mein größter Fehler

Mir ist grad so richtig bewusst geworden, was mein größter Fehler in meinem bisherigen Leben war und ist

Auf mich kann man sich verlassen - wenn ich etwas zusage, dann halte ich es auch - solange es irgendwie geht.

Das war das Problem in meinen Ehen - zumindest in der 2. und 3. - das war das Problem in Freundschaften und Partnerschaften - das ist mein Problem in Jobs.


Ich habe vor fast 3 Jahren einen Vertrag unterschrieben und für mich war klar, ich werde mein Bestmögliches geben, sowohl aktuell - als auch, um das Projekt weiterführen zu können.

Stimmt nicht ganz - ja, ich habe einen Vertrag unterschrieben - aber es gab zwei Projekte - eines mit und eines ohne Vertrag - und beide waren mir in etwa gleich wichtig. Allerdings verschoben sich bereits nach kurzer Zeit die Prioritäten und das vertraglose Projekt wurde mir persönlich wichtiger.

Ich konzentrierte meine Aufmerksamkeit auf meine Zukunft - hatte in dem einen nicht nur wesentlich mehr Freiheiten und Möglichkeiten, sondern ich empfand es als meine Bestimmung, das immer und immer weiter zuführen - mit zu helfen, alles zu tun, damit es noch ganz lange gut weiter geht.

Im Oktober 2016 gab es eine nicht wieder gut zu machende Fehlentscheidung - die in der Form nicht abgesprochen war - und wo ich auch - vom Beginn der Diskussionen an - gesagt hatte, dass es SO nicht funktionieren wird.

Wie gesagt, es gab einen Plan, der abgesprochen war - und eine halbe Stunde vor Durchführung wurde dieser Plan gekippt - mein erster Impuls war - "wenn du dich nicht an Vereinbarungen hältst, dann mach dir in Zukunft deinen Scheiss selbst" - und da war dann mein Fehler, dass ich mich doch überreden ließ, nochmal weiter zu machen, weil ziemlich viel Geld auch von mir schon in dem Projekt steckte.

Nach einer weiteren rein menschlichen EntTäuschung im Dezember 2016 kam dann noch dazu, dass ich danach auch fast ein Monat einfach im Stich gelassen wurde - zwar nicht das erste Mal, aber vorher war es nie so lange.

Nein - mich interessierten zu dem Zeitpunkte keine Gründe mehr - wenn mir etwas wichtiger ist als dem, der davon leben können müsste - dann tuts mir leid - dann gebe ichs mir nicht länger.

Wenn ich keine Hoffnung mehr habe, jemals wieder irgendwas von meinen selbst und teilweise auch schwer verdienten Geld jemals wieder zurück zu bekommen, dann arbeite ich auch nicht mehr - und schon gar nicht kostenlos - weiter.

Ich hatte weiter gemacht, bis es die Möglichkeit gab, es entsprechend zu kommunizieren, dass ichs dann nicht mehr tun werde - aber keine Sekunde länger. Ich räumte dann noch die Zeit ein, bevor ich meine EntScheidung öffentlich machte, bis alles geregelt worden war - und ab dann war ich weg.

Hier und jetzt steh ich vor der genau gleichen EntScheidung - wozu sollte ich mir noch länger etwas antun, was mir so ganz offensichtlich wichtiger ist als all jenen, für deren Zukunft es wesentlich wichtiger sein sollte als für mich.

Du erinnerst dich?

Ich gehe am 1.12.2018 in Rente - und ich habe vor, dies in guter gesundheitlicher Verfassung zu tun.

Ich hatte im Vorjahr 2 Monate lang extreme Gürtelrose - ich hatte vor einem Monat Borreliose - und ich habe seit Montag Durchfall.

Dies sollten genug Gründe sein, um gar nicht mal darüber nach zu denken, unter den aktuellen Voraussetzungen auch nur eine Sekunde länger weiter zu machen, als es unbedingt sein muss.

Ich fasse nochmal zusammen - ich reisse mir den Arsch auf für etwas, was niemanden auch nur annähernd so wichtig ist als mir - stimmt nicht - fast niemanden. Und ich mache trotzdem weiter, weil mir ein paar der Beteiligten doch mehr am Herzen liegen wie andere.

Wobei beim bereits toten Projekt ist es so, dass fast alle, mit denen ich damals wirklich guten Kontakt hatte, ich den noch immer habe - und sie auch weiterhin das Vertrauen in mich haben, dass das, was ich sage und empfehle - immer etwas ist, was ich als gut empfinde - und wo ich mich auch selbst rein gehängt habe.

Allerdings sage ich in Zukunft auch immer dazu, dass ich mittlerweile für nichts und niemanden die Hand ins Feuer legen würde - wenn ich nicht allein dafür verantwortlich bin, wie es mit diesem Geschäft weiter geht.

Ich hatte Menschen vertraut - bisher haben noch alle dieses Vertrauen mit Füssen getreten - und eben auch Vereinbarungen kurzfristig umgestossen - und genau das Gegenteil gemacht von dem, was ausgemacht war.

Das ist so ähnlich, wie wenn sich wer immer und immer wieder wichtig macht - und gross redet, was wir nicht alles machen sollten - aber selbst den A..... nicht hoch bekommt, wenn es darum geht, wirklich was zu tun - und nicht nur wichtig herum zu sülzen - so etwas brauch ich nicht mehr.

Wenn ich mich auf KollegInnen - in welchem Bereich - und welcher Form auch immer - nicht verlassen kann, dann bin ich auch nicht mehr bereit, meine Zeit und Gesundheit zu opfern, um ihnen ihre Zukunft abzusichern.

Wobei - auch die Rahmenbedingungen ähneln grad denen von Anfang des Jahres - eigentlich faszinierend, wie sich die Situationen wiederholen. Und mal ganz im Ernst, warum sollte ein Job wichtiger sein als das, wofür in den letzten Jahren mein Herz brannte.

Sorry, aber ich finde einfach keine Argumente, warum ich weiter machen sollte - es fällt mir nichts ein, was ich meinem Körper sagen könnte, was wichtiger wäre, als mich endlich um meine Gesundheit und mein Wohlbefinden zu kümmern.

Oder - wie ich letztens auf Facebook schrieb

Ich bin eindeutig zu alt für diesen Scheiss


Und falls jetzt mal wieder irgendwen meine Wortwahl stört - einfach hier nicht länger mitlesen - ich hab null Bock mehr auf irgend wen oder irgend wessen Befindlichkeiten Rücksicht zu nehmen,

Wenn du mich perfekt möchtest - dann werd das selbst mal - und dann können wir vielleicht irgendwann drüber reden - aktuell tangiert es mich nicht mal peripher *zugeb*


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