los.lassen

Los.lassen - ein grosses Thema - immer und immer wieder - und jetzt ganz besonders.

Dinge, die einen belasten sollte man los.lassen

sagen die Einen

Los.lassen geht nicht, man kann die eigenen Schatten nur annehmen und integrieren, um sie auf zu lösen

sagen die Anderen

Ich frag mich halt immer wieder - und wer hat recht?

Meiner Meinung nach ist es nicht ein entweder/oder sondern ein sowohl/als auch - die eigenen Schatten anschauen - annehmen - als zu sich selbst gehörend akzeptieren - aber dann loslassen von der Idee, sich weiterhin dran klammern zu müssen - oder auch, sich dran zu klammern, sie loslassen zu müssen - was ja noch viel kontraperoduktiver ist, als sie einfach zu behalten :-)

Klar, ist grad nachhaltig mein Thema - nach den Ereignissen der letzten Wochen stecke ich mitten drinnen - auf der einen Seiten war es der unselbständige Job, wo ich mich echt bemüht hatte - mich reingekniet hatte - dabei meine selbständigen Sachen nachhaltig zurück geschraubt habe.

Dann die Erkenntnis - geht sich nicht aus - unselbständig verdien ich zu wenig um überleben zu können - Kredit änderung beantragt - ist im Laufen - mitten drin Kündigung seitens Dienstgeber - ehrlich gesagt, doch etwas überraschend für mich.

Ok - dacht ich - ist die Entscheidung - der Job war das, was los zu lassen war - knie ich mich wieder in die Selbständigkeit - Irrtum sprach der Igel und stieg von der Drahtbürste - solange ich SVA-pflichtversichert bin hab ich keinen Anspruch auf Arbeitslose.

Und mit der extrem reduzierten Selbständigkeit hab ich keine Chance aufs Überleben - und so schnell läufts nicht wieder an, dass es sich auch nur irgendwie ausgehen könnte.

Nächstes Thema - aus der SVA-Pflichtversicherung komm ich nur, wenn ich die Gewerbescheine zurück gebe - was jetzt aber heisst, dass ich dann seitens des Verlages keine weiteren der noch da lagernden ca. 3000 Bücher verkaufen darf - und ausserdem steck ich in 2 Vertriebsverträgen mit jährlicher Kündigungszeit.

Also - was tun?

Kreditaufwand fürs Haus ist schon im Laufen, dass die Kosten auf ca. die Hälfte reduziert werden können - welchen Luxus leiste ich mir noch?

Auto - Leasing - ich verabschiede mich von meinem schwedischen Eisbären - und schau, wie ich aus dem Vertrag raus komme - nur mit Defiziten - und dann hab ich noch immer keinen anderen fahrbaren Untersatz - und das geht überhaupt nicht.

Nächste Überlegung - neuen Leasingvertrag - wieder mal Kosten auf weniger als die Hälfte reduziert. Und vom Sprit her erspar ich mich überhaupt auch ein kleines Vermögen, wenn ich nicht mehr täglich ins Nachbarbundesland fahre.

Was hat das alles jetzt mit los.lassen zu tun?

Ich bin seit 1995 selbständig - hab mich immer mehr schlecht als recht über die Runden gebracht - und wollt dann eben voriges Jahr endlich mal etwas, wo ich ein fixes Grundeinkommen habe - und nebenbei trotzdem weiter selbständig bleiben.

Aus meiner Sicht gesehen funktionierte es ja auch nicht schlecht - aber trotzdem eben anscheinend nicht gut genug. Und jetzt steh ich vor nachhaltigen EntScheidungen, die jetzt wirklich mein ganzes bisheriges Leben durch einander würfeln.

Dachte ich nach meiner letzten Scheidung, dass dies jetzt ein Neubeginn gewesen sein könnte - so weiß ich jetzt - das war nur ein kleines Vorspiel auf die wirklich grossen EntScheidungen.

Und es ist - für mich - grad ein absolutes Los.lassen von allem, was mich seit Jahren irgendwie festhält und einengt. Ich habe in den letzten beiden Wochen mit den Gedanken gespielt, wirklich alles neu zu beginnen - und dann beschlossen, das, was zu mir gehört, wird mir trotz allem bleiben.

Da war jetzt mal das Haus - ich habs damals bei der Scheidung übernehmen können - ich kann jetzt nochmal den Kredit ver.ändern - dadurch löse ich mich von allem, was mich noch mit meinem Letzt.Ex verbindet - dachte ich.

Stimmt nicht - es gibt noch etwas, was ich von ihm übernommen habe - und seither mitschleppe - der Verlag. Ich hätte ihn "freiwillig" nicht aufgegeben - hätte weiterhin die Kammerumlage bezahlt und mir die beiden Vertriebe geleistet - naja - wenn dajetzt nicht die Sache mit der Arbeitslose wäre.

Und da komm ich jetzt wieder zurück auf die Ausgangssätze - erst, wenn ich erkenne, was ich an Altlasten mit mir rum schleppe - und hinterfrage, wie viel Sinn die wirklich noch machen - erst dann kann ich sie los.lassen.

Für mich stellte sich die Frage nicht, den Verlag auf zu geben - damals - ich hatte ihn ja schon vor der Scheidung übernommen, um ihn zu retten - und ihn dann behalten, weils eben noch tonnenweise Bücher gibt.

Aber es war nie mein Verlag - es war immer der meines Letzt.Ex - und ich schleppe diese Leiche mit mir rum und mach mir dadurch das Leben unnötig schwerer. Keine Ahnung, ob ich da jetzt aus den Verträgen raus komme - aber ich werde per Ende Juni den entsprechenden Gewerbeschein zurück geben.

Gleichzeitig gege ich auch die Eventagentur auf - die war eh auch nie wirklich ins Laufen gekommen.

Den einzigen Schein, den ich mir noch etwas behalte ist der IT-Dienstleistungen, weil da muss ich noch einiges machen und abrechnen. Ob ich den ganz zurück geben muss - oder ob es riecht, ihn ruhend zu stellen, werde ich diese Woche noch erfahren.

Auf jeden Fall ist bei mir zur Zeit alles nachhaltigst im Umbruch - und dann bekomme ich gestern eine private Nachricht auf facebook, wo u.a. zu lesen ist

Es ist jetzt die nächsten 8 Tage die Zeit, freiwillig alles Alte loszulassen das deiner neuen Bewusstseinsfrequenz nicht mehr entspricht. Das heißt nicht, dass du radikal nun alles in den nächsten 8 Tagen abschließen musst, so dass es im Außen sichtbar wird. Der innere Schritt ist von größter Bedeutung.

Und den hab ich gemacht ;-)

die EntScheidung ist getroffen - trotz einiger durchwachter Nächte und massenhaften Grübeleien, ob es doch noch eine andere Lösung geben könnte - gibts nicht, das einzig Sinnvolle ist:

==> Gewerbescheine weg
==> Arbeitslos melden, sobald die EDV-Gschichteln abgeschlossen sind
==> Komplett neu beginnen

Was bleibt ist das Haus und das Auto - und hoffentlich der Großteil der Freunde.

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