schaumgebremst

Als ich nach einem passenden Bild suchte, stieß ich auf nachstehendes - und ich muss sagen, es beschreibt es sehr gut, was ich heute be.schreiben möchte ;-)

Vorab - solltet du in letzter Zeit keinen meiner Beiträge gelesen haben - der jetzige resultiert mal wieder aus einer Serie, die teilweise schon beschrieben wurde unter

Doch kommen wir zuerst mal zum Bild


Du erinnerst dich? 3 Inseln, die nicht zusammen hängen als Wahrzeichen meiner Veranlagung - schau dir mal das Bild an

  • im Hintergrund das relativ ruhige Meer
  • dann die sich aufbäumenden Wellen
  • die dann schäumend in sich zusammen fallen

War ursprünglich nicht die Absicht, es so zu beschreiben - aber passt auch ganz gut.

Worum gings mir eigentlich?

Im Zuge meiner letzten Aufarbeitung kam mir immer in den Sinn - ich fühle mich irgendwie schaumgebremst.

War es damals im Dezember 2016 bei der Heimfahrt aus Deutschland der Satz - "ich will MEIN Leben zurück" - so wird mir in letzter Zeit immer bewusster, dass ich eigentlich seit geraumer Zeit nur sehr schaumgebremst re.agiere - auch, wenn ich viel tu - und mit Sicherheit mehr tue als alle, die mir ständig erzählen, wie getresst sie seien.

Dann steh ich da - oder sitze da - und denke mir - wenn du mich erleben würdest, wenn ich nicht schaumgebremst bin - was würdest du dann sagen?

Warum schaumgebremst?

Weil ich eben auch die Umsicht definiert habe - und daher immer Rücksicht nehme auf die Befindlichkeiten derer, mit denen ich zusammen arbeite - in welcher Form auch immer. Und vor allem, auch immer mitdenke, wie etwas, was ich tue auf andere wirkt.

Nein, ich weiß nicht immer, wie mein Gegenüber re.agiert - aber bei jenen, die mir wichtig sind, treff ich sehr oft genau ins Schwarze.

Manipuliere ich?

Ja - wie jeder andere denkende Mensch auch. Es geht gar nicht anders. Alle manipulieren immer - mit jeder Aktion, die man setzt, manipuliert man - mit jeder Intention, mit der man was tut, will man schliesslich irgendwas erreichen - für sich selbst - oder für andere.

Und es ist egal, ob man Anderern was Gutes oder Böses will - Manipulation bleibt Manipulation - von daher - ja ich manipuliere mindestens genausoviel und genauso oft wie du.

Und wenn du jetzt ganz entrüstet feststellst, du manipulierst nicht, dann willst du jemanden das weißmachen - und manipulierst eben, dass andere glauben sollen, dass du nicht manipulierst.

Ist wie der Spruch - wenn du dich nicht für oder gegen etwas entscheidest, hast du dich eben entschieden, dass du nichts entscheidest und dass andere für dich entscheiden sollen - aber es ist trotzdem deine EntScheidung, es nicht zu tun.

Zurück zum schaumgebremst ;-)

Ich hab letztens beschrieben, dass ich immer mindestens 110 % gebe. Wenn ich jetzt mit jemanden zusammen arbeite, reduziere ich meine Erwartung, was andere tun sollten/müssen auf ein Drittel bis ein Viertel dessen, was ich bereit wäre, zu tun.

In manchen Situationen - oder eben bei manchen Maßnahmen - reduziert sich eine eventuelle Erwartungshaltung auf einstellige Prozentsätze.

Aber auf Dauer macht es mich dann krank - oder eben - ich bin absolut schaumgebremst, wenn ich weiß, dass ich etwas in ein paar Stunden oder Tagen erledigen würde und andere dafür Monate benötigen.

Oder auch, wenn wer enorme Zeit mit unwesentlichen Details vergeudet, statt sich um die wesentlichen Dinge zu kümmern. Ja, das Problem hatte ich in etwas anderer Form auch als Support der Onlineplattform.

Da war es eher die mangelnde Kommunikation, die mich immer wieder mal zum auszucken brachte - wenn etwas geplant war - ich eben in gewohnter Art startete - und dann ständig auf irgendwas und irgendwen warten musste, der den nächsten Schritt genehmigte.

Als ich dann das Meiste eigenverantwortlich erledigte, fiel dieses Problem weg, aber es gab dennoch monatlich mindestens eine Situation, wo ich einfach nicht weiter konnte - nicht, weil ich nicht wusste, wie es gehen würde - sondern weil ich eine EntScheidung abwarten musste, die ewig dauerte.

In diesem Sinne freue ich mich schon voll auf meine Rente - da gibt es dann absolut niemanden mehr, der mich in meinem Arbeitseifer bremsen kann. Wenn ich nicht will, tu ich nicht - aber - wenn ich will, kann ich mich auch voll ent.falten.

Und ja, ich freu mich voll, auf niemanden mehr Rücksicht nehmen zu müssen - und mich auch nicht mehr bremsen zu lassen - oder eben mich selbt einzubremsen, um andere nicht zu überfordern ;-)

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