verbotene Liebe

Hm - mein aktueller Winterschlaf ist voll spannend - immer wieder neue Erkenntnisse und Aha Erlebnisse - und ich kann es mir erlauben, wirklich nichts zu tun - mirs voll gut gehen zu lassen - und mich zu regenerieren, z.B. in der Badewanne liegen und die Gedanken schweifen lassen.



Letztens kam da wieder eins der grossen Aha Erlebnisse hoch - und ich hab lange Zeit nach einem passenden Titel gesucht - verliebt in die Liebe - war die erste Idee - dann kam - Liebe ist nur ein Wort - und noch einige andere.

Ich habe Zeit meines Lebens die Liebe am Meisten genossen, wenn sie in irgend einer Form und im weitersten Sinn "verboten" war. Nein, nicht wirklich - aber mit einem Flair von Geheimnis versehen.

Die ersten Männer in meinem Leben waren die Söhne von Professoren und Politikern - Männer, die eigentlich nicht zu meinem Beuteschema gehören hätten dürfen - nein, da gabs noch keinen Sex - nur Gefühle - bissale rumschmusen - aber sie hatten Bedeutung.

Dann kam eine große und lange Zeit einer grossen Verliebtheit in jemanden, der dann wirklich verboten war - gewesen wäre, hätte er Ähnliches für mich empfunden. Eine Aussage bleibt mir ewig in Erinnerung - "behalte dir deine Unschuld solange es geht".

Dann kam mein ErstEx, er war der Sohn von Geschäftsleuten im Ort.Meine Eltern waren vom ersten Moment an gegen ihn - möglicherweise trug dies dazu bei, ihn näher kennen lernen zu wollen - und dann passierte es - ich wurde schwanger - wir haben geheiratet - aus dem kleinen unschuldigen Mädchen wurde über Nacht eine Frau und Mutter.

Nach einigen Turbulenzen kam die Scheidung und ich wurde zu einer Person, die ihr Leben irgendwie auf die Reihe bekommen musste. Ich begann zu leben, mich selbst zu entdecken - kam endlich auch beruflich in die Gänge.

Es gab keine verbotene Liebe, weil ich war Single, ich konnte tun und lassen, was ich wollte - und ich genoß sozusagen meine Freiheit. Stimmt nicht, es gab eine verbotene Liebe - meine große Liebe - die auf einmal nicht mehr auftauchte.

Aber ich sehnte mich nach etwas, was ich dann letztendlich dachte, in meiner 2. Ehe zu finden.

Dieses Verhältnis war zu Beginn auch "verboten" - weil er noch verheiratet war - wir lebten 2 Jahre sozusagen in wilder Ehe - er verwöhnte mich mit Geschenken - bekochte mich - nachdem er geschieden und wir verheiratet war, kam wieder die Ernüchterung.

Wie fragte mich sein damals bester Freund mal - "war dir nicht fad in der ganzen Zeit eurer Ehe?" - ja, wars letztendlich - es war zu ruhig - es war zu friedlich - nach den Aktions der 1. Ehe war es zwar erholsam, aber vielleicht etwas zu viel.

Nach einiger Zeit flammte die grosse Liebe wieder auf - aber auch sie verlosch nach einiger Zeit wieder. In dieser Zeit lernte ich meinen LetztEx kennen - zu der Zeit auch verheiratet - also auch wieder mal "verboten".

Nach der letzten Scheidung gab es Freunde - mit und ohne Sex - einen Alki, der mir den geilsten Sex meines Lebens bescherte - achja, scheine doch nicht so frigide zu sein, wie manche vorher dachten, weil sie einfach nicht fähig waren, mir das zu geben, was ich brauchte ;-)

Und dann nochmal jemanden, der meine neue grosse Liebe hätte werden können - wenn er nicht er gewesen wäre - und mir zwar das Blaue vom Himmel versprochen hatte - meine Arbeitskraft freudig benutzt hatte - aber letztendlich auch nur in die Gruppe der egoistischen MALs einzureihen war.

Ich hatte mir immer einen Menschen an meiner Seite gewunschen, dem ich annähernd so wichtig gewesen wäre, wie er mir - der mich so geliebt hätte, wie ich bin - der Einzige, der das bringen hätte können war leider Alkoholiker - und ihm war letztendlich dieser dann doch wichtiger als ich.

Nein, ich bin nicht frustriert - ich bin nur geheilt - geheilt von den Männern, die ich bisher in mein Leben gezogen hatte. Ich brauche sie nicht mehr - ich bin es mir wert, wenn, dann genau von dem Partner gefunden zu werden, der zu mir passt.

Ich weiß allerdings auch, dass ich in Zukunft nur mehr die erste Geige spielen will und werde. Und wenn es kein entsprechendes Pendant auf dieser unserer Erde gibt, dann werde ich mir selbst genug sein.

Mir ging es nie um Sex - um ne schnelle Nummer - ich wollte - und brauchte - immer mehr - Emotionen - Intimität und Nähe - Vertrauen. Ich habe oftmals auf eines oder mehrere dieser Dinge verzichtet, aber ich mag nicht mehr.

Alles oder Nichts - das ist ab sofort die Devise.

Ich mag auch nie wieder mit jemanden fix und dauerhaft zusammen leben - ich bin nicht für den Alltag geboren - ich brauche meine Freiheit - meinen Freiraum - aber wenn wir zusammen sind, dann ganz.

In diesem Sinne - ich habe viel erlebt - es gab schöne Stunden - es gab weniger schöne Momente - es gibt Dinge, die ich verdrängt habe - auch sie sind nicht mehr wichtig genug, um sie unbedingt wissen zu müssen - ich würd fast sagen - ich habe meinen Frieden gefunden.


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