Money Money Money - makes the world go round

Oh mann, was bin ich aber auch für eine anspruchsvolle und kostenintensive Tussi. Alle meine Exen waren richtig froh, dass sie mich los waren - ersparten sie sich dadurch doch haufenweise Kohle, die sie danach für freudvollere Dinge ausgeben konnten.

Naja, der Eine war eigentlich froher, dass er endlich nicht mehr so ne nuttige Tussi zu Hause hatte - da hatte ich danach eigentlich nichts bezüglich Geld gehört - nur bei den beiden anderen - aber die hatten mich ja auch länger ertragen und aushalten müssen.

"Ich hatte ihm während unserer Beziehung so viel Geld gekostet, dass er letztendlich froh war, mich los zu sein" das war die eine Meldung, die mich nach einer meiner Scheidungen errreichte - und die andere war - "Wenn ich viel Geld hätte, wäre sie bei mir geblieben".

Tja - sind zwar Sichtweisen, denen ich nicht wirklich viel abgewinnen kann - aber jeder hat eben so seine Wirklichkeit - oder braucht eine Begründung, warum es besser ist, mich nicht mehr an seiner Seite zu haben.

Jupp - ich sehe es komplett anders ;-)

Also das mit der nuttigen Tussi hatte sich für mich ein halbes Jahr nach dieser Trennung in absolutes Wohlgefallen aufgelöst - wobei ich auch dazu sagen muss, dass ich mir fallweise einen Anflug von Schadenfreude nicht verkneiffen kann.

Doch kommen wir zum Geld - ich war so erzogen worden, dass man keine Schulden macht, sondern sich nur Dinge leistet, die man sich leisten kann - also Sonderwünsche durch Erpartes finanziert. 

Achja - ausser, es betraf meinen Vater - wenn der sich ein halbes Jahr unbezahlten Urlub nahm, um seinem Hobby zu fröhnen, dann war das ok - und wir Kinder hatten es ohne Murren mit zu ertragen, dass wir mit dem Lohn unserer Mutter nicht wirklich gut über die Runden kamen.

Ja - stimmt - ich kann mich an meine Kindheit und Jugend teilweise nicht erinnern - aber das sind Fakten, die ich sehr wohl noch weiß  - und die sich auch logisch nachvollziehen lassen - dass eine Frau mit 3 Kindern mehr finanzielle Herausforderungen hat als ein Ehepaar mit letztendlich einem Kind.

Und meine Mutter hatte es ja immer und immer wieder erzählt - sogar in dem Film über die Erstbesteigung des Haramosh im Jahre 1958 - das ist also auch etwas, was ich noch lange hörte, nachdem ich nicht mehr bei ihnen wohnte - sie hielt es ihm bis zum Schluss vor, dass er sie mit 3 kleinen Kindern immer allein gelassen hatte.

Ja - hatte er - war sch..... - aber sie hatte jahrzehntelang mit gespielt - und nie etwas gesagt - erst danach hat sie sich darüber aufgeregt, wie wenig er auf sie Rücksicht nahm - und überhaupt und ausserdem - naja, sie hatte sich in ihrer MärtyrerRolle immer wohl gefühlt.

Was immer klar war - ich hasste und hasse Schulden - naja, ich hasse sie nicht wirklich - solange sie in einem überschaubaren Rahmen bleiben - schließlich hatten wir in 3. Ehe ein Haus gekauft - mit einem Kredit - aber auch da hatte ich nach der Scheidung geschaut, dass ich endlich wieder diesen für mich überschaubare Rahmen bekam - und ich habs 3 Jahre früher geschafft, es fertig aus zu bezahlen.

Das ist ganz tief in mir verwurzelt - Schulden ja - aber kurzfristig und überschaubar. Ich hatte mir nach der letzten Scheidung auch Geld von meiner Tochter und meiner damals besten Freundin geliehen, weil ich nicht mehr weiter wusste - aber ich hab es auch sofort zurück gezahlt, als ich es konnte - viel früher als geplant.

Das bin ich - das macht mich aus - Schulden sind ok, wenn sie in einem vernünftigen Rahmen bleiben - alles andere macht mich krank - ja, tut es - ist keine Spekulation, sind Fakten, an die ich mich erinnern kann.

Wie kann ich also "teuer" sein - bei dieser meiner Überzeugung?

Ganz einfach - ich traf da mal diesen Mann, der mir all das gab, was ich beim vorigen nicht bekommen hatte - bei dem ich dachte, dass dies endlich mein Hafen sein könnte, in dem ich dauerhaft vor Anker gehen könnte.

Er kam mit Geschenken - er war aufmerksam und zuvor kommend - ein richtiger Gentleman. 

Irgendwann legten wir unsere Konten zusammen - und dann machte sich das Unbehagen in meinem Körper breit - wir hatten Schulden - naja, war nicht so schlimm - also wäre nicht schlimm gewesen, wenn ich für mich allein damit hätte klar kommen müssen ;-)

Aber da gab es das eine Hobby, was er sich nicht nehmen ließ - und auch nicht einschränken - weil schließich verdiente er viel mehr als ich - zu Zeiten meiner unselbständigen Jobs - und dann eben nur er - behauptete er.

Eins ist mir ganz wichtig, fest zu stellen - meine Firma hatte sich immer selbst finanziert - inklusive den Kosten für den Seminarraum und dem Firmenauto, was ich mir locker leisten konnte - von meinem damaligen Ehemann floss kein Geld in meine "Spielerei".

Was allerdings war, ist, dass ich versuchte, so schnell wie möglich von den sSchulden runter zu kommen, die er in unsere Beziehung mitgebracht hatte - und daher die Kreditrückzahlungen so hoch als irgendwie möglich ansetzte.

Warum blieb ihm nach meinem Abgang dann aber so viel mehr Geld übrig? Weil er die Kreditückzahlung halbierte - ganz simpel und einfach.

Dann kam ich mit dem Herrn Unternehmensberater zusammen - der letztendlich meinte, wenn er - noch immer - mehr Geld hätte als der vorige, wäre ich bei ihm geblieben. Denkfehler - oder auch nur Rechenfehler - wäre es mir um Geld gegangen, wäre ich nie zu ihm gegangen, weil er das Brutto verdiente, was der vorige Netto raus bekam.

Stimmt, ich hatte ihm - mehrmals - gesagt, er solle schauen, dass er nochmals in die Gänge käme - und ja, es ging mir dabei auch um Geld. Achja, er erzählte nach der Scheidung auch gemeinsamen Bekannten, dass ich seinen Lebenstraum zertört hätte.

Auch dazu mein Statement, weil alles zusammen gehört - und ja, es ist mir schnurzpiepegal, wenn sich dadurch jetzt wer angetriggert fühlt - aber ich habs einfach satt, mir auch jetzt noch sagen lassen zu müssen, welch geldgeiles Flittchen ich doch sei.

Dieser mein Ex hatte einen gut bezahlten und angesehenen Job - den er "verlor", als seine Firma an einen GroßKonzern verkauft wurde - und er erhielt eine schöne Abfertigung - einen sogenannten "golden handshake".

Er meldte sich arbeitsuchend - und als ihn das AMS auf den ersten Umschulungskurs schickte, schmiss er das Handtuch und machte sich selbstständig. Vorerst als Trainer - schulte ehemalige KollegInnen und die Mitarbeiter eines Freundes.

Das wars dann - also versuch(t)en wir das nächste - also er - weil ich hatte eh meine Firma, mit der ich gutes Geld verdiente - er gründete einen Verlag - diemal so richtig mit Gewerbeschein und gleich Regelbesteuerungbescheid, weil Kleinunternehmer geht gar nicht. 

Das wars - der große Traum = Verleger.

2007 war ab zu sehen, dass das im finanziellen Chaos endet - und da ich die Buchhaltung machte - und mich um die Finanzen kümmerte - sprach ich es an - mehrmals - und wurde abgewimmelt. Mitte 2008 eskalierte dann Alles.

Wobei - vielleicht noch vorweg gesagt - ja, ich verdiente zu der Zeit echt gut - aber ich hatte keine Lust, nicht nur meine Bücher selbst zu finanzieren, indem ich genauso einen DruckKostenZuschuss bezahlte wie alle anderen - sondern darüber hinaus auch noch seine Sozialversicherungsbeiträge zu bezahlen, damit ich wenigstens einen Großteil dessen abfangen konnte, was sonst an Verlust dagewesen wäre.

Es ging nie darum, dass er mehr Geld haben sollte wie sein Vorgänger - es ging immer nur darum, dass ich zu dem Zeitpunkt ernsthaft überlegte, wozu ich mir weiter einen Partner leisten sollte, der mich zwar fallweise noch bekochte - aber auch dabei nur Dreck machte - und auf meine Kosten ein schönes Leben führte.

Wobei ich damals noch nicht wusste, dass er sowieso schon auf Brautschau war - um weiterhin nicht allein leben zu müssen, falls ich doch "ernst mache".

Ich zwang ihn, den Gewerbeschein zurück zu legen und sich wieder arbeitssuchend zu melden - was auf einmal monatliche Einkünfte im vierstelligen Bereich einbrachte, wo vorher eine ziemlich gleich hohe Summe ins Minus "erwirtschaftet" wurde.

Er blieb offiziell weiterhin als Verlagsleiter auf allen öffentlichen Medien stehen - ich wollte diesen Job sowieso nie - mir reichte es, das ganze Büro zu machen - und wenn er mal wieder mit einer Tussi abhing, auch seine Arbeit zu verrichten, weil er dann nicht erreichbar war.

Warum hab ichs gemacht? Weil ich noch etwas retten wollte - nicht wissend, dass er sich zu diesem Zeitpunkt sowieso schon neu orientiert hatte. Und warum musste er seine Gewerbescheine zurück legen - und nicht ich? Weil er kein Geld verdiente - im Gegensatz zu mir - und ich durch die Übernahme seiner Scheine keine zusätzlichen Kosten hatte.

Nein, ich hatte ihm nicht seinen Traum zerstört - ich hatte ihm vor schlimmeren bewahrt - und ihm seine Zukunft geregelt, dass er auch ohne mich überleben hätte können - wenn er es denn wirklich gewollt und gekonnt hätte.

Klingt bissale anders als - wenn er mehr Geld verdient hätte, wäre ich geblieben - richtiger wäre gewesen - wenn er sich selbst zusammen gerissen hätte, wäre ich möglicherweise geblieben - aber für seine Schulden aufkommen, damit er gut dasteht - da leb ich lieber allein und brauch mir niemanden finanzieren, von dem ich zu dem Zeitpunkt nur mehr Magenschmerzen bekam.

Ja - auch das wurde später noch einmal Thema - dass ich mir jemanden "kaufe", um Sex zu bekommen - sorry - nein, danke - so etwas brauche ich nicht - für mich war Sex noch nie wichtig - zumindest nie wichtiger als vieles andere in meinem Leben.

Wenn ich jemanden liebte, war ich bereit, viel für ihn zu tun - einige wenige wissen, wovon ich grad schreibe - aber es gab immer irgendwelche SchmerzGrenzen in meinem Leben, wo dann auch meine HarmonieSucht mal kurzfristig zurück treten "durfte" - und ich die NotBremse zog, um nicht selbst unter die Räder zu kommen.

In diesem Sinne - meine Aussage, dass ich nicht sechs- oder siebenstellig im Monat verdienen möchte - ist jetzt nichts, was mit "sauren Trauben" zu tun hat - sondern etwas, was in meinem Fall den Tatsachen entspricht.

Und unabhängig davon, ob mir die, die predigen, dass man mit siebenstellig im Monat ja auch viel mehr Gutes tun kann, glauben oder nicht - es gibt wirklich Menschen, die das nicht brauchen, um glücklich sein zu können ;-)

Also weder das viele Geld - noch - sich besser und / oder wichtiger zu fühlen, das eigene RetterSyndrom aus zu leben - und zwar RetterSyndrom, in dem Sinne von - wie ichs in dem Beitrag schon mal ausführlicher beschrieben hatte: Rettersyndrom

Bild von Hans Braxmeier auf Pixabay

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