Karmisch oder systemisch?

Das habe ich mich letztes Wochenende mal gefragt - und bin auf eine - für mich überraschende  Erkenntnis gestossen. Vielleicht sollte ich voraus schicken, dass ich bei der Überarbeitung meines ersten Buches die ganzen karmischen Sachen raus genommen hatte - weils irgendwie nicht mehr passte.

Und jetzt ist mir auch bewusst, warum das so ist.

Wie kam ich überhaupt auf das Thema? Weil es in einem Forum eine Diskussion gibt über - Karmischer Ausgleich aus früheren Leben - sinnlos? - und im Zuge der Diskussion fielen mir auch wieder meine Rückführungen ein - also eigentlich wars eine Rückführung - aber wir gingen zurück in 3 Leben.

Und als ichs letztens dann jemanden erzählte, wurde es noch klarer - bzw. von ihm kam die Aussage, dass er das irgendwie eigentartig fände, dass immer alle irgendwelche Herrscher und Regenten waren - und nie irgendwelche "gewöhnlichen" Menschen.

Ja - die Diskussion hatte ich auch vor Jahren schon mal - als mir eine Bekannte erklärte, sie glaube nicht an Rückführungen, weil sie hatte mal eine machen lassen - und war dabei eine einfache Zigeunerin, die vom Pferd gestürtzt - und dadurch auch gestorben war, weil das Pferd auf sie fiel und sie erdrückte.

Auf meine Frage, wie es ihrer PferdeAllergie gehen würde, antwortete sie spontan - "Viel besser ..." - um dann im Erzählfluss zu stoppen und nach zu fragen, woher ich von ihrer panischen Angst vor Pferden wisse - naja, das war die Theorie dahinter, wie ich Rückführungen kennen lernte:

Wir haben in dieser Inkarnation Probleme mit irgendwelchen Thematiken, weil wir uns in einem früheren Leben geschworen hatten, SO nie wieder sterben zu wollen - und daher vermieden wir es eben, wieder in solche Situationen zu kommen.

Ok - Kurzfassung meiner 3 Leben 

  • ich musste zusehen, wie mein Liebster gefoltert und ermordet wurde
  • ich stand am Pranger und wusste, dass ich als Hexe verbrannt werden würde
  • ich wurde von einer Klippe gestürzt, weil ich Dinge gesagt hatte, die niemand hören wollte
    da ploppt dann auch noch irgendwie - Kassandra - und Atlantis auf als Gedanken - damals

Naja, der Rückführungsleiter half mir jeweils auch, in die Situation hinein zu fühlen - und durch zu gehen - um sie zu lösen - und mir klar zu machen, dass das früher mal war - aber mich im Hier und Jetzt nicht mehr belasten müsse.

Das war zur Jahrtausendwende - und irgendwie hat sich seither auch wirklich viel ver.ändert in meinem Leben - vor allem, was den letzten Punkt betrifft - da hat aber auch Human Design viel dazu beigetragen - durch die Erkenntnisse

  • das ich ein offenes EmotionalZentrum habe und daher harmoniesüchtig war - naja, fallweise noch immer bin.
  • dass ich die Umsicht definiert habe - und daher immer auf mein Umfeld Rücksicht nehme, in allen Bereichen
  • und dass ich meinen Kanal 44-26 jahrzehntelang unterdrückt hatte - wegen der vorigen beiden Punkte

Aber genau der ist auch der, der mir immer wieder spontane Impulse geliefert hatte - und es auch noch immer tut - nur früher hatte ich sie nicht raus gelassen - sondern runter geschluckt - und eben in 99 % der Fälle nicht ausgesprochen - seit ichs tue, gehts mir allerdings auch viel besser ;-)

Ok - kommn wir zum Thema zurück.

Ich glaube nicht an Karma als etwas, was ich irgendwann mal verbrochen habe - und jetzt dafür bestraft werde - ich glaube an Karma als Prinzip von Ursache und Wirkung - wenn ich etwas tue, kommt ein entsprechendes Echo zurück - in jeglicher Richtung - ob negativ oder positiv - im Hier und Jetzt.

Aber es kann sein, dass ich eben etwas aus frühere Leben mit schleppe, eben zum Beispiele Schwüre, so nie wieder sterben zu wollen - die kann ich aber auch einfach auflöse - sobald ich sie erkennen.

Und ich hab ja eine Ausbildung als Aufstellungsleiterin - und hab rauch oftmals Aufstellungen geleitet - wo es ja darum geht, dass wir - aus blinder Liebe zu unseren Ahnen - von ihnen irgendwas übernommen haben, um es zu einem guten Abschluss zu bringen - und/oder für unsere Nachkommen zu klären und/oder zu lösen.

Aber immer geht es darum, dass wir selbst uns was aufgeladen haben - und es daher auch selbst wieder lösen können - und das ist jetzt genau der Unterschied, der einen Unterschied macht.

Die, die Karma als etwas sehen, was jetzt als Strafe für etwas ist, was sie früer gemacht hben - können das auch nicht selbst lösen - weils ja ne Strafe ist, die irgendwer verhängt hat.

Wenn ich selbst dran schuld bin, dass ich mit irgendwas nicht zufrieden bin, wie es läuft - dann kann auch nur ich es im Hier und Jetzt ver.ändern.

Und ja - das hat auch mit Mangel und Fülle zu tun - und auch mit den DramaDynamiken - wenn ich Opfer sein und bleiben möchte, muss ich an eine Strafe glauben - weil sonst könnte ich ja aus meinen OpferDasein raus kommen.

Andererseits, wenn ich GrundTendenz Opfer lebe, kann ich nicht an Karma als Ursache und Wirkung glauben - weil das wär ja viel zu einfach - und vor allem, fiele dann die Ausrede weg, das mir das ja irgendwer - da draußen - aufbürdet - und als Strafe schickt.

Daher passt diese Interpretation von Karma so absolut gar nicht mehr zu mir - und meinem Leben - meine Eltern waren zwar nicht gläubig in dem Sinn - aber dass andere schuld an ihrem Elend waren, das war fix - und es waren auch immer alle anderen an allem Schuld - und sie die leidenden Opfer. 

Ich bin echt froh, da raus gekommen zu sein ;-)


Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

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