahre älter war - würde das nicht tun, weil er sei der große Checker - und Macher.

Naja, damals hockte er tagein und tagaus auf der Couch und spielte irgendwelche Computerspiele am TV. Er kochte - wenn er grad dazu aufgelegt war - den Rest überließ er gerne mir - nachdem ich von meinem selbständigen Ganztagsshops heim kam.

Achja, er war auch nicht arbeitssuchend gemeldet, sondern spielte Verleger und schrieb nachhaltige Minuszahlen - und als ich eben wieder mal Buchhaltung machte, zuckte ich kurz aus - so geht es nicht weiter.

Er ignorierte noch 2 weitere Ansätze, ihn dazu zu bewegen, seinen Allerwertesten wieder mal von der Couch zu bekommen - naja, fallweise fuhr er nach Wien - wie ich später erfuhr - um sich in Singleclubs mit irgendwelchen Mädels zu vergnügen - oder sich von Paaren aushalten zu lassen.

Wie auch immer - als ich beim 4. Crash einfach aufstand und ging, rief er heulend an - weil er braucht mich doch so - als ich zurück kam, kam dann noch er Nachsatz - er wisse ja nicht, was er ohne mich tun solle.

Weiterer Szenenwechsel:

Der letzte Job vor meiner Selbständigkeit - die vorletzte Weihnachtsfeier, bei der ich dabei war - ein Freund unseres Chefs kommt hinzu - tratscht mit ihm - und meint dann, wer ich denn sei - und mein Chef meinte - das ist unsere Frau Hruska.

Nein, war ich nicht - was dann auch zu beweisen war ;-)

Resumée - ich mags gar nicht, wenn ich als Selbstverständlichkeit betrachtet werde - ich bin es nämlich nicht - und wenn das wer nicht kapiert, dann gehe ich - und ver.ändere mich - war schon immer so.

Ja, auch ich spreche - und schreibe - von "meinen Jungs" - aber ich habe auch hinterfragt, dass es ok für sie ist, wenn ich das tue. Ich hatte mal nen Freund, der es gar nicht mochte, wenn ich sagte, er sei mein Freund, weil er gehört nur sich - nicht mir.

Ich hatte es damals nicht verstanden, worum es wirklich geht - und heute ist es mir bewusst geworden.

Ich war nie auf irgend etwas stolz, was ich erreicht hatte.

Doch - einmal - als mein Vater schwer krank war, unter Medis stand - mich nicht erkannte, dachte, ich sei meine Tochter - und sie anpfnauchte, dass sie nicht mit meinen Federn Indianer spielen solle - weil dass, was ich schon alles erreicht habe, das muss mir erst mal wer nachmachen.

Nein - auch, als mir eines meiner großen Vorbilder mal sagte, dass er mich voll bewundert, weil ich bereits 4 Bücher veröffentlicht habe - und wie ich mein Leben meistere - und immer wieder aufs Neue ver.ändere - und immer wieder das Beste aus den jeweiligen Situationen mach(t)e.

2006 und 2007 habe ich 4 Bücher verfasst und veröffentlicht - und - ich hatte es schon mal beschrieben - ich hab mich zwar gefreut, aber nicht so richtig - über die jetzigen eBooks habe ich mich weit mehr gefreut.

Ich kann schreiben - ich schreibe gerne - es ist für mich selbstverständlich.

1977 hab ich in der Bundeshandelsakademie maturiert - ab 1980 war ich immer wieder im Office Management, im Verkaufsinnendienst - und auch im IT-Bereich tätig. Ich kann was - ich habe eine schnelle Auffassungsgabe - und ich arbeitet auch gerne.

Aber auch das war und ist für mich selbstverständlich.

Dass ich jetzt mein Grundstück umbaue - rode - saniere - neu gestalte - ist für mich selbstverständlich.

Dass ich danach mein Haus saniere und renoviere - und komplett umgestalte - ist für mich selbstverständlich.

Dass ich fallweise schnell mal irgendwas mache, während und worüber andere stundenlang diskutieren - ist für mich selbstverständlich.

Ach da gabs eine Situation, an die ich mich noch einnere - neuer Job - ersts Strategiegespräch - meine Kollegin braucht ne kurze Pause - ich greife zum Privathandy und tätige einen Anruf - unser Marketingverantwortliche versucht, mich deshalb zu rügen - ist dann aber voll verwundert, weil ich mir für nächsten Tag einen Termin ausgemacht hatte, der genau zu dem aktellen Gespräch passte.

Auch das war für mich selbstverständlich - wir sprachen darüber, wo wir nachfragen konnten, um etwas Bestimmtes zu erfahren - und ich hatte am nächsten Tag ein Seminar - genau dort, wo wir nachfragen konnten - und warum noch Tage verschleudern, wenn es sich vielleicht verbinden ließe - was dann auch genau so funktionierte, wie ich gehofft hatte.

Über solche Dinge denke ich normalerweise nicht nach - wenn für irgendwas mein Herz brennt, dass mit 111 % Einsatz - dann rotieren die Rädchen in meinem Gehirn ganz selbstverständlich - und ich tue, sobald ich neue Ideen dazu habe - war schon immer so - wird auch so bleiben.

Was ich ändern muss - und werde - ist, meine Fähigkeiten und Kenntnisse als selbstverständlich zu sehen. Ich kann und soll und muss - mir selbst noch viel mehr wert zu sein - und auch stolz auf meine Erfolge.

Ja, ich kann stolz sein, dass mein Haus mir gehört - dass ich mein TraumAuto fahre - dass ich 4 Bücher veröffentlicht habe - und heuer auch schon ein erstes neues eBook und Taschenbuch - und am nächsten schreibe.

Ich habe 3 Scheidungen hinter mir - ich habe jedes Mal komplett neu begonnen - und auch nach der letzten Trennung vom LetztExLover habe ich nochmal neu durchgestartet - bzw. tu ich es aktuell grad.

Nein, ich habe mich nie unterkriegen lassen - zumindest nicht für lange Zeit - irgendwas war mir immer eingefallen - und tut es das auch jetzt noch. Ich hab 1.000e Ideen, von denen ich einige auch umsetze - und ich kann und darf und soll uns muss das Alles auch zu schätzen wissen.

Ich darf auch stolz darauf sein, dass sich meine Tocher zu einer selbstbewussten Karrierefrau ent.wickelt hat, die ihren Weg geht - mittlerweile auch auf sich selbst mehr achtet. Ich darf stolz drauf sein, auch, wenn ich in ihrer Kindheit und Jugend viel falsch gemacht habe - aber wir haben wieder einen Weg zu einander gefunden - im Gegensatz zu meiner Mutter und ihrem Erstgeborenen.

Und ich bin stolz auf das, was ich heuer im Garten schon geschafft habe - vom roden der kompletten Böschung neben dem Haus - inkl ehemaligen Gemüsebeet - welches jetzt die Kapuzinerkresse beheimatet.

Ich bin stolz auf meine neuen Beete - auf das Zelt - auf das entleete Biotop - das nächste sind wieder reine Grabarbeiten - das kann ich jederzeit machen - auch, wenn es kalt ist - das, was ich für heuer vor hatte, habe ich umgesetzt.

Zahlreiche Bäume sind gefällt - das Holz ist teilweise weg - teilweise wartet es, dass es die Jungs abholen nächstes Jahr - aber es ist geschlichtet und verstaut. Alles andere hat Zeit bis 2020 - ich mache heuer sicher noch etwas  - die Folie und das Vlies weg - der Restmüll wird am 14.11. das nächste Mal geholt, bis dahin muss das Zeugs zerschnpselt sein ;-)


Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Shopping Marathon

rund und xund

Wo Tauben sind, fliegen Tauben zu