auf.lösen

Ich hatte in den letzten Tagen einige ganz persönliche Beiträge geschrieben - in Bezug auf Beziehung und Sex - aus einem einzigen Grund - weil ich seit dem Ende meiner letzten "Beziehung" eines überlegt hatte - wenn ich mit meiner Art - mit meiner Gutmütigkeit - immer und immer wieder von meinen "Partnern" ausgenutzt werde - dann muss ich etwas Nachhaltiges und Grundsätzliches ver.ändern.


Und das habe ich getan - und tue es noch immer. Und heute, wo diese Zeilen erscheinen, setze ich ein weiteres grosses Zeichen - in meine Richtung.

Ich hatte vor 5 Jahren die Idee, mir selbst die Treue zu schwören - ich habe blöderweise die Durchführung des Rituals in die Hände meines damaligen Feundes (nicht Partners) gelegt - hatte ihm vertraut - und mich ihm anvertraut.

Das Ritual wurde dann aber ganz anders, als ich es gewollt hatte - ich machte trotzdem mit - obwohl ich in dem Moment doch nachhaltig ent.täuscht war. Aber ich war noch zu harmoniesüchtig, als dass ich einfach gegangen wäre - bei meinem Fest, wo viele meiner Freunde mit dabei waren.

Ich habe mit gespielt - bis zum bitteren Ende - und ich habe mich mit dem, was damals "geschehen" ist, bis heute irgendwie nicht identifizieren können.

Und da es diesen Freund auch nicht mehr in meinem Leben gibt - und ich heute nicht mehr sicher bin, ob dieses mein damaliges Vertrauen berechtigt war - hatte ich vor einigen Wochen beschlossen, alles auf zu lösen, was er - und andere - jemals für mich gemacht hatte(n).

Und deshalb gab es gestern ein grosses Räucherritual - und wird es heute noch eine Neuauflage des Hochzeitsrituals geben - und alles, was noch nicht aufgelöst ist, wird in diesen Minuten noch erledigt - um danach endlich wirklich frei zu sein - für mich und mein Leben.

Doch mehr davon nach Beendigung meines Rituales :-)

Hier vorweg jetzt noch das Ende der aktuellen Vorkommnisse. Nachdem ich mich in meinen letzten beiden Ehen eigentlich irgendwie immer um alles gekümmert hatte - und dafür wenig bis keinen Dank erntete, dacht ich, dieses Thema aufgearbeitet zu haben, als ich mich das 3. Mal scheiden liess.

Irrtum - ich habs jetzt nochmals hardcore serviert bekommen - von einem Menschen, wo ich eigentlich davon ausgehen würde, dass er froh sein müsste, nach Jahren endlich mal wieder "eine abbekommen" zu haben - hörte ich die ganzen 3 Monate eigentlich immer nur, was so absolut scheisse an mir sei.

Ich konnte ihm nichts recht machen - wobei - konnte und kann sicher auch in Zukunft niemand - weil, wenn man mit sich und der Welt einfach unzufrieden ist - wie sollte man(n) sich dann einfach über irgendwas freuen können, was man frei.willig bekommt?

Wie auch immer - darum geht es nicht - mir gehts darum - warum geb ichs mir?
Immer wieder?
Sooo lange?

Warum setze ich mich fast 3 Moante der Unzufriedenheit eines Menschen aus, der in keinster Weise auf das eingeht - ja nichtmal ne Ahnung davon hat, was ich brauchen würde - weil er einfach immer nur seine Bedürfnisse in den Vordergrund stellt?

Mein Resumèe - weil ichs endlich lernen sollte - mir selbst wirklich der wichtigste Mensch auf dieser unserer Mutter Erde zu sein. Ich kanns jenen, die unzufrieden sein wollen - eh nie und nimma recht machen - also warum sollte ich mich noch länger darum bemühen?

Den ersten Schritt in mein Leben habe ich gesetzt, indem ich mir die Haare schneiden ließ - und zwar so kurz, wie ich sie noch nie hatte.

Zeit meines Lebens haben mir meine Partner - und auch immer wieder Freundinnen - gesagt, dass ich nicht zu färben aufhören kann - und dass ich mir doch bitte nicht die Haare wirklich ganz kurz schneiden lassen soll - und auch, nachdem ichs getan habe, hat mich eine angeschaut und gemeint - "du schaust voll Scheisse aus mit deiner neuen Frisur"

Und ich hab sie angeschaut und gemeint - "wenn du ein Problem mit meiner Frisur hast, dann solltest es lösen - weil du bist von an die Hundert Menschen, die mich schon gesehen haben - die erste und einzige, die glaubt, mich so niedermachen zu müssen."

Es ist meine Frisur - das erste Mal, dass ich wirklich den Schritt gewagt hatte, meine Haare so kürzen zu lassen, dass ich beim nächsten Mal schneiden auch wirklich die ganze Farbe draussen habe. Ich habe jetzt über 35 Jahre meine Haare gefärbt - großteils den jeweiligen Männern zuliebe - damit ich nicht so "alt" ausschau.

Seit ich fast keine Farbe mehr drinnen hab - und die Haare ganz kurz sind - erklären mir alle - ausser der einen - dass ich um Jahre jünger ausschau - und von innen heraus strahle. Na - eh klar - ich kehre zu mir zurück - und ja - es hat diesen radikalen "Schnitt" bedurft - im wahrsten Sinne des Wortes.

Mit jedem Haar, welches gefallen ist - habe ich ein Stück meiner Harmoniesucht abgegeben - und beim Friseur zurück gelassen - ich habe mich von vielen und vielem getrennt, was mir in den letzten Jahren und Jahrzehnten wichtig war - und ich bin jetzt endlich bereit - heute diesen Schritt - auf meine Art - zu machen, den ich schon vor 5 Jahren machen wollte.

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