Vertrauen

Darüber hatte ich ja in den letzten Tagen recht viel geschrieben - mittlerweile ist mir auch bewusst geworden, woher es kommt, dass ich genau darauf recht heftig re.agiere. Also den mir bewussten Ursprung hats in der Pubertät - kann aber auch schon früher gewesen sein - ich hab da ne Vermutung *zugeb*.


Egal - das erste bewusste Thema dieser Art war, als ich drauf kam, warum meine Mutter immer alles wusste, was so in meinem Leben passierte, obwohl sie Nachmittagsschicht hatte - und es eigentlich nicht wissen konnte.

Aber einmal wurde ich wach, als sie nächtens ihre "peinlichen Befragungen" durchführte - und ab dem Zeitpunkt schlief ich nie wieder tief und fest und unbefangen - weil ich hatte offensichtlich im Schlaf gesprochen - und sie hat das lange Zeit einfach genutzt, um mich nächtens aus zu fragen.

Der zweite heftige Vertrauensbruch war für mich in erster Ehe, als ich den Nachbarn fragte, ob er irgendwo dagegen geknallt sei, als er mich küssen wollte - um dann meinen Ehemann auf der Frau des Nachbarn vor zu finden, als ich ins Wohnzimmer zurück kam.

Nein, ich weiß nicht, welches der beiden Ereignisse zu einem grösseren Trauma geführt hatte - aber seither isses eins der heftigen Themen - ich hatte jahrzehntelang niemanden mehr vertraut - und als ich wieder begann, bewiesen sie es mir permanent, dass sie Ärsche sind, die dies nicht verdienen, dass ihnen irgendwer vertraut.

Doch eins hab ich gelernt - und erkannt - in den letzten Wochen - in den letzten Tagen -die, die mein Vertrauen mißbrauchen - waren es auch nie wert - und in Zukunft gebe ich mir nur mehr Freunde, die es auch wirklich wert sind, ihnen vertrauen zu können - und wo das auf Gegensietigkeit beruht :-)

Nein - ich ziehe mich nicht zurück und versinke im heulenden Elend - das war das letzte Mal vor ca. einem Monat - da hats mich noch betroffen - zutiefst betroffen - aber dann hab ich den Entschluss gefasst - meine Einstellung zu ändern.

Niemand wird Vertrauen geschenkt, solang sie/er nicht auch bewiesen hat, dass ich ihr/ihm vertrauen kann - und dazu muss sie/er sich was gscheites einfallen lassen - und seither hat sich auch vieles mehr verändert.

Es erinnert mich an meine Tattoos - damals vom Herrn Künstler gemacht - das erste wollte ich schon länger - dann kam das, was mich gegen alles, was schwarzmagisch ist - schützen sollte - kurz drauf war ein langjähriger Freund verschwunden.

Dann wollte ich noch ein anderes heftiges Schutzsymbol - kurz nachdem ers gemacht hatte, war der tätowierende Musiker Geschichte - er hat sich selbst weg tätowiert - weil er mir letztenldich nicht gut getan hätte.

So bin ich nur auf 1400 Euronen sitzen geblieben, die er mir wahrscheinlich sowieso nie hatte zurückzahlen wollen - und sich deshalb beizeiten von mir distanziert, damit er weiter behaupten kann, Freunde bescheisst er nicht - naja, eh klar - er entfreundet sich vorher.

Aber sie sind Geschichte - und die letzte hat vor ein paar Tagen das Weite gesucht - kurz nachdem ich den Vertrauensbruch eines anderen ehmaligen Freundes halbwegs verdaut hatte - kam sie mit der miesesten Aktion, die es nur geben kann - in Bezug auf Freundschaft und Vertrauen - und - es betraf mich nachhaltig weniger wie alles andere vorweg.

Nein, ich wünsche ihnen allen nicht, dass sie in ihrer eigenen Scheisse ersticken mögen - aber ich weiß - ganz sicher - dass sie alles vielfach zurück bekommen - nicht von mir - aber vom Schicksal - von der Gerechtigkeit - wovon auch immer - und ich kann am Balkon sitzen - und ihnen zuschauen - 1. Reihe fußfrei - mit Popcorn und Cola ;-)

Ich bin jetzt alle los, bei denen mein Bauchgefühl irgendwann mal ACHTUNG gerufen hatte - und der Quatschi da oben dazwischen gequatscht hatte, dass ich ihnen wieder und wieder eine weitere Chance geben solle.

Vor nem Monat hatte ich beschlossen - einen Fehler darf jede.r machen - aber wahrscheinlich nie wieder nen zweiten - und ich hab beschlossen, dass ich mich - jetzt erst recht - auf die und das konzentriere - und fokusiere - die es wert sind, dass ich ihnen nicht nur vorbehaltlos vertraue - sondern auch meine ganze Kraft und Leidenschaft einsetze, um sie in ihrem Tun zu unterstützen.

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