die Glucke und ihre Wuserl

Diesmal eine erfundene Geschichte ;-)
Jegliche Parallelen zu lebenden Personen sind Zufall.

Doch vorab mal die Begriffserklärungen für alle, die diese beiden Ausdrücke nicht kennen:


Glucke lt. Wikipedia


Glucke ist die Bezeichnung für eine brütende oder Küken führende Henne des Haushuhns.
 oder auch
 Redensartlich ist eine Glucke oder Gluckenmutter eine Metapher für eine Mutter, die ihre Kinder übermäßig umsorgt und behütet.
und weils so schön ist, noch eine dritte Aussage dazu:

Die Brüder Grimm schildern in ihrem Wörterbuch die Bedeutung der Glucke als von fürsorglichen frauen, besonders müttern oder glukke eine familienmutter in scherzhafter rede und älteres mädchen, das gern mit kleinen kindern spielt sowie mutter, um die viele kinder herumlaufen.

Wuserl lt. Wikipedia

Ein Küken (in Österreich auch Kücken, Wuserl oder Singerl, bairisch Biberl, ostmitteldeutsch auch Küchlein, Kippchen, Schüppchen oder Schüpplein) ist in der Ornithologie ein Jungtier der Vögel (frisch geschlüpft bis juvenil).  
Doch kommen wir zur Geschichte - weil bald Ostern ist ;-)

Es war einmal ein altes Suppenhuhn, welche bei einem Besuch in Nachbars Hühnerstall ein paar Küken vorfand, welche irgendwie verloren herum standen. Sie begannen eine Unterhaltung und letztendlich beschlossen sie, dass sie eine gewisse Zeit zusammen verbringen wollten.

Die Glucke kümmerte sich rührend um die kleinen Wuserl - war immer für sie da - stand für Fragen jederzeit zur Verfügung - und opfere auch manchmal ihre Freizeit, um ihren Wuserl weiter zu helfen - oder ihnen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Sie beschützte sie vor vielen Schwierigkeiten und Herausforderungen des Lebens - die Glucke plante sogar ein Projekt, welches sie einem der Wuserl schenkte, damit das über etwas hinweg täuschen konnte, was sie einfach in einem Jahr nicht schaffte, sich irgendwie darum zu kümmern.

Doch damit begann erst so richtig das Elend des einen kleinen Wuserl - weil sie wollte oder konnte nicht "NEIN" sagen - wollte ihre Glucke nicht ent.täuschen - und tat darum genau das Falsche - naja eigentlich tat das Wuserl - wieder mal - nichts.

Nein, stimmt nicht - es tat nichts von dem, was die Glucke wollte - und mehrfach kommunizierte, wie sie es wollte.

Das Wuserl tat das was es am liebten machte - und als der Glucke der Kragen platzt, kam das Wuserl mit Augenaufschlag - und Tränen - und - ich bin ja so arm - angelaufen, um sich wieder bei der Glucke ein zu schleimen.

Nach geraumer Zeit kam eine andere Henne des Weges, welches auf genau dieses eine Wuserl ein Auge warf - und es auch immer wieder zu sich lockte. Das kleine Wuserl war unentschlossen - wollte zwar ihrer Glucke nichts Böses - aber die fremde Henne versprach ihr das Blaue vom Himmel.

Und als das eine Wuserl wieder mal etwas nicht machte, was es hätte machen sollen - nutzte die Henne die Gunst der Stunde - und trieb wieder mal den Keil tiefer zwischen die beiden.

Jetzt kam da aber noch dazu, dass die Glucke das Ganze nur mehr weiter gemacht hatte, weil - unter anderem - genau das eine Wuserl sie gebeten hatte, sich noch weiter um alle Wuserl zu kümmern.

Und dann sass die Glucke da und überlegte, warum sie sich noch weiter um die Wuserl kümmern sollte - statt endlich ihr eigenes Leben zu leben - und den wohlverdienten Ruhestand zu geniessen.

So kam es eines kalten Wintertages, dass die Glucke ihren Vorschlag - ihr Angebot - den Großteil dessen, als sie bisher machte, auf ihre Wuserl auf zu teilen - und den Rest einfach weiter zu machen - einfach zurück zog - und daraufhin endlich begann, sich auf die Rente zu freuen ;-)

Und die anderen beiden der drei Wuserl waren in der Zwischenzeit schon gross geworden und waren locker allein lebensfähig - sprich, denen fraß keiner mehr die Körnderl vor der Nase weg - und ob das dritte Wuserl überlebt oder nicht, ward fortan nicht mehr das Problem der Glucke .....


Beliebte Posts aus diesem Blog

Shopping Marathon

Wo Tauben sind, fliegen Tauben zu

Spiele - nicht nur des Lebens