genug Zeit, um Abschied zu nehmen

Gestern war es mal wieder so weit, dass ich mich über mich geärgert hatte, dass ich damals nochmal verlängert hatte. Ich hätte es wissen müssen. Warum sollte sich irgendwer oder irgendwas ändern - wollen oder können oder was auch immer.


Danach gab es mal wieder ein längeres Telefonat mit meiner Freundin - und es fiel ein Satz, der mich einerseits wieder runter holte - und Grundlage für diesen Blogbeitrag ist:

Das ist nur, damit du für dich jetzt auch wirklich abschliessen kannst.

Jupp - isses - und alles, was jetzt noch passiert, macht mir den Abschied leichter. Und schwupps, war ich wieder an das Onlineprojekt erinnert - und an meine letzte Ehe. Beginnen wir mit der Ehe.

Es war zu Beginn ein Traum - ich hatte einen angesehenen Mann, der auch rein optisch sehr präsent war - alles in allem eine gepflegte Erscheinung in den besten Jahrn in gehobener Position.

Dann wurde seine Firma von einem noch grösseren Konzern aufgekauft und die "Alten" bekamen einen sogenannten "golden handshake" - sprich - mehr Abfertigung, wenn sie den neuen Vertrag nicht unterschreiben.

Ab da begann der Abstieg und Verfall - arbeitssuchend - das war so gar nicht seins - er machte sich selbstsändig - und zuletzt sass er vorm TV - hatte seinen Schleppdepp dort angehängt und fuhr in irgendwelchen spielen die Streif runter - im Jogger und alles neben sich fallen lassend, was er so den ganzen lieben langen Tag tat - zB Zuckerl auspacken.

Die spärlichen Aufträge machten das Kraut nicht fett und letztendlich finanzierte ich seine gewerbliche Sozialversicherung - und fing seine Schulden ab. Nachdem er - trotz mehrmaliger Ansagen, dass ich mir eine VerÄnderung - in welcher Form auch immer - erwarte - nichts tat - änderte ich die für mich unerträgliche Situation.

Zum Zeitpunkt der Scheidung hatte ich keinerlei Ambitionen mehr, diesen Menschen noch länger neben mir ertragen zu wollen.

Dann kam als Zwischenschritt der Musiker, der dann irgendwann meinte, wir müssen reden - im Cafe - also bereitete ich gleich die Aufstellung vor, was er mir noch schuldig war - und noch immer ist - weil er natürlich weder daran dachte, dass wir ja Freunde fürs Leben wären - und er Freunde nicht bescheisst - sondern mir dann einfach die Frundschaft kündigte - und mit meinem Geld aus meinem Leben verschwand.

Letztendlich dann die Onlineplattform, bei der ich Jahre meines Lebens opferte, weil es einfach so "ganz meins" war - der Support war die eine Sache - alles andere die andere. Ja, sie nervten mich immer wieder, wenn sie groß quasselten, was sie nicht alles bräuchten - und auf der anderen Seite keiner nix zustande brachte - ausser mir.

Und dann kamen noch meine "Fans" - die Typen, die dachten, mir unbedingt ans Bein pinkeln zu müssen. Ja, sie wussten genau, wann ich wo welche Fehler machte - nur, eins ist auch klar - wer Arbeitet kann Fehler machen - wer nichts tut, sollte nach Möglichkeit dabei auch nix falsch machen.

Als sie dann noch untergriffig und persönlich beleidigend wurden, hab ich dem Vorstand erklärt, wenn sie jetzt nicht bald was klarstellen und/oder ändern, dann ziehe ich die Konsequenzen.

Das folgende Video bestätigte die Typen dann aber nur in ihrem Tun - und sie wurden noch untergriffiger und persönlich beleidigend - und von daher zog ich mich Mitte Jänner 2017 aus der Geschichte zurück.

Ich erinnere mich noch genau an das eine Skypegespräch nach der Fehlentscheidung im Herbst 2016 - nach der ich klipp und klar kommunizierte - mir reichts, mach dir deinen Scheiss einfach selbst - und mich dann durch - "wenn du gehst, weiß ich nicht, was ich tun soll" - nochmals überreden ließ, den Karren zum x.ten Mal aus der Scheisse zu ziehen - aber es war nicht mehr möglich - er steckte schon zu tief im Morrast :-(

Eine Episode werde ich allerdings nie vergessen - als der eine Typ meinte, ich solle mich nicht wie die Kirsche auf der Torte fühlen - und ich ihm antwortete - ich fühle mich nicht, wie die Kirsche auf der Torte - ich bin die Torte.

Er wirds in 100 Jahren nicht checken, dass dies die exakte Beschreibung dessen war, was Fakt war - und als ich ging, wars aus - schlicht + einfach + ergreifend. Ich war die Torte - und da ich Torte mich verkrümelt hatte, blieben nicht mal mehr Bröselchen übrig - Insolvenz abgewiesen wegen mangels Masse.

Nein, ich hab nie Geld raus genommen - und ich hab nie Geld erhalten - doch - einmal - im ersten Monat bekam ich € 300,--naja, für den ersten Monat - dann irgendwann viel später - und noch ein zweites Mal hab ich dann € 100,-- bekommen als "Bezahlung".

Dem gegenüber stehen fünfstellige Beträge, die ich in Aktien und Shares und Packs investiert hatte - und die mit ein Grund waren, dass ich weiter machte, weil ich wenigstens irgendwas davon hatte retten und zurück bekommen wollen.

Dann gibts da noch das andere Thema - das mir wenigstens kein Geld kostet, sondern bringt - aber welches sich auf die Gesundheit schlägt ob der Intrigen und Verleumdungen und Unfähigkeiten - und all dem, was offensichtlich in einem Job sein muss, damit sich der Großteil der Beschäftigten wohl fühlt.

Ja - ich habe verlängert, weil mich 3 Personen gebeten hatten - mittlerweile bin ich so weit, dass ich sage - für meinen gesundheitlichen Zustand wärs weit besser gewesen, es nicht zu tun. Andererseits kann ich mich somit verabschieden - Abschied nehmen - und wenns ganz blöd her geht, bin ich letztendlich froh, dann endlich raus zu sein.

Wenn ichs nicht getan hätte, würde ich ev. überlegen, obs besser gewesen wäre, wenn ichs getan hätte - so kann ich sagen - ich habs gemacht - ich hätt mirs sparen können - aber ein paar positive Sachen sind es letztendlich wahrscheinlich sogar wert, dass ichs getan habe.

Was haben all die aufgeführten Fälle - und auch noch einige anderen - gemeinsam?

Wenn für irgendwas mein Herz brennt, dann halte ich wesentlich länger durch, als es wirklich für die Lernerfahrung nötig gewesen wäre. Aber da bin ich nun mal zu masochistisch veranlagt, um frühzeitig das Handtuch zu werfen.

Meine Schmerzgrenze ist ziemlich hoch - ich erdulde und ertrage sicher weit mehr als der Großteil der Menschheit - ich lasse mir länger was gefallen - zum Wohle der Allgemeinheit - oder eben der Crew - oder was auch immer.

Ich werde es auf meine alten Tage nicht mehr lernen, endlich mich selbst zum Mittelpunkt des Universums zu machen - aber ich bin mir auch schon sehr viel mehr wert als noch vor ein paar Monaten oder Jahren.

Mit jeder EntTäuschung wachse ich - werde einerseits stärker - und andererseits auch unempfindlicher gegenüber den Möchtegerntypen, die nichts anderes können, als andere zu kritisieren und zu beleidigen. Frei nach dem Motto:

Was juckts die Eibe, wenn der Eber sich an ihr kratzt.


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