die PhöNixe

Ja - genau - der Phönix aus der Asche - aber wir waren ja mehrfach gendern, also verwende ich hiermit die weibliche Form - und da ichs bin - auch eine - meine - ganz spezielle Schreibweise. Nein, ich fühle mich nicht als göttinnenähnliche zarte und zerbrechliche Meerjungfrau - mir fiel nur die Doppeldeutigkeit auf, wenn fraus so schreibt.


Ok - Phönix aus der Asche - warum?

Am Wochenende hatte ich ne nachhaltige Krise - ich konnte und wollte nicht mehr - du erinnerst dich? SumsiStich & Borreliose & Antibiotika nicht vertragen = Durchfall & Magenbeschwerden & geschwollene Augen - und von der Borreliose her sowieso erhöhte Temperatur & Gelenkschmerzen & Kreislaufprobleme & alles aua und sch.... drauf.

Freitag war ich bei der Ärztin - sie verschrieb mir neue Antibiotika - und noch einiges mehr - und meinte - einfach noch liegen bleiben und Geduld haben. Hab ich nur nicht - für mich ist es eine echte Strafe, nichts tun zu können - wenn ich nur im Bett liegen und Videos streamen kann.

Dann begann ich zu überlegen, wie es jetzt konkret weiter geht, sobald ich ihn Rente bin - schrieb ein Konzept - schaute mir mein Konto an - und beschloss, endlich einen Teil dessen zu tun, was ich schon seit geraumer Zeit vorhatte - nach zu lesen unter

Shopping Marathon

Am Montag kamen dann Stativ und Mikro - am Dienstag die Kamera - und soeben sind meine Strips eingetroffen, die ich dann am Sonntag bestellt habe - damit mir die endlich das letzte Gift raus ziehen - siehe auch

Entgiftung

Jetzt kommen dann morgen noch ein paar Kleinigkeiten - Kameratasche, neue Speicherkarte, Sicherheitgriff für die Kamera - die ganzen Dinge, die das Leben nachhaltig erleichtern.

Und dann kanns los gehen - theoretisch - weil praktisch, muss die PhöNixe erst wieder aus der Asche steigen. Heut früh war ich einkaufen - weil ich jetzt nichts mehr zu Hause habe. Meine Freundin und meine KollegInnen hatten sich zwar angeboten, mir einkaufen zu gehen - nur, ich muss sowieso mal wieder raus, wenn ich doch weiter mache.

Nein - war nie wirklich ne Option - einfach aufzugeben - war nur ein kurzer Anflug von Depression - und weil ich im Garten war und mich die frische Luft gleich wieder ins Bett warf. Ich bin zwar jetzt auch noch gerädert, nach Brot, Speck und Suppeneinlagen kaufen und Geld abheben fahren, aber es hilft nix.

Es gibt 2 Möglichkeiten

  • ich gebe auf
  • ich mache weiter

Erinnert mich an eine Situation - damals - vor fast 39 Jahren - als ich mit einem Glas Champagner auf dem Eisbärenfell vor dem offenen Kamin lag - und genau das Gleiche dachte - damals beschloss ich, weiter zu machen - mein Leben von Grund auf zu verändern und neu zu gestalten.

Oder die Situation vor etwas mehr als 10 Jahren - als ich vor der EntScheidung stand - mich ein drittes Mal scheiden zu lassen - und komplett neu zu beginnen - oder eben auf zu geben und das Leben weiter zu führen, welches ich nicht mehr weiter führen wollte.

Jetzt ist es wieder Mal so weit - ein drittes und letztes Mal - Zeit für einen Neubeginn - und der nahende 60. Geburtstag ist mal wieder ein guter Grund dafür - und die Aussicht darauf, dass meine Eltern 90 wurden - und mein Großvater auch fast.

Nein - es ist nie zu spät - dachte ich mit 49, das ist zu spät für einen Neubeginn - denke ich jetzt mit 59 ganz anders - ich starte noch einmal neu ..... schauen wir mal, wohin mich mein Weg diesmal führt ......

Beliebte Posts aus diesem Blog

Wo Tauben sind, fliegen Tauben zu

Spiele - nicht nur des Lebens

WitchDesign = WebNanny