Juni 2015 ==> Weitblick und Klarheit

Der 6. Tag der Raunächte = 30.12.2014, das 6. Monat des Jahres = Juni 2015 - ich würde spontan als Thema dieses Tages, dieses Monats vorschlagen ==> Weitblick und Klarheit








Warum grad heute dieses Thema? Weil es meiner Meinung nach ganz gut zu den ersten dieses Zyklus passt:

  1. EntScheidungen
  2. Struktur und Ordnung
  3. Zielerreichung
  4. Wunscherfüllung
  5. Möglichkeiten und Handlungsfähigkeit
Wir haben in den letzten Tagen / Monaten die Basis geschaffen, neue Ziele zu definieren, Wege gefunden, um unsere Wünsche sich erfüllen zu lassen - indem wir uns für und/oder gegen irgendwas ent.schieden haben, um danach eine Struktur und Ordnung rein zu bekommen - und wir haben uns mit unseren Möglichkeiten und unserer Handlungsfähigkeit konfrontiert.

Jetzt blicken wir noch mit Klarheit in die Zukunft und hinterfragen, ob das, was wir da kreieren wollen, auch wirklich gut für uns und alle Beteiligten ist.

Warum?

Weil ich der Überzeugung bin, dass alles, was ich tue - irgendwann in ähnlicher Form zu mir zurück kommt - und wenn ich bewusst jemand anderem Böses tue - oder auch nur, bewusst in irgend einer Form Schaden zufüge - dann wird genau das auch postwendend zurück kommen.

Wobei ich auch die Erfahrung machen musste, dass ich auch gar nicht jemanden bewusst Schaden zufügen wollen muss - aber wenn es dieser Person schadet, werde ich auch am eigenen Leib spüren dürfen, wie es sich anfühlt, wenn es mir so geht, wie jemanden - durch meine Schuld :-)

Ich gestehe, ich habe jetzt auch kein besonderes Problem damit, an irgendwas "Schuld zu sein" - ich sehe das nicht wie die katholische Kirche - und befürchte nicht, wegen sowas in der Hölle schmoren zu müssen - und manchmal bin ich auch an Dingen "schuld", die für die Betroffenen auch voll angenehm sind.

Worauf ich hinaus möchte - wenn du das bekommst, was du dir gewünscht hast - was du dir als Ziel vorgenommen und definiert hast - schadest du dadurch jemand anderen? Weil, wenn ja, solltest es nochmals überdenken.

Was meine ich damit?

  • Ich möchte mit XY zusammen glücklich werden - ist nur blöd, wenn diese Person verheiratet ist, weil dadurch "schade" ich letztendlich deren/dessen PartnerIn.
  • Ich möchte als "Mädchen für Alles" bei der Firma XYZ arbeiten - ist blöd, wenn diesen Job jemand anderer inne hat - und auch nicht dran denkt, ihn aufgeben zu wollen.

Da gibt es dann immer 2 Möglichkeiten - entweder ich bekomme die Person oder den Job nicht - egal, wie sehr ich mich auch darum bemühe - oder - ich werde mich letztendlich nicht daran erfreuen können - weil mir jemand genauso etwas weg nimmt, wie ich ihr/ihm.

Konkretes Beispiel - ich wollte seit Jahren einen bestimmten Job - ja, es gab jemanden, der ihn "besetzt" - jemanden, den nicht nur ich als relativ unfähig halte - aber immerhin, diese Person hat den Job - und hat auch nicht vor, ihn her zu geben - aus welchen Gründen auch immer - und auch sie wird mit den Folgen dessen, was sie tut - leben müssen - aber das ist eine andere Geschichte.

Für mich wäre es der Traumjob gewesen - ich hatte es zwar definiert als "so ein Jobs wie ...." aber unbewusst wollte ich eigentlich nur den einen. Im Sommer heuer wurde mir das bewusst - und ich habe meinen Traumjob definiert - unabhängig von dieser speziellen Position.

Und ich habe zwei davon bekommen - innerhalb von einer Woche - ab dem Zeitpunkt, wo ich meine Fixierung auf diese bestimmte Position losgelassen hatte - und auch aufgegeben hatte, nach etwas zu suchen, was wahrschienlich auch gar nicht so wirklich "meins" gewesen wäre - ab dann war ich frei für "meine Jobs".

Warum gleich 2 - und warum habe ich mich nicht für einen der beiden ent.schieden? Weil ich beide liebe - weil sie mich beide fordern - und weil sie mich an meine Grenzen treiben - und davon ablenken, dass ich ab und zu doch Lust auf Kuscheln in starken Armen hätte.

Ja - meine beiden Jobs befriedigen mich mehr als es der Großteil meiner bisherigen Partner konnte - und von daher gönne ich mir gleich 2 davon - von den Jobs *lach*.

Klarheit ist klar - in Bezug auch auf  Definition meines Jobs - ich weiß, was ich will - ich habs definiert - ich hab eine Fixierung aufgelöst - und ich war und bin frei - und auch voll im Klaren drüber, was ich mir antue :-)

Bleiben wir nur kurz bei meinen "virtuellen" Job - boniup - ich war im Sommer und speziell in der Sommerpause lästig - schrieb immer und immer wieder Mails an die Führungsebene, weil ich eindringlich davor warnen wollte, die Aufgabe eines Supports zu unterschätzen - ich war überzeugt davon, dass die, die es bisher gemacht hatten, mit der Flut nach der Neueröffnung nicht klar kommen würden.

Ich wusste genau, was da über uns herein bricht - und es war genau so - ich sass eineinhalb Monate fast rund um die Uhr um diese Flut ab zu fangen, zu ordnen - und ab zu arbeiten - aber ich war drauf vorbereitet, worauf ich mich einlasse.

Mein "realer" Job ist einer im AMS-Kontext - ich bin seit 1998 Trainerin in diesem Bereich - immer wieder - und ich wollte nie wieder unterrichten - weils einfach zu mühsam und stressig ist - für jemanden, der etwas erreichen und bewirken möchte.

Aber ich wusste auch, dass die Trainer, die jetzt in der Maßnahme tätig sind, nicht wussten, worauf sie sich einlassen - großteils - und nach 2 Monaten jetzt auch schon zugeben, hätten sies geahnt, hätten sie es nicht gemacht - aber sie haben mich - sie können jederzeit zu mir kommen - sich ausheulen - sich einfach mal nur anlehnen - und das ist jetzt wieder genau meins.

Weitblick? boniup ist zeitlich nicht begrenzt - die reale Maßnahme auf 3 Jahre befristet, mit der Option, sie eventuell zu verlängern - von daher brauch ich nicht all zu weit blicken - aber ich kann abschätzen, ob ich das, was ich tue - auch wirklich so lange machen wollen werde.

Als ich meinen realen Job zusagte, setzte ich mir als Ziel, den Support von boniup auf 1-2 Stunden pro Tag reduziert zu haben, sobald der Job echt losgeht - und ich habs geschafft - weils einfach machbar war - und weil ich mir vorstellen konnte, dass es machbar ist.

Es gab viele, die meinten - wie willst du das schaffen, wenn du jetzt 14 bis 16 Stunden vorm PC verbringst - und ich sagte - indem ich jetzt alles strukturiere und ordne - und mit der EDV kläre, wie sie mir das Leben erleichtern können - und sie taten es - und es funktionierte.

Daher auch diese meine Reihenfolge der Themen - es ist meine Reihenfolge - möglicherweise passt für dich eine ganz andere - oder auch ganz andere Themen - meine sind ein Vorschlag, der mich immer wieder zum Ziel führt.

Zuerst braucht es die EntScheidung, wohin die Fahrt gehen soll - der Rest sollte dann zwangsläufig sowieso eine Folge davon sein - aber eins ist mir auch bewusst geworden in den letzten Jahr(zehnt)en - wenn ich keine klare EntScheidung treffe - bevor ich irgendwo hin aufbreche - werde ich mich irgendwo auf der Strecke "verfahren" ;-)


© ChrisTina Maywald
die Monatsmandalas stammen aus meinem Kalender 2008
die Themenmandalas sind aus meinem Buch
Ceteem® EnerQi - 49 Mandalas mit meditativen Texten

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