es darf wieder leicht werden

Auweia - wo beginne ich jetzt?

Beim gestrigen Gespräch mit einer Kollegin, wo ich ihr vom Ende meines letzten unselbständigen Jobs vor der Selbständigkeit erzählte - und dabei hatte ich ein phänomenales Aha-Erlebnis:

Eigentlich war mir immer alles geglückt
und ich war auch irgendwie vom Schicksal gesegnet!



Und irgendwann kippte das - und mir passieren seither alle Dinge, die anderen möglicherweise die Existenz zerstören würden -  oder sie an den Rand des Wahnsinns treiben könnten. Oder - wie es mal ne Freundin sagte, als ich die Frage in den Raum stellte - warum passieren immer mir solche Sachen:

"Weil du die einzige von uns bist, die das aushält - und wir alle können dadurch lernen und müssen es nicht selbst erleben."

Ok - meine Lieben da oben - ich bin ab sofort - Out of Order - sucht euch wen anderen, der für alle die Lernerfahrungen macht - ich bin zu alt für diesen Scheiss - und ich mag einfach nimma.

Ich habe gestern beschlossen - ich kehre zurück zu der Zeit, in der noch alles klappte - wo es einfach leicht war - Spaß machte - und das kanns jetzt auch sein - weil ich geh nächstes Jahr in Rente - ich habs fast schon geschafft und überlebt - eigentlich kann mir nicht wirklich mehr was tragisches passieren - also finanziell und so gesehen.

Nein - ich weiß nicht mehr genau, wann es kippte - aber diese meine HochZeit war 1993 - da hatte ich eben den fulminanten Abgang bei dieser damals letzten Firma vor der Selbständigkeit - und ich war danach auch nicht mehr in Büro/EDV-Jobs beschäftigt.

Auch privat wars ne geile Zeit - ich traf nach Jahren meine grosse Liebe wieder - und wir genossen einige schöne Zeit zusammen. Ja, alles war unbeschwert und locker - alles klappte - die Selbständigkeit lief gut an.

Auch, wenn mein Ex dann meinte, ich hätte nur auf seine Kosten gelebt - und hätte ihm so viel Geld gekostet - stimmt nicht wirklich - meine Firma hat sich immer selbst getragen - und die, die mich kennen, können auch bestätigen, dass ich sehr genügsam lebe.

Was stimmt ist, dass ich immer schon Probleme mit Schulden hatte - und daher seine so schnell wie möglich abbauen wollte - und deshalb sehr hohe monatliche Kreditrückzahlungen mit der Bank vereinbarte - eigentlich kostete nicht ich viel, sondern .....

Aber wäre jetzt mühsam, darüber zu diskutieren - und wahrscheinlich tuts auch gar nichts zur Sache. Wobei, könnte doch sein - weil ab dem Zeitpunkt, wo wir die Eigentumswohnung kauften - wurde ich etwas unrund.

Es war so irgendwie das Gefühl wie nach der letzten Scheidung, als mir die Bankbetreuerin einredete, ich solle im endfälligen Schweizer Franken Kredit bleiben - und ich hab mir das fast 2 Jahre angetan. Als ich dann auf die Kursverluste pfiff, wurde mein Leben gleich wieder viel leichter.

Ich hatteb schon immer ein Problem damit, wenn ich Schulden hatte - oder mit jemanden zusammen bin, der ver- oder überschuldet ist. Und irgendwie hab ich mir in den letzten Jahrzehnten allerdings auch immer wieder genau solche Menschen als Freunde gewählt.

Rückblickend empfinde ich es so, als ob ich irgendwann einen Schalter umgelegt hätte - ab da wurde nicht nur das Leben schwerer, sondern auch ich.

Wenn ich mich erinnere - mit 25 hatte ich 50 kg und tonnenweise Lebensfreude - jetzt bin ich doch schon einiges über 50 und auch das Gewicht hat sich mehr als verdoppelt - aber die Lebensfreude wurde immer weniger.

Vielleicht wars letzendlich die Selbständigkeit - dieses selbst und ständig - wobei es eigentlich bis zum Ende meiner letzten Ehe auch halbwegs gut lief - naja, für mich schon - die Sachen, die mein Ex begann, waren da weniger erfolgreich.

Möglicherweise wars diese Doppelbelastung - ich selbst hatte 3 Gewerbescheine - und er auch 3 - ich machte meine ganzen Sachen - und nebenbei das Office Management für beide. Ich steigerte mich immer mehr in meine WorkaholikerinSein rein.

Nach der Scheidung gings weiter - weil ich übernahm das Haus und den Kredit - da konnte ich 2 Jahre wenig - und wenn, dann unruhig und schlecht - schlafen - bis ich das tat, was ich gleich wollte - alle Lebensversicherungen rückkaufen und in die Kreditrückzahlung rein stecken - und dann den auch umstellen auf ganz normalen Abstattungskredit.

Seit 3 Jahre hab ich nun wieder einen fixen unselbständigen Job - und er wird noch ein Jahr weiter laufen - von daher bin ich jetzt - was das Finanzielle betrifft - eigentlich abgesichert bis zur Rente - aber irgendwas ist da noch.

Ich erinnere mich noch genau an den einen Tag Mitte Dezember 2016 - als ich lange Zeit im Auto sass - fallweise unterbrochen von Heulkrämpfen - den einen Wunsch abschickte - ich will (m)ein Leben wieder zurück - ich schrieb darüber.

Seither passieren immer wieder Dinge, die mir bewusst machen, was ich mir in all den Jahren angetan hatte - nein, nicht nur in den letzten 3 - eigentlich schon seit der Jahrtausendwende - oder sogar schon länger.

Hm - eigentlich gegen Ende des vorigen Jahrtausends - da wars schon irgendwie gekippt - ich arbeitete und arbeitete - mein Lover hatte keine Zeit mehr für mich - ich suchte nach irgendwas - und kam in Kreise, die mir offensichtlich nicht gut taten - die irgendwas in mir anstiessen, was nicht wirklich meins ist.

Ich kanns auch beim Namen nennen - es war das Spiel mit Abhängigkeiten - ich hab ausprobiert, wie es mir dabei geht, wenn ich mich fallen lasse - und mehr oder weniger die Kontrolle abgebe - in manchen Bereichen des Lebens - und daher musste ich in anderen Bereichen mehr tun und kontrollieren.

Das gesunde Gleichgewicht war gestört - und ich selbst testete aus, wie weit es meine Welt sein könnte - ohne dann den wirklichen und kompletten Ausstieg zu schaffen - ein Rest dessen blieb hängen - und ich quälte mich selbst - unnötigerweise.

Aber ich mag nicht mehr - ich kehre zurück in die Befindlichkeiten zwischen 1. und 2. Ehe - in mein lockeres und leichtes Sein - zumindest mal von meiner inneren Einstellung und Befindlichkeit heraus betrachtet. Ich hab mir viel zu lange das Leben viel zu schwer gemacht.

ES REICHT
END.GÜLTIG

AB SOFORT
GENUSS PUR
IN ALLEN LEBENSLAGEN

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