Dieses Blog durchsuchen

Montag, 28. März 2011

Perpetuum Mobile

Ich hab grad in meinem Vereinsblog einen neuen Artikel gepostet unter dem Motto : Gleich und gleich gesellt sich gerne und möchte hier noch etwas ausführlicher auf diese Thematik eingehen.

Ein uralter Spruch, dem ich vielleicht bisher zu wenig Bedeutung zugemessen hatte - vor allem auch in Hinblick auf das "Gesetz der Anziehung" - bzw. ich hatte schon immer wieder mal drüber nachgedacht - aber so wirklich begreifen, worums gehen könnte - fange ich erst schön langsam an.

Ausschlaggebend sind wieder einige Ereignisse in meiner unmittelbaren Umgebung, welche grosse Ähnlichkeiten aufweisen - und mich eben dazu veranlasst haben, mich wieder etwas intensiver mit dieser Thematik zu beschäftigen.

Als erstes grosses Beispiel kommt mit das Stichwort "Mangelbewusstsein versus Fülle" in den Sinn, was ich ja letztens schon angeschnitten habe - seit ich so die grundlegendsen Fixkosten gedeckt habe, fällt auch der Rest viel leichter - wird immer spielerischer - und macht auch unheimlich viel Spaß - aber der Weg bis hierhin war schon mit heftigen Felsbrocken gepflastert - eigenen - selbst aufgehäuften - naja, jetzt sind die meisten weg - und der Weg ist irgendwie richtig gemütlich und bequem begehbar ;-)

Dann ist so ein grosses Thema meines aktuellen ErLebens - Freunde - oder eben ehemalige - die mir das im Aussen aufgezeigt haben, was ich im Innen nicht sehen konnte - oder wollte - speziell denke ich da jetzt an meine beruflichen Überlegungen.

Ich habe immer irgendwie "gekämpft" - ums Überleben - nie um Beziehungen - das ist mir in den letzten Tagen so richtig bewusst geworden - und viele Beziehungen und Freundschaften sind auch am beruflichen gescheitert - weil ich extrem dünnhäutig reagier(t)e, wenn mir wer an die materielle Existenz ging - das war bei meinem LetztEx genauso wie bei meiner ehemals besten Freundin - ich stecke viel weg - kann mich mit vielen Dingen arrangieren - aber wenn wer nachhaltig an meinem beruflichen ÜberLeben kratzt, dann werd ich absolut aprubt und nachhaltig "nüchtern" und auch "berechnend" (im wahrsten Sinne des Wortes).

Aber anscheinend habe ich das bisher auch gebraucht, um über jegliche Art von "Beziehung" nach zu denken, dass sie mir nachhaltig an die Existenzgrundlage gingen, bevor ich eben "wach" wurde. Wie auch immer - gibt einige Lernerfahrungen der letzten Zeit, die mich jetzt auch in diese Richtung hellhöriger gemacht haben.

Nächster Punkt - mein unmittelbares Umfeld - oder auch das von anderen Menschen - allerdings eben wieder am eigenen Beispiel, weil da kann ich nachhaltig mitreden ;-)

Ich hatte vor Jahren in AMS-Projekten unterrichtet und diese auch geleitet - also eigentlich ein "guter Job" - schon - nur, dadurch wurde mein Rettersyndrom jetzt eher noch nachhaltiger aktiviert, als es vorher eh schon war - und ich ließ mich immer mehr in die Problematik mit rein ziehen - bis ich letztendlich auch genau dort gelandet bin - Arbeitslosigkeit - Notstand.

Hab ich aber auch gebraucht, um wieder um zu denken - nämlich - wie komm ich da jetzt schnellstmöglich wieder raus - weil mit 52 nen neuen unselbständigen Job ist jetzt nichts, was man mir an jeder Hausecke anbietet. Und die, die ich bekommen könnte, sind Keilerjobs, die jetzt auch nicht das ist, was ich wirklich kann - aber das ist ein anderer Punkt, den ich auch schon hinterfrage - weil er eben auch so nachhaltig und penetrant immer und immer wieder kommt in den letzten Wochen ;-)

OK - wie kratze ich jetzt die Kurve?

Und hiermit komm ich zu nem anderen Beitrag im Vereinsblog von vor einigen Tagen - Energie folgt der Aufmerksamkeit

Solange ich mir überleg, wie ich aus der Arbeitslosigkeit wieder raus komme - worauf richtet sich meine Aufmerksamkeit? Genau - auf die Arbeitslosigkeit - die sich dadurch noch mehr verstärkt - und die Abwärtsspirale immer weiter in den Boden bohrt.

Irgendwie hatte ichs zu Beginn auch nicht wirklich geschafft, mir zu überlegen, was ich gerne statt dessen möchte - also irgendwie kamen da keine klaren "Bilder" - ich konnte es nicht wirklich gut ausformulieren - und überhaupt halt alles, was zu einem erfolgreichen Manifestieren beiträgt.

Also hab ich weiter gewurschtelt - hab mir von meiner damaligen Freundin immer und immer wieder vor Augen führen lassen, dass ich vielleicht ja gar keinen unselbständigen Job mehr haben möchte - bzw. damit nicht zufrieden sein dürfte - und wollte den Verein forcieren, der mir zwar am Herzen liegt - aber nicht das Einzige sein wird, was ich in Zukunft tun werde.

Wobei - wenn sich 2 streiten - freut sich der Dritte - weil auf die Idee, dass es noch Alternativen zu - Verein muss endlich gscheit in die Gänge kommen - und - ich brauch nen unselbständigen Job - geben könnte, waren irgendwie nicht greifbar - obwohl ich mir "bestellt" hatte, dass ich endlich wirklich eine Beschäftigung finde, die mir Spaß macht - und auch wirklich gutes Geld bringt.

Ich war anscheinend noch immer auf die "falschen" Themen fixiert, denn es klappte nicht um die Burg - und dann kam das absolute aus - die Grundlage des Vereins war von einer Sekunde auf die andere weg - ich rettete zwar kurzfristig den Verein an sich - überlegte aber nachhaltig, ob ich ihn nicht auch eliminieren soll - weils eben so war, wie es war.

Und ich fing mir eine nachhaltige Magengeschichte ein - lag über den Jahreswechsel darnieder - und dachte weder an Job noch an Verein - mir gings nur bescheiden - ich beschäftigte mich mit anderen Themen - mit der Human Design Matrix - mit den Möglichkeiten eines echten "funktionalen Pentas" - und - Energie folgt der Aufmerksamkeit - am 5.1. "sprang" mich genau das förmlich an.

Die Geschichte mit dem Verein hatte ich auch schon an unterschiedlichen Stellen erzählt - und es wird immer grenz.genialer - irgendwie läuft alles wie von selbst - funktionieren Alle, auch wenn wir nicht ständig beisammen picken - und wir ergänzen und bereichern uns einfach permanent und gegenseitig.

Und als ich mich dann voll auf den Verein konzentrierte kamen dann die "Keilerjobs" - und ich stand mal wieder vor der Thematik - wie schaff ichs, mich selbst besser zu verkaufen? Und die Antwort auf die Frage kam in einem Gespräch zu einem ganz anderen Thema:

"Ich finde, du bist richtig gut in diesen ganzen Social Media Dingen. Was hältst du davon, wenn ich das jetzt in die Hand nehme, dich auch wirklich gscheit zu verkaufen?"

Voila - das isses - und es geht noch viel weiter - weil da eben noch viel mehr damit einher geht als nur, mich als SM-Fuzziline zu verkaufen - mittlerweile geht alles eher in die Richtung, dass sich meine WebDesign-Geschichteln um.wandeln in Online.Journalismus - weil ich eben nicht unbedingt die Grafikerin bin, sondern eher die, die aus relativ wenig Vorgaben tonnenweise Inhalt bastelt :-)

Auch das Drumherum flutscht auf einmal ganz von selbst - Christoph machte Libellchen ein Buch aus ihren eigenen Geschichten und motiviert sie dadurch, dass wir bis zum Tag der offenen Tür gleich auch ihr zweites aufliegen haben werden.

Ich bekomme Geschenke für mich persönlich und für mein Wohlbefinden - und fürn Verein echt kostengünstige Angebote - gerade rechtzeitig auch zum Tag der offenen Tür - irgendwie kommt mir alles grad vor, wie Zahnräder, die frisch geschmiert sind und in einander greifen.

Weiters hatte ich über die Feiertage beschlossen, dass ich mir keine nervenden Bekannten mehr geben möchte - also jene, die zwar gerne und immer wieder zu mir kommen - aber mir letztendlich nur die Zeit stehlen - und mir nichts - teilweise absolut nichts - positives bringen - nicht mal irgendwelche Lernerfahrungen - ausser, dass mir meine Zeit zu schade ist, um mich mit keifenden Tussis ab zu geben.

Und witzigerweise funktioniert auch das, ohne dass ichs jetzt explizit kommuniziert hätte - alleine der Beschluss - nö - taugt nix - geb ich mir nicht mehr - hat einige aus meinem Leben verschwinden lassen, die früher doch nachhaltig präsent waren.

Aber gibt natürlich schon auch noch immer "Problemfälle" - die zwar wissen, dass sie Schrott produzieren - und auch, dass das, was sie grad tun, auf Dauer nicht gut gehen kann - aber trotzdem noch nicht bereit sind, daran etwas zu ändern - naja, wird auch immer leichter für mich, mich damit ab zu finden, dass da Hopfen und Malz verloren ist - und es nur meine Zeit kostet, die ich lieber mit kreativen Spielereien füllen könnte, denn mir zum 100. Mal die gleiche Litanei an zu hören.

Wobei es dabei schon auch wieder ein Aha.Erlebnis gab vor Kurzem - eben, dasss besagte Person mir immer und immer wieder erklärte, er hört es einfach nicht, wenn seine Tussi dauernd rum keift - und im Prinzip hab ich nichts anderes getan - weil ich ihn mag - und drum hab ich mir seine Schallplatte eben hunderte Male immer und immer wieder angehört.

Bei ihm liegt meine Aufmerksamkeit noch darauf, dass ich glaube, dass noch nicht alles verloren ist - vor allem hoffe ich noch immer, dass er das auch glaubt, was er sagt - und dass er wirklich halt noch etwas braucht, bis seine Erkenntnisse auch wirklich so weit gesackt sind, dass er sie realisieren kann.

Doch ich bin jetzt auch so weit, dass ich sag - ok - bis Ende des Monats geb ichs mir noch - wenn sich dann nichts Nachhaltiges ändert - und sei es nur, dass er endlich dazu steht, dass er ohne sie nicht leben will - dieses hin und her geht mir auf den Geist.

Wenn er sagt, er liebt die Tussi - dann soll ers tun - gehe hin in Frieden - oder in einer jahrzehntelangen MegaKeiferei - aber wenn er mir erzählt, dass er nichts für sie empfindet - aber sie nicht einfach auf die Strasse setzen kann - und deswegen nicht "Schluss machen kann", dann glaub ich das langsam aber sicher nicht mehr.

Beide Fälle können mir aber nicht nur gleich.gültig, sondern egal sein - er ist weder mit mir verwandt noch verschwägert - er ist einfach ein Freund - und ich muss es mir nur immer und immer wieder bewusst machen, dass ich ihn "nicht retten kann" - wenn er ins Verderben laufen möchte - was jetzt nicht meine Aussage ist, sondern seine - dann muss erst tun - allerdings ohne mich an seiner Seite.

Wobei, das hab ich ihm schon deutlich gesagt - falls er sie heiratet sollte er nicht damit rechnen, dass ich bei dieser Komödie von Hochzeit auftauche - und wenn er sich von ihr ein Kind anhängen lässt, braucht er auch nicht zu mir heulen kommen.