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Dienstag, 18. Dezember 2012

Ich sag ja eh nur die Wahrheit .....

..... und keiner will sie hören, bzw. re.agieren die Menschen aggressiv drauf.

Das ist ein Satz, den ich in dieser oder einer ähnlichen Form in letzter Zeit immer wieder höre und der mich dazu veranlasst, mal wieder drüber zu reflektieren, warum er grad jetzt - wieder - in meinem Leben auftaucht.

Warum wieder?

Weil ich den vor Jahrzehnten zur Genüge gehört hatte - mir wurde schon schlecht, wenn dieser Satz fiel - dieser Satz von einer Person, die - aus meiner Sicht - gelogen hatte, dass sich die Balken bogen - sinnlose Lügen - vollkommen grundlos - sie erzählte einfach nur Unwahrheiten - solange der Tag lang war.


Ich hatte damals gedacht, mich mit dieser Thematik arrangiert zu haben - gehe seit Jahren einfach davon aus, ihr nichts zu glauben - all ihre Aussagen nicht nur zu hinterfragen, sondern auch zu überprüfen - und ihr aber trotzdem jetzt nicht unbedingt böse zu sein wegen ihrer Lügen - weil ich auch drauf gekommen war, dass sie das Meiste von dem, was sie sagt - tatsächlich selbst auch glaubt - in ihrer Welt ist alles bissale anders.

Und dann kam vor 2 Wochen wieder der Satz - ich sag doch eh immer die Wahrheit, aber damit und dadurch bekomme ich immer nur Probleme - vielleicht sollte ich auch so lügen und intrigieren wie der Rest der Menschheit.

Es gibt noch eine dritte Person, die ich da grad dazu zählen möchte - einen echt netten jungen Mann, mit dem man stundenlang nett plaudern kann - und dann "kippt" er irgendwie - macht zu - hört nicht zu - verkrümelt sich in seine Welt - und wird bockig, weil keiner versteht ihm und alle sind "komisch".

Gestern war ich dann früher ins Bett gegangen, hatte mir den Schleppi aufgedreht und wollt bissale in den alten Foren surfen, wo ich früher immer und nachhaltig präsent war - und der erste Thread, der mir auffiel war einer, der viele Posts angesammelt hat in letzter Zeit, aber immer nur die selben Worte permanent "predigt" - die Satzstellung ist nie 100 %-ig gleich, aber es geht immer nur um das eine.

Er wirft es den anderen Forenusern immer und immer wieder "an den Kopf" - erklärt nichts - hat auch keine Ambition, dies jemals zu tun - weil er kennt die Wahrheit - und das ist so - und da fielen mir dann all die anderen wieder ein.

Das ist ein gemeinsames Muster - ich weiß die Wahrheit und das ist so - muss für alle so sein - und nein, es ist jetzt nicht meine Wahrheit und andere dürfen ihre eigene Wahrheit haben - sonde ich bin die/derjenige, die/der die Weisheit mitn Löffel gefressen hat.

Warum be.triffts mal wieder mich - in letzter Zeit eben in einer derart komprimierten Form? Weil ich möglicherweise zu tolerant bin - und viel mehr zu dem stehen sollte, was mir wirklich wichtig ist. Ich weiß es - schon länger - dass ich zu gutmütig bin - und nicht drauf besteh, dass ich ev. "recht haben" könnte.

Wenn ich jemanden etwas erzähle oder erkläre - und diese Person widerspricht mir, dann akzeptiere ich das und lasse dieser Person ihre Meinung - ich kommuniziere es auch, dass es für mich ok ist, wenn sie meiner Überzeugung keine Chance gibt.

Ich werde auch immer wieder damit konfrontiert, dass ich mehr für meine Überzeugungen kämpfen sollte - und mich schreckt die Vorstellung von jeglicher Art von Kampf einfach ab. Wenn sich jemand mit meinen Überzeugungen beschäftigen möchte - jederzeit gerne - dann steh ich für Fragen gerne zur Verfügung - wenn wer nur glaubt, mich in seinem/ihrem Sinn überzeugen zu können - nein danke.

Aber ich hör zu und kommuniziere es möglichst nett, dass es mich nicht interessiert - ich knalle einer Person, die mir etwas erklären möchte, was mich nicht interessiert kein beinhartes Nein, der Sch..... interessiert mich nicht" - an den Kopf, sondern ich formuliere es netter ;-)

Womit wir zum nächsten Thema kommen - vielleicht bin ich einfach auch zu nett - kenne ich ja auch im außen - da gibt es einen Mann, den viele Frauen anhimmeln - und bei denen er nicht "die richtigen Worte findet" um ihnen begreiflich zu machen, dass er nichts von ihnen möchte.

Mit ihm haben wir schon stundenlang diskutiert, dass er einfach zu nett ist - und möglicherweise ist das auch etwas, was ich grad lernen sollte - jetzt nicht unbedingt in Bezug aufs andere Geschlecht, sondern in beruflicher Hinsicht.

Möglicherweise sollte ich einfach weniger Rücksicht nehmen auf meine Mitmenschen - mich nicht bemühen, ihnen in einer Art zu antworten, mit der sie problemlos zurecht kommen - sondern sollte einfach "brutaler" meinen jeweiligen Standpunkt vertreten.

Die, die mich kennen, werden wissen, dass bei mir "brutaler" etwas ist, wo andere noch gar nicht drüber nachdenken, ob sich dadurch andere Menschen irgendwie betroffen fühlen können :-)

Schaun ma mal - auf jeden Fall wieder ein spannendes Thema - für mich :-)