meine unbewusste Suche nach Dominanz

Das nächste Aha-Erlebnis - schon spannend, wie sich grad ein Puzzleteil ins andere fügt - wie sich eines meiner Themen nach dem anderen löst - extrem hoch ploppt - um sich dann end.gütlig zu verabschieden - und es sind die HardCoreThemen, die in Zeiten wie diesen zum Vorschein kommen - manchmal so heftig, dass es mir kurzfristig den Atem raubt ;-)



Nein - keine Angst - mir gehts gut - besser als je zuvor - weil wieder mal eine schwere Last von meinen Schultern gefallen ist. Und ja - klar - sind uralte Prägungen - und möglicherweise auch gar nicht meine - aber auch sie dürfen gehen.

Zu meiner Kindheit - ich schrieb es schon an anderer Stelle - da fehlen große Teile  in Bezug auf Erinnerung - und ja, mir ist bewusst, dass das einen Grund hat - und mit ziemlicher Sicherheit keinen angenehmen und wünschenwerten.

Ich hab schon viel versucht - nein, stimmt nicht - ich wollte - und will - es wirklich lösen - aber egal, was ich bisher mach(t)e - Familienaufstellungen, Rückführungen, NLP Prozesse, CoachingSitzungen - auch Körperarbeit - brachte die verdrängten Anteile nicht wieder zum Vorschein.

Es gibt nur einige kurze Sequenzen, die in all den bisherigen Sitzungen hoch ploppten - aber die generelle Blockade konnte - noch - nicht gelöst werden. Wobei ich mich auch arrangiert hatte - also es ist jetzt nicht so, dass ich tagtäglich darunter leide - aber ab und zu ploppt die Thematik wieder hoch - wird das Thema wieder getriggert.

Und heute früh ist mir mal wieder etwas bewusst geworden, was sicher auch damit zu tun hat - ich war Zeit meines bisherigen Lebens auf der Suche nach einem dominanten Partner, bei dem ich mich fallen lassen kann - der mich in den Arm nimmt und fest hält - und mir Sicherheit und Geborgenheit gibt.

Alles Dinge, die ich in den Zeiten, an die ich mich erinnern kann, nie bekommen hatte - weder von den Eltern - noch von irgendwelchen PartnerInnen - also weder beruflich noch privat.

Dominanter Partner bedeutet aber auch - einer, der mir weh tut - wenn ich es aus dem klassichsen BDSM ableite - der mich benutzt - der sich meiner bedient - und von dieser Thematik waren viele meiner beruflich und privaten Partnerschaften geprägt.

Ich hatte Jobs, die halbwegs sicher waren - aber da schlug auch mein Naturell als Scanner Persönlichkeit zu - dass ich die nie länger als 4 Jahre ausübte - und in Partnerschaften gabs dann immer das Thema der - unterbrochenen Hinbewegung - an deren UrSache ich mich zwar nicht erinnern kann - aber ich kann sie aus den Fakten ableiten.

Meine Mutter forcierte, dass ich mit 5 Jahren eingeschult werden durfte - ich hab Anfang November Geburtstag, lag also nach dem Stichtag - und ich hätte ein Jahr später anfangen können und sollen - aber aus Erzählungen weiß ich, dass sie Alles dran setzte, dass ich noch mit 5 in die Schule gehen "durfte".

Ich weiß nicht, warum sie das tat - aber Fakt ist auch - ich hatte im ersten Jahr alle Kinderkrankheiten und fehlte die meiste Zeit - bekam auch nur - teilgenommen - im Zeugnis. Niemand kam auf die Idee, dass sich mein Körper gegen irgend etwas wehren könnte - ich war für meine Mutter die Vorzeigeschülerin, die es trotzdem schaffte.

Ist das große Thema meines Lebens - wenn ichs schaffe, werde ich vielleicht doch irgendwann mal geliebt. Das andere Thema wurde mir jetzt erst bewusst - ich suchte unbewusst immer nach einer dominanten Person - MutterErsatz - VaterErsatz - was auch immer - ich tippe mal auf VaterErsatz, weil es meist Männer waren.

Fast alle meiner Exen waren stattliche Männer, die einen guten Job hatten, als ich sie kennen lernte - nein, mir ging es nie ums Geld - sondern nur um die starke Schulter, an die ich mich endlich mal anlehen hätte wollen. Kurzfristig funktionierte es gelegentlich auch - aber nie auf Dauer, weil ich  eben genau solche Männer wie meinen Vater fand.

Mein Vater war zwar jobtechnisch "nur" Betriebselektriker - aber er war Expeditionsleiter und Kameramann - und hatte auch nen Film gedreht, der vor einiger Zeit sogar digitalisiert wurde. Er war erfolgreicher Leichtathlet - und nach Aussagen meiner Mutter auch ein Frauenheld.

Aber in Wahrheit stand er unter dem Pantoffel meiner Mutter - stimmt so nicht ganz - meine Mutter machte sich zur Märtyrerin, weil sie Alles für ihn tat - und keine Dankbarkeit dafür bekam - aber sie stellte sich selbst so dar, als ob mein Vater ein dominanter Macho wäre, der bestimmte, wo es lang ging.

Klingt jetzt vielleicht nicht ganz nachvollziehbar - ich möchte es noch anders erklären. Meine Mutter war die Arme, die 2 Kinder aus erster Ehe hatte - und mich eben aus zweiter - und mein Vater lebte seine Träume - ohne auf sie Rücksicht zu nehmen.

Sie brachte uns Kinder über die schweren Zeiten, während mein Vater monatelang irgendwo war um hohe Berge zu besteigen - mit seinen Kameraden - und sich nicht um die Bedürfnisse meiner Mutter zu kommern. War ihre Darstellung - und - von aussen betrachtet - stimmte das auch.

Wenn er zu Hause war, kommunizierte sie immer und überall, dass er ja zu nichts fähig sei - sie müsse ja sogar in der Nacht aufstehen, um ihm die Milch zu wärmen, weil sonst würde er sie anbrennen lassen - so in die Richtung.

Ja - war auch so - nur, warum hätte er selbst was tun sollen - wenn sie alles schon erledigt hatte, bevor er überhaupt noch den entsprechenden Wunsch äusserte? Sie hätte auch nicht "müssen", weil wenn sie mal im Spital war, kam er recht gut auch ohne sie zurecht.

Aber in mir scheint sich das Bild des angeblich dominanten Mannes eingeprägt zu haben - das ich all die Jahre ver.suchte, in mein Leben zu holen - und wo ich jedes Mal kläglich scheiterte - weil ich immer wieder genau solche MamaSöhnchen anzog, wie mein Vater eines war.

Ja - es tut weh, diese Zeilen zu schreiben - weil es den großen Pionier end.gültig von seinem Podest stürtzt - es ist nicht das erste Mal - aber es ist genauo erleichternd, wie es schon die letzten Male war.

Ich habe mir das Wesen meines Vaters jahrzehntelang schön geredet - hätte es gerne glauben wollen, dass er sich geopfert hat, indem er meine arme geschiedene Mutter heiratete und ihren Kindern ein Heim gab - bis ich erfuhr, dass ihm sein bester Freund mit dessen Frau im Bett erwischt - ja, genau - meiner Mutter - ab dann war mir klar - selbst schuld, wer die Frau seines besten Freundes ....., der darf sich danach auch um sie kümmern.

Aber trotzdem hatte er noch letzte Reste (s)eines Heiligenscheins - bis ich eben heute erkannte - ich suchte immer nach jemanden, der wirklich so ist, wie ich ihn gerne gesehen hätte - und letztendlich genau solche Typen wie ihn anzog - mit viel Schein - und weniger Sein.

Nein - er ist nicht schuld - meine Mutter ist nicht schuld - sie waren, wie sie waren - und ich hätte ja auch schon früher auf dieses alte - tief verwurzelte Muster drauf kommen können - tat ich nicht - wollte ich nicht sehen - von daher - selbst schuld - aber jetzt hab ich das Muster erkannt - und kann es end.gültig ablegen.

Wobei ich eigentlich eh schon seit fast 3 Jahren überhaupt keine Lust mehr auf irgendwas wie Partnerschaft habe - weder beruflich, noch privat - ich bin endlich so weit, dass ich wirklich mein Leben lebe - in jeglicher Hinsicht.

Schaun ma mal, was das nächste Muster ist, welches hoch ploppt - ich halte dich am Laufenden ;-)


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