ein halbes Jahrhundert

Letztens hatte ich über das Vierteljahrhundert meines ersten Gewerbescheins geschrieben - aber eigentlich gab es da noch ein besonderes Ereignis - also sowohl damals - als auch jetzt - war es doch damals der 25. - und jetzt also der 50. Geburtstags des Sohnes meines 2. Ex.



Aber passt auch heute ganz gut - weil heute hat dessen Vater Geburtstag ;-) - daher hab ichs mir für heute aufgehoben. Aber nicht nur SohneMann hatte den 50er - auch einige liebe Bekannte, die ich fast als FreundInnen sehe - feiern heuer ihre 50er.

Für mich war es - mal wieder - Grund für einen NeuBeginn - also eigentlich noch mit 49 - was meinen 7 Jahres Zyklus viel besser entspricht - aber es dauerte zum 50er an. Meine Scheidung war am 23.9.2008 - er zog dann end.gültig um den 20.10.2008 aus.

Am 4.11.2008 hatte ich meinen 50er - in den ich hinein heulte, weil mir in dieser Nacht so richtig bewusst wurde, dass ich seit über 27 Jahren nicht mehr allein hatte feiern müssen - obwohl ich ja auch nicht unbedingt der Typ war und bin, die unbedingt Feiern muss ;-)

Doch diese Nacht war echt heftig - bis in die frühen Morgenstunden, als dann der 1. Anruf kam - ab dann gings wieder nachhaltig bergauf - mit meiner emotionalen Befindlichkeit. Wahrscheinlich wäre es bei jedem anderen Geburtstag genauso gewesen - aber es war eben auch genau der 50er.

Mittlerweile habe ich auch den 60er überlebt - und den weit mehr genossen als den 50er - weil ich jetzt schon lange niemanden mehr "brauche" - und/oder um mich haben will. Ich fühle mich so frei und endlich nicht mehr eingeengt und eingeschränkt.

Erinnert mich auch an den damals besten Freund meines 2.Ex - mit dem ich nach meiner letzten Scheidung mal länger geplaudert hatte - und der dann meinte - "Sag, war dir damals eigentlich nicht fad? Was du so erzählst, hast du seit der Scheidung mehr erlebt als in den ganzen Jahren vorher."

Ja - stimmt - nach einer heftigen und intensiven 1. Ehe - kam dann eine absolut ruhige und ent.spannende 2. Ehe - zu ruhig - zu wenig aufregend - daher machte ich mich 1993 auch selbständig - also vorab mal Vorbereitung und ab 1996 dann mit eigenem Seminarraum - damit kam wieder etwas Schwung in mein Leben.

Der Beginn der 3. Ehe war dann wieder etwas heftiger und turbulenter - aber auch da passte ich mich wieder den Bedürfnissen und Vorlieben meines Mannes an - bis ich dann end.gütlig aus dem EheDasein ausbrach.

Aber auch die nachfolgenden kurzen Episoden machten mir immer bewusster, dass ich für ein Zusammenleben einfach nicht geschaffen bin - ich brauche meine Freiheit - auch, wenn ich sie nicht (aus)nutze - aber in eine Beziehung war ich nie ich - da kamen dann automatisch immer die alten und tief eingebrannten GlaubensSätze hoch, dass Frau zu kuschen - und ihr Herrchen zu befriedigen - hat.

Jetzt lebe ich schon seit über 3 Jahren absolut männerlos - also ja, meine Jungs ab und zu knuddeln - zumindest vor Corona - war ja ganz nett - aber da ist auch nichts Thema, was an Beziehung erinnert - das sind echt nur meine beiden besten Freunde - ohne jegliche Hintergedanken - und das ist einfach nur schön.

Sogar mein jahrzehntelanges "schlampiges" Verhältnis hat mich seit Jahren nicht mehr besucht, weil von meiner Seite keine eindeutig zweideutigen Anspielungen mehr kamen - und voraussichtlich auch nie mehr kommen werden.

Und ja, ist auch nur ein GlaubensSatz, dass ich fürs alleine leben geschaffen bin - aber einer, der mir echt gut tut - und mir Freiheiten gewährt, die ich mir früher nie zugestanden hatte ;-)

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