die Hofnärrin

Letztens erwähnte ich mal wieder, dass mir jetzt irgendwelche hochtrabende Titel nicht so wichtig seien - obwohl ich aus Österreich komme ;-) - und ich mich - mehr denn je - als Hofnärrin des Kaisers sehe.


Dies veranlasste einen lieben Freund, mich drauf aufmerksam zu machen, dass ich mein "Licht nicht unter den Scheffel stelle solle" - was ich aber ganz und gar nicht tue - ganz im Gegenteil - ich zitiere aus Wikpedia:
Narren hatten zu Teilen an Fürstenhöfen auch die politische Funktion, zu Zeiten absolutistischer Herrschaft die einzigen zu sein, die dem Fürsten noch die Wahrheit übermittelten, ihn an das Geschehen in seinem Herrschaftsbereich ankoppelten.
Sei es, dass sie selbst als Spaßmacher oder Künstler scharfe Beobachter des Zeitgeschehens waren, oder aber sich von Ratgebern und Hofleuten zur Übermittlung von Informationen oder Meinungen instrumentieren ließen, bzw. Wahres und Nachdenkenswertes dem Fürsten übermittelten. 
Dinge, die ein „normaler Mensch“ wegen des Zornesrisikos sich nicht vor Publikum oder Zeugen zu sagen getraut hätte, weshalb man eben noch den Narren vorschicken konnte. Wenn die Meinungen und Mitteilungen ungefällig waren, dann tat man es eben als „Narretei“ ab.
Oder auch die Kurzfassung
Der Hofnarr hatte im Mittelalter die Aufgabe und das Privileg, dem Herrscher als Einziger die Wahrheit sagen zu dürfen.
So streng sehe ich es jetzt zwar nicht, ich hülle mich auch nicht unbedingt in närrische Gewänder - wobei - naja, das ist ein anderes Thema *lach*.

Eins muss ich schon auch sagen, wenn meine letzte Ehe jetzt auch nicht immer das "Gelbe vom Ei" war - aber sie hat mir die Funktion des Hofnarren näher gebracht - und meinen Wunsch entflammt, mich irgendwann in dieser Position wieder zu finden.

Und es ist einfach grenz.genial.

Ja - ich wollte das schon immer - auch schon zu Zeiten, wo ich noch nicht mal ahnte, wie das heissen könnte, was so genau "meins" ist. In meiner letzten Ehe war ich immer wieder mit der Begrifflichkeit des Narren und des Hofnarren konfrontiert - und es hat tiefe Spuren in meiner Bewusstheit hinterlassen.

Es hat sich eingeprägt und eingebrannt - ich habe viel probiert und gemacht in den letzten Jahrzehnten - auch beruflich - und am Wohlsten hatte ich mich immer gefühlt, wenn ich irgendwo Jemanden dabei unterstützen konnte, seinen Traum zu realisieren - und zwar mit Rat und Tat.

Da vergesse ich auf Vieles - kann mich voll ent.falten und aus.leben - ja, ich bin ver.rückt - aber es fühlt sich voll gut und stimmig an :-)

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