Frust und hilflose Wut

Letztens hatte ich ganz langen und lieben Bekannten die Links zu meinen 3 Beiträgen auf meinBezirk.at geschickt - und das AntwortMail hatte den als Titel genannten Betreff - und ich sass da und dachte - ok - ich scheine einen ziemlich wütenden Eindruck zu hinterlassen bei manchen Menschen.

Wahrscheinlich ist das auch der Grund, warum ich von gleich auf jetzt wieder ziemlich hoch geschossen bin im Ranking der meist gelesenen RegionautInnen - weil Lügen und Frust eben lieber gelesen werden als irgendwelche positiven Beiträge - doch hier mal vorweg die Links zu den Beiträgen - falls irgendwer noch nicht weiß, worum es geht ;-)

Himmelreichgasse Göttschach
Ohne Vorwarnung von der Umwelt abgeschnitten

Die Göttschacher Odysee geht weiter
Irgendwie = alles für die Tonne

ab 1.8.2022 = endgültig
Zufahrt Himmelreichgasse Göttschach gesperrt

Und ja - klar - als ich am 11.7.2022 vor der gesperrten Brücke stand - mit der lapidaren Ankündigung - bis 31.10.2022 - hätte mir lieber niemand real in die Nähe kommen sollen - geb ich unumwunden zu - und ich hab auch wirklich ganze Nacht nichts geschlafen, weil ich ein paar GemeindeVertreterInnen am Liebsten zum Teufel geschickt hätte.

Aber letztendlich siegte bereits am 12.7.2022 die Vernunft - und es war mir nach meinem Termin auf der Gemeinde auch bewusst, dass da sicher niemand zugeben wird, dass sie es verbockt haben - sondern die Schuld auf alle anderen abwälzen werden - für alle Ewigkeiten.

Und ich hatte mir in der durchwachten Nacht auch überlegt, was mein ganz persönliches großes Problem an der Situation war und ist und sein wird - die streckenweise fehlenden Ausweichmöglichkeiten - weil ich einfach nicht gerne verkehrt zurück schiebe - und schon gar nicht, wenn ich grad bergauf oder bergab fahre.

Also auf gerader und asphaltierter Strasse ist es kein Thema - naja, wenns nicht zu weit ist - und wenn ich die Ausweichmöglichkeit sehe auch nicht - aber da gibt es eben Stellen, wo es nicht nur relativ steil bergauf - bzw. bergab - geht - sondern eben auch ziemlich schmal - und aus Fahrtrichtung gesehen rechts auch ziemlich aprubt ziemlich steil bergab.

Ist offensichtlich ein uraltes Trauma, welches ich jetzt gezwungen bin, mich dem nochmal zu stellen - hat möglicherweise auch noch immer etwas mit dem Hoppala zu tun, als mein (Groß)Vater auf der Brücke von Pernitz nach Neusiedl von einem Auto angefahren wurde, als er mit mir im Kinderwagen - und unbeweglich im Wickelpolster steckend - von meinen Eltern zu sich heim unterwegs war.

Zumindest kam mir das in den Sinn, als ich gestern zum ersten Mal genau auf dieses Problem gestossen wurde - dass mir beim bergauf fahren ein Auto entgegen kam - gottseidank grad an einer Stelle, wo eine kleine Einbuchtung in der Böschung ist, dass er ausweichen konnte.

Aber ich musste knapp an den rechten Rand fahren - und da stieg wieder diese Beklemmung hoch, die früher in panischer Angst mündete - also das wars diesmal nicht mehr - aber das ungute Gefühl war doch noch immer da - naja, schaun ma mal, ob sich das in den nächsten 6 bis 8 Wochen auch noch legt.

Warum aber hab ich eben diese ganzen Beiträge geschrieben?

Also der erste war echter Frust - weil ich da dann ja auch letztendlich im Wald strandete - und auf einmal alles aus war - d.h. das erste Trauma mit - auf einem Waldweg bergab verkehrt zurück schieben müssen - hat den Frust über die gesperrte Brücke - und den Zorn auf das Versäumnis "unserer" GemeindeVertreterInnen - noch nachhaltig verstärkt.

Ja - ich liebe mein schwedisches Eisbärli - und ich weiß, dass es keine Gefühle oder sowas hat - aber ich möchte es trotzdem nicht nachhaltig und vorsätzlich "verletzen" - anders gesagt - ich mag mein Auto nicht schrotten - schon gar nicht aus Gründen, auf die ich keinen Einfluss habe.

Man möge mich KontrollFreak nennen, aber ich bin schon lange nimma lebensmüde - und hab auch nicht vor, mich vorsätzlich und willentlich in den Tod zu stürzen - von daher war dieses Erlebnis mal wieder gut geeignet, um da einige alte Wunden wieder auf zu reissen.

Ja - stimmt - als ich am 11.7.22 vor der gesperrten Brücke stand, war ich kurzfristig hilflos - dann überlegte ich rational, was ich machen kann - und erinnerte mich an den Schleichweg hinten rum - dass ich dann falsch abbog, verstärkte dann eben nur noch den Frust.

Hilflose Wut scheint mir allerdings nicht mal ansatzweise passend - wobei - war eben die Zusammenfassung des Eindruckes, den ich erweckt hatte - und der möglicherweise sogar mehr über jene aussagt, die diesen Eindruck haben.

Die, die mich real kennen, werden wissen, dass ich selten hilflos bin - genauso wenig wie wütend und tobend - ja, gefrustet war ich - kurzfristig - aber das ist auch schon lange verraucht. 

Wobei es ja hier auch so ist - es wird noch ein Beitrag kommen - ganz einfach, weil ich da schon was vorbereitet hatte, was ich wegen dem heute zurück datiert habe - von daher - der aktuelle Eindruck muss nicht immer wirklich der akute sein.

Manchmal ist das alles schon länger wieder verraucht - aber ich schreib mirs eben von der Seele - dann, wenn es so ist - und veröffentliche es dann, wenns grad irgendwie in den Terminplan passt ;-)

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