Ich bin psychisch und physisch Single

Nachdem ich das in einer Antwort auf eine Frage geschrieben hatte, dachte ich, sollt ich auch mal nen BlogBeitrag drüber verfassen, weils mal wieder eine "DER" Aussagen war, die es wert sind, sich etwas näher damit zu beschäftigen.

Worum geht's? 

Die Frage war irgendwie so in der Art - Was würdest du tun, wenn du plötzlich wieder allein bist?

Nachdem ich einige Dinge aufgezählt hatte, was ich schon getan hatte, nachdem ich wieder Single war - immer wieder mal zwischendurch - schrieb ich auch diesen Satz, dass ich eben seit Mitte 2017 psychisch und physisch Single bin - war mir spontan eingefallen - und trifft es genau.

Warum die Betonung auf psychisch und physisch?

Naja, eigentlich bin ich physisch - also körperlich - schon seit meiner letzten Scheidung Single, weil es war - mir - immer bewusst, dass ich mit niemanden mehr zusammen leben möchte - und die entpsrechenden fallweisen Versuche meiner Lover hab ich immer schnell wieder abgeschalten - alleine sein GartenArbeitsGewand im Haus hat mich bei einem nachhaltig gestört.

Aber psychisch dachte ich noch immer, dass ich irgendwie einen Mann an meiner Seite brauchen würde - und verlor mich da ja auch wieder in etwas, was mir eigentlich - und zwar in keinster Weise - gut tat - weder finanziell noch körperlich - also gesundheitlich - weil ich mal wieder mich selbst vernachlässigte, um mit zu helfen, unsere gemeinsame Zukunft auf zu bauen.

Wobei ich dann irgendwann ja auch drauf kam, dass das einfach nur ne hingeplapperte Floskel ohne Substanz war - weil er hatte nie die Absicht, irgendwas mit mir gemeinsam auf zu bauen - aber ich war blöderweise willig, die ganze Arbeit zu machen, während er sich im Erfolg sonnte.

Jaja, ich weiß - er war nicht der Erste, der das tat - aber er ist der Letzte.

Und daher passt jetzt dieser Satz so hervorragend

Ich bin psychisch und physisch Single

Noch etwas dazu - weil letztens mal eine meinte, dass ich verbittert klingen würde, weil ich sagte, dass ich nicht vorhabe, mir nen neuen Partner zu suchen - ganz im Gegenteil - ich bin froh, keinen zu haben.

@Leute - ich meine es genau so, wie ichs schreibe - ich glaube nicht mehr, unbedingt einen Partner haben zu müssen - das war ein Glaubenssatz meiner Mutter, dass eine Frau ohne Mann an ihrer Seite nichts wert sei - das gilt aber nicht für mich.

Bei mir gab es nen Vorfall - oder mehrere - die mir die meiste Zeit meines Lebens die Lust auf Sex vermiest hat - das hat jetzt nichts mit Verbitterung zu tun - das ist meine Natur - zumindest ist es in frühester Kindheit und/oder Jugend zu meinem ureigensten Sein geworden = das bin ich.

Und ich genieße es, allein sein zu können - nicht mehr zu glauben, mich mit der Anwesenheit eines Mannes "aufwerten" zu können - oder zu müssen - ich habe erst vor ein paar Jahren begonnen, zu mir selbst zu finden - mich selbst kennen zu lernen - nicht mehr immer auf andere Rücksicht nehmen zu wollen, die es sowieso nicht zu schätzen wussten.

Für mich war die Erkenntnis, keinen Mann an meiner Seite zu "brauchen" etwas unendlich befreiendes - und seither genieße ich es - jeden Tag aufs Neue. Ich habe damals begonnen, mich selbst kennen - und lieben - zu lernen - meinen SelbstWert endlich wahr genommen - und zugelassen.

BeitragsBild von 영림 손 auf Pixabay

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