Nutzen wir die Feiertage, um ..... an unsere Mitmenschen zu denken

Ich gestehe, die Aussage hat mich grad nachhaltig getriggert - und ich muss mal so richtig auskotzen. Ich denk seit über einem Jahr an meine Mitmenschen - und was bringts? oder hilfts? bzw. wem hilfts? Wobei - eins ist klar - mir nicht.

Ja, ich bin ein geduldiger Menschen, aber ich hab seit vor Weihnachten meine Tochter nicht mehr gesehen - und auch da haben wir nicht geknuddelt - wie sonst mindestens einmal pro Monat üblich war - weil ich an meine Mitmenschen denke - und sie viel mit anderen Menschen in Kontakt ist.

Und ich hab heuer 2x kurz die Jungs gesehen - auf Distanz - im verschneiten Garten stehend - weil ich an meine Mitmenschen denke - und sie viel mit anderen Menschen in Kontakt sind.

Ich geh maximal 1x pro Woche einkaufen - da scheisst sich niemand nix von wegen Abstand - aber ich halte ihn - so weit es möglich ist - weil ich denke ja an meine Mitmenschen.

Mein Vorteil ist, ich bin in Pension - mein Nachteil ist, ich bin in Pension - also hock ich jetzt seit über einem Jahr allein zu Haus und denke an meine Mitmenschen, die sich so überhaupt nichts um Niemand anderen als sich selbst scheren.

Und wer von den ganzen ach so tollen Mitmenschen, die für ihre Rechte demonstrieren - denkt jetzt an mich?

Kein Schwein

Wer nimmt Rücksicht darauf, dass auch ich mal wieder raus will - einfach mal wieder zu meinem LieblingsWirten nett Essen gehen möchte? Das ist jetzt etwas, was ich seit 5 Monaten nicht mehr kann.

Und komm mir nicht mit - Lieferservice - wer so nen Bullshit verzapft war noch nie nett Essen - weil dabei geht es eindeutig um mehr als das Essen an sich - es geht um das Ambiente - um das Feeling, sich kulinarisch verwöhnen zu lassen.

Was nutzt es mir, an meine Mitmenschen zu denken, wenn sich ein Großteil davon sowieso nix schert - und munter weiter Partys feiert - oder in der Gegend rum ... was auch immer.

Mir ist es dabei nicht nur gleich.gültig, sondern schlichtweg egal, ob das Virus bewusst frei gesetzt wurde - oder obs "passiert" ist - ob die ganzen Vorschriften einem jahrzehntelangen Plan folgen oder nicht - was mich mittlerweile nachhaltig nervt, ist, dass sich nicht zum Besseren ver.ändert. 

Was mich grad nachhaltig stresst ist diese Ungewissheit - wenn sie - wer auch immer - die Gastro eliminieren wollen - wärs mir recht, wenn sie es einfach zugeb en würden - dann köntne ich mich drauf einstellen - ich würds überleben.

Aber grad jetzt - so kurz vorm angekündigten Aufsperren der Gastgärten wieder alles komplett dicht zu machen - das nervt einfach. Und mir ist es schnurzpiepegal, welche politischen Farbe(n) das beschliessen - ich halt von den meisten Polütikern sowieso nix.

Und dieses scheinheilige - wir müssen zusammen halten - und dann öffnen die Schigebiete - oder alle dürfen nach Malle fliegen - glaubt wirklich irgend wer daran, dass das irgend eine Form von Sinn macht? 

Entweder denken wir alle an unsere Mitmenschen - oder niemand - also sperren wir einfach wieder Alles auf - und die, die es nicht überleben, überlebens eben einfach nicht - so ist das Leben - irgendwann stirbt Jede/r mal.

Nein, ich habe keine Angst vor dem Virus - ich hab mich auch noch nie gegen Grippe impfen lassen - und hatte vor 2 Jahren eine mit einem echt schweren Verlauf - und ich habs relativ unbeschadet überlebt - ich werd auch diesen Virus überleben - schließlich werde ich mindestens 90 - das ist mein großes EndZiel.

Mittlerweile bin ich aber an einem Punkt, an dem ich mich ernsthaft frage - wozu sollt ich noch eine Sekunde länger an meine Mitmenschen denken wollen?

Ich weiß, dass diese Aussage nicht an mich gerichtet war - aber sie war das, was mich ansprang, als ich in Facebook einstieg - und mich von gleich auf jetzt zum ausrasten brachte.

Und nein, jetzt, wo das online geht, ist Alles schon wieder vorbei - es war am Montag - und es hat mir die ganze Woche vermiest - aber was solls - ich denk ja an meine netten und rücksichtsvollen Mitmenschen - und werf keine Bombe runter ins Tal, um die ganzen querdenkenden Schwachmaten endlich zum Schweigen zu bringen.

Ausserdem hatte ich noch Nasch zu Hause und hab mir ne NachmittagsJause gegönnt:


Aber ich frag mich ernsthaft, ob ich jetzt nicht wirklich mal ernsthaft an meinem Thema arbeiten sollte, dass ich immer umsichtig bin und an meine Mitmenschen denke - statt endlich mal wirklich meinen Bedürfnissen den entsprechenden Raum zu geben - und auch entsprechenden Terror zu machen - ist anscheind die einzige Sprache, die gehört wird.

Der komplette Wortlaut war übrigens:

Nutzen wir die Feiertage, um zur Ruhe zu finden und an unsere Mitmenschen zu denken.

Ich bin seit einem Jahr in der Ruhe - vermeide soziale Kontakte - halte Abstand zu meinen Mitmenschen - nehme auch Rücksicht auf deren Befindlichkeiten - aber langsam entwickelt es sich zu einer Ruhe vor nem Sturm.

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