Geben und Nehmen

Es gab eine Zeit, da konnte ich nicht (an)nehmen - ich gab und gab - und konnte nichts dafür nehmen - ich habs in mühevoller Kleinarbeit gelernt - vor allem, als meine emotionale Mauer gefallen war - aber es ist für mich noch immer ein bewusster Akt.



Dann gibt es Menschen, die nehmen und nehmen - und fordern - ohne selbst bereit zu sein, irgend etwas zu geben - und damit komme ich nicht klar - mit solchen Menschen will ich eigentlich nichts zu tun zu haben - die sind mir zutiefst zuwider.

Das war auch mein Problem in den letzten 2,5 Jahren - ich machte den Support - ich kümmerte mich um die Wünsche unserer Mitglieder - und sie beschimpften und verhöhnten mich - nein, nicht alle, sonst hätte ich schon viel früher alles hingeworfen - aber doch einige - und es wurden zunehmend mehr.

Aber ich habe dadurch einiges gelernt - nämlich - mir selbst wichtiger zu werden - und ja, ich habs recht gut in den Griff bekommen - als es mir keinen Spaß mehr machte, kommunizierte ich das entsprechend - und zwar relativ unemotional - und stieg danach aus.

Es gibt noch eine zweite Baustelle, wo ich aktuell überlege, ob ich mir das auf Dauer antu - oder auch einfach "aussteige" - aber ich hab jetzt mal für mich beschlossen, ich schau mirs in den nächsten 2-3 Monaten mal etwas distanzierter an - und ent.scheide dann.

Nein - ich habe es nicht nötig, von irgend jemanden als blödes Mensch behandelt zu werden - ich habe Zeit meines Lebens schon vielen Menschen geholfen - ich habe mich immer um alles gekümmert - und ich hab keine sonderliche Lust, mich von Leuten anpflaumen und miskreditieren zu lassen, die mir bei weitem nicht das Wasser reichen können.

Ja, musste auch mal gesagt werden - nur, weil ich gutmütig bin, heißt das noch lange nicht, dass ich blöd bin - ich erkennen sehr wohl, wenn wer glaubt, mir ans Bein pinkeln zu müssen - und oftmals mache ich trotzdem weiter - des lieben Friedens willen - aber irgendwann überschreitet jemanden diesen Punkt - und dann krachts.

Nein, tuts nicht - ich steig einfach aus - naja, beim letzten Mal hats dann nachhaltig gekracht - und eins ist auch sicher - Geld ist NICHT das wichtigste in MEINEM Leben. Das war nämlich das Argument eines langjährigen lieben Bekannten - ich solle mir meinen Schritt gut überlegen, weil es würde mir finanzielle Verluste bringen.

Ha - wie wurscht ist mir das - ich hab eine sicher weit höhere Summe in den letzten 2,5 Jahren in den Sand gesetzt - zusätzlich zu meiner kostenlosen Supporttätigkeit - ich habe mit Leib und Seele für das Projekt gebrannt - ich habe auch Geld investiert - und ich habs in Kauf genommen - sehenden Auges - es nicht mehr wieder zu bekommen.

Was kümmern mich da ein paar Euros pro Monat, die ich in Zukunft weniger bekomme - das tangiert mich nicht mal peripher - aktuell bin ich endlich an einem Punkt, wo wirklich ich mir der wichtigste Mensch in meinem Leben bin - und da geh ich nicht mehr weg.

Wer sich damit nicht arrangieren kann oder will, der möge seines Weges ziehen - oder ihres - oder was auch immer - ich gebs mir nicht mehr - auch bei den anderen Baustellen nicht mehr - Bagger anfordere - damit die Baustellen planiert werden können ;-)


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