vergeben und vergessen

Da gibt es ja den Spruch

Vergeben und vergessen?
Ich nicht!
Ich bin weder Jesus, noch hab ich Altzheimer



Bei mir gehts nicht um das - aber ich vergebe und vergesse trotzdem nichts. Wozu auch? Ich gehe ja prinzipiell davon aus, dass Menschen immer das ihnen Bestmögliche tun - oder bleiben lassen.

Und wenn das jetzt aus meiner Sicht viel zu wenig ist, liegt es an mir, meine Erwartungen zurück zu schrauben. Ja, sagt es sich leichter, als es immer umzusetzen.

Vor allem in zwei Fällen hab ich damit Probleme


  • ich mag mein Gegenüber und bin mir sicher, dass sie/er mehr könnte, wenn sie/er wollte
  • es geht um eine Sache, die mir am Herzen liegt


In beide Fällen schaffe ich es nicht immer, meine ursprünglich eh schon meist geviertelte Erwartungen nochmals runter zu brechen auf einen Hauch dessen, was ich selbst bereit bin, für diese Sache zu geben und zu tun.

Von daher wird mir in Zukunft nichts anderes übrig bleiben, als eben alleine etwas auf zu ziehen, wo mir nicht nur niemand drein reden kann - sondern auch nicht meinen Eifer und Elan einbremst - egal, um welches Projekt es sich letztendlich handeln wird.

Auf der anderen Seite wäre es doch gelacht, wenn ich - nach allem, was ich schon getan habe - nicht noch etwas finden würde, was so richtig "meins" ist - und was es auch wert ist, es auf und durch zu ziehen - für mich und mein Seelenheil.

Ich habe gestern auch ein Projekt entdeckt - was mich wieder dazu motiviert hat, jetzt endlich wirklich "meins" zu er.finden:

Rich Mom

Ja - gefällt mir - ich würd zwar keinen Porsche wollen - aber darum gehts auch nicht - mich fasziniert die Idee - mich fasziniert das, was ich bisher von ihr gelesen habe - und ich freue mich schon, ihren Weg mit zu verfolgen.

Es ist so eine schöne Alternative zu all dem NichtWollen und NichtKönnen und NichtsTun, was mich seit Jahren in meiner EntFaltung hemmt. Und ja - es hemmt mich in allen Bereichen und Lebenslagen - und das will ich nicht mehr.

Und vor allem eins - ich will und werde nicht mehr warten - weder auf EntScheidungen - noch, dass irgendwer, den ich mag - endlich in die Gänge kommt - auch hier muss in Zukunft gelten - wer nicht will, der hat schon.

Nachdem ich es mir endlich wert bin, dass es mir uneingeschränkt gut geht, bin ich auch nicht mehr bereit, meine Lebenszeit zu vergeuden - für niemanden.

Also jetzt mal gemütlich frühstücken in netter Gesellschaft - ob ich mir das andere Frühstück gönne, weiß ich nicht wirklich - eigentlich nervts nur - und warum solle ich es mir antun? Wobei einen anderen Termin könnt ich noch auf Frühstück umpolen - das wär ev. nett.

Die Action nach dem Urlaub hab ich versprochen - das werd ich halten - aber ich werd in Zukunft auch vorsichtiger sein mit derartigen Zusagen. Denn - wer sollte auf meine Bedürfnisse und Befindlichkeiten Rücksicht nehmen, wen ichs selbst nicht tue?



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