Nichts ist unmöglich

Da gbs mal meinen Beitrag über

unselbständiger Traumjob

und zwar genau am 17.5.2014 - am 18.9.2014 war ich am AMS zu meinem quartalsmässigen Termin - und meine Betreuerin präsentierte mir einen Job, wo sie aber auch gleich merkte, dass mich der jetzt nicht wirklich von Sessel riss.



Wir waren mitten im Diskutieren, dass ich nicht wieder auf 24 Stunden gehen könne, weil mittlerweile wirklich alle finanziellen Reserven aufgebraucht sind - und ich mit einem derartigen Job weit weniger im Monat zur Verfügung hätte, wie ichs jetzt habe, als ihr noch ne Idee kam.



Als wir also drüber diskutierten, dass sich das nie und nimma ausgeht - nicht, solang der Hauskredit noch nicht ausbezahlt ist - suchte sie nebenbei nach etwas, was sie erst kurz vorher rein bekommen hatte - und druckte mir dann das aus - und in die Hand.


Und - das wars dann auch schon - zwar kein EPU oder KMU - aber der Rest passt einfach voll zu meinem damaligen Ausführungen
  • Mädchen für Alles
  • mich um alles kümmern
  • vom Schriftverkehr 
  • über Angebotslegungen 
  • bis zu Rechnungen
  • Support und sonstige Hilfestellung
  • bis hin zu buchhaltärischen und lohnverrechnerischen Arbeiten
    als Vorbereitung für den Steuerberater
  • kann auch Kaffee kochen und Kundenbetreuung sein
  • Was nicht "meins" ist ist Kundenakquise und echter Verkauf
  • also das Rundherum bei der Abwicklung - ja - sofort
  • aber nicht raus gehen und die Leute bequatschen
    das soll und darf gern wer anderer machen. 
  • Aber die bestehenden Kunden betreuen, das ist selbstverständlich möglich.
  • Und natürlich auch alles, was mit PR und Marketing zu tun hat 
  • und auch mit normaler Werbung
  • Aber ich will auch gut davon leben können
  • d.h. ich will auch wieder das bekommen,
    was ich im letzten unselbständigen Vollzeitjob bekommen habe
  • und ich hätts gern in der Nähe.

Ganz ehrlich - ich hatte dabei einen bestimten Job vor Augen - schon seit Jahren - war anscheinend drauf fixiert - wollte den unbedingt haben - aber war leider nix - aber genau jener Job schwebte mir vor, als ich damals meine Zeilen verfasste.

Und gleichzeitig liess ich ihn aber auch los - wie ich im Vorjahr irgendwann den Mann losgelassen hatte, der für 5 Jahre ständig an meiner Seite war - ich trennte mich emotional von meinem damaligen Traumjob - um einen realen Job bekommen zu können, der all das hält, was ich mir erträumte.

Also das mit Buchhaltung und Lohnverrechnung wird nur in abgeschwächter - oder ganz anderer - und noch besser zu mir passenden - Form auch mit dabei sein - und Kaffee kochen werd ich selbst eher nur zu besonderen Anlässen *lach*- der Rest passt perfekt.

Das mit Kundenakquise machen andere - die werden und dürfen sich selbstverständlich dann auch die Lorbeeren auf ihre Fahnen heften - ich kümmere mich danach darum, dass ihre Verprechen eingehalten werden.


Achja - für alle, die erst jetzt zugeschalten haben *lach* - also für jene der LeserInnen, die mich noch nicht so gut kennen wie viele der StammleserInnen - ich bin 55 Jahre jung - bis ich den Job antrete wahrscheinlich sogar schon 56 - und das Amt hatte mir mit 35 gesagt, ich sei zu alt und überqualifiziert, dass ich noch nen gscheiten Job bekäme.


Ich hatte mich daraufhin selbständig gemacht - weil ich konnte nicht "Nichts tun" - ich hab mir Arbeit gesucht - immer und immer wieder - und nach meiner letzten Scheidung hatte ich nicht nur Haus und Kredit - sondern auch mich - finanziell - übernommen.


Aber da war noch immer dieses - zu alt und überqualifiziert - jetzt sogar noch einige Jahre älter - und an Erfahrungen reicher - ich nahm, was ich bekam - Coach- und Trainerjobs im AMS-Kontext - einige der unbeliebtesten Jobs, die es gibt - in meiner "Preisklasse" - aber ich hatte wenigstens ne Aufgabe.

Ausserdem wollte ich wissen, ob sich gegenüber meinen letzten unselbständigen Trainerjobs in diesem Bereich etwas geändert hätte - in mir - ob ich jetzt "besser" damit umgehen könne wie damals - dass die Menschen gezwungenermassen freiwillig derartige "Maßnahmen" besuchen.

Auch diesmal ist das Umfeld das gleiche - aber ich seh nicht mehr "an der Front" - also nicht mehr an der Front derer, die sich bemühen - sollen und müssen - um anderen Menschen - wieder - einen Sinn im Leben zu vermitteln.

Ich bin diesmal die Thekla, die die Fäden in der Hand hält - die den Überblick hat - die denen, die an der Front stehen jederzeit gerne eine starke Schulter zum ausheulen - oder ein Heferl Kaffee - reicht, damit sie selbst wieder neuen Schwung und Motivation finden.

Die denen, die an der Front stehen die bürokratischen Hürden ebnet - oder aus dem Weg räumt - damit sie in einem wertschätzenden Umfeld ihren wertvollen Beitrag für die Gesellschaft leisten können. Es ist voll meins - und langsam kommt auch die Freude darauf endlich richtig auf.

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