Hallo wie geht es dir? Warum hast du deine Tochter abgegeben

Das war der Beginn einer Konversation letztens auf Faceebook - von jemanden, der angeblich in Bogota lebt - aber mit einigen aus meiner ursprünglichen Heimat befreundet ist, was mich darauf schliessen ließ, dass er nicht der ist, der im Profil steht.

Jetzt gibt es mehrere Möglichkeiten, wie dieser Mensch - gerade jetzt - gerade auf dieses Thema kommt - und ich nehme es zum Anlass, um mal darüber zu schreiben. Wobei ich zugebe, dass ich das sowieso vor hatte - nach den Ereignissen der letzten Tage und Wochen - siehe auch

Und warum träum ich jetzt von meinen Exen?

Das hatte das Ganze ins Rollen gebracht - danach kam eben der Typ - und jetzt tu ichs einfach - und ja, es ist meine Version der Geschichte.

Fakt ist - ich war im Zuge meiner 1. Scheidung zu meinen Eltern zurück gegangen - und habe meine Tochter mitgenommen - als ich dann 1981 eine eigene Wohnung bekam, hatte sie auch ihr eigenes Zimmer - und sie war, während ich arbeiten war bei meinen Eltern, die damals bereits beide in Pension waren.

1983 hatte ich die Chance, eine andere Stelle zu bekommen, die mich sehr interessierte - allerdings hatte ich dabei zeitversetzt Dienst - und besprach das auch mit meinen Eltern, die dann vorschlugen, dass meine Tochter überhaupt auch wieder bei ihnen schlafen solle, dann bräuchten sie sie nicht ab zu holen - oder ich sie nicht bringen.

Und da ich sowieso täglich Essen kam - weil - ich hatte es schon mal erwähnt, Kochen nicht so mein Ding war - war ich eh fast täglich bei ihnen. Wenn ich vormittags Dienst hatte, kam ich danach vorbei - wenn ich nachmittags Dienst hatte, war ich vorher bei ihnen.

Als ich dann meinen 2. Ex kennen lernte und am Wochenende Ausflüge machen wollten, kam oftmals irgendwas dazwischen - entweder hatte sie VaterTermin - oder meine Eltern fuhren mit ihr zu den Verwandten meiner Mutter - oder den Sommer über verbrachten sie fast die ganzen Ferien am Stubenbergsee - und wir besuchten sie fallweise am Wochenende.

1983 kauften mein Ex und ich eine Eigentumswohnung und holten sie zu uns - was ihr auch gut gefiel, weil sie auch wesentlich mehr Freiheiten hatte als bei meinen Eltern. Nach ihrer Matura gab es Streit und sie verlies uns - wir hatten auch keinen Kontakt mehr - und erst Anfang dieses Jahrtausends suchte ich wieder Kontakt zu ihr.

Wir sprachen uns aus - wir söhnten uns aus - und mittlerweile sind wir ein Herz und eine Seele - und haben auch erkannt, dass wir damals Stress hatten,w eil wir uns einfach zu ähnlich sind - und damit damals noch nicht klar kamen - mittlerweile ist es witzig, wenn wir zur selben zeit ähnliche Dinge erleben - und können über Alles reden - und lachen.

Doch es war ein harter und steiniger Weg bis hier her - und vieles davon verdanken wir meiner Mutter.

Ich wusste schon länger, dass nicht Alles, was meine Mutter sagte, wirklich den Tatsachen entsprach - zu oft hab ich sie selbst dabei erwischt, dass sie gehässige Intrigen spann, um irgend jemanden in ihren Bann zu ziehen.

Aber ich hätte nie gedacht, wie weit sie gehen würde - und dass sie absichtlich auch zwischen meine Tochter und mich den gleichen Keil treiben wollte, wie sie es bei anderen Menschen praktizierte.

Vielleicht noch dazu gesagt - als ihr ältester Sohn heiratete, gab es ein Zerwürfnis zwischen ihnen, nach dem ich ihn nie wieder sah - also nicht bei uns zu Hause - ich lernte ihn dann neu kennen, als ich alt genug war, um auch irgendwelche Festeln zu gehen.

Seine Töchter suchten dann irgendwann Kontakt zu ihrer Großmutter - welchen sie ihnen auch gewährte - und sie war ganz die liebe nette Omi, wie sie auch sonst gerne schien - ich spare mir die Kommentare, die sie hinter deren Rücken machte - wie bei jedem andeen Menschen auch - auch hinter mir und meiner Tochter.

In der Zeit, als wir nicht mit einander sprachen tat meine Mutter alles, damit wir ja nicht zufällig zur gleichen Zeit zu ihnen auf Besuch kamen - und erst, als wir uns ausgesöhnt hatten - und absichtlich am selben Tag bei meinen Eltern auftauchten, merkte ich, was meine Mutter die ganze Zeit provoziert hatte.

Der Schock in ihren Augen, dass wir uns wieder vertrugen - ich möchte fast sagen, der Haß, das ihr ihr Sieg geraubt wurde - dass sie es nicht geschafft hatte, uns so zu entzweien, wie sie es bei ihrem Sohn tat - zu dessen Begräbnis sie übrigens auch nicht ging - obwohl er ihr vorher zu ihrem 80er die Hand der Versöhnung reichte.

Es gab sicher Gründe, warum sie so war, wie sie war - es ändert allerdings nichts an den Tatsachen.

Bezogen auf dieses eine Treffen bei meinen Eltern war andererseits schön zu sehen, wie mein Vater - mit Freudentränen in den Augen - uns beide anstrahlte, in die Arme schloss und meinte - "Meine beiden Mädels sind wieder zusammen."

Achja - noch etwas - als ich erfuhr, dass ich schwanger war, fragte mich mein Frauenarzt, ob ich das Kind bekommen wolle - übrigens ein AbtreibungsGegner - aber er meinte, ich sei viel zu jung - im Sinne von naiv und nicht fähig, mich um ein Kind zu kümmern.

Als ich das meinen Eltern erzählte, meinte meine Mutter - "Wenn du alt genug bist, um schwanger zu werden, solltest du auch alt genug sein, um zu wissen, was du jetzt tust." Ich gestehe, ich war verzweifelt - stand kurz vor der Matura und wusste echt nicht, wie ich das auf die Reihe bekommen sollte ohne der Unterstützung meiner Eltern.

Am Abend kam der Vater meiner Tochter und meinte - "Wir könnten einfach heiraten" - dem ich freudestrahlend zustimmte, weil damit eine Abtreibung mit einem Schlag vom Tisch war.

Meiner Tochter gegenüber erzählte meine Mutter allerdings immer, dass ich sie abtreiben lassen wollte - und dass ich nie da sei, weil ich mich lieber mit irgend welchen Typen rum treibe, statt mich um mein Kind zu kümmern.

Klar glaubte meine Tochter das damals - ich hatte ja auch jahrzehntelang geglaubt, was meine Mutter erzählte - und klar war das auch Thema während ihrer Schulzeit - und hatten auch ihre Mitschüler mit bekommen - was denen allerdings noch lange nicht das Recht gibt, mich jetzt - nach über 4 Jahrzehnten - deswegen in Facebook an zu pflaumen ;-)

Aber nochmal zurück zum Thema, dass ich eine schlechte Mutter war - ja, war ich - wusste ich auch - war schliesslich auch das Thema meiner ersten Aufstellung als Klientin - 2000 oder 2001 - ich wollte wissen, warum ich keine müttelichen Gefühle hatte - also das, was mir alle Mütter sagten, dass alle Mütter hätten.

Und es war auch eine ganz andere Aufstellung, die mich veranlasste, wieder Kontakt zu meiner Tochter auf zu nehmen, ich stand bei einem Aufstellungswochenende als Repräsentatnin einer Mutter, die sehr wohl mütterliche Gefühle hatte - und es war etwas, was mich einfach nicht mehr los ließ - ich wusste, was meine Tochter nie bekommen hatte - und wollte etwas davon wieder gut machen.

Bezüglich Abtreibung - gegen Ende meiner letzten Ehe hatte ich nen doch etwas heftigeren Nervenzusammenbruch und gönnte mir daraufhin ein Coaching, in dem mein Coach auch eine Art Rückführung mit mir machte.

Ich werde diesen Moment nie vergessen - ich war in einer Art Trance als mich mein Coach fragte:

"Wenn du wüsstest, wann - was glaubst du, wann war der Auslöser für diese Thema - vor oder während oder nach deiner Geburt?"

Es kam spontan in mir hoch = vor

"Im ersten oder zweiten oder dritten Drittel?"

Erstes Drittel

"Was spürst du?"

Ein Stechen - Stricknadeln

Den Rest überlasse ich deiner Phantasie .....

Ich bin dann später übrigens auch über die Theamtik von "ungeborenen Zwillingen" gestolpert - und hab mich daran erinnert, dass mein Vater, der bei meiner Geburt helfen "durfte", immer erzählte, dass meine Nachgeburt gruselig war, es war, als ob es ein zweites Kind gewesen wäre .....

Bild von congerdesign auf Pixabay

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Gottes Mühlen mahlen langsam

rund und xund

Shopping Marathon

mein AdventKalender 2020