prinzipell vertrauensvoll und gutgläubig

Passend zum Beitrag von gestern - bräuchte zusätzliche Denkanstösse - möchte ich jetzt noch bissal weiter spinnen - passend zu dem, was ich es zwar mittlerweile gelernt habe, meine Harmoniesucht zu überwinden, wenn es darum geht, Menschen, die mir wichtig sind, vor Unheil zu beschützen.


Ich hab jetzt so rum studiert und bin zu der Erkenntnis gelangt, ich sehe immer zuerst mal "das Gute" im Menschen - kann aber relativ schnell "umschalten", sobald es irgend einen Grund zu Mißtrauen gibt - dann kommt der Skorpion hervor, legt die Puzzleteile an- und ineinander und macht sich ein neues Bild der jeweiligen Szene.

Nein, ich würd mich nicht als naiv und blauäugig bezeichnen - aber wie schon erwähnt - ich bin nicht aus Prinzip und grundsätzlich mißtrauisch, sondern unterstelle vorweg, dass auch mein Gegenüber ähnlich gestrickt sein könnte als ich.

Ich bin keine Heilige, ich bin kein Engel - ich selbst kann durchaus nicht nur selbst meinen Vorteil wahrnehmen, sondern durchaus auch mal "Tabula rasa" machen und jemanden ganz nachhaltig in seinen/ihren Allerwertesten treten.

Hm - ein ehemaliger Geschäftspartner hats irgendwie belächelt, als ich mal meinte - ich möchte mich nicht zum Feind haben - er hat auch austesten wollen - aber noch ist er nicht "der Feind" - noch hat er nur mich geschädigt - und niemanden, der mir nahe steht.

Von daher hat er auch noch nicht das zu spüren bekommen, was in mir hoch kommt, wenn eben genau so etwas passiert. Wie erklär ich das jetzt, was ich meine?

Ich nehm ein Beispiel aus dem realen Job - jemand ist voll strange drauf - so von wegen sexueller Freizügigkeit und Drogenkonsum - ist nicht meine Baustelle - wenn sie ihr Leben zerstören möchte - soll sie - und so lange sie niemanden mit rein zieht, den ich mag - und von dem ich davon ausgehe, dass diese Person nicht weiß, was sie tut - so lange schaue ich auch relativ entspannt zu.

Dann gabs da nen Anruf - an einem Dienstag Morgens - sie käme zu spät, weil sie den Zug versäumt hätten - und sie hat ein Mädel aus einer anderen Abteilung mit gehabt in Wien - über Nacht. Sie kamen zwar doch noch, aber es "stimmte" was ganz und gar nicht.

Ich wollte - und will - es nicht wissen, was in dieser Nacht war - aber für mich war klar - die zieht mir niemanden mehr in nix rein - das werde ich verhindern - und ich "bestellte" mir eine end.gültige Lösung dieses Themas - 2 Tage später machte sie einen schweren Fehler, der mir meinen Wunsch erfüllte.

Keine Ahnung, ob das irgendwer nachvollziehen kann - bis jetzt wars so - wenn mir wer schadet, nur mir, wars bisher nicht so tragisch - war ich bisher nicht auf die Idee gekommen, da irgendwie ein zu greifen - und die Fronten zu klären - und zu bereinigen.

Mittlerweile denke ich ernsthaft drüber nach, auch auf meinen Rechten zu bestehen, wenn es "nur um mich" geht. Bei dem Typen hatte ich mich jetzt eineinhalb Jahre lang geärgert, dass er die Frechheit besessen hatte,  seine Schulden nicht zurück zu zahlen.

Ich hatte zwar ein Inkassobüro eingeschalten - aber ein anderes Angebot "für nen Hunderter die Sache für mich zu erledigen" dankend abglehnt. Ich mein, ich möchte von zweiterem Angebot auch jetzt nicht Gebrauch machen, aber aktuell denk ich nochmal drüber nach, bissale Terror zu machen - genug Möglichkeiten hätte ich da ja dann doch :-)

Oder auf der anderen Seite die Typen bei meinen Jobs, die es einfach nicht wahrhaben wollen, welche Postion im System ich einnehme - und ich hab mich nicht selbst dort hin gestellt - naja, bin nicht ganz unschuldig dran, dass ich dort bin, wo ich bin, das schon - aber ich wurde dazu ernannt.

Das ist jetzt eben das grosse Thema, was ans gestrige anschliesst - ich hab zwei Möglichkeiten - auf zu stehen, denen mal klipp und klar zu kommunizieren, wo es lang geht - und ihnen auch die entsprechenden Konsequenzen klar zu machen - oder ab zu warten, bis jemand, der mich in diese Position gebracht hat - dies auch entsprechend kommuniziert.

Bisher habe ich immer die zweitere Mäglichkeit gelebt - diese Woche muss ich noch die EntScheidung treffen, ob ich mir mal den ersten Weg zugestehe, auch, wenns nichtwirklich "meins" ist - oder vielleicht doch? Weil ich war bisher nie auf die Idee gekommen, es zu tun ;-)

In den letzten Jahrzehnten habe ich auch eher meine Harmoniesucht ausgelebt - durch den, ders dann testen wollte, wie weit man(n) gehen kann - bevor ich "switche" - hab ich schon mal erste Schritte auf diesem meinen Weg gemacht.

Ich hatte mich von jemanden getrennt, der mich 5 Jahre meines Lebens begleitet hatte - aber auch - mich nach seinen Vorstellungen formen wollte - auch das brauch ich nicht mehr - allerdings begann ich damals, mich aus.zu.leben und zu ent.falten - ich merkte wieder, wie gut es mir tut - wirklich aktiv organisieren und planen - und ausführen zu können.

Er war der erste Schritt auf dem Weg, der mich genau hier her gebracht hat, wo ich jetzt bin - und wo ich noch lang keine Höhenangst bekomme - sondern zügig weiter voran schreite - es ist so geil - wenn die Luft knapp wird - der Sauerstoff weniger - wenn die Anstrengungen immer intensiver werden - aber auch letztendlich befriedigender.

Ja - ich gehe permanent über meine Grenzen - meine Grenzen der Leistungsfähigkeit - aber auch meine bisher mühsam aufrecht erhaltenen emotionalen Grenzen - ich hab aufgemacht - voll - nicht allen gegenüber - aber einigen wenigen - und was dabei zurück kommt ist einfach super schön.

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