für Andere aufopfern

Auweia - erwischt.

Dachte ich jahrelang, dass ich dieses Thema meiner Mutter zwar übernommen, aber erfolgreich aufgearbeitet hätte, musste ich grad fest stellen, dass dem nicht so ist - also hab ich mal wieder eine Herausforderung, die es zu lösen gilt.



Gestern gabs innerhalb einer Challenge eine Phantasiereise, in welcher mir eine mentale Million geschenkt wurde - und ich hab mich voll gefreut - und hab sie auch dankbar angenommen.

Heute gab es ein leicht abgewandeltes Thema - und ich war mit mehreren anderen Menschen im Raum - und hab diese meine gestrige Million nochmal bekommen - und da war ich mir dann nicht mehr so sicher, ob sie wirklich mir gehört - oder wir teilen sollten - oder überhaupt.

Wenn ich etwas direkt geschenkt bekomme, gehört es mir - wenn ich in einem Raum mit anderen bin und es nicht eindeutig kommuniziert wird, dass das "meins" ist, dann trau ich sie mir nicht zu nehmen - bzw. hätte dann ein schlechtes Gewissen, wenn ich sie nehmen würde.

Und ganz spontan fällt mir mein letzter Job ein. Eine Kollegin hatte mehrere Nebenjobs und fragte nach etwas mehr als einem Jahr nach, ob sie ihre Stunden erhöhen könnten - weil mit 4 Stunden mehr könnte sie die ganzen Nebenjobs weg lassen.

Unsere Chefs konnten ihr aber nur 1 Stunde pro Woche mehr zusagen - also überlegte ich, ob ich ihr nicht 3 Stunden von meiner Vollzeit abgeben könnte - weil ihr Tätigkeitsfeld dazu gepasst hatte, dass sie mir etwas von meiner administrativen Arbeit abnehmen hätte können.

Also ich überlegte nicht nur, ich schlug es auch meinem direkten Vorgesetzten vor - und letztendlich taten wir es auch - und sie hatte über 2 Jahre lang um 4 Stunden mehr als die anderen.

Gleichzeitig machte ich ja den Support dieser OnlinePlattform und wurde - in letztendlich wert.losen - Aktien bezahlt. Das waren weit mehr als 3 Stunden pro Woche - und rückblickend betrachtet, war es eine absolut gigantische Lernerfahrung in vielerlei Hinsicht.

Oder der Künstler, der sich problemlos seine CD-Produktion und CD-Präsentation vorfinanzieren ließ - um mir dann die Freundschaft zu kündigen und drauf zu vergessen, dass wir mal die Einnahmen teilen wollten.

Und - und - und - es zieht sich wie ein roter Faden durch meine Geschichte - ich ging eine Partnerschaft (beruflich oder privat - Mann oder Frau) ein - ich nahm mich nicht nur zurück - sondern ich tat auch alles, dass es meinem Gegenüber gut ging - auch, wenns mir dadurch selbst schlechter ging, als es sein hätte müssen.



Bisher ging ich davon aus, hat mit dem Märtyrertum meiner Mutter zu tun - dass ich da ihre Muster übernommen hätte - aber heute wurde mir bewusst - nein, geht noch um etwas anderes - wenn ich jemanden wirklich mag - oder liebe - dann muss ich ihr/ihm das immer und immer wieder beweisen.

Da gabs ja in den späten 60er Jahren den Autounfall meiner Eltern - als sie das Gepäck für die Expedition meines Vaters nach Wien führten, um es zu verschiffen. Auf der Heimfahrt hatten sie auf der Autobahn einen Unfall, stürtzten mit dem Wagen über die Böschung - der Wagen überschlug sich mehrmals - und meine Mutter fiel raus und hatte schwere innere Verletzungen.

Sie war lange im Koma und auf der Intensivstation - man hat ihr 40 cm künstlichen Darm eingesetzt - und letztendlich hatte sie ab diesem Zeitpunkt immer wieder grosse gesundheitliche Probleme und Schmerzen. Ja - weiß ich.

Da gibts aber noch ein anderes Kapitel, was mir eben erst heute so richtig bewusst wurde - auf der einen Seite war, dass mein Vater trotzdem seine Reise antrat, obwohl meine Mutter im Spital lag - und auf der anderen Seite opferte sie sich natürlich wieder auf und ging auf Revers vom Krankenhaus heim.

Mein Thema mit dem Thema - es gibt Fotos von meinem 1. Schultag, an dem ich ein fröhliches und lebenslustiges Kind war - es gibt wenig Fotos von nach dem Unfall, an dem ich irgendwas in der Art war - also weder fröhlich, noch lebenslustig, noch Kind.

"Sei ruhig, der Mama gehts schlecht." - "Nein, das können wir jetzt nicht machen, weil deine Mama schläft und die ist ja schwer krank" - "Spiel was und lass die Mama in Ruhe, die hat Schmerzen" - "Wenn du deine Mama lieb hast, dann mach jetzt dieses und jenes nicht, weil sie muss sich erholen" - waren so Sätze meiner Großmutter, die in mir heute hoch kamen.

Ich habe mit ca. 7 oder 8 Jahren meine Kindheit beendet - und war seither eine verantwortungsbewusste Erwachsene, die auf alle Rücksicht nehmen musste - vor allem auf jene, die sie liebte - um denen zu beweisen, dass ich sie wirklich liebte.

Und dann starb 1971 auch noch mein Stiefbruder - der letzte ihrer geliebten Söhne, der verblieben war, weil mit dem älteren hatte meine Mutter ja gebrochen, als er eine Frau heiratete, die nicht dem entsprach, was meine Mutter wollte - oder einfach nur nicht nach ihrer Pfeife tantze.

Und dann war da gar nichts mehr, was das Leben meiner Mutter erfreuen konnte - und ich konnte mich bemühen, was und wie ich wollte - ich hatte nie eine Chance, etwas von der Liebe von ihr zu bekommen, die meinen Stiefbrüdern in die Wiege gelegt war.

Ja, ich war auch ihr leibliches Kind - aber ich habe die Ahnung einer Idee - warum sie mich nicht so anerkennen und leiben konnte - oder wollte - wie ihre erstgeborenen Söhne - obwohl ich eigentlich das einzige Kind aus der Ehe mit ihrem geliebten Mann bin.

Dann wars nicht mehr nur die Schmerzen, sondern auch der schwere Verlust, den meine arme Mama erlitten hatte - naja, war zwar auch mein geliebter großer Bruder, aber ich war ja nur ein Kind, was wußte ich schon von Schmerzen und Trauer - meine Mutter war die, die ewig leiden musste unter der grossen Belastung.

Und das setzte sich dann fort - in meinem Leben - dass ich tat, was andere wollten - der Freund, der mich in Strapse und Korsett steckte und mich ins Sexkino nach Wien mit nahm - ich wollte ihm beweisen, dass ich ihn liebte - auch, wenn ich vor Scham fast gestorben wäre.

Die Sexparties, auf die er mich schleppte hielt ich nur mit genügend Alkohol durch - aber er tat das alles ja nur für mich - und daher musste ich natürlich auch mitmachen, weil ich liebte ihn ja - dachte ich damals.

Oder der Ex, der keinen Führerschein hatte und sich jahrelang von mir chauffieren ließ - bis es mir dann reichte und ich mich selbständig machte - und dann einfach nicht mehr so oft - zur Verfügung stand - als Chauffeuse versteht sich - ansonsten zeigte er von Beginn an eher mäßiges Interesse an mir.

Doch - stimmt nicht - er wollte mich endlich gscheit erziehen - weil ich war ja so dumm - ich wußte nicht, was gscheites Essen ist (ja, stimmt, die Küchkünste meiner Mutter war nur in ihren Augen gut) - ich konnte nicht mit dem Auto einparken - ich hatte einen miesen Geschmack in Bezug auf Mode - und meine Frisurwünsche - einfach unmöglich - so Dinge - immer und immer wieder - und ich spielte mit.

Der andere Ex, der nach seinem Ausscheiden aus einem der 5 größten Unternehmen seiner Branche dann zum abgefuckten Arbeitslosen mutierte und weiter den grossen Macher spielen wollte - auch ihm fing ich seine Schulden ab, die er auf einer deutschen Messe in Saus und Braus machte - und zahlte seine Sozialversicherung.

Oder der - ja, wie nennen wir ihn denn? - Ex wäre übertrieben, weil die 2 Nächte, die wir zusammen verbrachten, waren eher auch nur das, was er wollte - und nichts, was ich gebraucht hätte. Wie auch immer - wir wollten uns eine gemeinsame Zukunft aufbauen - ich glaubte den Sch..... wirklich wieder - und tat alles, was in meiner Macht stand, um die Firma zu retten - ihn immer wieder zu unterstützen - mental und finanziell - und ihm dadurch beweisen, dass ich ihn wirklich liebte - monatelang.

Nein - es war nicht nur das Märtyrermuster meiner Mutter - es war der früh geprägte Glaubenssatz, dass ich den Menschen, an denen mir etwas liegt - mit allen Mitteln beweisen muss, dass dem so ist - nicht nur mental, sondern auch finanziell - frau hat sich aufzuopfern für die, die sie mag - wurde mir jahrzentelang von Eltern vorgelebt und von den Großeltern gepredigt.

Dann werde ich das jetzt mal machen - ich werde dem einzigen Menschen, der es aktuell wert ist, ihn zu lieben - endlich beweisen, dass ich alles für ihn tu - mir.


Kommentare

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